Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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Bild Kontaktdaten Schön Klinik Neustadt:

Schön Klinik Neustadt
Klinik für Wirbelsäulenchirurgie mit Skoliosezentrum
Am Kiebitzberg 10
23730 Neustadt

Sekretariat Prof. Dr. med. Henry Halm:
Bettina Schmedemann
Tel.: 0 45 61 / 54 - 45 76 00
Fax: 0 45 61 / 54 - 33 76 00
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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 18:34     Betreff des Beitrags: OP-Bericht von Drigo210
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Diagnose: hochgradige Scheuermannkyphose, BWS Kyphose 90° nach Stagnara
Therapie: im Kindes- und Jugendalter 2 x Korsett, KG, Physiotherapie, Massagen
Oktober 2010 :dorsal transpedikulär fixierte Relordosierungs-spondylodese
Th2-L2 nach dorsalem Release
Geschlecht: weiblich
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Hallo ihr Lieben,

endlich habe ich mich aufgerafft, den OP-Bericht fertig zu schreiben. Hat ja lange genug gedauert. Viel Spaß beim Lesen und sorry im Voraus – ich konnte mich irgendwie nicht kürzer fassen.

Sonntag, 03.10.2010

Endlich geht es los. Nach einer unruhigen Nacht, in der ich tausendmal gedanklich den Inhalt meiner Reisetasche überprüft habe, sitze ich müde am Frühstückstisch und kann irgendwie das letzte Frühstück mit meiner Tochter nicht wirklich genießen. Mache mir Sorgen, wie sie den Abschied gleich verkraftet. Sie bleibt die nächsten zwei Wochen bei meinen Eltern.
Nach einer tränenreichen Verabschiedung starten mein Mann und ich so gegen 9.00 Uhr Richtung Neustadt. Nach ungefähr 100 km gebe ich es auf, mich immer wieder zu fragen, ob ich auch an alles gedacht habe. Wäre jetzt eh zu spät, um umzukehren. Wir bringen die 450 km zügig und staufrei hinter uns und kommen um 13.45 Uhr bei Frau Makowski an. Das Zimmer ist super. Die erste Nacht will ich ja noch mit dort schlafen. Nachdem wir die Sachen von meinem Mann ausgepackt haben, hält uns nichts mehr drinnen. Ich will die Ostsee sehen. Natürlich begutachten wir die Klinik ausgiebig von außen und die Aufregung wächst bei uns beiden. Am Abend essen wir noch mal leckeren Fisch im Hafen. Schlafen können weder mein Mann noch ich und eigentlich verbringen wir mehr Zeit vor der Tür bei Frau Makowski zum Rauchen, als dass wir im Bett liegen.

Montag, 04.10.2010

Das Frühstück, das uns Frau Makowski so liebevoll hergerichtet hat, hat irgendwie gar keinen Geschmack. Liegt garantiert nicht am Essen, sondern daran, dass der Mund so trocken und der Magen wie zugeschnürt ist.
Pünktlich um 9.00 Uhr betreten wir die Klinik und bringen die Anmeldeformalitäten hinter uns. Auf Station 40 ist die zuständige Schwester noch beim Frühstück und so heißt es erstmal eine halbe Stunde warten. Doch dann geht alles Schlag auf Schlag. Blutentnahme, Röntgen, Spirometrie, EKG. Die Anästhesie-Aufklärung ist total lustig. Dr. Nieselt, der so ziemlich in meinem Alter ist, verwendet andauernd das Wort juvenil (med. für jugendlich) in Bezug auf mich, was mit meinen 31 Jahren natürlich für wahre Begeisterungsstürme meinerseits sorgt.
Das OP-Vorgespräch macht Dr. Mladenov, der etwas gebrochenes Deutsch spricht. Ich weiß nicht, wie viele Tassen Kaffe dieser Arzt an dem Morgen schon getrunken hatte. Er ist total durch den Wind, macht immer ganz hektische Bewegungen und erzählt ganz viele Sachen in ganz wenig Zeit. Irgendwann können mein Mann und ich nicht mehr vor Lachen. Ich bin froh, dass ich mich hier im Forum schon über alles informiert hatte, denn ansonsten hätte ich bei dem Gespräch nur Bahnhof verstanden. Gott sei Dank kann Dr. Mladenov mitlachen. Er wird in den nächsten zwei Wochen der Arzt sein, zu dem ich das beste Verhältnis habe und mit dem ich immer lachen kann.
Gegen 14 Uhr kann ich endlich mein Zimmer beziehen. Etwa eine halbe Stunde später werde ich nochmals von Prof. Halm und Herr Thomsen „begutachtet“ und es wird mir versichert, dass nur ein dorsaler Zugang nötig ist bei der OP. Ich bin erleichtert. Meine OP wird für 12 Uhr am nächsten Tag angesetzt. Der restliche Nachmittag vergeht mit einem Strandspaziergang wie im Flug. Mein Mann kann bis 20 Uhr bei mir bleiben.
Am Abend wird mir endgültig klar, warum ich eigentlich hier bin, denn es geht langsam mit der Vorbereitung für die OP los. Meine erste Thrombosespritze…wie aufregend! Rückenrasur! Das obligatorische Päckchen mit der hübschen Klinikwäsche parat auf dem Tisch. Und zur Krönung des Tages noch ein fantastischer Einlauf! Kurz vor 22 Uhr renne ich noch mal raus, um eine zu rauchen, dann nehme ich die LMAA-Pille und schlummere friedlich und ohne Sorgen ein.

Dienstag, 05.10.2010

Ich wache gegen 6.30 Uhr durch die Geräusche auf dem Flur auf. Vor lauter Aufregung stört es mich nicht mal, dass ich nicht essen, trinken oder rauchen darf. Nachdem ich mich, dem Anlass entsprechend, mit Netzschlüpfer, Thombosestrümpfen und OP-Hemd in Schale geworfen habe und mein Mann die letzten Bilder vor der OP geschossen hat, bekomme ich noch mal eine LMAA-Tablette und schlafe wieder ein.
Kurz nach halb 12 Uhr ruckelt auf einmal mein Bett und ehe ich mich versehe, werde ich Richtung OP geschoben. Ich finde die Fahrt ziemlich lustig. Erst als sich mein Mann vor dem Fahrstuhl von mir verabschieden muss, wird mir etwas mulmig und ich frage ihn in meinem Dusel andauernd, ob er noch da sein wird, wenn ich aus der Narkose aufwache.
Als ich im OP angekommen bin und von einem Anästhesisten vorbereitet werde, finde ich die Welt wieder schön und lache ständig. LMAA sei Dank. Ich dachte mir, mal sehen, wie schnell die Narkose wirkt und bis zu welcher Zahl ich zählen kann, bevor ich richtig weg bin. Ich kann mich nicht erinnern, überhaupt bei 1 angefangen zu haben….

19.00 Uhr

Ich wache auf, weil jemand mir zuflüstert, ich soll mal meine Füße bewegen. Das klappt prima. Grenzenlose Erleichterung. Bin wieder weg. Kurzes Aufwachen - das Bett auf der Intensiv ist total hart, wie aus Stein. Erst langsam kommt mir zu Bewusstsein, dass es nicht mein Bett ist, sondern mein neuer Rücken, auf dem ich liege. Die Schmerzen sind schon recht arg, aber noch gut auszuhalten. Herr Thomsen beugt sich über mich, wieder soll ich mit den Füßen wackeln. Er erklärt mir, dass alles gut gegangen ist. Ich schlafe wieder. Wache auf von einer Berührung in meinem Gesicht. Mein Mann ist da. Er berichtet mir noch mal alles, was die Ärzte ihm über die OP erzählt haben. Alle paar Minuten frage ich ihn, ob mein Rücken jetzt gerade ist. Ich streichle andauernd sein Gesicht und sage „bitte bleib noch kurz da“. Nach fünf Minuten muss er wieder gehen. Ich bin traurig. Im Nachhinein erzählt er mir, dass er bis kurz vor 22 Uhr bei mir war, also über 2 ½ Stunden. Ich habe absolut kein Zeitgefühl und war sicher, dass er blos ganz kurz da war. Zwischendurch wurde ich noch geröntgt, kann mich daran aber nicht erinnern.

In der Nacht wache ich mehrmals auf, weil mir übel ist. Ich sage es der Schwester und bekomme sofort etwas infundiert, woraufhin die Übelkeit schnell verschwindet. Ich versuche ständig, mich auf die andere Seite zu drehen, um zu schauen, wer außer mir sonst noch hier liegt. Kann gar nicht verstehen, warum ich das nicht schaffe. Ich habe fürchterliche Schmerzen und ich bin schlapp. Mein Verstand arbeitet nur auf Sparflamme. Ich bin dankbar über jede Minute, die ich schlafend verbringe.

Mittwoch, 06.10.2010

Gegen 6 Uhr bekomme ich einen feuchten Lappen und meine Zahnbürste. So langsam habe ich meine Morgentoilette das letzte Mal verrichtet, als ich drei Jahre alt war. Alles ist so anstrengend, jede kleine Bewegung kostet unheimlich viel Kraft.
Die Schwester kontrolliert meinen Verband am Rücken und stellt fest, dass der Schmerzmittel-Katheter gerissen ist. Kein Wunder, dass ich solche Schmerzen hatte. Er wird gleich gezogen.
Dann gibt es Frühstück. Mmh, leckere Spargelcremesuppe. Schmeckt gut. Esse ich gerne. Noch. Denn in den nächsten Tagen bekomme ich die ständig und kann Spargelcremesuppe bis heute nicht mal mehr riechen, ohne das mir übel wird.
Es geht zurück auf Station 40. Irgendwie registriere ich erst zwei Tage später, dass ich jetzt in einem anderen Zimmer mit einer anderen Bettnachbarin liege.
Ich verschlafe den restlichen Tag. Am Abend will ich unbedingt mit meiner Tochter telefonieren, obwohl mein Mann versucht, mich davon abzuhalten. Ich bin noch viel zu benebelt von der Narkose und kann keinen vernünftigen Satz zu Ende sprechen. Irgendwie gelingt es mir doch, das Handy in meine Gewalt zu bringen und ich nuschle einige unverständliche Sachen ins Telefon. Ich kann mich bis heute weder an den Inhalt dieses Gespräches noch an die folgenden Telefonate in den nächsten Tagen erinnern.
Die Nacht überstehe ich Dank zusätzlicher Schmerzmittel relativ gut.

Donnerstag, 07.10.2010

Am Vormittag kommt die Physiotherapeutin und ich stehe zum ersten mal wieder. Mein Kreislauf schlägt sich wacker und so wagen wir eine Runde über die Station. Ich schlurfe wie eine alte Oma, bin aber stolz, dass ich es geschafft habe. Die Fotos von diesem „Spaziergang“ sind köstlich. Ich in Thrombosestrümpfen und Bademantel ( aus dem unten die Schläuche rausschauen ) mit wüsten Haaren und neben mir die Physiotherapeutin mit meiner Drainageflasche und meinem Pipi-Beutel in der Hand. Irgendwie war mir das in dem Moment entweder nicht bewusst oder egal, was für ein Bild wir da abgegeben haben. Grins.
Am Nachmittag kommen alle Schläuche raus und ich genieße es, wieder eigenständig auf Toilette gehen zu können. Beim Verbandswechsel wird ein Foto gemacht und ich sehe zum ersten Mal meine Narbe. Freue mich total und beschließe, sie nie zu verstecken. Ich bin stolz darauf.

In der Nacht brauche ich wieder zwei Mal zusätzlich Schmerzmittel.

Freitag, 08.10.2010

Es geht mir nicht so gut. Mir ist schwindelig und ich habe Hitzewallungen. Trotzdem löst die Nachricht, dass ich heute duschen darf, Jubel bei mir aus. Von diesem Tag habe ich auch die ersten Erinnerungen an meine Zimmernachbarin Katharina, obwohl wir schon seit drei Tagen zusammen im Zimmer sind. Sie wurde einen Tag vor mir operiert. Wir verstehen uns auf Anhieb prächtig und heitern uns in der Klinikzeit immer gegenseitig auf.
Nach dem Duschen fühle ich mich wenigstens äußerlich wieder wie ein normaler Mensch. Ich laufe mit der Physiotherapeutin wieder über die Station. Diesmal zwei Runden und ohne Schläuche.
Am späten Vormittag wird mir Blut abgenommen, da ich mich immer schwächer fühle. Dr. Simon kommt und erklärt mir, dass mein Hb-Wert deutlich zu niedrig ist und ich zwei Blutkonserven infundiert bekommen soll. Das könnte aber bis zum Nachmittag dauern, bis das Blut kommt.
Wir sollen zum Röntgen, Katharina und ich. Im Rollstuhl geht’s hin. Es warten mindestens sechs andere Patienten vor der Abteilung, es ist stickig und warm, mein Kreislauf macht schlapp. Mein Mann fährt mich zurück auf Station und wir fahren eine Stunde später noch mal hin. Der große Andrang ist vorbei und alles läuft diesmal reibungslos.

Um 17.30 Uhr habe ich trotz mehrmaligem Nachfragen immer noch keine Blutkonserve bekommen. Mein Mann wird langsam ungehalten und geht zum Arztzimmer um mit Dr. Mladenov zu reden. Und siehe da, eine halbe Stunde später hänge ich an der Infusion. Man kann förmlich zusehen, wie ich langsam wieder Farbe ins Gesicht bekomme. Als die zweite Konserve in mir drin ist, fühle ich mich, als könnte ich Bäume ausreißen. Leider ist es schon 23 Uhr, da muss das mit den Bäumen bis morgen warten…

Samstag, 09.10.10

Die Röntgenbilder zeigen ein supertolles Ergebnis. Alle Schrauben sitzen gut und meine Krümmung ist von 90 ° auf 45° korrigiert. Ich bin so froh und betrachte mich dauernd im Spiegel. Schicke erste Emails mit Photos an meine Familie und Freunde.
Mein Tatendrang ist ungebrochen. Ich will raus. Frische Luft atmen, den Wind um die Nase wehen lassen und ein Stück laufen. Ich laufe, laufe und laufe und ich könnte laut schreien vor Glück. Ich bin gerade.
Leider führt unser Weg am Raucherhäuschen vorbei. Das ist das Ende meines schönen Planes, nach der OP mit dem Rauchen aufzuhören. Die erste Zigarette wird angezündet. Ich habe auf keinem anderen Bild aus der Klinikzeit so einen glücklichen Gesichtsausdruck wie auf dem Photo, das in diesem Moment aufgenommen wurde. Irgendwie ist es der Augenblick, wo ich auf der Bank sitze und meine erste Zigarette post OP rauche, gewesen, in dem ich begriffen habe, dass ich die bisher schwierigste Aufgabe in meinem Leben geschafft habe.

Sonntag, 10.10.2010 und Montag, 11.10.2010

Ich fühle mich gut. In den Nächten brauche ich zwar noch zusätzliche Schmerzmittel, aber am Tag bin ich kaum zu bremsen. Ich gehe spazieren was das Zeug hält. Morgens, mittags, nachmittags, abends. Bald nennen mich alle auf der Station “Freund Schnürschuh“. Das Einzige, was mich noch arg einschränkt, sind die Schmerzen im Schulterbereich, wenn ich sehr lange laufe. Ich bekomme an drei Abenden hintereinander eine Tablette zur Muskelentspannung.
Die Verdauung hat sich auch wieder eingependelt und ich kann endlich wieder andere Sachen essen, als die „geliebte“ Suppe aus der Schnabeltasse. Das Essen hier ist ziemlich gut und für alle Extrawünsche habe ich meinen Mann, der mir alles besorgt, worauf ich Appetit habe.

Dienstag, 12.10.2010

Morgens, kurz nach dem Aufstehen, kommt Prof. Halm in unser Zimmer. Er schaut sich meinen Rücken an, ist sehr zufrieden mit seiner Arbeit und wir lachen, weil ich erzähle, dass ich jetzt genauso groß bin, wie mein Mann. Prof. Halm fragt, ob Katharina und ich uns bereit erklären würden, uns mit ihm zusammen für die Klinikzeitung fotografieren zu lassen.
Was für eine Frage. Da sind wir doch dabei. Er sagt, dass es in zehn Minuten losgeht. Wie zwei Teenies vor dem ersten Date huschen wir wie aufgescheuchte Hühner ins Bad und versuchen aus unseren fettigen Haaren ( erst heute ist wieder Duschtag ) noch anständige Frisuren zu zaubern. Es dauert keine zwei Minuten, da ist Prof. Halm mit der Reporterin wieder da. Wir haben noch unsere Nachthemden an und sehen überhaupt schrecklich aus, aber für mehr Verschönerungen bleibt jetzt keine Zeit mehr. Wir drapieren uns gemäß der Anweisungen der Reporterin und zeigen unser schönstes Blend-a-med-Lächeln. Plötzlich sagt doch diese Frau, wir sollten doch mal nicht so künstlich gerade sitzen. Prof. Halm schläft ein wenig das Gesicht ein und er sagt : “Die beiden sitzen so, weil ich sie so gemacht habe! " Das Bild, welches für die Zeitung ausgewählt wurde, ist trotzdem toll geworden und ich war schon mächtig stolz, nachdem Frau Schmiedemann mir ein Exemplar zugeschickt hat.

Bild aus der Patientenzeitung (Ausgabe III / 2010)

Bild
v.l.: Drigo, Prof. Halm und Mit-Patientin


Am Nachmittag geht es weiter mit Fotografieren. Diesmal im Rahmen der postoperativen Vermessung und Dokumentation.

In der Nacht brauche ich zum ersten Mal keine zusätzlichen Tropfen.

Mittwoch, 13.10.2010

Chefvisite. Alles sieht gut aus. Ich darf am Freitag nach Hause. Ich freue mich so.
Nachmittags geht’s am Strand entlang bis zum Hafen von Neustadt zum Kaffetrinken.

Donnerstag, 14.10.2010

Dr. Simon macht gleich morgens mit mir das Abschlussgespräch, da ich am nächsten Tag so früh wie möglich Richtung Heimat starten möchte. Ich kann es kaum erwarten, meine Tochter und meine Eltern wieder zu sehen.
Gegen Mittag kommt Prof. Halm noch mal zu mir ins Zimmer. Er hat den Beitrag von mir hier im Forum gelesen, denn ich kurz nach der OP geschrieben hatte. Er sagte mir, dass er regelmäßig hier liest. Wir unterhalten uns noch eine Weile über das Forum und er hat eine sehr gute Meinung darüber.
Am Nachmittag setzen Katharina und ich uns in den Kopf, dass wir bis Pelzerhaken laufen wollen, um dort einen Kaffee zu trinken. Wir schaffen es auch, aber auf dem Rückweg geht uns doch die Kraft aus und die letzten Meter bis zur Klinik sind eine Qual. Trotzdem sind wir mächtig stolz auf uns, als wir wieder in unseren Betten liegen.
Abends machen wir in unserem Zimmer eine „Abschlußfete“ mit Malzbier und Salzstangen und lachen was das Zeug hält.

Freitag, 15.10.2010

Endlich geht es nach Hause. Den Beifahrersitz mit einer dicken Bettdecke und einem Kopfkissen ausgepolstert, treten wir mit dem Auto den Heimweg an. Die Lehne steht halb schräg, so ist es am bequemsten und ich sehe noch was von der Umgebung. So ist es nicht so langweilig. Schlafen kann ich nicht, weil ich so aufgeregt bin, wieder nach Hause zu kommen. Wir stehen eine Stunde im Stau, die letzten 75 Kilometer sind dann wirklich unangenehm und anstrengend für den Rücken und ich bin froh, als ich endlich unser Haus sehe und meine Tochter in die Arme schließen kann. Nach einer Tasse Kaffee lege ich mich ins Bett und schlafe. Das hab ich mir nach der Fahrt auch verdient.

ENDE

So, und nun, drei Monate später sitze ich hier und schreibe alles auf. Einiges fällt mir dabei wieder ein, was ich längst vergessen hatte. Ich schmunzle über manches, werde wehmütig bei anderen Sachen und denke alles in allem gerne an die Klinikzeit zurück.

Ich habe bisher noch keine einzige Sekunde die Entscheidung zu dieser Operation bereut!

Ich weiß, dass ich letztendlich die Entscheidung selbst getroffen und die Schmerzen alleine ertragen habe. Aber ich weiß trotzdem, dass ganz viele Leute am Gelingen „meines Rückens“ beteiligt waren.

Als erstes möchte ich mich bei Euch allen bedanken. Ihr habt mir in der Phase der Entscheidungsfindung alle meine Fragen beantwortet und mir seelischen Beistand geleistet. Auch nach der OP habt ihr immer ein offenes Ohr für mich gehabt. Ich bin mir sicher, dass ich es ohne dieses Forum hier nicht so ohne weiteres geschafft hätte. Auch in Zukunft kann ich sicher auf Eure Hilfe bauen.

Meine Hochachtung geht an Prof. Halm, Herr Thomsen und Dr. Mladenov, die mich operiert und es geschafft haben, mir in sechs Stunden OP ein neues Lebensgefühl zu geben und ihre Arbeit wirklich großartig gemacht haben. Wer von Euch meine Vorher-Nachher-Bilder angeschaut hat, wird mir sicherlich zustimmen, dass mein Rücken sensationell geworden ist.

Auch das ganze Team von Station 40 hat sich kompetent und geduldig um mich gekümmert. Besonders Schwester Karen ist mir in Erinnerung geblieben, weil sie für den ein oder anderen Spaß oder ein privates Schwätzchen zu haben war.

Wer mir in der ganzen Zeit immer zur Seite gestanden hat, war mein Mann. Vor der OP hat er meine Stimmungsschwankungen geduldig ertragen und mir mehr als einmal durch eine einfache Umarmung Mut gemacht oder stundenlange Gespräche geführt, wenn ich das Bedürfnis hatte, mich auszusprechen. Im Krankenhaus war er jeden Tag zwölf Stunden an meiner Seite, hat mit mir gelitten, wenn ich Schmerzen hatte, oder sich mit mir gefreut, wenn ich Fortschritte gemacht habe. Er hat mich gewaschen, als ich es nicht alleine konnte und mir auch bei einigen Toilettengängen aus der Patsche geholfen. Als wir wieder zu Hause waren, hat er mir jede erdenkliche Arbeit abgenommen, sich um unsere Tochter gekümmert, seinen Job jeden Tag erledigt und ist dabei manchmal an die Grenzen seiner eigenen Belastbarkeit gekommen. Ich weiß, dass so etwas nicht selbstverständlich ist. Danke, mein Hase! Ich liebe Dich!

Last but not least ein dickes Dankeschön an meine Eltern, die sich zwei Wochen lang um meine Johanna gekümmert haben. So brauchte ich mir während der Klinik-Zeit keine Sorgen machen, ob es meinem Kind gut geht.



So Leute, das war´s. Danke an alle, die sich bis hier durch den OP-Bericht geackert haben.

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 18:55     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Hallo Drigo,

Danke für deinen ausführlichen, aber wirklich nicht zu langen OP-Bericht .

Ich finde es toll, dass sich dein Mann so um dich gekümmert hat - das Lob hat er sich verdient .

Noch ein paar Kommentare:
Du schreibst bzgl. deiner Intensivstation-Zeit:
Zitat:
Ich bin dankbar über jede Minute, die ich schlafend verbringe.

Das kann ich mir gut vorstellen. Denn ich habe auf Intensiv nur relativ wenig geschlafen (nachts meine
ca. acht Stunden, nachmittags mal eine Stunde), und den Rest der Zeit wach und klar bei Sinnen... Das mag zwar gut klingen, war aber
verflixt langweilig, auch, da man damals viel länger auf Intensiv bleiben musste und Aufstehen erst nach einer Woche möglich war.
Finde es immer wieder toll, dass die heutigen Patienten viel früher mehr dürfen . Nach ein paar Tagen raus, und auf einer Bank sitzen, davon hat man früher nur träumen können...
Wie gesagt, schön, dass das heutzutage nicht mehr so ist. Tut sicherlich auch der Psyche gut, rascher wieder etwas mehr Normalität dazugewinnen zu können .

Zitat:
Am Nachmittag kommen alle Schläuche raus und ich genieße es, wieder eigenständig auf Toilette gehen zu können.

Das kann ich mir sehr, sehr gut vorstellen. War für mich auch eine Sache, um die ich sehr froh gewesen bin.

Zitat:
Beim Verbandswechsel wird ein Foto gemacht und ich sehe zum ersten Mal meine Narbe. Freue mich total und beschließe, sie nie zu verstecken. Ich bin stolz darauf.

Das finde ich die richtige Einstellung dazu . Ich würde meine Narbe auch nie verstecken - und es hat auch nie jemand blöd geguckt (und wenn, dann sollten sie... wäre mir sowas von Schnuppe!). Es gab höchstens mal freundlich-aufmerksame Nachfragen von Arbeitskollegen, Mit-Auszubildenden oder neuen Freunden, die mich erst Jahre nach OP kennengelernt haben, und solche Nachfragen dürfen auch sein, finde ich.

Zitat:
Ich gehe spazieren was das Zeug hält. Morgens, mittags, nachmittags, abends.

So war ich auch, sobald ich durfte .

Viele Grüße und gute Restbesserung,
Raven

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Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.



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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 19:08     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Hallo,

ich möchte Dir ganz herzlich für Deinen interessanten und anschaulichen OP Bericht danken. Du schreibst sehr gut und man möchte gar nicht aufhören zu lesen. Als ich den Satz von Dir gelesen habe, als Du nach der OP ständig Deinen Mann fragtest, ob Du jetzt gerade bist, kamen mir die Tränen, denn bei mir war's haargenauso. Beim Weiterlesen mußte ich aber sehr oft schmunzeln und auch staunen, wie schnell Du wieder, trotz der vielen Schmerzen, fit warst.

Im Übrigen sind Deine "Nachher" Bilder der absolute Knaller und ich glaube Dir, dass Du stolz und superfroh über das Ergebnis bist. Ich wünsche Dir weiterhin noch viel Glück.

Liebe Grüße,

Judith

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 19:34     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Therapie: Schroth-KG; Cheneau-Korsett CCtec, Schroth-Reha 2008/2009/2010; OP März 2011 / Neustadt, Spondylodese Th5-L4, Restkrümmung BWS 20°, LWS 15°
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Bundesland: NRW
Hallo Drigo210

Danke für deinen Bericht. Ausführlich und gut geschrieben.
Hat echt Spass gemacht diesen zu lesen.
Unsere Erfahrungen müssen wir noch sammeln.
Es dauert halt noch bis März bis Katrin(Katinka) operiert wird.

Liebe Grüße

Nobalein

_________________
Liebe Grüße
von Nobalein

Tage nach Katinka's OP in Neustadt

[Skoliose-Bilder meiner Tochter] [OP-Bericht meiner Tochter]

Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
Sokrates


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 19:56     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Diagnose: Skoliose LWS 55°, BWS 46°
Osteochondrose, Spondylarthrose,
Spinalkanalstenose,
Retrolistesis L2/3
Therapie: KG, MTT, Reversa-Mieder, TENS
Kryoläsion, BS-OP 2005
OP Neustadt 19.4.10
Ventr. Release TH12-L4. intercorp. Fusion mit Cages
Dors. Spondylodese TH6-S1/Ilium mit Expedium, TLIF L4/5 li.,
Dekompression L4/5 bds.
Naht eines Durallecks L4/5
Restkrümmung
10° LWS/15° BWS
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Bayern
Hallo Katharina,

vielen Dank :Danke: für diesen wirklich kurzweiligen OP-Bericht, ich habe einige Male herzlich gelacht. :kicher2:
Ich freue mich, dass es dir jetzt gut geht und du deine Entscheidung nicht bereut hast.

Hast du schon Reha-Pläne?

Liebe Grüße :freu07:
Monika

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Vor Tagen war meine OP



"Ein Optimist ist jemand, der die Wolken nicht sieht, weil er auf ihnen spazieren geht" Bild


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 20:06     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Hallo Monika,

bis jetzt habe ich noch keine konkreten Reha-Pläne. Mache bis jetzt nur leichte KG. Habe erstmal am 23.03. die Halbjahreskontrolle in Leonberg in der Kombi-Sprechstunde. Werde mal abwarten, wie sich Dr. Hofmann und Prof. Halm zu dieser Sache äußern. Ich glaube mein Chef schlägt einen Purzelbaum, wenn ich dann schon wieder ein paar Wochen ausfallen würde.

Liebe Grüße

Katharina

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Vor Tagen war meine OP.

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 20:07     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Hallo Katharina,

ich möchte dir sehr für deinen schönen und ausführlichen Bericht danken! :danke1: Du schreibst sehr schön und man kann sich alles sehr gut vorstellen! Dickes Lob!

So, wie sich das alles von dir anhört, war die Zeit gut zu verkraften und du kamst schnell wieder auf die Beine!
An manchen Stellen musste ich lachen (der Absatz mit dem Foto mit Prof. Halm) und als ich mir vorgestellt habe, wie du in Bademantel über den Flur gegangen bist. :kicher2:
Der Absatz, den du für deinen Mann geschrieben hast, fand ich total schön! Es war sicherlich auch nicht immer leicht für ihn, dich da so liegen zu sehen und mitzubekommen, wenn du Schmerzen gehabt hast und er nichts dagegen unternehmen konnte (kenne das von meinem Freund). Er ist sehr tapfer gewesen- hätte gewiss nicht jeder so durchgestanden!

Zu deinen Bilder: Hammer! :top: auf so einen schönen Rücken wäre ich mega stolz und würde da auch nicht die Narbe verstecken. Bin ja fast schon ein bisschen neidisch auf dich :zwinker2:
Aber noch mehr freue ich mich, dass du die OP nicht bereust und wieder mehr Lebensqualität gewonnen hast!

Nimmst du noch Medikamente?
Wünsche dir eine :besserung2:

_________________
Liebe Grüße von U-bit


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 20:12     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Hallo U-Bit,

Medikamente nehme ich seit einem Monat keine mehr, worüber ich sehr froh bin. Hatte nämlich etwas Angst, dass das mit dem Absetzen des Oxycodons schwierig werden könnte. Ging aber problemlos.

Liebe Grüße

Katharina

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 20:38     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Diagnose: doppelbogige Skoliose thorakal 44°, lumbal 52° mit OP Empfehlung
Therapie: Schroth Krankengymnastik, Rahmouni Korsett seit 12/10, Schroth Reha für März 2011 geplant
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Hallo Drigo,
Danke für den super OP-Bericht. Du siehst mir Deinem neuen Rücken wirklich toll aus.
Ich selber habe mich leider noch nicht für die OP entscheiden können.
Aber Dein Bericht macht einem wirklich Mut das ganze durchzustehen!
Wünsche Dir noch alles Gute!
Liebe Grüße
susanne71


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 21:26     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Diagnose: Idiopatische progred. Skoliose
Massive re-konv. Skoliose 70°
dtl. li-konv. Skoliose 45°
Therapie: 1969: 2 x OP (Versteifung der BWS m. Knochenspan,
18 Mon. Rissergips, KG
29.03.10 OP in Neustadt -
dorsal transpedikulär primärstabil instrumentierte Korrektur-spondylodese Th4 - S1 m. Expedium-Implantat
Geschlecht: weiblich
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Hallo Katharina,

ganz lieben Dank ..... Dein OP-Bericht liest sich super
und Du hast wirklich allen Grund, Dich über Deinen schönen neuen Rücken zu freuen.

Bei dem Abschnitt über Deinen lieben Mann sind bei mir auch wieder die Erinnerungen an die Zeit nach der OP und die
liebevolle Betreuung von meinem Mann hoch gekommen. :rotwerd:Mir sind echt die Tränen gekommen

Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute.

Lieben Gruß
Doris

_________________
Vor Tage war meine OP

Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird.
Aber, es muss anders werden, wenn es besser werden soll
Georg Christoph Lichtenberg



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 Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Januar 2011 22:20     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Diagnose: progrediente,idiopathische,
re.-konvexe Thorakalskoliose 55 Grad Cobb, Rippenbuckel 15° (Skoliometerwert)
Arthrose d.Rippengelenke
Therapie: als Kind/Teenager "normale KG",1997 Reha in Sobi, danach Schroth-KG, manuelle Therapie,
OP am 4.4.11 in Neustadt/i.H.
Fusionsstrecke Th5 - L2
Restkrümmung 19 Grad Cobb
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Hallo Drigo210!
Vielen Dank für Deinen tollen Bericht!-Nein, zu lang war er wahrlich nicht! :danke3:
Du schreibst wirklich sehr schön, auch ich konnte lachen und war gleichermaßen berührt bei einigen Passagen.
Mir steht das ganze noch bevor, und Berichte wie der Deine machen Mut! Und Deine Bilder sind echt der Hammer! Das Ergebnis ist wirklich richtig toll!
Respekt, wie schnell Du trotz aller Schmerzen wieder mobil warst! :respekt:
Nochmals vielen Dank für Deinen Bericht,
Liebe Grüße

Vogelstrauss

:schaukeln:

_________________
Vor Tagen war meine OP in Neustadt/i.H.
[Meine Skoliose-Bilder]


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Januar 2011 11:39     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Diagnose: Skoliose vor OP:
BWS 68°, LWS 55°
nach OP Nov. 2010:
BWS 22°, LWS 16°
Marfan Syndrom
Therapie: Korsett, KG, Kur, OP
Geschlecht: weiblich
Bundesland: NRW
Hallo Drigo

Mein OP-Berich ist auch lang aber noch ist der nicht fertig. Schnekchen schreibt ihn
weil ich von den erste 3-4 Tagen nur noch weiß das ich geschlafen habe und Bodo mal kurz da war.
Mein OP-Bericht kommt aber auch bald.
Zu lang war deiner aber wirklich nicht.

_________________
Liebe Grüße, Janina

[Skoliose-Bilder] [OP-Bericht]


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Januar 2011 14:05     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Diagnose: hochgradige Scheuermannkyphose, BWS Kyphose 90° nach Stagnara
Therapie: im Kindes- und Jugendalter 2 x Korsett, KG, Physiotherapie, Massagen
Oktober 2010 :dorsal transpedikulär fixierte Relordosierungs-spondylodese
Th2-L2 nach dorsalem Release
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Thüringen
Liebe Janina,

die Erinnerung an die ersten drei Tage nach der OP beschränken sich bei mir auch nur auf einzelne "Momentaufnahmen” und sind absolut bruchstückhaft. Vieles kann ich nur aus den Erzählungen meines Mannes rekonstruieren. Der hat Gott sei Dank jeden Abend meine Erlebnisse des Tages detailiert aufgeschrieben. Ich finde es lieb von Deiner Mama, dass sie das für Dich und das Forum hier macht. Freue mich schon auf den Bericht von Dir und wünsche Dir eine gute Restbesserung.

Katharina

_________________
Vor Tagen war meine OP.

[Meine Kyphose-Bilder]



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 Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Januar 2011 11:24     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Hallo Katharina,

ich Sitze gerade bei Dr. Hoffman und warte auf mein letztes Gespräch vor der OP und tippe mit dem Handy und fasse mich daher kurz:

Danke für Deinen tollen Bericht, jetzt fahre ich am Donnerstag mit einem viel besseren Gefühl nach Neustadt. Ich muss zwar das Wochenende dort vor der OP verbringen aber das bekomme ich auch noch rum.

Ich habe beim Lesen viel geschmunzelt und ich glaube, die Mitwartenden haben das bemerkt .... . .

So, gleich geht's zum Doc ....


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Oktober 2012 10:49     Betreff des Beitrags: Re: OP-Bericht von Drigo210 - ACHTUNG, sehr lang
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Diagnose: Kyphose 86°, Neigung Morbus Scheuermann
Therapie: OP am 30. Januar 2013 in Vogtareuth
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Bundesland: Bayern
Liebe Drigo,

mit großem Interesse und teilweise Tränen in den Augen (passiert mir grad dauernd) hab ich deinen OP-Bericht gelesen. Auch mir steht das noch bevor, und ich hab eine Riesenangst. Dein Bericht und auch die Fotos haben mir neuen Mut gegeben, das durchzuziehen. Es gibt momentan keinen größeren Wunsch, als einen geraden Rücken, weniger Schmerzen und aufrecht durchs Leben gehen zu können. Auch ich habe Morbus Scheuermann und Hyperkyphose Neigungswinkel 87° vor drei Jahren gemessen, wahrscheinlich mittlerweile schon wieder etwas mehr.
Morgen, Donnerstag den 25.Oktober wieder Termin beim Orhopäden und Überweisung holen für die Schön-Klinik Vogtareuth - ich zittere...

Liebe Grüße Ines


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