Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 18. August 2013 12:28     Betreff des Beitrags: Blockierende Hüftgelenke nach der OP
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Hallo Foris!

Ich bin im Oktober 2010 von Th3-L1 operiert worden. Hatte eine Kyphoskoliose (Kyphose 95°, Skoliose ca 35°); Im Großen und Ganzen bin ich mit der OP wirklich zufrieden, vorher waren meine Schmerzen wirklich unerträglich; jetzt sind sie zwar nicht weg, aber viel besser und ich komm im Alltag meist ganz gut zurecht. Ich kann sogar wieder Sport machen, was früher nie denkbar gewesen wäre.

Allerdings gibt es jetzt doch ein „neu“ auftretendes Problem, das mir gehörig auf den Wecker fällt. Zwei Jahre nach der Operation fing es an, dass ich Schmerzen in den Hüftgelenken bekam. Ich lief irgendwie „unrund“, und die Schmerzen sind immer stärker geworden, je mehr ich gelaufen bin. Wenn ich eine Weile gesessen bin, waren die Schmerzen bei den ersten paar Schritten am schlimmsten, dann läuft es sich ein wenig ein und wird kurz besser – und je größer die Strecke die ich laufe dann wird, desto schlimmer wird der Schmerz wieder.
Die Orthopäden waren ratlos und konnten mir nicht weiterhelfen. Nachdem ich schon monatelang in Schonhaltung rumgehumpelt bin, meinten sie, dass meine Muskulatur zu schwach wäre – was mich natürlich nicht gewundert hat, schließlich hatte ich mich wegen den Schmerzen nach Möglichkeit nicht mehr bewegt. Auf alle Fälle hat die darauf folgende Physiotherapie/Muskelaufbau überhaupt nichts gebracht.

Wer mir dann zumindest etwas helfen konnte, war mein Osteopath. Laut ihm blockieren meine Hüftgelenke, weil diverse Muskelbereiche (untere Lende/Hintern) und mein Darm verkrampfen, was dann bei Belastung der Hüfte durch die Blockade wiederum Entzündungen auslösen kann. Achja, meistens ist die Rechte Hüfte schlimmer, bzw. fängt zuerst an rumzuspinnen, das ist auch die Seite wo mir der Knochenspan am Hüftknochen entfernt wurde. Die linke Seite zieht dann aber meist schnell nach. Wenn mein Osteopath das ganze behandelt, wird’s erstmal wieder besser, aber es kommt einfach immer wieder... Er denkt halt auch, dass das zumindest zum Teil eine Folge der Operation ist, weil meine Lende und Hüfte jetzt einfach den Großteil der Bewegungen machen muss, und die Belastung halt nicht mehr so gut verteilt werden kann. Außerdem hab ich immer noch ein deutliches Hohlkreuz, was sicher auch nicht förderlich ist.

Naja, lange Rede kurzer Sinn: Hat irgendjemand von euch (also von den operierten) ähnliche Probleme? Hat jemand herausgefunden, was man dagegen tun kann? Wenn ich weiß, dass ich größere Strecken gehen muss, tape ich auch immer brav die LWS und den Hüft-/Pobereich, was sicher ein wenig was bringt, aber halt leider nicht ausreicht. Mir kam auch schon die Frage, ob es (bzw. dieses Problem) besser wäre, wenn man mich noch tiefer versteifen würde – allerdings hänge ich seeehr an meiner Beweglichkeit, die mir glaub ich nur ermöglicht wird, weil ich eben „nur“ bis L1 versteift bin. Eine tiefere Versteifung ist also im Moment nicht wirklich eine Option für mich.

Ideen? Vorschläge? Tipps?

Danke euch!
Marion

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 21. August 2013 14:58     Betreff des Beitrags: Re: Blockierende Hüftgelenke nach der OP
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Hallöchen,

oh das kann ich gut nachvollziehen wie es dir geht. Mir geht es genauso. Ich bin allerdings bis L5 versteift und habe nun bald einen Termin in unserer Orthopädie, damit sich mal jemand meine Hüftgelenke anschaut. vielleicht kann ich dir dann auch mehr dazu berichten.
Meine Gedanken schweifen auch hin und her ob ich mich nochmal bei Dr. Hoffmann und Prof. Dr. Halm vorstelle und evtl. ne Versteifung bis S1 anstrebe aber dazu möchte ich erst abklären ob meine Hüftgelenke noch Intakt sind.
Aber auch wenn es schmerzt, geh immer ein wenig spazieren und dehne die Leistengegend und den Hüftbeuger. Die verkürzen sich nämlich sehr schnell sehr stark wenn man wenig läuft. Ich dehne jeden Tag sonst schmerzt es immer mehr, die Schritte werden immer kleiner und abgehakter, dadurch verschiebt sich mein Becken und der Ischias wird ständig geärgert. Da schimpft meine Physio wieder was ich denn nur mache....
Für den Pobereich hilft ein Igelball, den du dir an den Anfang des großen Pomuskels legst und draufrumrollst Das entspannt die Muskeln ungemein.
Bis bald und viele Grüße
Laura


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 21. August 2013 16:27     Betreff des Beitrags: Re: Blockierende Hüftgelenke nach der OP
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Hi Laura,

Danke für deine Tipps!
Dehnen und massieren tu ich auch viel, hab auch den Eindruck dass es nicht schadet - aber wie auch bei dir, reichts halt nicht. . Bei mir haben die Orthopäden am Knochen/Gelenk nichts feststellen können, abgesehen davon dass sie die Entzündung sehen konnten, wenn sie stärker war. Ich drück die Daumen, dass bei dir auch noch nichts richtig kaputt ist...
Musst mir unbedingt berichten, was die Orthopädie dir dann erzählt oder rät! Bin sehr gespannt, ob sie eine weitere Versteifung empfehlen oder nicht.

Grüße und gute Besserung!
Marion

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Februar 2014 12:30     Betreff des Beitrags: Re: Blockierende Hüftgelenke nach der OP
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Hallo ihr Lieben,

lange schon habe ich nicht mehr hier geschrieben, weil mir einfach die Zeit fehlt, aber so zwischendrin schau ich dann auch mal wieder vorbei .

Zum Thema Hüfte/Blockade ISG:
Ich bin bis LW 4 versteift und würde es für mich nie als eine Option ansehen eine weitere Versteifung durchführen zu lassen (es sei denn es ist zwingend erforderlich). Denn je mehr versteift desto mehr belastet es die Hüfte. Die Bewegung kommt dann nur noch aus der Hüfte.
Ich hatte ständig ISG Blockaden und habe vor ca. 9 Monaten meine Schuheinlage entfernt auf anraten eines Therapeuten. Seit dem habe ich keine richtige ISG Blockade mehr gehabt. Meine ganze Statik hat sich seit dem zwar wieder verändert und die Muskulatur muss sich erstmal daran gewöhnen, aber das Problem ist erstmal weg.
Trotzdem kenne ich auch ISG Probleme mehr als genug, denn jetzt werden sie von meinem Darm und Hüftbeuger verursacht.
Im Moment befinde ich mich in Behandlung bei einer Osteopathin die ganz viele Zusatzausbildungen hat unter anderem auch die Triggerpunkttherapie und die versteht was von ihrem Werk. Was Muskeln alles anrichten können ist einfach der Hammer. Oft bin ich deblokiert worden und die Muskulatur hinterher wurde nicht behandelt, dadurch ist es immer wieder schlechter geworden. Durch diese Behandlung befinde ich mich jetzt seit langem mal wieder auf dem für mich aufsteigendem Ast *jubel*

Mei Tipp: findet Therapeuten die sich speziell mit der Muskulatur auskennen.

Liebe Grüße

Simone

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Manchmal muss man den Sprung ins Ungewisse wagen:
denn selbst die richtige Entscheidung ist falsch, wenn sie zu spät erfolgt und in den meisten Fällen gibt es soetwas wie eine Gewissheit nicht.

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Februar 2014 19:11     Betreff des Beitrags: Re: Blockierende Hüftgelenke nach der OP
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Hallo Twiba,

schön zu hören dass es dir seit der Schuheinlagenentfernung besser geht! Aber ganz wird man das Problem wohl nie los...

Ich muss gestehen dass ich hier seit geraumer Zeit nicht mehr "aktualisiert" habe, und kann zum Glück ebenfalls eine Verbesserung meines Problems verkünden; es ist zwar eindeutig noch vorhanden, aber deutlich reduziert seitdem ich ich in der Lage bin gewisse Wirbelblockaden selbst zu lösen. Das kracht dann erstmal schön, aber danach sind die Schmerzen in der LWS und auch in der Hüfte deutlich besser. Die Blockieren zwar spätestens ein paar Tage danach wieder von selbst, aber so halten sich die Schmerzen die in den Hüftgelenken entstehen dann wenigstens in Grenzen und bauen sich nicht immer weiter auf.

Ich bin selbst ja bei einem (meiner Meinung nach sehr guten) Osteopathen, der auch regelmäßig mein Ischiasgelenk wieder auf Vordermann bringt; ich glaube ohne ihn wär ich völlig verratzt.

Liebe Grüße
Divided

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