Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Januar 2010 11:45     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Diagnose: Skoliose... wurde am 23.10.2008 in Hannover operiert
Therapie: Bekomme nun 2 mal die Woche spezielle Gymnastik
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Hallo Alek,

nun ist es bald soweit, deine OP naht.
Ich wünsche dir alles Liebe und Gute, freue mich schon auf deinen Bericht danach.

Liebe Grüße Venice

:top1:

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[Meine Skoliose-Bilder]


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Januar 2010 13:22     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Therapie: Halo-Harrington-Dis. 1980 von th2-L3..60 Grad nach Cobb
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Bundesland: Niedersachsen
Auch von mir viel Erfolg ,Glück und schnelle Gensung.Liebe Grüße Karin

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Tage nach Hamburg OP
Tage nach hoffentlich letzter OP in Neustadt


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Februar 2010 14:35     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Diagnose: Progrediente idiopathische thorakolumbale rechtskonvexe torsions-Kyphoskoliose, 14 Jahre: 11°, 18 Jahre: 43°, 19 Jahre: 55°
Therapie: KG, primärstabile dorsale doppelstäbige Korrekturspondylodese Th10-L4 mit auto- und allogener Spongiosaplastik (WSI-Expertise der Fa. Peter Brehm) und Rippenresektion am 02.02.2010 in der Parkklinik-Berlin, PD Dr. Muschik
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Hi an alle *wink*,

wollte mich mal aus der Klinik melden... Erst einmal Danke für euren guten Zuspruch, das hat mich sehr gefreut.
Ich habe die OP sehr gut überstanden und bei mir konnten schon am zweiten OP-Tag alle Medikamente bis auf eine Tablette Arcoxia morgens und Paracetamol eingestellt werden.

Wie sich bei der letzten Röntgenuntersuchung vor der OP herausgestellt hatte, verschlechterte sich die Skoliose innerhalb des letzten Jahres von Anfang 2009 bis vor einer Woche von 43° auf 50°, und das in meinem Alter trotz Phsysiotherapie. Also war die OP-Indikation noch dringlicher als zu dem Zeitpunkt, wo ich die letzten Postings hier gemacht habe.

Da es sich so verschlechtert hatte, musste auch von Th10-L4 instrumentiert werden, also jeweils unten und oben ein Wirbel mehr. Restkrümmung ist mir noch nicht bekannt, aber die Kyphoskoliose wurde nahezu vollständig aufgerichtet worden.

Insgesamt bin ich auch mit der Parkklinik und Dr. Muschik sehr zufrieden. Im Einbettzimmer auf der Privatstation (bisschen angeben^.. kann man es sich ja auch sehr gut ergehen lassen .

So, jetzt habe ich erstmal genug vor'm PC gesessen (obwohl das auch schon schon super klappt^. und melde mich dann nochmal wieder.

Ich bettle fleißig um meine Entlassung und melde mich dann von zu Hause wieder... bis dahin Liebe Grüße, Alek

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Vor Tagen wurde meine Skoliose-OP durchgeführt.



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 Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Februar 2010 19:02     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Hi Alek,
schön dass du dich schon selber melden kannst!
Alles gut überstanden? Hört sich super an!
Momo0204 hat geschrieben:
Wie sich bei der letzten Röntgenuntersuchung vor der OP herausgestellt hatte, verschlechterte sich die Skoliose innerhalb des letzten Jahres von Anfang 2009 bis vor einer Woche von 43° auf 50°, und das in meinem Alter trotz Phsysiotherapie.

Na dann war es ja höchste Zeit.
Momo0204 hat geschrieben:
bei mir konnten schon am zweiten OP-Tag alle Medikamente bis auf eine Tablette Arcoxia morgens und Paracetamol eingestellt werden.

Waas? :respekt: Das ist ja der Hammer!

Dann wünsche ich dir noch gute Besserung und ich hoffe dein Zustand bleibt so gut!

Liebe Grüße
Elena

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Tage seit meiner Skoliose-OP in Neustadt


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Februar 2010 20:42     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Hallo Momo!
Toll,dass Du schon selber berichtest!
Weiterhin gute Besserung
Ciao Toni


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 3. März 2010 01:22     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Therapie: KG, primärstabile dorsale doppelstäbige Korrekturspondylodese Th10-L4 mit auto- und allogener Spongiosaplastik (WSI-Expertise der Fa. Peter Brehm) und Rippenresektion am 02.02.2010 in der Parkklinik-Berlin, PD Dr. Muschik
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Okay, nun möchte ich gerne mal meinen OP-Bericht ein wenig präzisieren, für alle, die es interessiert und für mich, falls ich mich in ein paar Jahren noch einmal zurückerinnern möchte (jetzt glaube ich es nicht wirklich, dass ich das mal gerne tun werde, aber man weiß ja nie) . quasi als "Tagebucheintrag"


Mein Skoliose-OP-Tagebuch

01.02.2010 - stationäre Aufnahme
Nicht sehr spektakulär, ich wartete mit meiner Mutter auf Zuweisung des Zimmers und war total aufgeregt, obwohl ich die letzte Zeit vor der OP total gelassen war . Ich musste meine Botengänge erledigen, alle Einwilligungen in schier unendlicher Ausführung doppelt und dreifach unterschreiben und bekam dann meine vorerst letzte Speise: lecker Suppe mit leckerchen Abführmittelchen oO Abends wurde mir mitgeteilt, dass ich am nächsten Tag gleich morgens operiert werde, als Erster. Spät abends muss ich noch einmal zum Röntgen, um ein neues Bild zu machen. Ich bekomme das Bild ausgehändigt und sehe mit bloßen Auge, dass sich die Kurve seit der letzten Aufnahme vor einem Jahr deutlich verschlechtert hat.

02.02.2010, Tag der Operation
Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Ich spüre vorerst das letzte Mal laufendes warmes Wasser auf meinem Körper, wasche mir vorerst das letzte Mal das Haar und glätte es (lockig sieht es zwei Wochen ungewaschen sicherlich grausam aus :kicher: ) Ich trinke meinen Erlösungstrank mit der wunderbaren scheiß-egal-Medizin und vergesse meine Sorgen. Es geht hinunter in die OP-Vorbereitung. Angekommen, werde ich auf den OP-Tisch umgebettet und höre mich zum wiederholten Male sagen, dass ich von hinten operiert werde (weil ich ja auf dem Rücken lag :zwinker1: ).
Es geht dann alles rasend schnell. Ich befinde mich mit mindestens 15 Menschen in einem winzigen Raum, werde verkabelt, bekomme Zugänge gelegt. Mein Narkosearzt blickt über meinen Kopf auf mich herab. Die Schwester versichert mir, es würde alles gut gehen, sämtliche Chefärzte (Orthopädie, Chirurgie, Anästhesie, Neurologie) seien anwesend. Es beginnt im Arm zu kribbeln, dann in der Brust...

...und ich werde langsam auf der Intensivstation wach. Weinend sage ich meiner Mutter, die schon stundenlang an meiner Seite gesessen haben soll, dass ich deutlich besser atmen kann und besser liege. Wegen des Asthmas wollte mich Dr. Muschik auf der ITS haben, sonst sei es wohl nicht nötig gewesen. Ich bin an schier tausend Geräten angeschlossen. Irgendwann merke ich im Halbschlaf, dass mein Operateur nach mir sieht. Ich höre ihn sagen, dass alles bestens verlaufen sei, ich habe noch nicht mal eine Bluttransfusion gebraucht! Die OP sei nun auch wirklich dringend gewesen, da sich der Winkel in einem Jahr von 43° auf 50° verschlechtert habe. Meine Mutter berichtete mir später, er habe ihr erzählt, dass er meine Rippen angeglichen und zusätzlich „abgehobelt“ hätte.
In der Nacht wird mir leider etwas schlecht, die Schwester macht mit mir einen Deal, ich bekomme weniger Schmerzmittel, die ich wohl in so hoher Dosis nicht vertragen habe.
Alles in Allem, erstaunlicherweise, ging es mir schon relativ gut an diesem Tage. Ich habe noch am selben OP-Tag lange mit meiner Oma telefoniert... : D

1. post-OP-Tag
Ich werde geweckt und verspüre Waschi-Waschi an meinem Körper im Halbschlaf... Mein Bettzeug wird gewechselt, ich werde gedreht. Oh Mann, das war ein Unterfangen...
Ich sehe den Menschen mit der Funktionsbezeichnung Anästhesie-Fachpfleger (wie er mit später verrier) vor mir, die OP-Unterlagen wie einen Siegesbericht stolz und triumphierend emporhalten mit Berliner Akzent sagen: "So wat haben wa denn hier: Dit Janze versteift von Th9 bis L5" und eine Welle des Schocks durchfuhr meinen Körper. Warum denn um Himmels Willen bis L5? Das war nicht abgesprochen! Ich begann innerlich zu verzweifeln.
Der Physiotherapeut kommt. Beziehungsweise ein Schüler für dieses wunderbare Handwerk. Nun bekomme ich Krankengymnastik für schwer Eingeschränkte .. Ich sehe ihn kurz überlegen. Anscheinend ist er mit der Situation ein wenig überfordert. "Kein Wunder, viele Möglichkeiten der Bewegungstherapie bleiben ja auch nicht mehr übrig, mit Drainage im Rücken, Blasenkatheter und der ganzen Maschinerie, die ich an mir sehe", denke ich mir.
Am selben Tag wurde ich auf mein normales Zimmer verlegt.

Mir fällt mir auf, dass mit kommender Dämmerung und Anbruch des Abends mein Gemütszustand den Bach mit hinunter geht. Das Drücken im Rücken wird zunehmend zur Qual und ich versuche verzweifelt eine bequemere Liegeposition zu finden, was allerdings vergeblich ist, da ich auf den dicken Drainageschläuchen liege. Dieser Tag war echt der Horror…

Etwas durchkreuzt mein Gedankenschauspiel. Ich rufe mir ins Gedächtnis, dass die Aborigines mit ihren Knochen reden, um sie zu heilen.

Und ich beginne mit meinen Knochen zu reden.

Nun bin ich gänzlich verrückt.

2. post-OP-Tag
"Guten Morgen, ... ach du bekommst Suppe aus dem Schnabel, ne?", höre ich die Servicekraft und Fachangestellte der Essensausgabe fragen. Ich lache über ihre fragende Feststellung, sie scheint aber Ausländerin zu sein und schaut mich verwundert an.
Ich bettle wie immer um ein Stück Toastbrot. Die Suppen sind grauenhaft und haben sich in meinen Verstand gebrannt. Für das Leben nach der Skoliose-OP heißt es für mich, dass ich zukünftig einen großen Bogen um Suppe aus dem Schnabel mache.

Mir wird Katheter und Drainage gezogen, was beides völlig im Rahmen des Erträglichen war. Kurz daraufhin kommt die Physiotherapeutin und erklärt mir ganz genau, wie ich mich in Zukunft verhalten und bestmöglich bewegen soll. Sie hilft mir auf. Auf dem Bettrand sitzend in meiner neuen Realität angekommen, dreht sich alles um mich herum und zieht mich gen Fußboden.

Nach all der Zeit im Bett ist es eine Erlösung zu sehen, dass der Körper noch funktioniert. Das Gehen funktioniert. Ich blicke aus dem Fenster meines Zimmers und sehe, dass das Leben draußen ganz normal weitergeht. Nur für mich scheint es dieser Tage still zu stehen (Beim Formulieren eben viel mir ein, dass es ein gewagter Ausdruck ist: Denn ganz im Gegenteil, mein Leben hat ab diesem Moment in rasender Geschwindkeit seinen neuen Siegeszug begonnen … .).
Die Physiotherapeutin leitet mich in Übungen an, die ich am Bettrand mache.

Später sehe ich einen Pfleger mein Bett fahrbereit machen. „Der Chef will ein Röntgen“, höre ich ihn sagen und werde mit dem Bett ins Erdgeschoss gefahren.

In der Eingangshalle fällt Sonnenschein auf mich herab und ich genieße den Augenblick.
Leider habe ich ein Zimmer auf der Nordseite des Krankenhauses.
Dazu fällt mir eine andere Geschichte ein . Eines Tages begrüßte mich die Physiotherapeutin mit „Lieber Mensch, die Sonne scheint“ und ich erwiderte, dass ich es auf dieser Seite des Hauses nicht merke. Sie zeigte auf eine Baumgruppe in der Ferne und merkte an, dass man dort Schatten erkennen könne. Gar theatralisch sagte ich ihr, dass ich in meinem jetzt neu begonnen Leben nicht mehr auf die Schatten achten möchte, sondern nur noch auf die direkte Sonne, sah aber, dass sie selbst bereits über Ihren Kommentar schmunzeln musste .

Es ist der zweite OP-Tag und ich muss schon still vor dem Röntgengerät stehen... Mir wird etwas schwindelig, mir wird befohlen, mich wieder ins Bett zu legen.

Später wieder in meinem Zimmer sage ich meiner Mutter, dass ich die Bilder sehen möchte und sie hält inne, bevor sie sie mir gibt. Wahrscheinlich denkt sie, dass es mir nicht gut tun würde. Ich betrachte dennoch das Ergebnis und stelle erleichtert fest, dass die Strecke doch nur 7 Wirbel von Th10 bis L4 umfasst. Gott sei Dank wenigstens ein freier Lumbalwirbel. Das Ganze schaut etwas marsianisch aus (in den Worten des Oberarztes : D), aber doch beeindruckend gerade.

Leider meldeten sich an diesem Tage häufig die Schmerzen und ich musste sehr oft nach einer Spritze bitten, die ich eigentlich gar nicht leiden konnte. Zwar verschwanden die Schmerzen, aber dieser fieberwahn-ähnliche Schlafzustand, der mit dieser Spritze einherging, war mehr als lästig.

Schwester Rabiata (Gott segne sie) kommt in mein Zimmer und befiehlt mir, sie zum Essenwagen zu begleiten. Ich betonte, dass ich heute schon Physiotherapie und Röntgen hatte und lieber im Bett bleiben möchte. Ihr war das egal und zog mich förmlich aus dem Bett. Heute Danke ich ihr dafür, denn das hat mich wirklich aus diesem Medikamentendelirium gezogen und ich konnte wieder einigermaßen Mensch sein. Das Abendbrot esse ich sogar am normalen Tisch, auf einem normalen Stuhl… *juhu* das macht mich sehr stolz, denn wir haben ja erst den 2. postoperativen Tag… : D Allerdings zog es mich schnell wieder ins Bett.

3. post-OP-Tag
Zum Glück sind diese ganzen opiatähnlichen Medikamente abgesetzt und ich nehme nur noch 1x Arcoxia 90mg und 4x Paracetamol 500mg. Die Schmerzen halten sich in Grenzen, allerdings wird es auf die Dauer sehr unbequem im Bett. Ich nutze jede Gelegenheit, um etwas zu laufen. Nur ist leider die Station schnell erkundet und ich würde gerne mein Spaziergebiet ausweiten. Denn ich liege auf der Chefarztetage und die angrenzenden Chefarztbehandlungsbereiche machen mein Vorhaben unmöglich, da laut Schwester die Operierten dort nicht gerne gesehen sind .

4. und 5. post-OP-Tag
Die Chefärzte haben Wochenende und ich kann nun weiter laufen als sonst *freu*

In den folgenden Tagen bekomme ich immer mal wieder eine Depression, weil ich nicht weiß, ob es die richtige Entscheidung gewesen ist mit der Operation und merke, dass mein Leben keinen Sinn macht… Zum Glück bekomme ich genug Besuch, der diese Gedanken schnell wieder unterdrückt.
Jeden Morgen frage ich nach meiner Entlassung und die Ärzte und Schwester meinen, dass ich ein Musterpatient mit Musterverlauf sei.

8. post-OP-Tag
Ich fühle mich fast schon wieder „super“ und werde endlich entlassen.
Ich liege aber noch den größten Teil zu Hause

9. post-OP-Tag
Mein Vater fährt mich zum Arzt, damit die Wunde versorgt wird.
Kaum zu glauben, aber ich fühlte mich bereits so gut, dass ich nach dem Arztbesuch mit meinem Vater zusammen einkaufen war… : D

10. bis 12. post-OP-Tag
Ich liege noch den größten Teil des Tages, langsam aber stetig sinkt dieses Verlangen aber, sodass ich am

13. post-OP-Tag
schon über mehrere Stunden ohne größere Müdigkeits- oder Schmerzerscheinungen sitzen kann und normal durch die Gegend lustwandele.

14. post-OP-Tag
Ich fahre wieder selbstständig Auto (!) und gehe als Erstes zum Friseur. Und gesegnet sei der Herr, dass ich das alles ohne größere Probleme gemeistert bekomme. Es ist unglaublich. Ich nehme kein einziges Schmerzmedikament mehr ein, und es läuft alles super.

Echt, ich fasse es nicht... nach zwei Wochen Auto fahren… ist das normal? Bestimmt nicht, ich bin so dankbar.

Ab dem 14. Tag habe ich täglich quasi überhaupt nicht mehr das Verlangen danach mich hinlegen zu müssen. Keine Schmerzen oder dergleichen. Ich sitze über viele Stunden und es klappt einfach, … das ist alles so wunderbar.

Vielen, vielen Dank an Dr. Muschik, Gott segne ihn, an die Park-Klinik-Weißensee, an die Station 3c und besonders an meine Familie.

_________________
Vor Tagen wurde meine Skoliose-OP durchgeführt.



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 Ungelesener BeitragVerfasst: 3. März 2010 10:58     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Hallo Alek,

Danke für Deinen ausführlichen OP-Bericht.
Abgesehen davon, dass er klasse geschrieben ist, und ich an manchen Stellen geschmunzelt habe (auch wenn Dir in einigen Situationen bestimmt nicht zum Lachen war ..., beeindruckt mich vor allem die rasante Geschwindigkeit Deiner Genesung. Es ist unglaublich (natürlich glaube ich Dir :top1: ), wie schnell Du wieder auf den Beinen warst, und wie gut Du nun zu Hause mit allem zurecht kommst - Auto fahren, keine Medikamente mehr usw. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass dies so bleibt und es Dir weiterhin so gut geht. Ich bin mir sicher, dass Deine positive Einstellung ihr Übriges dazutut.

Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen OP! :prost2:

Viele Grüße von Christina


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 3. März 2010 14:43     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Hallo Alek,

auch von mir ein herzliches Glückwunsch zur bestandenen OP und zur so schnellen Genessung. Mache weiter so und sei stolz auf dich . Dein OP-Bericht liest sich super, du kannst toll schreiben.

Für die Zukunft alles alles Gute.

Liebe Grüße,
Elena.

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Wer kämpft kann verlieren. Wer gar nicht kämpft hat bereits verloren!!! :schaukeln:


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 3. März 2010 20:35     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Hallo Alek,

wirklich toller Bericht,gut und lustig erzählt.Vieles kommt wieder in Erinnerung,die Depression,die Schmerzen.Mich wundert nur,dass Du nur Suppen bekommen hast,war das auch auf der normalen Station so?
Weiterhin gute Besserung
Ciao Toni


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 3. März 2010 20:54     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Diagnose: Idiopatische progred. Skoliose
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dtl. li-konv. Skoliose 45°
Therapie: 1969: 2 x OP (Versteifung der BWS m. Knochenspan,
18 Mon. Rissergips, KG
29.03.10 OP in Neustadt -
dorsal transpedikulär primärstabil instrumentierte Korrektur-spondylodese Th4 - S1 m. Expedium-Implantat
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Baden Württemberg
Hallo Alek,

Dein OP-Bericht ist sehr anschaulich, gut und gleichzeitig unterhaltsam geschrieben. :top1:
Ich finde es erstaunlich, wie schnell Du Dich nach so einer großen Sache erholt hast.
Am 29.03.10 ist meine OP- ich werde versuchen, Deinem Beispiel zu folgen.

Auf jeden Fall wünsch ich Dir für Deine Zukunft alles Gute - mach das beste draus.

Lieben Gruß
Doris

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Vor Tage war meine OP

Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird.
Aber, es muss anders werden, wenn es besser werden soll
Georg Christoph Lichtenberg



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 Ungelesener BeitragVerfasst: 6. März 2010 00:11     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Diagnose: Skoliose LWS 55°, BWS 46°
Osteochondrose, Spondylarthrose,
Spinalkanalstenose,
Retrolistesis L2/3
Therapie: KG, MTT, Reversa-Mieder, TENS
Kryoläsion, BS-OP 2005
OP Neustadt 19.4.10
Ventr. Release TH12-L4. intercorp. Fusion mit Cages
Dors. Spondylodese TH6-S1/Ilium mit Expedium, TLIF L4/5 li.,
Dekompression L4/5 bds.
Naht eines Durallecks L4/5
Restkrümmung
10° LWS/15° BWS
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Bayern
Hallo Alek,

habe eben höchst interessiert deinen OP-Bericht gelesen, vielen Dank dafür.
Danke

Du hast sehr witzig und wortgewandt geschrieben. Aber am meisten überrascht mich, dass du schon so extrem fit bist! :marschier: :autofahren:
Mach weiter so und berichte doch gelegentlich mal, wie es dir geht.

Lieben Gruß und alles Gute weiterhin :luck:
Monika

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Vor Tagen war meine OP



"Ein Optimist ist jemand, der die Wolken nicht sieht, weil er auf ihnen spazieren geht" Bild


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 8. März 2010 00:18     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Therapie: VDS-OP 1979 WWK, von Dr. Zielke
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Hallo Alek :Huhu: ,

herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP und vielen Dank für den toll geschriebenen OP-Bericht. Ich konnte mir zwischendurch ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Unglaublich wie schnell Du schon wieder fit bist, keine Medis mehr benötigst und auch schon wieder Auto fährst. Ich freue mich für Dich, denke aber bitte bei aller Euphorie über die rasanten Fortschritte daran, dass Dein Metall noch ganz jung ist und noch eine gewisse Zeit benötigt, bis alles verknöchert ist.

Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und halte uns bitte auch weiterhin auf dem Laufenden.

Ganz viele Liebe Grüße, Uschi :winkewinke:

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Vor Tagen war meine OP in der WWK.

Wann kapiert der dämliche Tastaturtroll mal endlich, dass nicht alles was ich eingebe, wiedergegeben werden muss ..


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 2. November 2010 16:17     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Hallo Alek,

hab mir gerade die neuen Bilder angeschaut, sind echt toll geworden, besonders das in der Mitte find ich echt klasse! Hast du auch ein Vorher-Foto von deinem Rücken? Wäre interessant.

_________________
Liebe Grüße
Aileen


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 2. November 2010 20:06     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Skoliose 32°/20°
Therapie: OP August 2011
Kyphose 39°
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Hallo Alek,

ich kann mich Aileen nur anschließen: Tolle Bilder :knips2:
Mir gefällt ebenfalls das Foto in der Mitte am besten!

_________________
Liebe Grüße von U-bit


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 7. November 2010 23:27     Betreff des Beitrags: Re: [Berlin] OP von Alek am 02.02.2010, Park-Klinik Dr. Musc
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Hey an alle!

Ja, dankeschön, die Bilder sind wirklich super geworden. Es sind aber noch weitaus mehr gute Fotos als diese drei entstanden.
Es war eine sehr nette Begegnung mit der Fotografin Andrea Vollmer gewesen und ich möchte auch noch einmal an dieser Stelle betonen, dass sich unbedingt noch weitere Models für das Fotoprojekt "Skoliose" bei ihr melden sollten. Gerade aus dem Raum Berlin. Immerhin wird damit auch Aufklärungsarbeit geleistet .

Dem Wunsch nach Vorherbildern komme ich gerne nach, allerdings bin ich auf diese "Schandbilder" alles andere als stolz .

Mir geht es mittlerweile so ganz gut... "super" fühlt sich zwar anders an, aber es wird alles besser, auch wenn ich Vergleiche immer nur von Monat zu Monat ziehen kann.
S-Bahn fahre ich meist nur im Stehen, die meisten Stühle sind furchtbar unbequem, es ist auch schon vorgekommen, dass ich ein Kissen mit ins Kino genommen habe...
Rückwärts fahren mit dem Auto geht auch nur noch über die Spiegel, das nach hinten Drehen klappt Null Komma Null.
Nach unten bücken kann ich mich auch überhaupt nicht mehr, ... manche Leute machen das aus dem Becken heraus, bei mir tut das einfach nur weh.

Sportmäßig kann ich allen Leuten hier nach meiner Erfahrung wirklich ein S-E-T Training empfehlen, die meisten Übungen sind statisch und somit super für Operierte geeignet. Das System (Redcord Mini) kostet ca. 150€, eine Anschaffung lohnt sich meines Erachtens.

Viele Grüße, Alek!

PS: nach der nächsten Antwort folgen noch zwei Bilder direkt nach der OP.

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Vor Tagen wurde meine Skoliose-OP durchgeführt.



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