Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Februar 2009 21:48     Betreff des Beitrags: Rehabericht caracol
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Diagnose: Skoliose, thorakolumbal, BWS 29°, LWS 53°, Flachrücken
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Therapie: Schroth, Korsett
OP Mai 2008: ventrale Derotationsspondylodese Th11-L3 nach HaZi, Restkrümmung ca. 14°th und 10° lu
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Hessen
Hallo Hallo,
So, nu geiht dat lous....mein Reha-Bericht
Neustadt 6. Januar - 10. Februar 2009

- Ärztliche Betreuung:

Visite war ja immer einmal pro Woche und es gab noch eine Visitemöglichkeit montags, da konnte man sich in eine Liste eintragen lassen im Schwesternzimmer, falls man den Stationsarzt verpasst hatte. Kam schonmal vor bei mir, da ich relativ viele Anwendungen hatte und oft unterwegs war.
Während der Zeit dort waren zwei verschiedene Ärzte für mich zuständig. Damit bin ich auch zufrieden, denn sie haben sich Zeit genommen wenn man Fragen hatte und ich wurde ernstgenommen wenn ich eine Therapie gestrichen haben wollte oder eine dazu haben. Änderungen wurden auch fix umgesetzt und auch was die entzündete Narbenstelle angeht wurde schnell gehandelt.
Alle Ärzte - auch die Oberärztin, die ich nur ein paar Mal gesehen habe - waren nett und haben sich die nötige Zeit genommen.

- Krankengymnastik:

Meine Einzeltherapeutin war wirklich super! Sie hat gute Arbeit geleistet und ist auf mich eingegangen. Wenn ich mal nicht so fit war oder Schmerzen hatte dann wurde eben eine Fußreflexzonenmassage gemacht oder Ähnliches.
Die WS-Gruppen waren ganz ok, allerdings haben ja die Therapeuten oft gewechselt und die Qualität der Übungen war nicht immer gleich gut. Klar, es gibt Unterschiede bei den Therapeuten und wie sie arbeiten. Aber man hat schon auch gemerkt wer sich Mühe gibt und wer nicht.
Bei der MTT hat mich etwas genervt dass ich oft unnötigerweise demotiviert wurde. Ok, ich sehe ein dass man verbessert werden muss wenn man eine Übung nicht richtig umsetzt, aber der Ton macht die Musik. Und ich hatte fünf oder sechs verschiedene MTT-Therapeuten, die fünf oder sechs unterschiedliche Ausführungen der betreffenden Übung von mir verlangten. So dass ich am Ende echt nicht mehr wusste was jetzt richtig ist, weil jeder was anderes sagte. Und ich finde man könnte mehr motiviert werden. Natürlich macht man ja die Reha und die Übungen für sich und seinen Körper. Aber ich habe in den fünf Wochen dort nur ein oder zweimal gehört dass ich die Übung toll mache. Ich finde einfach das gehört dazu.
Ansonsten ist die MTT eine tolle Sache, man merkt schnell Verbesserungen und es macht Spaß.


- Physikalische Abteilung:
Toll!
Massage super, Thermopackung super.
Magnetfeldtherapie ist etwas fragwürdig, da man ja nicht wirklich etwas spürt. Aber wenn man daran glaubt......ich habe zumindest versucht etwas positives rauszuziehen und hoffe es hat geholfen!
Die medizinischen Bäder fand ich auch angenehm, gerade weil ich solche Hautprobleme habe und ja deswegen auch nicht ins Bewegungsbad konnte.

- Zimmer/ Essen/ Wohlfühlfaktor:
Ja,
also mit dem Zimmer war ich auch halbwegs zufrieden.
Ich hätte auf alle Fälle mein eigenes Kopfkissen mitbringen müssen, denn die Kissen dort waren nach fünf Minuten darauf schlafen so platt wie Briefmarken.
Es könnte auch Stufenlagerungskissen zum Ausleihen geben für die Rückenpatienten, das wäre super.
Ansonsten war ich froh ein Einzelzimmer bekommen zu haben.
Leider ließ die Zimmerreinigung etwas zu wünschen übrig, gerade im Badbereich...
Die Verpflegung war super, darüber kann ich mich wirklich nicht beklagen.
Große Auswahl und toller Service im Speisesaal.
Auch das Ambiente ist toll, die Lage der Klinik und man bekommt sofort geholfen, auch an der Rezeption.
Gerade an meinem Abreisetag war das wichtig, da mein Mann ja nicht wie geplant mit dem Auto kommen konnte (Schneechaos in Hessen) und ich spontan auf den Zug umsteigen musste.....ich stand total aufgelöst an der Rezeption und die Dame hat das sofort erkannt und mir sehr nett geholfen. Dafür bin ich echt dankbar!

- Negatives:

Was mich oft gestört hat- aber daran habe ich mich zum Schluss auch gewöhnt- waren die Sprüche und Blicke der Mitpatienten.
Man sieht halt nicht dass ich an der Wirbelsäule operiert bin und dementsprechend schief angeschaut wurde ich hier und da. Ich hatte immer das Gefühl ich müsste mich rechtfertigen, dort zu sein.
Blöd fand ich auch- aber daran lässt sich nunmal kaum etwas ändern- dass die Reihenfolge/Art der Anwendungen unglücklich zusammengestellt war.
Erst hatte ich zum Beispiel Thermopackung, danach med. Bad und dann 1,5 h MTT.
Dass man da müde ist und sich nicht mehr ganz so motivieren kann dürfte klar sein.
Aber bei so vielen verschiedenen Behandlungen und Patienten geht es eben nicht immer passend zu legen.
Kenne ich ja auch von meiner Arbeit....
Das Pflegepersonal war teilweise schlecht erreichbar, vor allem abends.
Und manchmal musste ich mir für nett gestellte Fragen oder Anliegen dahingemotzte Antworten anhören.
Die Kopfkissen und die Deckenbezüge waren furchtbar.
Aber sonst...fällt mir jetzt nichts mehr ein.

- meine Ziele/ Ergebnisse:

Meine Ziele waren:
a) Ausdauer und Belastbarkeit steigern
b) Muskelkräftigung, allg. und bes. Rücken/ Bauch
c) Haltung verbessern
d) Gewichtszunahme
e) Verbesserung der Körperwahrnehmung
f) Verbesserung der Sensibilität (habe neben dem Bauchnabel links noch eine handtellergroße taube Stelle)

Ergebnisse:

a) Durch die KG, MTT und das Nordic Walking hat sich da schon etwas getan, vor allem bekomme ich jetzt besser Luft. Allerdings bin ich doch noch oft an meine Grenzen gestoßen und habe gemerkt dass es einfach noch dauert bis ich wieder 100% fit bin. Deswegen auch die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben.
b) Muskulatur habe ich wunderbar aufgebaut, da bin ich super zufrieden mit! Der MTT-Trainingsplan war gut zusammengestellt und ich habe immer mal versucht etwas zu steigern bei der einen oder anderen Übung. Leider habe ich gegen Ende des Aufenthaltes immer öfter Schmerzen bekommen ( LWS und linke Hüfte ), was wohl muskulär bedingt war.
c) Hat auch geklappt, geht mit dem Muskelaufbau einher
d) hm, da bin ich etwas enttäuscht, da ich gegessen habe wie ein Weltmeister aber nur 500g zugenommen habe. Ok, ich habe auch viel Sport gemacht und das Mittagessen dort ist halt fettreduziert. Ich denke hier muss ich auch weiterhin geduldig sein...
e) Ja, durch die Massagen, Thermopackung und generell Arbeit am und mit dem Körper (Training) habe ich schon gemerkt dass ich mich wohler in meiner Haut fühle. Nach der OP hatte ich doch ein komisches Gefühl, da ja auf einmal alles anders war, Statik und so weiter. Fühle mich wirklich gut!
f) und auch in die taube Stelle ist etwas Leben zurückgekehrt. Das Areal ist nicht mehr so großflächig taub, ich spüre schon mehr. Und werde auf jeden Fall kräftig weitermassieren und bürsten!

Zusammenfassung:
Mir hat es in Neustadt supergut gefallen!
Der Aufenthalt hat sich durch die fünf Wochen richtig gelohnt und hat mir gut getan.
Ich bin mit dem Therapieangebot super zufrieden, wurde in der Regel freundlich behandelt und es wurde sich Zeit genommen.
Auch der Sozialdienst hat mir bei meinen Fragen zum Wiedereinstig in die Arbeit weitergeholfen.
Durch die Lage direkt an der See konnte ich prima entspannen und es war fast wie Urlaub dort.
Leider lag der Altersdurchschnitt der Rehapatienten bei 65 Jahren (grob geschätzt), aber das wusste ich ja ungefähr vorher. Schön dass ich mich mit meinen Tischkolleginnen dennoch gut verstanden habe und mit Sabine nach einer Weile doch noch eine nette jüngere Patientin dazukam.
Meine Ziele habe ich soweit erreicht, ich denke wenn man motiviert bei der Sache ist und auch mal freiwillig übt dann kann man viel schaffen dort.
Ein weiteres Ziel, ws ich oben nicht aufgeführt habe, war, mich quasi mit der Klinik und meiner Geschichte "auszusöhnen".
Ich hatte ja ziemliche Probleme nach der OP und wollte nur noch weg da, es war ganz schlimm.
Dadurch dass ich die Foris besuchen konnte, die während meiner Reha-Zeit operiert wurden und ich Tagebuch geschrieben habe (im Aufenthaltsraum der Stat. 40, von dort aus habe ich immer aufs Meer geschaut im Mai '08 und meistens geheult... habe ich es geschafft die Sache zu verarbeiten.
Ich kann eine Reha in dieser Klinik wirklich nur jedem empfehlen.
Wenn man die Möglichkeit hat dazu, dann nichts wie hin!

Nachtrag:

Aufarbeitung der OP:

Es war mir natürlich nicht nur wichtig wegen des positiven OP-Ergebnisses und des guten Rufes wieder nach Neustadt zu dürfen, sondern auch um mich mit der Klinik und meiner Situation vom Mai 2008 zu "versöhnen".
Also habe ich ein Notizbüchlein eingepackt und mir vorgenommen meine Gedanken und Gefühle niederzuschreiben wenn mir danach ist.
Wenn es mir nicht gut ging in meinem bisherigen Leben habe ich fast immer Tagebuch geschrieben und es hat mir oft geholfen mein Verhalten und die Gründe dafür zu reflektieren.


Am zweiten Tag meines Aufenthaltes nahm ich also mein Büchlein und schlich auf die Station 40 in Richtung Aufenthaltsraum am Ende des Flures.
Ich wollte unbedingt herausfinden was ich empfinde wenn ich wieder in der Umgebung bin, die mir nach 12 Tagen Krankenhausaufenthalt so furchtbar auf den Geist ging und wie es mir geht wenn ich die Ereignisse Revue passieren lasse.
Zunächst einmal verschlug es mir geradezu die Sprache und es kam ein Gefühl der Beklemmung auf als ich über den Stationsflur ging.
Vorbei an meinem "alten" Zimmer, in dem ich so ziemlich alle Gefühlslagen ,die existieren, durchlebt hatte.
In dem ich krumm angekommen und gerade verabschiedet wurde.
In dem ich so viele Tränen vergossen hatte.
Die bekannten Gerüche nach Desinfektionsmitteln, Essen und muffigen Zimmern.
Ich kam mir vor wie ein anderer Mensch.
War ich das wirklich damals im Mai, wie ein Häuflein Elend, heulend und kreidebleich, die ich an der Bettkante saß und versuchte mir ein Brötchen zu schmieren, welches ich vor lauter Übelkeit eh nicht essen mochte....?
Die ich souverän am 11. Mai in Neustadt ankam, einigermaßen mutig und gefasst, keine 5 Tage später mutlos, traurig, verzweifelt und so klein mit Hut?
Ja.
Aber es ist vorbei.

Angekommen im Aufenthaltsraum setzte ich mich an den Platz, an dem ich Monate zuvor auch gesessen hatte.
Direkt an den Tisch am Fenster mit Blickrichtung Wasser.
Was für ein Ausblick!
Das wurde mir erst jetzt so richtig klar.
Damals habe ich die Weite, die funkelnde See nicht wirklich bemerkt. Die vielen Möven, die ihre Kreise ziehen um sich dann auf dem Wasser treiben zu lassen.
Zu groß war der Schmerz und das Gefühl es würde nie wieder gut werden. Zu sehr hatte ich mich auf meine Schmerzen konzentriert, auf mein seltsames Körpergefühl; gerade und doch schief; auf den Robotergang der gerade solange möglich war um mich für fünf Minuten auf den Beinen zu halten bevor ich vor Schwäche wieder sitzen oder liegen musste.
Auf mein Spiegelbild. Blass, ungewaschenes Haar, dunkle Augenringe, keine Spur von Optimismus im Blick.

Und nun saß ich hier und bewunderte die Aussicht.
Ich fühlte mich stark, so stark wie noch nie zuvor in meinem Leben.
Ich wusste, es ist vorbei, alles ist gut, es ist überstanden.
Ein unbeschreibliches Gefühl.
Mit viel Hilfe hatte ich es geschafft mich in mein "altes" Leben zurückzukämpfen und mich wieder wohl in meiner Haut zu fühlen.

Auch wenn ich körperlich nicht gewachsen bin durch die OP, seelisch und geistig bin ich auf alle Fälle ein riesiges Stück größer geworden!

So, mehr fällt mir momentan nicht ein.
Möglicherweise schreibe ich noch Nachträge dazu.

Falls Fragen sind, immer raus damit.

Liebe Grüße, Elena

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Tage seit meiner Skoliose-OP in Neustadt


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Februar 2009 23:28     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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September: 2008 71° / 102°

OP am 16.10.2009 in Neustadt

Restkrümung: 40°
Therapie: Krankengymnastik, Korsettversorgung (bis zur OP), Operiation am 16.01.2009
Geschlecht: männlich
Bundesland: Bayern
Hallo Elena,

mich freuts das du wieder da bist und das du deine Ziele teils erreicht hast. Nimms mir nicht übel aber mehr hab ich nicht gelesen bin gerade zu müde *auf die Uhr lins* .

MfG Benny

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Man kann Dir den Weg weißen; aber gehen musst Du ihn selber.

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2009 08:45     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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Diagnose: Hochgradige rigide idiopath. Thorakalskoliose rechtskonvex 102° nach Cobb mit Nebenkrümmung lumbal 48° nach Cobb
Therapie: OP in Neustadt Nov. und Dez. 2006 mit Halo
OP in Neustadt März 2009 RBR
Bundesland: Baden-Württemberg
Hallo Elena

Dein Bericht ist super. :top:
Prima, dass du uns so ausführlich berichtest, man kann sich wirklich alles gut vorstellen.

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und das mit dem Gewicht wird bestimmt auch noch.
Schelma

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2009 09:34     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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Diagnose: Skoliose: BWS 88°, LWS 66°
Therapie: Nov. 2008: Lockerungs-OP
Dez. 2008: Vesteifungs-OP TH3-L3, Restgrade: BWS 42°, LWS 29°
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Bundesland: Oberösterreich
Liebe Elena!

Danke für deinen ausführlichen Reha-Bericht! Es ist toll, dass wir solche Erfahrungsberichte jetzt auch im Forum haben.

Ich freue mich, dass du deine Reha-Ziele zum Großteil erreicht hast! Vieles kommt mir von meiner ambulaten Therapie, die ich vor der OP mal hatte, bekannt vor, z.B. dass man dauernd verschiedene Therapeuten hat. Leider ist es sehr schwierig, günstige Therapieabläufe bei so vielen Patienten mit so vielen verschiedenen Leiden zu entwickeln. Das scheint nicht nur ein Problem in Neustadt zu sein. :nixweiss:

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Reha auch ein Anlass war, dich mit deiner Geschichte und der Klinik auszusöhnen. Das würde mir sicher ähnlich gehen (und ich überlege auch, in "meiner" Klinik eine Reha zu machen).

Ansonsten wünsch ich dir viel Erfolg weiterhin! Das mit der Gewichtszunahme wird sicher auch noch, das ist vermutlich genauso schwierig wie für mich das Abspecken... :versteck: Hast du eigentlich auch Übungen erlernt, die du jetzt alleine daheim machen kannst (ohne Hilfe und ohne technisches Gerät)?

Liebe Grüße Kathrin

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2009 12:38     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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Diagnose: Doppelbogige idiopathische Skoliose
thorakal rechtskonvex 62° nach Cobb und lumbal linkskonvex 60° nach Cobb
Therapie: KG im Alter von 12-18 Jahren
OP am 15.5.07 in" Neustadt"
Dorsal instrumentierte Korrekturspondylodese mittels Expedium Th5-L4,primärstabil
Korrektur BWS 29° LWS 16°
Bundesland: Niedersachsen
Hallo Elena!

Supertoller Bericht,sehr ausführlich und hat mir gerade unheimlich weitergeholfen! :top: Ich habe mir gerade so gedacht,das ein Rehabericht mindestens genauso wichtig ist,wie ein OP Bericht.Ich war zur Reha in Bad Nenndorf,hab aber immer hin und her überlegt ob es wohl das richtige für mich ist(habe auch nachgefragt,ob man sich dort mit WS-Versteifungen auskennt)oder halt Widerspruch einlegen. :nixweiss:Ich habe mich dann aus verschiedenen Gründen für Bad Nenndorf entschieden. Ich werde auf jeden Fall auch einen Rehabericht über "Bad Nenndorf"schreiben,einfach so mal zum Vergleich,falls sonst noch jemand Post bekommt,mit Ziel Bad Nenndorf.

Liebe Grüße
Marion :blume:

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Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich.
Goethe

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2009 14:49     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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Diagnose: li. konvexe Skoliose, Blockwirbel L4/L5, Foramenstenose, degenerative Veränderungen, Arthrose, Osteochondrose. Leichte HWS Skoliose mit 3 Bandsch.-vorwölbungen und Einengung der Nervenwurzel
Therapie: Reha 2007 Bad Pyrmont, 2008 Schmerztherapie unter Röntgensicht, KG, Akupunktur, Schmerzmittel, Massagen
Geschlecht: weiblich
Bundesland: NRW
Hallo Elena

Vielen Dank, für deinen ausführlichen Rehabericht.
Ich finde auch, dass die Rehaberichte fast genauso wichtig sind, wie die OP Berichte.
So weiß jeder (der noch nie in der Reha war) was auf ihn zukommt.

caracol hat geschrieben:
Blöd fand ich auch- aber daran lässt sich nunmal kaum etwas ändern- dass die Reihenfolge/Art der Anwendungen unglücklich zusammengestellt war.
Erst hatte ich zum Beispiel Thermopackung, danach med. Bad und dann 1,5 h MTT.
Dass man da müde ist und sich nicht mehr ganz so motivieren kann dürfte klar sein.
Aber bei so vielen verschiedenen Behandlungen und Patienten geht es eben nicht immer passend zu legen.


Ich glaube, dieses Problem taucht in jeder Rehaklinik auf.
Mich hat das damals auch unheimlich gestört. Man kam vom Aquasport, schnell umziehen, Haare föhnen und ab zum MTT oder Walking.
Ich war so dermaßen platt und erschöpft und dann musste ich wieder Vollgas geben.
Nun ja, dafür bin ich abends auf dem Kopfkissen ins Koma gefallen :rofl3:

caracol hat geschrieben:
Mir hat es in Neustadt supergut gefallen!
Der Aufenthalt hat sich durch die fünf Wochen richtig gelohnt und hat mir gut getan.
Meine Ziele habe ich soweit erreicht, ich denke wenn man motiviert bei der Sache ist und auch mal freiwillig übt dann kann man viel schaffen dort.

Das ist das WICHTIGSTE :zwinker: !

Dass du deine Ziele zum Großteil erreicht hast, freut mich sehr.
Habe ich bei dir auch nicht anders erwartet :zwinker:

Hab mit der Gewichtszunahme noch etwas Geduld, dass wird schon.

Hat das Klinikpersonal dir die Anschlußbehandlung (IRENA) empfohlen oder mal angesprochen?

Welche Ziele hast du jetzt "für zu Hause" (Training), um den Erfolg auch weiter konstant zu halten und ggf. noch zu steigern?

Alles Gute
Liebe Grüße Patti

_________________
:ciao:

Liebe Grüße´Patti

Weil wir Menschen ohne Flügel nicht Engel nennen können, nennen wir sie Freunde


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2009 16:47     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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Hallo,

@Kathrin
Ja, ich habe von meiner KG ein Heftchen bekommen, darin stehen generelle Infos über die Skoliose-OP und es sind Übungen dabei. Außerdem habe ich mir die Übungen von den WS-Gruppen aufgeschrieben, da übt man in erster Linie mit Pezziball oder Theraband, was man ja meist zuhause hat.

@marion
Mach das mit deinem Rehabericht, das finde ich gut!
Man kann sich ja gar nicht genug informieren vorher. Wenn man in der "falschen" Einrichtugn landet dann hat man den Salat.

@Lupon
Ja, hatte ich mit dem Stationsarzt drüber gesprochen.
Allerdings ist die nächste geeignete Einrichtung etwas weiter weg und ich habe keine Lust mir den Stress aufzuhalsen dreimal die Woche dahin zu fahren. Lieber mache ich meine Übungen weiter und schaue mich nach einer MTT-Möglichkeit um.
Meine Ziele sind weiterer Muskelaufbau zur Steigerung der Belastbarkeit, Steigerung der Ausdauer..also eigentlich nach wie vor die Ziele der Reha.
Ich möchte hier auch mit Nordic Walking weitermachen.

Schön dass euch der Bericht gefällt.

Liebe Grüße, Elena

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Tage seit meiner Skoliose-OP in Neustadt


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2009 17:42     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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OP im April 2009 - Restkrümmung ca. 20 Grad
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Hallo,

vielen Dank für deinen Bericht. Der ist wirklich sehr interessant und aufschlussreich- Ich freue mich, dass es dir so gut geht.

Liebe Grüße
hoply

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Mein OP Bericht


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2009 18:54     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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2008 Kur in Bad Sobernheim
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Huhu Elena,

Danke für deinen ausführlichen Bericht. Freut mich das du deine Ziele so gut es ging erreichen konntest :top:

Ich wollte mal fragen ob du solch eine Reha auch für Jugendliche empfehlen würdest.
(Ich denke wenn das durchschnittsalter bei 65 Jahren liegt eher nicht, oder? War schon 2x in Bad Sobernheim und würde auch nach meiner OP gerne noch mal eine Reha machen, glaube aber nicht das Sobi da das richtige ist..

Liebe Grüße
Nicole

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2009 22:16     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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Hallo Elena!

Toller Rehabericht,freut mich das es Dir gut gefallen hat,und das Du mit Neustadt so zufrieden bist.
Alles gute.Liebe Grüße von Bony


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Februar 2009 14:52     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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Hallo,

@Nicole
Also ich denke es kommt darauf an wie selbständig du bist und ob du auch gut mal alleine sein kannst.....denn in Neustadt habe ich im Rehabereich gar keine Teenager entdeckt.
Wie das in den anderen Rehakliniken, wie z.B. Isny, aussieht weiß ich nicht.
Nach Bad Sobernheim sollte ich ja auch erst geschickt werden, habe aber erfolgreich Widerspruch eingelegt.
Die Klinik ist meiner Meinung nach etwas für konservativ behandelte Skoliosen.
Die Frage ist auch ob du als Teenager überhaupt eine Reha machen musst/solltest/möchtest?

Liebe Grüße, Elena

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Tage seit meiner Skoliose-OP in Neustadt


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Februar 2009 18:00     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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2007 Kur in Bad Sobernheim
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03.03.2009 OP in Neustadt
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Hallo Elena!

Erst mal Danke für deine Antwort! Ich weiß nicht ob eine Reha dann nach der OP noch notwendig ist.. ich war vorletztes und letztes Jahr jeweils für 4 Wochen in Bad Sobernheim. Da hat es mir auch echt super gefallen und ich bin fast ein wenig traurig das ich da dann nicht mehr hinkann :mrgreen: Bzw. ich denke auch das Sobi nicht unbedingt die beste Klinik für operierte Skoliosen ist oder? Habe da zwar auch immer mal vereinzelt operierte Patienten gesehen aber nunja. Waren eher Ausnahmen.

Okay dann denke ich das ich einfach erst mal meine OP hinter mich bringe und vielleicht dann in Neustadt nachfrage ob eine Reha zu empfehlen ist. Mir würds nichts ausmachen da quasi alleine zu sein, aber nur so unter Erwachsenen ohne Teenager oder so wärs doch ein wenig blöd ..

Liebe Grüße Nicole

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Februar 2009 18:32     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
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Hi Nicci,

Nicci hat geschrieben:
Okay dann denke ich das ich einfach erst mal meine OP hinter mich bringe und vielleicht dann in Neustadt nachfrage ob eine Reha zu empfehlen ist.

In den meisten Fällen ist eine Reha nach OP bei Kindern und Jugendlichen nicht erforderlich.

Grüße, Stoni.

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Februar 2009 18:33     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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2007 Kur in Bad Sobernheim
2008 Kur in Bad Sobernheim
03.03.2009 OP in Neustadt
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Okay vielen lieben Dank .
Liebe Grüße

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Februar 2009 19:40     Betreff des Beitrags: Re: Rehabericht caracol
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bedankte sich: 2 mal
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Diagnose: Re.-konv. thorakale Skoliose => 66°
Thorakolumbaler li.-konv. Gegenschwung => 23°
Therapie: KG
OP Juli 2008: dorsale Korrekturspondylodese TH5-TH12, Restkrümmung: 26°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Bayern
Hallo Elena!

Vielen Dank für deinen super Bericht! Der ist echt gut geworden! :top:

Weiterhin wünsch ich dir alles Gute!

Liebe Grüße
Bettina

_________________
Beginnen ist Stärke,
vollenden können ist
Kraft!!!

_
*Meine Skoliose-Bilder*
*Mein OP-Bericht*
_


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