Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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Schön Klinik Neustadt
Klinik für Wirbelsäulenchirurgie mit Skoliosezentrum
Am Kiebitzberg 10
23730 Neustadt

Sekretariat Prof. Dr. med. Henry Halm:
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 Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Januar 2007 18:15     Betreff des Beitrags: Meine OP am 14.11.2006
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Diagnose: Idiopathische linkskonvexe thorakolumbale Kyphoskoliose 70° mit thorakaler Nebenkrümmung von 50°
Therapie: OP 2006, ventrale Derotationsspondylodese TH11 bis L5, intersegmentale Abstützung mit Cages L1 bis L5, Restkrümmung: BWS 34°, LWS 20°,
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Baden-Württemberg
So, nachdem ich nun etwas länger sitzen kann will ich doch auch meinen Bericht zu meiner OP in Neustadt am 14.11.06 schreiben.

Operiert wurde bei mir: ventrale Derotatiosnspondylodese Th11 – L5 bei sechsgliedriger Lendenwirbelsäule über Thorakolumbophrenotomie und Rippenresektion Rippe 9 li nach
ventralem Release mittels Osteodisektomien Th11- L5, extraduraler Dekompression L1/2, L2/3 und L3/4 mit konkavseitiger Foraminotomie (laut Entlassbericht)

Nachdem wir am Sonntagfrüh gegen 3.00 Uhr losgefahren sind und Neustadt gegen 10.30 Uhr erreichten, konnte ich gleich mein Zimmer beziehen, Formalitäten erledigen, zum EKG, Aufnahmegespräch. Am Abend kam dann noch Herr Dr. Hühne vorbei und hat uns die OP in allen Einzelheiten erklärt.
Am Montagmorgen ging es dann weiter mit Blutabnahme, Röntgen und auf den Narkosearzt warten. Gegen Abend dann noch ein Gespräch mit Prof. Halm. Zum Schlafen gab es einen schönen Cocktail, sodass ich bis Dienstag morgens um 7.00 Uhr geschlafen habe und sich die Angst vor der OP in Grenzen hielt. Am Optag ging es dann um 10.00 Uhr auf den Weg in den OP. Im Vorraum Kanülen legen usw. Dann noch eine kleine Aufmunterung von Prof. Halm: Das wird alles gut! Dann die Ermahnung vom Narkosearzt die Zehen während der OP zu bewegen, wann man dazu aufgefordert wird (das sagte jeder Arzt einmal, damit kontrollieren sie während der OP den neurologischen Status) und dann:Denken sie an was Schönes ! Und weg war ich. Der Op-Tag war sicher für meinen Mann am schlimmsten. Dieses Warten!
Erinnern kann ich mich dann wieder an ein kurzes Aufwachen auf der ITS mit meinem Mann an der Seite und an die Übelkeit in der Nacht für die ich aber immer gleich was bekam.

Am nächsten Tag wurde ich dann, mit Thoraxdrainage und Blasenkatheter auf die Station 42 verlegt.
Fühlte mich schläfrig, Schmerzen waren gut mit den Medikamenten eingestellt, also zum aushalten.

Donnerstags (16.11.) bekam ich dann eine Konserve Eigenblut da mein Hb-Wert sehr niedrig war. Ansonsten unverändert, etwas Übelkeit.

Freitag (3. postoperative Tag), Samstag unverändert jedoch Übelkeit zunehmend. Essen gab es noch nicht in fester Form- Verdauung funktionierte noch nicht.

Sonntag wird die Thoraxdrainage gezogen, war nicht schlimm, immer noch keine Verdauung,
starke Übelkeit. Am Abend dann einen Einlauf zum Abführen und Infusionen gegen die Übelkeit.

Da am Montag die Übelkeit immer noch sehr stark war, wurde ein Gastroenterologe hinzugezogen. - Seine Diagnose: Die Übelkeit kommt durch das morphinhaltige Schmerzmittel Oxygesic, das dann abgesetzt wurde. Die Schwestern sind sehr lieb und versuchen mich aufzumuntern, da ich ziemlich down bin.

Dienstag (7.postoperative Tag): Bin im Bad kollabiert, Schwestern haben mich aufgefangen,nicht passiert.
Übelkeit wird nachdem ich nun nur noch Schmerzzäpfchen bekomme langsam besser, dafür jetzt Kreislaufprobleme. Die BOB-Orthese (eine Art Stützkorsett, das ich bis zu 6 Monaten beim Laufen tragen soll) wird angefertigt.


Mittwoch: Orthese fertig. Laufe zum ersten Mal damit zusammen mit dem Krankengymnasten. Röntgenaufnahme der LWS wird gemacht. Prof. Halm bei der Visite sehr zufrieden.


Donnerstag: Laufe alleine, jedoch noch mit Gehwagen. Meine Größe wird gemessen: 173 cm – 4 cm größer als vor der OP.
Durfte heute duschen und Haare waschen. Toll!

Nun ging es jeden Tag etwas besser. Ich hatte glaube ich mehr mit Nebensächlichkeiten zu kämpfen (die Übelkeit, dann meine Kreislaufprobleme) als mit der OP selbst.

Mit der Behandlung und der Pflege im Klinikum in Neustadt war ich sehr zufrieden, allen voran natürlich mit Herrn Prof. Halm.

Eine Herausforderung war dann die Heimfahrt am 1.12.. 8 Stunden fahrt, halb liegend. Das war hart.

In den letzen Wochen zuhause ging es immer auf und ab, war manchmal sehr depremeiert dass die Genesung nicht schneller geht, aber jeder sagte GEDULD!


Probleme bereiten mir nach wie vor die Nächte. Da kommt vor allem mein linkes Bein nicht zur Ruhe. Muskelzittern, Krämpfe und Schmerzen in der Leiste und im Kniegelenk. Da ich vom Magen her immer noch sehr empfindlich bin kann ich auch keine Medikamente dagegen einnehmen, es wir mir dann wieder übel und ich bekomme Magenschmerzen. Ich behelfe mich mehr oder weniger gut mit Eisbeuteln und massieren und hoffe dass es bald besser wird. An Medikamenten gegen die Schmerzen nehme ich noch 3 x täglich Metamizol Zäpfchen.

Inzwischen habe ich mich soweit stabilisiert, dass ich wieder längere Zeit sitzen und alleine spazieren gehen kann und ich auch das Gefühl habe es geht auswärts. Und hoffe dass die Probleme der Nächte auch besser werden.


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Januar 2007 18:38     Betreff des Beitrags:
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Hi Ina,

Danke für deinen Bericht, der ist sehr interessant.

Deine Übelkeit von den Medikamenten war ja echt übel (im wahrsten Sinne des Wortes :zwinker: ). Ich habe auch kein Morphium vertragen, davon wurde mir bis zum Abend nach der OP so dermaßen schlecht, dass ich dachte, ich muss Bild . Da ich aber noch nichts intus hatte, kam Gott-sei-dank nichts. Nachdem das Morphium wieder aus dem Körper raus war, gings super gut. Im Gegensatz zu mir hast du sehr lange unter dem Zeug leiden müssen :troest: .

Gibt es gegen deine nächtlichen Probleme mit dem Bein nichts Homöopathisches (Globuli)? Ich kenne mich zwar nicht damit aus :confused: und kann dir auch keinen Rat geben, aber die dürften zumindest nicht auf den Magen schlagen.

Weiterhin gute Besserung und du kennst ja das blöde Wort mit G ..... :geduld: . :zwinker:

Liebe Grüße Bommi

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Januar 2007 18:48     Betreff des Beitrags:
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Diagnose: idiopathische rechtskonvexe Lumbalskoliose, Facettengelenksarthrose L5/S1, Pseudarthrose BWK5 und LWK5/S1, Chronische Lumbalgie
Therapie: Mehrere Skoliose OP´s, Osteopathie, Akkupunktur, Schmerztherapie, KG, mehrere Rehaaufenthalte ,Infiltrationen
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Liebe Ina,
Dein Bericht war sehr interessant!
Zum Glück habe ich das mit der Übelkeit nicht,ich nehme nämlich zur Zeit Oxygesic und das ist das einzige was mir hilft einigermaßen schmerzfrei zu sein.
Das es Dir jetzt schon wieder recht gut finde ich echt klasse,weiter so.

Liebe Grüße Supergirl


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Januar 2007 10:51     Betreff des Beitrags:
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Bommenate hat geschrieben:
Hi Ina,

Danke für deinen Bericht, der ist sehr interessant.

Deine Übelkeit von den Medikamenten war ja echt übel (im wahrsten Sinne des Wortes :zwinker: ). Ich habe auch kein Morphium vertragen, davon wurde mir bis zum Abend nach der OP so dermaßen schlecht, dass ich dachte, ich muss Bild . Da ich aber noch nichts intus hatte, kam Gott-sei-dank nichts. Nachdem das Morphium wieder aus dem Körper raus war, gings super gut. Im Gegensatz zu mir hast du sehr lange unter dem Zeug leiden müssen :troest: .

Gibt es gegen deine nächtlichen Probleme mit dem Bein nichts Homöopathisches (Globuli)? Ich kenne mich zwar nicht damit aus :confused: und kann dir auch keinen Rat geben, aber die dürften zumindest nicht auf den Magen schlagen.

Weiterhin gute Besserung und du kennst ja das blöde Wort mit G ..... :geduld: . :zwinker:

Liebe Grüße Bommi



Hallo Bommi, ja an Homöopathie nehem ich inzwischen die Hypericum Globuli, das soll ja die Nerven wieder zusammen führen. Vielleicht gibts auch noch was spezielleres, muss mich mal erkundigen.
Liebe Grüße Ina


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Januar 2007 10:57     Betreff des Beitrags: Beim OP-Bericht was vergessen
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Hallo zusammen, ich wollt euch doch noch meine korregierten Werte nach der OP noch wissen lassen:
also linkskonvexe Lumbalskoliose 70 Grad n. Cobb vorher
20 Grad n. Cobb nach OP
Thorakale Spontankorrektur 50 Grad n. Cobb vorher
34 Grad nach der OP
Liebe Grüße Ina


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Januar 2007 11:05     Betreff des Beitrags: INA
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Diagnose: Skoliose was sonst ; ))Expedium-Implantat TH5-L3, operiert am 30.11.06 in Neustadt i.H. *** 2009 Geburt eines kleinen Söhnchens
Therapie: Korsett als Jugendliche, Reha in Bad Sobi 2003, Korrekturspondylodese in Neustadt in 2006, Reha in Neustadt 2007, ambulante Reha in 2010 und 2012
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Hallo Ina,

schön, von Dir zu lesen! Die Ergebnisse sprechen ja für sich! :top:

Weniger toll ist natürlich das mit der Übelkeit und den Schlafproblemen. Auch dagegen ist kein Kraut gewachsen, das man Dir geben könnte? Rebelliert Dein Magen auch dagegen? Das ist wirklich ärgerlich.

Trotzdem: Kopf hoch! Es geht bergauf, aber eben nur sehr langsam, wie ich mir eben selber wieder erst eingestehen musste... :psst:

Liebe Grüße, Gina


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Januar 2007 16:20     Betreff des Beitrags:
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Hi

das mit der übelkeit kenn ich hatte auch noch 2 wochen nach der OP mit der morphium zu kämpfen und habe somit auch 6 kilo abgenommen hattest du auch ne schmerzpunmpe? Hey ich wurde einen tag vor dir operiert 13.11...

Liebe Grüße miri


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Januar 2007 16:32     Betreff des Beitrags: Re: Meine OP am 14.11.2006
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Hallo Ina!
Das ist ja doof mit den Magenprobs... und deinem Bein. Woher kommt das denn mit den Beinproblemen? Weißt du das?
Und weißt du, was das heißt?
ina60 hat geschrieben:
ventrale Derotatiosnspondylodese Th11 – L5 bei sechsgliedriger Lendenwirbelsäule über Thorakolumbophrenotomie und Rippenresektion Rippe 9 li nach
ventralem Release mittels Osteodisektomien Th11- L5, extraduraler Dekompression L1/2, L2/3 und L3/4 mit konkavseitiger Foraminotomie (laut Entlassbericht)

Also teilweise versteh ichs, aber manches nicht.
Wünsch dir Gute Besserung und Herzlichen Glückwunsch zu dem Ergebnis (also außer der Übelkeit und so)!
Liebe Grüße, Susi


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