Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 14. Juni 2013 14:24     Betreff des Beitrags: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Diagnose: Skoliose LWS + BWS jeweils um ca. 50 Grad
Therapie: OP 1995 in Karlsbad-Langensteinbach durch Prof. Harms
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Hallo
ich hab schon lang nicht mehr im Forum geschrieben, schaue aber von Zeit zu Zeit mal rein.
Ich hatte 1995 in Kalrsbad-Langensteinbach eine Spondylodese, (S-förmige Skoliose um jeweils etwas über 50 Grad). Vor der OP hatte ich öfter mal leichte Verspannungen im Rücken aber seit der OP habe richtige Schmerzen. Ich wurde von vorne operiert und der Stab und die Schrauben sitzen bei mir auf der rechten Seite. Es ist auch immer die rechte Seite, die mir zeitweise fürchterlich weh tut. Die Schmerzen sind nicht immer da, sie kommen und gehen. Meistens fängt der Schmerz langsam an und wird innerhalb einer Stunde ganz heftig, dass es manchmal nicht zum aushalten ist. Jahrelang hab ich Tabletten geschluckt. Dann war ich über zwei Jahre relativ schmerzfrei, aber in letzter Zeit habe ich wieder des Öfteren Schmerzen.
Nach 4 Schwangerschaften ist der Stab an zwei Stellen gebrochen. Einmal ist er unten an der Verbindung zum letzten versteiften Lendenwirbel gebrochen. Dummerweise hab ich genau an der Stelle eine Pseudarthrose und der Stab hat leichten Bewegungsspielraum. In der HWS habe ich seit einige Jahren zwei Bandscheibenvorfälle, die mir auch öfter Schmerzen und Blockaden bereiten. Das Schlimmste an all dem ist, dass ich mich von den Orthopäden bei uns im Umkreis völlig allein gelassen fühle. Ich hab in den letzten 5 Jahren kein einziges Rezept für KG, Massage oder sonst irgendwas bekommen. Ich werde jedes Mal mit Schmerztabletten und Rehasport-Rezept weggeschickt. Im Rehasport fühle ich mich total fehl am Platz und bin auch nicht mehr hingegangen. Inzwischen hat meine Hausärztin mir mal ein Rezept für KG geschrieben, weil sie es einfach auch unfassbar fand, dass mir niemand was aufschreibt. Sie möchte aber die Brüche des Materials abgeklärt haben, daher hab ich am Dienstag einen Termin bei Herrn Dr. Hoffmann. Ist zwar 2 Stunden Fahrt von uns aus, aber mir bleibt wohl nix anderes übrig, als die Fahrt in Kauf zu nehmen, wenn ich nicht wieder einfach mit Tabletten weggeschickt werden möchte.
Letzte Woche war ich bei einem konservativen Orthopäden mit Zusatzausbildung als Schmerztherapeuth. Der hat mir Betäubungsmittel in die Muskulatur gespritzt und ich hab seitdem eine deutliche Verbesserung. Inzwischen frage ich mich des Öfteren, ob diese schrecklichen Muskelschmerzen auf der rechten Seite durch das Metall kommen können, dass es die Muskeln irgendwie reizt oder so? Und ich überlege, ob eine Metallentfernung Besserung bringen könnte? Hat jemand Erfahrung mit sowas? Ist der Eingriff wieder so groß? Vermutlich müssten dann auch wieder die Rippen druchtrennt werden, oder? Ich möchte gar nicht an meine OP zurück denken, die Schmerzen waren höllisch. Ich glaube, von der Seite oder von vorne zu operieren ist noch schmerzhafter als von hinten, da man ja durch die Rippen muss. Möcht echt net drüber nachdenken, aber wenn es mir auf lange Sicht besser ginge, wäre es die Sache evtl. wert. Haben andere auch solche Schmerzen seit ihrer OP oder ist es die Regel, dass man schmerzfrei lebt?

Liebe Grüße Jasmin

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 14. Juni 2013 15:16     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Hallo Jasmin,

herzlich willkommen im Skoliose-OP-Forum. Zu einer Stabentfernung kann ich Dir leider nichts sagen. Aber mit Dr. Hoffmann hast Du einen kompetenten Arzt gefunden und ich denke, dass sich da auch die 2 Stunden Anfahrt lohnen. Du kannst bei ihm alles ansprechen, auch dass Du z. B. überhaupt keine KG verordnet bekommen hast. Ich wünsche Dir alles Gute bei Deinem Termin. Es wäre nett, wenn Du uns weiter auf dem Laufenden hältst und von Deinem Termin berichten würdest - natürlich nur wenn Du magst.

Liebe Grüße
Brixe


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 14. Juni 2013 17:36     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Therapie: OP WWK Juli 1989; Harrington-Implantat TH4 bis L4; 73°; MT; Allergie g. Implantat, 2. OP 27.11.2012 in der Orthopädie Heidelberg
Implantatentfernung
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Hallo Jasmin,

auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum.
Ich habe 1989 einen Harrington-Stab implantiert bekommen und musste ihn im November 2012 wegen einer entstandenen Allergie wieder herausnehmen lassen.
Ich habe meinen OP Bericht und ein paar Erfahrungen nach der OP hier schon gepostet. Also wenn Du Lust hast, kannst es Dir ja mal durchlesen. Hier gibt es noch ein paar Foris die den Stab herausbekommen haben.

Im Nachhinein gesehen war es nicht nur wegen der Allergie sinnvoll den Stab herausnehmen zu lassen. Ich habe ja rechts den Rippenbuckel und hatte immer das Gefühl das es mich nach links zieht. Das war dann auch tatsächlich der Stab. Seltsam, aber irgendwie hatte der sogar einen leichten Knick, vielleicht war der auch vorher schon da, aber nach links geschoben hat er all die Jahre nie. Das hat erst so nach den Schwangerschaften angefangen. Ich hatte mit immer mehr Schmerzen im HWS Bereich zu kämpfen. Auf Fotos kurz vor der OP sieht man auch ganz deutlich wie ich krummer geworden und nach links weggekippt bin.
Direkt nach der Stabentfernung war dieses Schubgefühl auf einmal weg. Und auch mit der HWS habe ich deutlich weniger Probleme als vorher. Zumindest sind die höllischen Kopfschmerzen seltener.
Rein theoretisch dürfte die Krümmung ohne Stab auch nicht zunehmen, da die WS ja großflächig versteift ist. Ich persönlich merke jetzt aber schon leichte Unterschiede. Unten im Lendenwirbelbereich bin ich deutlich beweglicher, das heißt für mich aber auch ständige KG zur Kräftigung der Muskeln. Früher hatte ich nie Rückenschmerzen am Buckel oder in der LWS, heute leider schon und abends habe ich nach einem stressigen Tag immer das starke Bedürfnis mich hinzulegen, weil ich das Gefühl habe mich nicht mehr so gut halten zu können. Ist wahrscheinlich Einbildung, denn ich sehe immer noch aus, als ob ich einen Spazierstock verschluckt habe, klar. Aber da wird schon was dran sein.

Leider kann man nicht pauschal sagen ob die Entfernung positiven Einfluss auf die Beschwerden hat oder nicht. Es ist auf alle Fälle ein großer Eingriff, der wohlüberlegt sein muss. Klar, nicht zu vergleichen mit der Einbauaktion, aber trotzdem. Ich war auch etwa 2 Stunden im OP. Und Risiken bei der OP gibt´s immer. Bei mir hat aber alles eigentlich gut geklappt, die Narbe, die komplett aufgemacht werden musste, ist gut verheilt. Leider hat mir Heidelberg etwas die linke Schulter ruiniert. Da hab ich jetzt einen Engpass in der Rotatorenmanschette. Aber gut, sowas kann auch bei einer Blinddarm- OP passieren.

So, wollte eigentlich gar nicht so viel schreiben weil so Vieles schon im Forum geschrieben wurde.... Aber ich kenne das von mir, als ich damals erfahren habe, dass der Stab raus muss wollte ich soviel Infos wie möglich haben um das Für und Wieder abwägen zu können. Und ich hatte ne sch... Angst vor der OP. Seit die OP rum ist geht es mir psychisch wieder super. Ist halt einfach ne riesen Belastung das Ganze.

Liebe Grüße Ute


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 14. Juni 2013 17:52     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Vielen lieben Dank für die Antworten!
@ Ute: Danke für Deinen ausführlichen Bericht!
Wenn es so ist, dass die Narbe wieder komplett geöffnet werden muss (was ja auch logisch ist), hab ich da wenig Lust drauf!
Bei mir verläuft die Narbe quer über das rechte Schulterblatt, geht dann über die Seite nach vorne und endet vorne rechts vom Bauchnabel. Damals wurden bei mir die Rippen ja durchtrennt, das würde mir dann wohl auch wieder blühen.
Schrecklich, der Gedanke!

Das Gefühl, mich nach einigen Stunden net mehr halten zu können, kenne ich. Ich muss mich dann auch immer ne Weile hinlegen, sonst geht es einfach nicht mehr.

Kommt denn nur der Stab raus oder auch die Schrauben? In Deinem Fall waren es wohl Harken, oder?
Waren die SChmerzen nach der OP vergleichbar mit der Versteifungs-OP? Denkst Du, dass Heidelberg ne gute Anlaufstelle ist? Wäre von mir aus 1 Stunde und 20 Min Fahrt, das geht ja noch.
Ich werd mir mal Deinen OP-Bericht durchlesen.

Ganz lieben Gruß

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Juni 2013 12:10     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Liebe Jasmin,

das Gefühl ist krass sich nicht mehr halten zu können gell? ich arbeite ja momentan nur 50 Prozent wegen meiner Kinder. Wenn ich Mittags von der Arbeit komme muss ich mich erst mal hinlegen. Zum Glück sind meine Kiddis (fast 7 und achteinhalb) total verständnisvoll und machen in der Zeit ihre Hausis. Dann geht´s wieder und Abends dann der gleiche Mist. Ich weiß nicht, ob man bei Dir nicht von hinten den Stab rausnehmen könnte, keine Ahnung, aber das klingt echt übel bei Dir hujujui.
Bei mir kam vollständig alles raus, ist nix mehr drin. Hatte ja auch nur einen Stab, manche haben ja Zwei.
Ist schwierig für mich die Schmerzen zu vergleichen. Damals war ich 12, die haben mich in der WWK so so zugebollert mit Medis, eigentlich war das damals erträglich trotz Versteifungs-OP.
Dieses Mal bin ich im aufgewacht und dachte nur:Sch... was ist da denn los. War schon heftig. Die Schulter tat mir aber am Meisten weh, dachte erst, sie haben mich aus Versehen an der Schulter operiert .. Bin dann aber sogar am gleichen Abend schon aus dem Bett raus ( die haben den Katheter bei der OP vergessen zu legen und ich wollte nicht auf die Blechschüssel).

Prinzipiell war ich mit Heidelberg schon zufrieden, in der WWK ging es ja 1989 schon zu wie am Fließband, persönlich war da nix groß. Bei den Beratungsgesprächen habe ich mich in Heidelberg besser aufgehoben.
Nach der OP hatte ich halt schon das Gefühl ich bin hier nur ein kleiner Fisch um den man sich jetzt groß nicht mehr kümmern muss. Witzig, im Nachhinein hab ich hier gelesen das es Duschpflaster gibt, in Heidelberg gab´s keine, da hieß es nur sie können jetzt halt 3 Wochen nicht duschen. Super gell? Ich hab von denen nicht mal die aktuelle Berechnung meiner Gradzahlen bekommen. Als ich nachher Zuhause noch ein paar Fragen hatte, kam erst gar keine Antwort (hab ne Mail an die Sekretärin vom Chefarzt geschickt, die wollte es weiterleiten.., als ich nochmal geschrieben habe kam nur die Antwort, wenn der Physio mit der Behandlungsart unsicher ist, suchen sie sich halt einen der sich auskennt. Das war´s. Von Reha war auch überhaupt nicht die Rede, obwohl Teile meiner Rückenmuskulatur 23 Jahre brach lagen und ich dringend einen Aufbau gebraucht habe. Zum Glück hatte mein Physio Kontakte, so dass ich eine ambulante Reha im KH in Singen machen konnte. Ohne wäre es für mich im nachhinein nicht gegangen. Oder ich hätte dadurch bedingt wieder eine schlechte Haltung bekommen.
Zur Nachuntersuchung bin ich dort nicht mehr hin. Hab mir bei uns ein Orthopäde gesucht, der ganz nett ist. Weiß zwar nicht ob das so vernünftig war, aber Dr. Wiedenhöfer von Heidelberg hätte sich ja auch nur das Röbi angeschaut, groß helfen (wegen der täglichen Schmerzen und so) können die eh nicht.

Aber mal einen Termin für die Ambulanz zum reinschnuppern kannst Du ja mal dort ausmachen. Hast dann eh noch mindestens ein halbes Jahr Wartezeit. Die Entscheidung für ein Für oder Wider kann Dir keiner abhnehmen, das kannst nur Du entscheiden, aber je mehr Infos und Meinungen verschiedener Ärzte du sammeln kannst, desto sicherer wirst Du vielleicht dann in Deiner Entscheidung.

Ich drück Dir auf Jeden Fall die Daumen.

Liebe Grüße vom Bodensee
Ute


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Juni 2013 20:07     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Dankeschön für die ausführliche Antwort!

Irgendwie ist es echt net schön, dass man von den Ärzten oft so allein gelassen wird mit seinen Fragen und Problemen.

Also wirklich toll klingt das mit Heidelberg ja auch net, find ich.
Als ich 1995 operiert worden bin, gab es Duschpflaster und ich wurde liegend geduscht. Ich glaube, auf Kinderstationen wird sich evtl. sowieso etwas mehr Mühe gemacht. Und damals waren die Gelder in den Kassen wohl auch noch net so knapp wie heute.
Damals war ich 5 Wochen stationär, eine ganze Woche auf Intensiv. Ein Freund von mir wurde vor einigen Wochen operiert, ne ganz lange Versteifungsstrecke, außerdem war er in einem ganz schlechten Allgemeinzustand. Er wurde doch tatsächlich nach 14 Tagen nach Hause geschickt, obwohl er wahnsinns Schmerzen hat. Schon krass.
Ist manchmal gar nicht so leicht, ne Klinik oder nen Arzt zu finden, wo man sich nicht wie ein Stück Fleisch auf´m Fließband vorkommt.
Naja, aber ich will net motzen... es gibt Menschen, die haben gar keine medizinische Versorgung.

Viele Liebe Grüße zurück!

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 10. September 2013 08:34     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Hallo Jasmin,

Dein Beitrag ist zwar jetzt schon 3 Monate her, aber mich würde interessieren was bei Dr. Hoffmann raus kam, wenn du es erzählen magst?!

Metallentfernung, das ist auf jeden fall auch eine Sache, die man sich nicht in 5 Minuten überlegen kann. Du meintest ja dein Stab ist bereits 2 mal gebrochen. Man sagt ja, solang es nicht "stört", oder Nerven "beschädigt", muss es am Ende auch nicht unbedingt raus genommen werden, Denk ich.
Denn klar, es wäre wieder ein Eingriff.

Ich warte bei mir nun auch auf den Termin in Neustadt, was dort raus kommt, da ich seit längerem auch Probleme hab und eine Schraube bei mir angebrochen ist, seitdem Schmerzen in dem Bereich. Eigentlich will ich mir die Stäbe nur ungern raus nehmen lassen, bzw. überhaupt nicht, irgendwie fühlt man sich "sicherer" damit. Vielleicht reicht es ja auch aus, nur an dieser stelle das Metall auszutauschen.

Nicht leicht die Entscheidung auf jeden fall, da geb ich dir recht Jasmin!

Wie gesagt, kannst ja gern berichten wie es bei dir weiter geht .

Ganz Liebe Grüße,
Fine


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 10. September 2013 18:28     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Hallo Jasmin,

was ist denn nun aus deinem Termin geworden?

Hallo Fine,

klasse, dass du dich auch mal wieder hier meldest. Ich habe deine Geschichte mit viel Emotionen gelesen und mir schon Gedanken gemacht, wie es dir jetzt geht.

Also mit Metallentfernungen habe ich schon Erfahrungen, aber wohl in einer nicht mit euch vergleichbaren Situation: bei mir war das Metall wohl hauptsächlich wegen der Instabilität der Wirbelsäule gebrochen.

Gruß
Second

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Vor Tagen war meine erste Wirbelsäulen-OP.
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Eine verschleppte Wirbelsäulentuberkulose kann ganz schön schlauchen ...


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 10. September 2013 19:06     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Hallöchen, gerne gebe ich kurz weiter, was bei dem Termin rausgekommen ist. Auf den Röntgenbildern sieht man deutlich, dass das gebrochene Metall im unteren Segment Bewegungsspielraum hat, da die Verknöcherung dort nicht stabil ist. Auch sieht man, dass die Wirbelsäule insgesamt etwas seitlich abgekippt ist, durch die untere Instabilität. Laut Herrn Dr. Hoffmann müsste das Metall teilweise rausgenommen werden und das instabile Segment wieder nach oben befestigt werden. Außerdem müssten evtl. Pseudoarthrosen entfernt werden. Ich war deswegen bei zwei weiteren Untersuchungen, einmal zur Szintigraphie und einmal beim MRT. Die Bilder vom MRT sind allerdings unbrauchbar wegen dem vielen Metall. Man sieht lediglich, dass im angrenzenden freien Lendenwirbel bereits eine leichte Facettengelenkarthrose besteht. Was darüber liegt, kann man leider nicht sehen.
Nun muss ich einen neuen Termin bei Herrn Dr. Hoffmann ausmachen und sehen, was er mit den Befunden anfangen kann. Er hat mir bereits beim letzten Termin mit Nachdruck erklärt, dass ich nicht um eine weitere OP drum herum komme und die Schmerzen sicher von den Pseudarthrosen und der Instabilität kommen. Allerdings hatte ich auch schon Schmerzen, bevor ich Materialbrüche hatte und ich hatte schmerzfreie Monate, während schon alles so kaputt war. Da mein Kleinster erst 3 Jahre alt ist und ich auch noch recht jung bin und keine Lust habe, mich ständig erneut operieren zu lassen (je länger man mit der operierten Wirbelsäule rumläuft, desto größer das Risiko für immer weiteren Verschleiß), möchte ich die OP gerne so lange wie möglich rauszögern. Momentan hatte ich angefangen, zwei Mal pro Woche schwimmen zu gehen, muss aber gerade wegen einer Bauch-Op einige Wochen pausieren. Sobald ich mich erholt hab, werde ich nen Termin in Leonberg vereinbaren und auch wieder anfangen, regelmäßig zu trainieren. Und dann einfach mal abwarten, wie es in nächster Zeit wird. Aber wenn möglich, werde ich mich auch zu einem Kombi-Termin bei Prof Halm anmelden, um einfach mal zu erfahren, wie genau diese OP aussehen soll. Ich denke, dann kann man besser entscheiden.
Liebe Grüße und alles Gute auch Euch allen!

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. September 2013 11:21     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Hallo Jasmin,

Schön, dass du geschrieben hast, was raus kam.
Jetzt weißt du zumindest erstmal, was genau mit dem Metall los ist. Ist natürlich nicht so schön, dass eine weitere OP laut Dr. Hoffmann unumgänglich wird . Klar, wenn er auch der Meinung ist, dass es nicht sofort drängt, würde ich es dann vermutlich auch noch bisschen raus schieben. Andererseits, dann hat man es hinter sich und die Beschwerden können vielleicht abklingen, aber das muss man selber für sich entscheiden .

Ja der Kombi-Termin ist sicher eine gute Idee! Kannst uns ja gern auf dem laufenden halten .


Hallo Second,

Ich weiß, ich hatte mich die letzten Jahre bisschen "rar gemacht", mir geht's aber gut und bin seit einiger Zeit wieder öfter hier online .
Wegen Instabilität ist der Stab gebrochen?! Hatte sich die Skoliose dann wieder verschlechtert bzw was genau ist da passiert? Wurde der Stab da nur ausgetauscht oder komplett alles entfernt?

Liebe Grüße Fine


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. September 2013 12:07     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Hallo Jasmin und Fine,

ich glaube meine Antwort trifft nicht genau das Thema. So ganz ohne Metall war ich nie - nur mal übergangsweise (dann mit Korsettpanzer geschützt). Bei mir war es wohl eher eine Reinstrumentation. Gründe waren: 1992 Spanresorption, Implantatbruch und Rekyphosierung mit Pseudarthrose. Danach wurde dann aber in der nächsten Operation am gleichen Tag das Metall komplett wieder entfernt wegen neurologischer Störungen. 1997 war dann eine Metallperforation und Pseudarthrose. Da wurde dann auch das Metall entfernt und neues eingesetzt und wieder kam es zu neurologischen Ausfällen. Das wurde dann aber toleriert und das Metall blieb drin in der Hoffnung, dass wenigstens das Stabilitätsproblem gelöst werden kann. Aber ich denke mal bei mir war die Ausgangslage bei mir wesentlich kritischer war: eine massive Instabilität, weil aufgrund einer Wirbelsäulentuberkulose ganze Abschnitte der Wirbelsäule (TH12 + L1) komplett zerfressen waren. Aber eure Bedenken ganz ohne Metall leben zu müssen - "Kann das denn halten?" kann ich nachvollziehen.

Gruß
Second

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. September 2013 19:10     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Hallo Second,
hört sich ja auch sehr unschön an bei Dir!
Sag mal, hab ich auf Deinem Profil richtig gelesen, dass Du querschnittsgelähmt bist? Als Folge von der OP oder versteh ich da was falsch?
Liebe Grüße

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 16. September 2013 15:19     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Hallo Jasmin,

ja, ich bin querschnittsgelähmt, durch die Wirbelsäulentuberkulose und nach Operationen.
1992 klappte es nach hartem Training im Krankenhaus noch eine teilweise Mobilisation: ich wurde mit Gehhilfen nach Hause entlassen. Und so ganz ohne direkte Reha tat sich da halt nicht mehr viel.
1997 ging das Gehen nach einer weiteren Operation nicht mehr, ich wurde direkt in eine Querschnittsreha entlassen. Je öfter operiert wird, desto höher ist das Risiko! Das ist so einer meiner ganz persönlichen Merksätze.
Gruß
Second

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 17. September 2013 06:36     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Danke für Deine Antwort, Second!
Das ist schon schlimm! Wenn man von solchen Schiksalen liest, überlegt man natürlich noch drei Mal mehr, ob man sich nochmal operieren lässt. Man weiß ja wirklich nie, wie es ausgeht und es kann immer passieren, dass irgendwas schief geht.
Natürlich ist bei Vielen auch ein großes Risiko, einfach nichts zu tun. Ich hab mir so oft gewünscht, ich hätte mich niemals operieren lassen. Aber wer weiß, wie es mir dann heute ginge.
Es ist wirklich nicht leicht, die richtigen Entscheidungen zu treffen!
Ich wünsch Dir ganz viel Kraft für die Zukunft und dass es keine weiteren Rückschläge mehr gibt!

Wie geht es inzwischen mit Deinem Rücken? Hast Du Schmerzen?
Liebe Grüße

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 17. September 2013 11:42     Betreff des Beitrags: Re: Erfahrungen mit Materialentfernung?
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Hallo Jasmin,

mach dich mal nicht verrückt, das wäre bei dir ja erst die zweite Operation, oder? Ich würde mir dazu einfach mal mehrere Meinungen anhören und dann ganz genau überlegen. Warum bereust du deine Operation denn? Du hast doch jahrelang ganz gut davon profitiert oder? Ich komme mir selber oft unfair vor, wenn ich immer wieder hier von meinen Komplikationen schreibe. Allerdings wäre es wohl noch viel unfairer, wenn ich es nicht tun würde. Finde ich jedenfalls!

Gruß
Second

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