Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 1. August 2016 08:34     Betreff des Beitrags: Skoliose - Aktives Leben ist durchaus möglich
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Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose L3/4 und L4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose und Dornfortsatzarthr. L4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
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Bundesland: Niedersachsen

Skoliose - Aktives Leben ist durchaus möglich


Sandy Korb aus Ludwigsburg und Karin Schmid aus Freiberg achten auf einen rückengerechten Alltag. Sport und spezielle physiotherapeutische Behandlungen gehören für sie dazu. Damit haben sie ihre Krankheit im Griff.

Die beiden leiden unter einer Seitenverschiebung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper, auch Skoliose genannt. Bei der 51-jährigen Karin Schmid wurde diese Fehlstellung seinerzeit bei der Einschulungsuntersuchung festgestellt, sie trug schließlich drei Jahre ein Stützkorsett und weiß heute, wie wichtig Sport ist. Er trägt nämlich zum Muskelaufbau bei, denn die Muskeln müssen Aufgaben bei der Stützfunktion der Wirbelsäule übernehmen.

Karin Schmid betreibt die chinesische Kampfkunst Tai-Chi, die auch aufgrund der behutsamen Bewegungen als Meditation in Bewegung bezeichnet wird. Die 37-jährige Sandy Korb, bei der die Erkrankung erst in der achten Klasse festgestellt wurde, hält sich mit Nordic Walking fit. Beide wurden in der Schule vom Sport befreit, heute weiß man es besser. Bewegung ist wichtig, nur Ball- und Kampfsportarten sowie Springreiten sollte man wegen der Belastung für die Wirbelsäule nicht betreiben. Die beiden sind Ansprechpartnerinnen des Bundesverbandes Skoliose-Selbsthilfe, sie geben Tipps und bieten der Krankheit die Stirn.

„Ohne regelmäßige physiotherapeutische Behandlungen geht es aber nicht“, sagt Karin Schmid. Denn eine korrigierende Operation ist nur der letzte Ausweg, generell wird erst einmal versucht, mit der konservativen Behandlung wie Korsettversorgung und Physiotherapie Besserung zu bringen.

Karin Schmid und Sandy Korb informieren Betroffene und machen vor allem Eltern Mut, wenn ihr Kind die Diagnose bekommen hat. Festgestellt wird sie mit dem Vorneigetest: Das Kind beugt sich mit nacktem Oberkörper nach vorne. Wölbt sich dabei eine Rückenhälfte, während die andere flach bleibt, liegt der Verdacht auf Skoliose vor und das Kind sollte beim Orthopäden vorstellig werden. Bestätigt sich der Verdacht, werden je nach Schwere der Krümmung Maßnahmen eingeleitet. Die Skoliose, deren Ursache größtenteils noch unbekannt ist, erfordert dauerhafte physiotherapeutische Behandlung.

Doch für Kassenpatienten mit dieser Erkrankung bedeutete das bislang einen Kampf gegen Windmühlen. Bisher hatten nur Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr einen gesetzlichen Anspruch auf eine langfristige Behandlung, für Erwachsene wurde dies von den Krankenkassen hingegen oft abgelehnt. Nach langen Verhandlungen hat der Bundesverband Skoliose-Selbsthilfe nun erreicht, dass auch die Skoliose im Erwachsenenalter in die Diagnoseliste der besonderen Verordnungsbedarfe aufgenommen wurde.

Im Klartext: Ab 1. Januar ist der behandelnde Arzt bei der Verordnung von Physiotherapie für erwachsene Skoliosepatienten ab einer Verkrümmung von 50 Grad auf der sicheren Seite, die Krankenkassen übernehmen auf jeden Fall die Kosten. Karin Schmid und Sandy Korb sprechen von einem Quantensprung und einer deutlichen Verbesserung. Beide setzen auf die Behandlung nach Katharina Schroth, die von 1894 bis 1985 lebte und selbst an Skoliose litt.

Ein orthopädischer Stützapparat konnte bei ihr nicht den gewünschten Erfolg bringen und körperliche Aktivität war dadurch gar nicht möglich, Katharina Schroth litt sehr unter ihrer Erkrankung. Sie hatte nur einen Wunsch: Gerade werden und ohne Korsett leben. Ein Gummiball mit einer Delle, die durch Luft herausgedrückt werden konnte, brachte sie auf die Idee, auch ihre eingedrückten konkaven Körperbereiche mit Luft zu füllen und praktisch in sich hinein zu atmen. Schließlich übte sie das regelmäßig vor einem Spiegel und stellte eine Veränderung an ihrem Körper fest.

Bald hielt sie Vorträge, gab Kurse und führte Behandlungen durch. Die dreidimensionale Skoliose-Therapie wurde von ihrer Tochter Christa weiterentwickelt und ist heute etabliert. Kommt der Patient heute zu einem für die Schroth-Behandlung ausgebildeten Therapeuten, korrigiert er seine Haltung vor dem Spiegel und verinnerlicht diese Position durch bewusste Wahrnehmung von Muskellänge, Muskelentspannung, Gelenkstellung sowie Gelenkkapsel- und Bänderdehnung.

Ein weiterer Bestandteil ist die Dreh-Winkel-Atmung, die zur Korrektur des veränderten Atemmusters führt. Die Schroth-Therapie gilt derzeit als beste krankengymnastische Skoliosebehandlung. Sie richtet nicht nur die Wirbelsäule auf, sondern verbessert auch die Lungenfunktion, denn innere Organe können ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen sein. Häufig treten bei Skoliose auch Schmerzen auf.

Info: Die beiden Betroffenen Sandy Korb und Karin Schmid beantworten Fragen rund um das Thema Skoliose. Sie sind über die E-Mail-Adresse skoliose-shg-ludwigsburg@web.de sowie telefonisch unter (0 71 44) 85 98 82 (Sandy Korb) und unter (0 71 41) 3 88 99 75 (Karin Schmid) zu erreichen.

Quelle:  http://www.lkz.de/magazin/themenwelt-le ... 75143.html

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