Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 BeitragVerfasst: 1. September 2009 08:49     Betreff des Beitrags: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Registriert: 14.07.2005
Beiträge: 2347
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Bundesland: Bremen
Diagnose: rechtskonv. Thorakalskoliose 56°, lumbale Nebenkrümmung, s. flaches thorakales Profil
Therapie: OP 2005, Roland-Klinik, Th6-L1, Rippentalanhebung
Geschlecht: weiblich
Probleme vor/nach der Operation

Es ist erfreulich, wenn eine Skoliose-Operation selbst, die Vorbereitung darauf sowie die Zeit danach reibungs- und komplikationslos ablaufen. Das ist der absolute Idealfall. Es gibt hier überwiegend positive Berichte und in diesem Monat möchten wir einmal konkret über die negativen Punkte vor und nach solch einer Operation reden, da dies oftmals in den Hintergrund gerät.

Aus diesem Grund fragen wir Euch heute: Gibt/Gab es bei Euch Probleme vor, während oder nach der OP?? Womit seid/ward Ihr nicht zufrieden?? Was sollte vielleicht generell besser laufen?

Hinweis: Wir weisen nochmals darauf hin, daß dies öffentliche Diskussionsbeiträge sind, d.h. sie sind für alle Internetnutzer zugänglich! Da jede Aussage/Erklärung hier einseitig erfolgt, bitte keine Nennung von Namen wenn Ihr Dampf ablaßt! Danke!

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Nicht weil die Dinge so kompliziert sind machen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht machen sind sie so kompliziert!
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 BeitragVerfasst: 1. September 2009 11:47     Betreff des Beitrags: Re: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Profi-Tipper
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Diagnose: thoralumbale juvenile/adoleszente Skoliose, ca. 55 Grad
Therapie: Versteifung Th3 - L5 im Jahr 1997 in der Hessing-Klinik Augsburg
Geschlecht: weiblich
Hallo,

als Problem vor der OP muss ich auf jeden Fall nennen, dass der damalige erste Orthopäde mit einem Korsett - nach meiner heutigen Sicht - zu lange gezögert hat, er wollte es mir wohl ersparen. Nett gemeint, aber vom medizinischen Standpunkt her voll daneben. O-Ton Orthopäde zu meiner Mutter: "25 Grad, da könnte ich Ihrer Tochter schon ein Korsett verschreiben, aber man kann auch noch bis zur nächsten Untersuchung in einem halben Jahr warten, Ihre Tochter ist ja noch jung".
Außerdem ist uns die einzuhaltende Tragezeit nicht so dringlich gemacht worden - wir dachten somit im ersten Korsettjahr, ein paar Stunden hin oder her, das geht schon mal, gerade da meine Skoliose äußerlich fast nicht sichtbar war. (Dachten, hier solle primär ein kosmetisches Problem angegangen werden.)

Viele Grüße,
Raven

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Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.


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 BeitragVerfasst: 2. September 2009 14:35     Betreff des Beitrags: Re: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Fleissiger Tipper
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Registriert: 29.08.2005
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Bundesland: Bayern
Diagnose: Primäre linkskonvexe thorako-lumbale Skoliose mit Verdacht auf kongenitale Ätiologie.
Die linkskonvexe thorako-lumbale Krümmung wird mit 75° nach COBB und die thorakale Krümmung mit 68° nach COBB gemessen. Dazu eine LWS-Lordose und eine abgeflachte BWS-Kyphose. Zwischen Th11 und L2 findet sich ein kyphotischer Knick von 30°.
Therapie: Aufrichtung einer kongenitalen linkskonvexen Thoracolumbalskoliose durch VDS Th10 - L3 sowie Harrington-Distraktionsspondylodese von TH4 - L3
Auf den postobperativen Röntgenbildern betrug die rechtskonvexe thorakale Skoliose 40° nach COBB und die linkskonvexe lumbale Krümmung ebenfalls 40° nach COBB.
Geschlecht: weiblich
Probleme VOR der OP:

Seitenstechen, dadurch kaum Durchhaltevermögen im Schulsport
Brustschwimmen war nicht möglich
Rückenschmerzen
Röcke "zipfelten" da ich ja total schief stand
Hüftschmerzen bei längerem Laufen
Öfters mal Prügel von Mitschülern bezogen
Hänseleien

Probleme NACH den OP's:
Extrem juckender Rücken, da im Hochsommer (Mai bis November) alles zugegipst war. Ich war dankbar für alle langen Gegenstände mit denen ich mich am Rücken kratzen konnte...sehr zum Leidwesen meiner Frau Mama *gg*
Die ersten paar Jahre eine gewisse "Steifigkeit" beim Bewegen und Bücken. Die Muskeln wollten nach 1 Jahr Gips- und Plastik-Korsett halt nicht mehr so wie ich das wollte.
Krachen in der Lendenwirbelsäule beim Nach-Vorne-Bücken, allerdings ohne Schmerzen (kam aber erst Jahre später)
Verspannungen in den Schultern, im Genick (kam auch erst gut 10 Jahre nach der OP)
Kopfschmerzen (durch die oft verspannte Schulter- und Nackenmuskulatur)
Krachende Halswirbelsäule. Nach dem furchterregenden Geräusch geht der Druck im Nacken weg und es tut auch nicht weh.


Tjoaaaa....zwar ist die Liste mit den Problemen nach der OP länger als die Probleme davor, aber dazu sollte gesagt sein: Ohne die OP's würde ich heute nicht hier sitzen und diese Zeilen tippen. Irgendwann wäre der Oberkörper in sich zusammengesackt, die Lunge wäre dadurch kollabiert und/oder das Herz wäre gequetscht worden.
Da nehme ich doch liebend gerne diese kleinen Zipperlein in Kauf und habe aber eine normale Lebenserwartung.

GLG
Tanja

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Einfache Menschen haben die Arche erbaut. Fachleute die Titanic.


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 BeitragVerfasst: 3. September 2009 14:03     Betreff des Beitrags: Re: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Mega-Tipper
Mega-Tipper

Registriert: 19.02.2008
Beiträge: 405
Wohnort: München
Alter: 24
Bundesland: Bayern
Diagnose: Skoliose, HWS, 21°, BWS 56° LWS 30°
Nach OP:
HWS 21°, BWS 10°, LWS 3°
nach der Halbjahreskontrolle: HWS: ca 10°, BWS 10° LWS ca 10°
Nach Jahreskontrolle: HWS ca. 16°, BWS 10°, LWS ca. 17°
Therapie: 2 Korsetts von 14 bis 16 Jahren und KG nach Schrot.
Am 3.9.2008 OP in Neustadt.
OP von Dorsal mit dem Expedium Implantat, Versteifung von TH7-L1
KG nach der OP ab Jannuar 2009
Geschlecht: weiblich
Hallo,

also ich bin heute genau seit einem Jahr operiert. Und ich denke ich kann nun auch zu diesem Thema einen Beitrag leisten.

VOR der OP (auch Gründe für die OP)

Schlechte bis kaum Vorhandene Beratung/Aufklärung von vielen Ärzten.
Schlecht Korsettbehandlung, dadurch eine Verschlechterung der Skoliose
Sehr schlimme Schmerzen (Hauptgrund für die OP)
Lebensqualität nahm immer mehr ab.
Hohe Psychische Belastung durch die Schmerzen und die Hilflosigkeit, da die Ärzte immer meinten, man könne es nun nicht mehr ändern.

Probleme die im Zusammenhang mit der OP standen:

Krankenkassen wollten den Eigenbluttransport nicht bezahlen. (Nahm dann kein Eigenblut mit, benötigte auch kein Fremdblut)
Sie haben mich an ein KH hier in München verwiesen. Aus Interesse hatte ich mich dort dann informiert wie viele OPs die machen. Das konnte nicht mal richtig beantwortet werden. (so um die 20 OPs. aber es hat sich mehr nach Bandscheibenversteifungen angehört) Ich hätte es ja verstanden wenn sie Vogtareuth genannt hätten, aber so!

Probleme nach der OP.

Kurzfristige Gewebeverhärtung die meine Physio aber nach kurzer Zeit beseitigen konnte.
Trockene Haut am Rücken, und vermehrtes Schwitzen am Rücken. Ist nun aber auch alles wieder ok.
Weinerliche Stimmung. Bin immer in Tränen ausgebrochen. Ist aber auch wieder vorbei.
Knackende Wirbelsäule. Laut meinen Arzt aber kein wirkliches Problem. Es ist seiner Meinung nach also nicht schädlich.
Störender Schrauben, der nun aber nicht mehr zu spüren ist.

Die Probleme vor der OP waren über einen Zeitraum von 8 Jahren, während die Probleme nach der OP alle nach ein paar Monaten verschwanden.

Somit sind die kleinen Problemchen für mich persönlich nun kaum noch der Rede wert, da es mir nun so gut geht.

lg magda

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 BeitragVerfasst: 6. September 2009 17:22     Betreff des Beitrags: Re: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Fleissiger Tipper
Fleissiger Tipper

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Hallo meine Lieben auch von mir hierzu meine Erfahrungen:

Vor der OP:
eigentlich immer irgendwie rückenschmerzen, eigentlich schon ein recht gut sehbarer "Rippenbuckel" und 6 Jahre dieses verhasste Milwaucke Korsett, was
auch Hänseleien usw. nach sich zog, war auch gerade in einem Superalter von ca. 11 - 17 Jahren, wo man doch egentlich ein bischen was hermachen möchte, aber wem erzähl ich das hier...dann endlich die OP !!!

Nach der OP:

das 1. Jahr war hart, eigegipst total (mit dem Kratzen kenne ich auch nur zu gut) aber danach dann wars nur noch super, super, super und immer wieder super, ich war danach eigentlich ein neuer Mensch, ein paar Zentimeter grösser, strotzend vor Selbstbewustsein und endlich dieses tolle Gefühl von Stoff auf der Haut, auch heute noch (28 Jahre nach der OP) schätze ich dieses "freie" Gefühl von Stoff auf der Haut ohne Korsetts und ohne Gipskorsetts sehr. Hadere ich dann mit Schmerzen oder befällt mich mal das eine oder andere Zipperlein, dann erinnere ich mich immer an die Zeit vor der OP und dann gehts mir auch wieder besser. Zusammenfassend gesagt, war diese OP das Beste für mich !


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 BeitragVerfasst: 6. September 2009 19:51     Betreff des Beitrags: Re: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Hallo Chanel-45,

Chanel-45 hat geschrieben:
aber danach dann wars nur noch super, super, super und immer wieder super, ich war danach eigentlich ein neuer Mensch, ein paar Zentimeter grösser, strotzend vor Selbstbewustsein und endlich dieses tolle Gefühl von Stoff auf der Haut, auch heute noch (28 Jahre nach der OP) schätze ich dieses "freie" Gefühl von Stoff auf der Haut ohne Korsetts und ohne Gipskorsetts sehr.


kenn ich, kenn ich, kenn ich :hihi:
Das Selbstbewusstsein wurde bei mir auch sehr aufgepäppelt dadurch: Ein normales Aussehen (hatte zwar kein Milwaukee-Korsett, aber dennoch ein auffälliges und ich habe sehr darunter gelitten, meine eigentlich Top-Figur unter Korsett und Kittelblusen zu verstecken) und das Gefühl, etwas überstanden zu haben.
Und das Gefühl von Stoff auf der Haut, und Wind und Sonne spüren, Umarmungen spüren - hat für mich immer noch ne besondere Bedeutung :-)


(Hatte dazu oben in meinem Posting nix geschrieben, da ich davon ausging, in diesem Thread ginge es um Probleme bzgl. der Behandlung, also unzureichende Korsetts, Schmerzen oder Einschränkungen nach der OP, unmenschliche Ärzte etc.).

Viele Grüße,
Raven

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 BeitragVerfasst: 7. September 2009 18:19     Betreff des Beitrags: Re: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Fleissiger Tipper
Fleissiger Tipper

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Wohnort: Schortens
Alter: 43
Bundesland: Niedersachsen
Diagnose: "S-Skoliose" - idiophatische Skoliose.

Schwerstgradige rechtskonvexe Thorakalskoliose von 80° nach Cobb mit lumbaler Gegenkrümmung von 52° nach Cobb und thorakolumbaler Kyphosierung von +18
Therapie: Krankengymnastik
Kosettversorgung mit "VollPanzer"
(Chenau- und Cuxhavenkorsett) und TriAc.

OP im Franziskus-Hospital Münster durch Prof. Liljenqvist
Geschlecht: weiblich
Vor der OP gab´s eigntich am meisten zu "meckern":
Krankenkasse:
Als erstes die unnötigen, nervenden Diskussionen mit der damaligen Krankenkasse über die "Notwendigkeit" eines neuen Korsetts vor Ablauf des Tragejahrs! Das war ziemlich anstrengend, dauernd musste man belegen, begutachten, beweisen...ja schon betteln, das unser Sohn durch einen Waschstumsschub zu groß für das vorhandene Korsett war. Es kam fast jährlich vor, das man viele Wochen bis Monate verhandeln mußte :(
Irgendwann reichte es und wir wechselten zur DAK und von da an lief alles ganz unkompliziert :D
Wären wir nur schon vorher dort versichert gewesen...

KG:
In den ersten ein bis zwei Jahren nach der Diagnose war es sehr schwer eine geeignete Krankengymnastik für Theis zu finden. Die meisten Therapeuten hatten keinen blassen schimmer, was man am besten machen könnte und so wurde viel rumexperimentiert. Wir als Eltern waren noch unwissender, vertrauten den "Fachmännern/frauen"...
Durch Zufall fanden wir dann aber doch die geeignete Person für Theis.

Korsett:
So ein Panzer ist schon eine Qual :(
Grad im Sommer mit dem Korsetthemdchen drunter...die ganzen Druckstellen und die Eingewöhnungsphase bei einem Neuen :(
All die Auspolsterungen, Korrekturen, usw. haben das nicht wirklich verhindern können. Ich hab bis heute einen Heidenrespekt vor unserem Großen, dass er all das so tapfer hingenommen hat.

Der leibliche Vater:
Seid mir nicht böse, aber auf den hab ich einen echten Brass! Der hat es weder vor,während noch nach der OP nötig gehabt, sich bei seinem Sohn auch nur einmal zu melden! Er wurde all die Jahre über jeden Schritt, jede Veränderung informiert und hat es nicht hinbekommen, nur ein einziges mal zu fragen, wie es seinem Sohn geht., wie die OP verlaufen ist, ob der Große vlt angst hat, ihn nicht getröstet oder gut zugesprochen!
Anfangs hat er mich wütend damit gemacht, dann enttäuscht...mittlerweile soll ihn der Blitz beim Sch... treffen*grummel* Sorry, aber das musste jetzt echt mal raus...
Ich bin echt froh, das Theis Stiefvater anders ist.

_________________
[Theis Skoliose-Bilder]
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 BeitragVerfasst: 12. September 2009 19:58     Betreff des Beitrags: Re: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Hallo Raven,

für mich war das eins der größten Probleme nichts auf der haut zu spüren.......

ganz liebe Grüsse, chanel


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 BeitragVerfasst: 12. September 2009 21:46     Betreff des Beitrags: Re: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Diagnose: thoralumbale juvenile/adoleszente Skoliose, ca. 55 Grad
Therapie: Versteifung Th3 - L5 im Jahr 1997 in der Hessing-Klinik Augsburg
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Chanel-45 hat geschrieben:
für mich war das eins der größten Probleme nichts auf der haut zu spüren.......


Ja genau, das meinte ich auch (und eben dann, positiv, endlich ohne Korsett mal Stoff auf der Haut). Sowie natürlich das extreme Schwitzen unterm Korsett - ich war als Kind sooo gerne den ganzen Tag lang draußen, kilometerweit laufen, Grillen und Frösche fangen, durch Gestrüpp streifen, Haselnüsse sammeln, raus nach'm Frühstück und zum verspäteten Abendessen zurück ... Das war mit Korsett natürlich nicht mehr möglich (bzgl. der Bewegungen und bzgl. des Schwitzens). Mich auf ein "Drinnenkind-Dasein" umzustellen fiel mir schwer, da hab ich stark darunter gelitten (aber nach der OP, als das Korsett weg war, wieder tüchtig mit alldem angefangen :-) ).
Hier hat mir die OP viel Lebensqualität zurückgegeben.

Liebe Grüße,
Raven

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 BeitragVerfasst: 28. September 2009 20:24     Betreff des Beitrags: Re: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Viel-Tipper
Viel-Tipper

Registriert: 28.09.2009
Beiträge: 213
Alter: 34
Bundesland: Saarland
Diagnose: LWS-Skoliose linkskonvex 55°, BWS ca. 28°
Therapie: KG und Korsett, OP November 2009: Versteift L4- TH 10, Restkrümmung LWS 6°, BWS 10°
Geschlecht: weiblich
Hallo an Alle,

meine OP ist im November. Meine Krankenkasse sträubt sich gegen die Bezahlung der Eigenblutspende. Ich habe Widerspruch eingelegt. Die Entscheidung fällt dann drei Tage nach (!) meiner OP.
Zuerst hieß es auch, ich bekomme keine Haushaltshilfe. Das hat sich aber geklärt. Mich ärgert es nur, dass ich das Gefühl habe ich wäre an allem selber Schuld. Die stellen sich wirklich dran.

Ich habe stänig Rückenschmerzen. Meine KG gekommt es ganz gut hin, dass ich ein paar Tage Ruhe habe. Dann geht es aber wiederl los. Ich hoffe es geht nach der OP besser.
Gruss Schnecke


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 BeitragVerfasst: 30. September 2009 10:11     Betreff des Beitrags: Re: [September 09] Probleme vor/nach der Operation
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Alter: 24
Bundesland: thüringen
Diagnose: operiert im februar 2009 von th2 bis L4
qsl höhe L1
myotone muskeldystrophie typ ll
Therapie: physiotherapie
Geschlecht: weiblich
Was ich vor der OP als Problem empfand war die Sache mit dem Eigenblut...
KK hat den EBT abgelehnt und die Blutentnahme hätte dann auchnoch in einer anderen Stadt stattgefunden....insgesamt wären knappe 800 € zusammen gekommen,die ich zwar in raten hätte zahlen können aber ich froh war dies nicht getan zu haben da der OP-Termin verschoben wurde und was nun aus dem Blut geworden wäre weiß ich nicht....
desweiteren war die ganze Organisation was die Kinderbetreuung und die Weiterführung unseren Geschäfts angeht echt schwierig aber letztendlich hat es funktioniert.

Auf die Probleme nach OP möchte ich nicht eingehen.
ich denke jede OP hat seine Vorteile und Nachteile und bringt teilweise Probleme mit sich...

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ich habe durch die schmerzen das gelernt, was ich ohne den schmerz nie hätte lernen können.
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