|
Hallo liebe Fori´s entschuldigt bitte, dass es solange gedauert hat mit meinem OP-Bericht, aber ich habe wirklich eine ganze Zeit gebraucht, um Abstand zu gewinnen. Im Moment geht es mir recht gut, aber ich werde nächste Woche mal ein paar Fragen einstellen, die ich so habe. Es wäre schön, wenn Ihr mir da vielleicht ein wenig die Zweifel nehmen könnt. Ansonsten hoffe ich, dass ich mich so langsam wieder beteiligen kann..
Anreise, Samstag den 17.01.2009
Heute Morgen sind wir nach Neustadt aufgebrochen und waren am Nachmittag so gegen 15.30 Uhr in der Ferienwohnung.[/b]Den Sonntag haben wir dann noch in Ruhe dort verbracht mit einem Spaziergang am Meer und einem Besuch einer Bekannten in Heiligenhafen.
Montag, 19.01.2009
Um 9.00 Uhr musste ich mich im Klinikum einfinden. Zuerst wurden die Formalitäten geregelt, dann sollte ich mich zur Station 40 begeben. Eine Schwester nahm mich und meinen Mann in Empfang und teilte uns mit, dass das Zimmer noch nicht fertig sei. Wir gingen dann in den Aufenthaltsraum und dort wurde ich dann schon mal gemessen, gewogen und erhielt den Menuplan fürs Mittagessen. Gegen 13.30 Uhr konnte ich dann mein Zimmer beziehen und meine Sachen einräumen. Kaum erledigt, wurde ich dann zu den erforderlichen Voruntersuchungen wie EKG, Lungenfunktionstest etc. geschickt. Nachdem ich wieder zurückkam, stellte sich eine junge Ärztin bei vor, um mit mir das Aufklärungsgespräch zu führen. Ich muss sagen, dass ich in den Wochen vorher bis zu diesem Moment relativ ruhig gewesen bin, aber nach diesem Erlebnis sind mir zum ersten Mal die Nerven durchgegangen und ich heulte wie blöde und wollte am liebsten wieder abreisen. Diese Frau war so kalt und gefühllos, dass ich in dem Moment, als ich dann das Formular unterschrieb, dachte, dies ist mein eigener Tod. Gott sei Dank war mein Mann an meiner Seite, der mich dann einigermaßen wieder beruhigen konnte. Am Spätnachmittag sollte ich noch zur Skoliose-Ambulanz kommen und wurde dort noch fotografiert. Darüber hinaus wurde noch eine Raster-Aufnahme von meinem Rücken gemacht. Zufällig und auch Gott sei Dank kamen danach Prof. Halm mit Dr. Thomsen herein. Prof. Halm legte den Arm um meine Schulter, sah mir ins Gesicht und sagte dann: ich verspreche Ihnen, zu 98 % werde ich das morgen von vorne und von hinten in einer OP fertig kriegen.” Mir fielen tausend Steine vom Herzen in diesem Moment. Und ich muss schon sagen, der Kerl hat was an sich, ich glaube ich hätte ihm in diesem Moment alles geglaubt.
Am Abend kam dann, wie sich später herausstellte, meine Lieblingsschwester Diana zu mir, um mir den Einlauf zu geben. Da ich so was noch nie bekommen habe, war ich ja schon wieder kribbelig und sie beruhigte mich aber, dass dies nicht schlimm sei. Das einzige was mir in dem Moment einfiel war: „Das ist ja wie Durchfall, nur rückwärts”. Die Schwester lachte sich fast schlapp und so war die ganze Sache schnell überstanden. Sie erklärte mir dann den Ablauf für den morgigen Tag, dass ich ganz früh dran sei, und dass sie mir schon mal das OP Hemd und den tollen Netz-Schlüppi dalassen würde. Ich bekam noch eine Schmerz- und eine Schlaftabelle und habe dann die Nacht ganz gut geschlafen.
Dienstag, 20.01.2009 Tag der OP
Am Morgen wurde ich um 7.30 Uhr von Schwester Diana abgeholt und mit dem Bett in Richtung OP gefahren. Ich war ganz ruhig, da ich zuvor noch die berühmte LMAA Tablette genommen hatte. Ich wurde in einen kleinen Raum gefahren, der aussah wie ein kleiner Abstellraum. Durch ein kleines Fenster konnte ich aber bereits den OP erkennen, wo man damit beschäftigt war, die Tücher zu platzieren. Dann kam ein netter Herr in Grün und stellte sich als mein Anästhesist vor. Ich habe nur gesehen, dass er sich mit einem anderen Herrn in Grün unterhielt und danach weiß ich nix mehr. Ich habe nicht einmal mehr was von der Narkose mitbekommen, so gesehen eigentlich ganz toll. Um 17.30 Uhr hat mein Mann auf der Intensiv angerufen und es wurde ihm gesagt, dass ich gerade aus dem OP gefahren würde und er könne dann gleich vorbeikommen. Ich habe zwar gemerkt, dass mein Mann da war, und er mir den Mund mit den Zitronenstäbchen befeuchtet hat, aber so richtig gesehen habe ihn nicht und ich hatte auch sonst keine Schmerzen. Es war alles wie im Nebel. Gegen Morgen hat mich die Schwester dann noch um meine Einwilligung gebeten, mir weiteres Fremdblut zu geben, da man mit meinen 3 Eigenblutkonserven leider nicht ausgekommen sei.
Mittwoch, 21.01.2009
So gegen 10.00 Uhr wurde ich dann wieder auf mein Zimmer gefahren. Wie gesagt, große Schmerzen hatte ich nicht. Alle 6 Stunden kam ein freundlicher Arzt und spritze mir etwas in den Katheter, der an meiner Schulter war und damit war ich dann wieder zufrieden und ruhig. Ich kann mich noch erinnern, dass eine Schwester Tage später zu meinem Mann sagte: Ich habe noch nie eine Patientin erlebt, die Ihre Drogen so genießt, wie Ihre Frau. Sie hat mich dann aus Spaß nachgemacht und sagte mir, dass ich immer mit einem breiten Grinsen im Bett liegen würde. Das waren dann auch die Momente wo ich mich immer auf einem Pferd durch ein Mohnblumenfeld reiten sah. Lach.... Ich habe noch nie im Leben auf einem Pferd gesessen.
Donnerstag, 22.01.2009
Der Tag heute verlief ähnlich, nur dass ich immer noch Suppe zu essen bekam, weil mein Darm sich noch gemeldet hatte. Am Mittag schauten Prof. Halm und Dr. Thomsen vorbei und teilten mir mit, wie toll die OP gelaufen sei und wie zufrieden sie mit dem Ergebnis wären. Prof. Halm meinte, das wäre “eine ganz große Nummer” und zudem fürchterlich gewesen. Ich fragte ihn “auch für Sie war es fürchterlich?”. Er lachte und meinte “oh ja, ich habe ganz doll geschwitzt, habe aber alles weggemeißelt”. Ähh, ja denn.. Der Prof. informierte mich, dass ich zusätzlich noch ein Stützkorsett bekommen sollte, was ich für die ersten Monate besonders beim Laufen tragen müsse. Am Abend bekam ich eine Abführtablette, in der Hoffnung, bald etwas Richtiges essen zu dürfen.
Freitag, 23.01.2009
Heute Morgen meinte die Schwester, es wäre an der Zeit, mich einmal hinzusetzen. Oh je, ich konnte mir noch gar nicht vorstellen, wie das gehen sollte. Aber mit einigen gekonnten Griffen saß ich plötzlich schwupp auf der Bettkante. Aber sofort klingelten mir die Ohren, mir wurde schwindelig und ich musste mich direkt wieder hinlegen. Gegen Mittag wirkte dann endlich die Abführtablette und die Schwester fuhr mich dann nach erneuten Versuchen mit dem Sitzen auf dem Toilettenstuhl ins Bad. Danach rief sie freudig: heute gibt´s endlich Essen!! Zu Abend schnitt sie mir dann ein Leberwurstbrot auf kleine Stücke und ich freute mich riesig, dass ich endlich keine Suppe mehr essen musste. Doch nach ein paar kleinen Bissen wurde mir übel. Später am Abend bekam ich plötzlich Magenschmerzen, die sich in der Nacht bis zu Magenkrämpfen steigerten. Man brachte mir eine Wärmflasche für den Bauch und eine Magentablette, aber geholfen hat´s nicht viel.
Samstag, 24.01.2009
Der Tag verging einigermaßen gut, aber am Abend fingen nach dem Essen wieder die Magenkrämpfe an. Diese waren diesmal so schlimm, dass ich kein Auge zumachen konnte, und ich diese Magenkrämpfe schlimmer als die Rückenschmerzen empfand. Das war eigentlich der erste Moment in Neustadt, wo ich richtig gelitten habe. In der Nacht brachte Schwester Diana mir eine Infusion mit einem Magenmittel und schnell merkte ich, wie sich der Magen entkrampfte. Sonntag, 25.01.2009
Wieder ein Tag mit schlimmen Magenproblemen. Ich bekam jetzt immer nur Kartoffelpüree zu Essen. Am Mittag wurde mir die Thorax-Drainage und ein weiterer Schlauch entfernt. Obwohl ich mal wieder ne Heidenangst davor hatte, war es aber wirklich nicht schlimm. Am Nachmittag wurde ich auch noch vom Urin-Katheter befreit und spät am Abend, es war fast 11.30 Uhr kam wieder der nette Arzt vorbei und meinte, er müsse mich jetzt auch noch von dem Schmerzkatheter befreien. Jetzt war ich endlich frei von allen Schläuchen. Die Nacht verlief aber ansonsten wieder ähnlich mit schlimmen Magenkrämpfen.
Montag, 26.01.2009
Am Morgen war ich fertig von der Nacht und den Magenschmerzen. Da ging dann noch die Tür auf, und der italienische Krankengymnast stand dort und sang: O Sole mio....” Ich dachte nur, na Du hast mir jetzt noch gefehlt....
Es half aber nichts, er und seine Kollegin holten mich tatsächlich aus dem Bett raus und ich sollte einige Gehübungen machen. Wieder wurde mir schwindelig und schlecht, so dass ich direkt wieder hinlegen musste. Gerade im Bett, kam ein Herr vom Sanitätshaus und wollte einen Gipsabdruck für das Korsett machen. Die Gymnasten erklärten ihm, dass ich dazu jetzt nicht in der Lage sei und er solle an einem anderen Tag wiederkommen. Abends meinte die Schwester, dass ihr das alles nicht gefallen würde. Sie meinte, dass die ganzen Medis, die ich da nehmen musste, einen hochexplosiven Cocktail darstellen würden und wollte nochmal mit dem Arzt sprechen. Daraufhin wurde die Voltaren Tablette gegen eine Targin ausgetauscht. In dieser Nacht waren die Magenschmerzen schon nicht mehr so schlimm
Dienstag, 27.01.2009
Gott sei Dank, endlich war der Magen besser und ich konnte mal ein Brot zum Frühstück essen. Um 9.30 Uhr kamen wieder die Krankengymnasten und wollten mich wieder aus dem Bett holen. Wieder bekam ich diesen schrecklichen Schwindel und richtige Panik. Erneut stand der Herr vom Sanitätshaus in der Tür. Wieder konnte er gehen, denn ich konnte nicht so lange für den Gipsabdruck stehen. Mittags teilte mir dann der Arzt mit, dass man überlege, mir noch weiteres Blut zu geben oder evtl. Eisentabletten. Die Entscheidung fiel auf die Eisentabletten. Da ich so wackelig war, gab man mir für nachts den Schieber, wenn ich mal auf die Toilette wollte. Kurze Zeit später kam wieder ein Herr vom Sanitätshaus und wollte, dass ich bei meiner Krankenkasse anrufen solle, um die Genehmigung für das Korsett (Kostenpunkt: 1.999 EURO) zu beschleunigen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich gar nicht in der Lage sah, jetzt solche Telefongespräche zu führen. Ich habe mich dann wohl oder übel aufgerafft und mein Bestes versucht. Am anderen Ende sagte der Herr von der Techniker KK, dass er den Antrag für das Korsett bereits vorliegen habe. Er meinte auch, dass er nicht verstehen könne, warum man mich mit so etwas belasten würde. Wenn es etwas zu klären gäbe, dann solle doch das Sanitätshaus das direkt mit ihm besprechen. Ich gab dem Herrn die Telefonnummer vom Sanitätshaus in der Klinik und er versprach mir, das nun selbst mit den Verantwortlichen dort zu regeln. Hat auch geklappt.
Mittwoch, 28.01.2009
Heute Morgen habe ich seit meiner Aufnahme in Neustadt mal wirklich geweint. Meine Zimmernachbarin wurde heute Morgen entlassen. Gestern Nacht hatte ich nach der Schwester geklingelt weil meine Pflaster so schlimm juckten und ich darunter schon Blasen hatte. Meine Zimmernachbarin, eine ältere Dame regte sich jedes mal auf, wenn dann das Licht angemacht wurde und eine Schwester hereinkam. Nun ja, an diesem Morgen wurde sie dann von ihrem Mann abgeholt und sagte dann laut und mit Betonung: Gott sei Dank, kann ich endlich nach Hause. Endlich hört das auf, dass hier jedes mal um 5.00 Uhr in der Früh einer ins Zimmer reingelatscht kommt”. Dieses Erlebnis hat mich dann irgendwie umgehauen und ich weinte, weil ich mir die Schuld gab, dass die Dame keinen Schlaf bekam und irgendwie nahm ich mir das alles zu sehr zu Herzen. Nachher hab ich mich wieder beruhigt und mir gesagt, dass ich schließlich nicht aus Spaß nach der Schwester klingele und die Dame erst einmal das durchmachen hätte sollen, was ich hinter mir hatte. Gegen Mittag bekam ich mal wieder Besuch vom Professor und er meinte, ich könne ja schon lächeln. Es ging mir wirklich schon etwas besser, denn mit den Eisentabletten konnte ich jetzt schon mit den Krankengymnasten eine Runde auf dem Flur gehen und Treppenlaufen üben. Endlich hatte auch der Herr vom Sanitätshaus seine Chance. Innerhalb von 5 Minuten hatten er und sein Gehilfe den Gipsabdruck fürs Korsett machen können. Es war aber höchste Zeit. Länger hätte ich auch nicht stehen können. Ich nannte den Herrn vom Sanitätshaus ab jetzt immer nur noch den “Gipser”.
Donnerstag, 29.01.2009
Heute Morgen haben mich die Schwestern in die Dusche gebracht. Auf dem Hocker sitzend, ging es schon ganz gut. Eine Schwester hat mit anschließend die Haare trocken gefönt und dann bin ich nur noch vor Erschöpfung ins Bett gefallen und habe bestimmt volle 2 Stunden geschlafen. Die Duscherei hatte mir wirklich sämtliche Kraftreserven abverlangt. Am Nachmittag bekam ich eine neue Bettnachbarin. Eine junge Frau, die von Ihrer Mutter gebracht wurde. Sie sollte am anderen Tag an der Halswirbelsäule operiert werden. So wie sie sagten, ein relativ kleiner Eingriff. Abends saß die arme im Bad auf der Toilette und weinte fürchterlich. Später am Abend erzählte sie mir, das ganze sei ihr so peinlich, aber sie hätte eben einfach so große Angst obwohl sie OP-Schwester sei. Ich konnte mir ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen.
Freitag, 30.01.2009
Meine Nachbarin wurde schon früh zur OP abgeholt. Später bei der Arztvisite meinte man teilten mir die Ärzte mit, dass ich ggf. Ende der kommenden Woche nach Hause gegen dürfte. Nach Hause..... das klang gut..... Freu!!!! Im Laufe des Tages kam meine Nachbarin zurück und es ging ihr schon relativ gut. Sie meinte, dass alles nicht so schlimm war, wie sie sich das vorgestellt hätte.
Samstag, 31.01.2009
Der Tag verging ebenfalls ohne große Besonderheiten. Ich versuchte jetzt immer, mal abgesehen von der täglichen Pflichtkür mit den Krankengymnasten, auch eine Runde allein über den Flur zu laufen. Meine Nachbarin bot sich am Nachmittag an, mich zu begleiten und so ging ich eingehakt in ihren Arm, zum ersten mal in die Galerie bis zum Kiosk. Dort wollte ich mir was zum Knabbern kaufen, denn das hatte ich mir schließlich verdient. Die Dame im Kiosk sah mich an und meinte: „um Gottes willen, bloß jetzt nicht umfallen...” Ich war schon wieder kreideweiss im Gesicht und ich merkte auch, wie es mir wieder komisch wurde. Schnell begleitete meine Nachbarin mich zu den Sitzgelegenheiten in der Galerie. Nach einigen Minuten wurde es mir wieder besser. Wir sind dann langsam wieder zu unserem Zimmer geschlichen und ich war froh, wieder an meinem Bett angekommen zu sein.
Sonntag, 01.02.2009
Heute übte ich wieder meine Tour bis zum Kiosk, und diesmal ging es etwas besser. Ansonsten nichts Neues.
Montag, 02.02.2009 Heute bei der Visite meinte Prof. Halm, dass ich, wenn alles gut bleibt, am Samstag nach Hause fahren dürfe. Ich machte mir so meine Gedanken, wie ich das zuhause alles geregelt kriegen soll. Wie soll ich denn von der Toilette wieder hoch kommen? Ich habe im Bad keine Haltegriffe. Wie soll ich duschen? Nun, kaum hatte ich meine sogenannten “Sorgen” der Schwester Diana anvertraut, hatte ich kurze Zeit später “schwupps” schon 3 Rezepte in der Hand. Eine Toilettensitzerhöhung, einen Duschhocker und eine Greifzange!!!! Toll!!!! Mein Mann konnte die Sachen gleich in dem Sanitätshaus in der Galerie abholen und so waren wir schon für Zuhause gerüstet. Am Mittag kam der “Gipser” und wollte das Korsett anprobieren. Mann, was für ein fürchterliches hartes Ding, wie ein Panzer.
Dienstag 03.02. bis Freitag 06.02.2009
Keine besonderen Vorkommnisse. Am Mittwoch wurden mir die Fäden gezogen. Sprich, es wurden lediglich ein paar Knoten mit einem kleinen Scherchen durchgetrennt und der ganze Rest sollte sich laut Aussage der Ärztin dann von selbst auflösen. Am Freitag Abend kam noch eine Ärztin zu mir, um die Entlassung zu besprechen. Sie klärte mich auf, was ich in den nächsten Monaten tun und nicht tun dürfe. Erlaubt waren z. B. Spaziergänge und verboten war auf jeden Fall Fahrradfahren für 1 Jahr. Ansonsten sollte ich die nächsten 3-4 Monate mein Stützkorsett anziehen.
Samstag, 07.02.2009 Entlassung
Gott sei Dank, endlich Samstag. Der Tag der Entlassung. Ich habe schnell gefrühstückt und gegen 9.00 Uhr kam dann mein Schatz um mich abzuholen. Wir haben schnell alles zusammengepackt und sind dann zur Schwester gegangen, um nach meinen Entlassungspapieren zu fragen. Diese, sowie Schmerzmittel für 3 Tage bekam ich dann kurz danach ausgehändigt und dann konnte es losgehen. Im Auto habe ich mir die Rückenlehne ganz nach unten gestellt und habe die Fahrt dann mehr oder weniger liegend verbracht. Es ging einigermaßen gut, aber als wir zuhause ankamen, tat mir alles weh und ich wollte nur noch ins Bett.
Leider habe ich erst am Sonntag Morgen festgestellt, dass in dem Umschlag gar keine Entlassungspapiere sondern alte Untersuchungsergebnisse von meinem damaligen Vorstellungstermin im Mai 2008 drin waren. Leider habe ich dann mehrere Tage damit verbringen müssen, in Neustadt anzurufen und um den Bericht zu bitten. Immer hieß es, man kümmert sich, aber nichts passierte. Mein hiesiger Orthopäde wollte mir verständlicherweise ohne Bericht keine Krankmeldung und auch nicht die notwendigen Medis verschreiben. Gott sei Dank hat er es auf mein Bitten hin, dann letztendlich doch gemacht. Es hat dann noch eine Woche gedauert, bis man ihm aus Neustadt einen provisorischen Entlassungsbericht zugesandt hat. Das Schönste war jedoch, als ich mich zum erstenmal zuhause im Spiegel richtig ansehen konnte. Mein doch schon ganz enormer Rippenbuckel ist total weg!!!! Mann, sah das Klasse aus....allein schon aus diesem Grund hat sich die ganze Tortur gelohnt...
So, nun ist der Bericht doch sehr lang geworden. Ich hoffe, es ist Euch nicht zu langweilig, dies alles zu lesen. @ Elena: Bitte entschuldige, dass ich Deine Besuche bei mir nicht im Bericht erwähnt habe, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, an welchen Tagen das war. Ich hatte es mir leider nicht aufgeschrieben. Dennoch will ich dies hier nicht unerwähnt lassen und mich nochmals ganz herzlich für Deine Besuche und die seelische Unterstützung bedanken. Hat mich wirklich sehr gefreut.
Viele Grüsse Helga
_________________ [Meine Skoliose-Bilder]
|