Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Oktober 2018 11:02     Betreff des Beitrags: Schrittmacher gegen chronische Rückenschmerzen
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Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
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Schrittmacher gegen chronische Rückenschmerzen


Nicht alle Rückenschmerzen lassen sich mit gängigen Behandlungsmethoden zähmen. Den betroffenen Patienten kann ein vergleichsweise neues Verfahren helfen: die Dorsalwurzel-Ganglien-Stimulation.

Dabei wird ein kleines Gerät unter die Haut im unteren Rücken implantiert. Über zwei Kabel ist es mit jenem Nervenknoten (Ganglion) an der Wirbelsäule verknüpft, der für die schmerzende Region zuständig ist. Ähnlich wie ein Herzschrittmacher sendet es kontinuierlich elektrische Impulse aus. Sie unterbinden die Schmerzweiterleitung ins Gehirn.

Elektrische Impulse gegen starke Schmerzen

Forscher um Prof. Robert McCarthy vom Rush University Medical Center in Chicago haben ausprobiert, wie gut die Behandlungsmethode wirkt. Dazu versorgten sie 67 Patienten mit starken chronischen Rückenschmerzen mit den Geräten. Dadurch ließen sich die Schmerzempfindungen auf einer Schmerzskala von 0 bis 10 (stärkster vorstellbarer Schmerz) von durchschnittlich 8 auf 5 reduzieren.

Ganz ohne Komplikationen verlief das Experiment allerdings nicht: So musste das Gerät bei fünf Patienten ausgetauscht werden. Bei zweien wurde es dauerhaft entfernt, da es eine Infektion verursacht hatte. Einem weiteren Teilnehmer wurde das Gerät wegen anderer Probleme entnommen.

Weniger Schmerzen, mehr Lebensqualität

„Die Teilnehmer haben auch nach einem Jahr noch von einer erheblichen Verbesserung berichtet – das ist bemerkenswert“, sagt Studienleiter McCarthy, der die Ergebnisse auf der Jahrestagung der American Society of Anesthesiologists präsentierte. „Sie hatten bereits zahlreiche Therapien hinter sich, jedoch ohne dauerhafte Schmerzerleichterung. Für die meisten hat die DRG-Stimulation die Lebensqualität erheblich verbessert."

Torwächter für den Schmerz

Die Dorsalwurzel-Ganglien sitzen paarweise an jeder Seite eines Wirbelkörpers. Die Nervenknoten fungieren als eine Art Torwächter: Sie entscheiden, ob und welche Schmerzen oder andere Sinnesreize über das Rückenmark ins Hirn weitergeleitet werden. Jedes Ganglion ist dabei für bestimmte Körperpartien zuständig ist. Die Dorsalwurzel-Ganglien-Stimulation - unterbricht das Schmerzsignal zwischen der schmerzenden Region und dem Gehirn.

Im Unterschied zur bereits verbreiteteren Spinal Cord Stimulation (SCS), die direkt auf das Rückenmark abzielt, lässt sich die Methode gezielter einsetzen. Auch kommt man mit weniger Strom aus, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

„Großer Bedarf für nichtmedikamentöse Behandlungen“

„Es gibt einen großen Bedarf für nichtmedikamentöse Behandlungen chronischer Schmerzen“, sagt McCarthy. Zwar bedeute das Setzen der Elektroden einen größeren Aufwand. Es könne aber Patienten helfen, die von gängigen Schmerztherapien nicht profitiert haben. Und es könne den Bedarf an Opioiden (starke Schmerzmittel mit Suchtpotenzial) reduzieren oder unnötig machen. Die Methode wird auch von verschiedenen Kliniken in Deutschland angeboten.

„Vielfältige Einsatzmöglichkeiten“

Die Dorsalwurzel-Ganglien-Stimulation ist nicht nur für Rückenschmerzen, sondern auch für Schmerzen in anderen Körperregionen eine Option. Sie wird insbesondere angewendet, wenn eine Schmerzregion schwer über das Rückenmark zu beeinflussen ist. Dazu gehören Schmerzen in der Hand, Brust, Bauch, Fuß, Knie oder der Leiste.

Die Methode hilft auch bei besonders schwer zu behandelnden Nervenschmerzen aufgrund von Verletzungen oder Operationen, aufgrund einer Gürtelrose, bei Phantomschmerzen nach Amputationen sowie bei arterieller Verschlusskrankheit (Raucherbein).

Quelle:  https://www.netdoktor.de/news/schrittma ... -205436629

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dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
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