Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 30. September 2017 19:24     Betreff des Beitrags: Neuartiges Material macht medizinische Korsetts leichter
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Neuartiges Material macht medizinische Stützkorsetts leichter und flexibler


Bei einer schweren Fehlstellung der Wirbelsäule helfen Betroffenen meist nur Stützkorsetts weiter. Sie liefern die notwendige Stabilität. Allerdings sind sie wie andere Orthesen meist sehr massiv und können mit der Zeit zu schmerzhaften Druckstellen führen. Ganz anders ist das Material, das das Unternehmen A+ Composites aus dem rheinland-pfälzischen Weselberg herstellt. Es verwendet einen neuartigen faserverstärkten Kunststoff, der flexibel und leicht, dabei aber auch fester als Stahl ist. Mit ihm bieten Orthesen, aber auch Prothesen einen deutlicheren Tragekomfort für Betroffene. A+ Composites arbeitet hierzu bereits mit Partnern aus der Medizin- und Orthopädietechnik zusammen.

Sie entlasten, stabilisieren und unterstützen Gelenke oder helfen beispielsweise dabei, dass die Wirbelsäule ihre Form behält: Orthesen. Betroffenen, die zum Beispiel an einer Verkrümmung der Wirbelsäule, auch Skoliose genannt, leiden, geben Orthesen ein Stück Lebensqualität zurück. Oftmals verformen sie sich während des Tragens oder sind zu steif, wodurch sie ebenfalls nicht richtig sitzen. Druckstellen und Hautreizungen können die Folge sein. „Dadurch können Wunden entstehen“, sagt Markus Brzeski, Geschäftsführer von A+ Composites. „Mit unserem Verfahren können Orthesen angefertigt werden, die nur an gewünschten Stellen eine Festigkeit aufweisen und darüber hinaus leichter sind."

Zum Einsatz kommt hierbei ein verstärkter Kunststoff. „Bei hohen Temperaturen ähnelt er in seiner Konsistenz zähflüssigem Honig“, nennt Brzeski als Vergleich. „Es handelt sich hierbei um einen thermoplastischen Kunststoff, den wir mit Kohlestofffasern kombinieren." Das Besondere bei diesem Verfahren ist wie das Material zusammengesetzt ist. „Jede einzelne Faser wird vom Kunststoff ummantelt“, erläutert er das Prinzip. „Die Ummantelung gibt den Fasern Struktur und Ausrichtung."

Aufgrund dieses Materialmix birgt der Kunststoff zahlreiche Eigenschaften in sich, der ihn für den Bau von Orthesen, aber auch Prothesen interessant macht: „Er ist fester als Stahl, aber zugleich deutlich leichter und flexibler“, erläutert der Unternehmer.

Die Stabilität bringen Kohlenstofffasern, die von einem Kunststoff, dem Polyethylen, ummantelt sind. Zum Einsatz kommt dazu ein Roboter, der aus dem Material Schicht für Schicht direkt das gewünschte Faser-Muster herstellt. Ein Computerprogramm gibt die Form und die gewünschte Stückzahl vor. Dieser Prozess läuft automatisch ab. „Bei uns fallen hierbei keinerlei Zwischenschritte wie bei herkömmlichen Produktionen an“, sagt er.

Mit dieser Technik stellt A+ Composites unter anderem maßgeschneiderte Orthesen-Materialien für Knie, Beine oder den Rücken her. „Die Orthesen kommen mit deutlich weniger Material aus und müssen nicht, wie bei herkömmlichen Verfahren üblich, in Harz getränkt werden. „Sie stützen gezielt nur an den Stellen, an denen es Halt geben soll“, erklärt Brzeski. „An anderen Stellen können wir auf Material verzichten." Zudem kann es durch Erwärmen nachträglich verformt werden, um es an den Krankheitsverlauf anzupassen. Auf diese Weise lassen sich auch die Folgekosten deutlich senken, sodass es sich zusätzlich lohnt, die Orthesen mit dem neuen Material herzustellen.

Für Patienten bedeutet dies einen höheren Tragekomfort. Zudem verbessert sich die medizinische Wirksamkeit. A+ Composites arbeitet bereits mit verschiedenen Orthopädietechnik-Unternehmen zusammen, die daraus passgenaue Orthesen anfertigen.

Quelle:  https://www.pressebox.de/inaktiv/a-comp ... xid/870891

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