Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

Aktuelle Zeit: 18. August 2018 23:11

Unbeantwortete Themen | Aktive Themen | Ungelesene Beiträge





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten
Thema durchsuchen:

 [ 6 Beiträge ] 
Autor Deine Nachricht
 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Juni 2012 11:35     Betreff des Beitrags: Umweltwirkung von Medikamenten
Fleissiger Tipper
Fleissiger Tipper
Benutzeravatar
Themenstarter

Registriert: 05.10.2010
Beiträge: 61
Wohnort: Berlin
bedankte sich: 0 mal
Danke erhalten: 1 mal
Diagnose: ca. 35° thorakolumbal nach OP
Therapie: -VDS Th11-L3
WWK Bad Wildungen 05/2010
6 Monate postoperativ Korsett
-Dorsale Spondylodese Th11-L3
Schön Klinik Neustadt 05/2012
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Berlin
Liebe Leute,

Ich habe vor kurzem etwas wirklich Schlimmes herausgefunden, was ich mit euch teilen möchte. Da das Wasser in Berlin etwas muffig schmeckt, habe ich bisschen recherchiert. Das Ergebnis: Zwar haben wir in ganz Deutschland laut Trinkwasserverordnung gutes bis sehr gutes Wasser. Doch bei der Trinkwasserkontrolle ist es NICHT vorgesehen, die Belastung durch Medikamentenrückstände, bestimmte Schwermetalle und andere gesundheitsschädliche Stoffe zu untersuchen. Lest mal hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 68,00.html. Hier noch ein Artikel (vor allem wegen Diclofenac interessant): http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 79,00.html

Es gibt auch neuere Artikel zum gleichen Thema bei Google zu finden. Natürlich brauchen wir Patienten wirksame Medikamente, wir Skolis vor allem Schmerzmittel :zwinker2:. Dabei ist aber auch Nachhaltigkeit gefragt, wir können zum Umweltschutz und zu unserem eigenen Schutz beitragen, indem wir verantwortungsvoll mit unseren Medikamenten umgehen und wenn möglich Alternativen suchen. Manchmal verschwinden Schmerzen von selbst durch Übungen oder mit der Wärmflasche, man braucht vielleicht nicht immer eine Tablette schlucken. (Oh Mann, klingt das idealistisch... :kicher2:) Und vor allem ist es wichtig, wie wir nicht verbrauchte Arzneimittel entsorgen, damit diese nicht in die Umwelt gelangen, wo sie nicht vorhersehbare schädigende Wirkungen haben. Denn viele Arzneien, die in der Toilette landen, sei es als Ausscheidungen oder gerade beim Entsorgen, gelangen in unseren Nahrungskreislauf und wir nehmen sie durch Trinkwasser und Lebensmittel wieder auf. :shock:

Ich habe übrigens die Vermutung (vielleicht ist das falsch), dass Schmerzmittel, die über die Nieren ausgeschieden werden (wie Diclofenac und Ibuprofen) schlimmer für die Umwelt sind, als solche, die über die Leber abgebaut werden (obwohl dabei unsere Leber mehr leidet). Wenn ihr diesbezüglich irgendetwas herausfindet, würde mich das sehr interessieren. Natürlich haben wir Skolis nicht die Wahl, ob wir Schmerzmittel nehmen (hatte meine OP vor nicht ganz 3 Wochen.... Deshalb wäre es interessant, herauszufinden, welche der zur Auswahl stehenden für die Umwelt am wenigsten belastend sind (vertragen muss man sie dann auch noch.... :migräne:). Ich hoffe, ich habe ein bisschen zur allgemeinen Bewusstheit beigetragen. Ich finde es wichtig, dass wir als Patienten über solche Dinge Bescheid wissen. Vielleicht hat ja der eine oder andere eine Idee, wie man mit dieser Information sinnvoll umgeht? :nix: Habe übrigens jetzt einen Aktivkohlefilter und das Wasser schmeckt viiiiel besser! :grins3:

Jedenfalls ganz Liebe Grüße an alle, die die Geduld hatten, bis hierher zu lesen!

Eure Hannimaus

_________________


Nach oben
 Profil  
 
 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Juni 2012 12:55     Betreff des Beitrags: Re: Umweltwirkung von Medikamenten
Forumslegende
Forumslegende

Registriert: 04.04.2010
Beiträge: 3869
bedankte sich: 7 mal
Danke erhalten: 5 mal
Diagnose: Kyphose 66°
Skoliose 32°/20°
Therapie: OP August 2011
Kyphose 39°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: NRW
Hallo,
Dass wir einen Teil der Medikamente wieder ausscheiden, können wir leider nicht ändern.
ABER: Tabletten sollten nicht über die Toilette entsorgt werden, sondern können in den Apotheken abgegeben werden, wo diese dann sachgemäß entsorgt werden! Dadurch kann man seinen Teil zum sauberen Wasser beitragen.

_________________
Liebe Grüße von U-bit


Nach oben
 Profil  
 
 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Juni 2012 13:10     Betreff des Beitrags: Re: Umweltwirkung von Medikamenten
Mega-Tipper
Mega-Tipper

Registriert: 16.02.2006
Beiträge: 486
Wohnort: München
bedankte sich: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal
Diagnose: Skoliose King II, Marfan Syndrom, Asperger-Syndrom
Therapie: 05 Hessing Klinik - OP + Rippentalanhebung | 06 - Teilentfernung | 07 - Neustadt kompletter Austausch Metall + RBR | 09 - komplette Entfernung
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Bayern
Hallo Hannimaus,

leider ist das Thema ja schon länger bekannt. Insbesondere die Belastung durch Hormone, die natürlich durch Ausscheidungen ins Wasser geraten (Pille etc.).
Natürlich stellt sich die Frage, wie man diese Belastung verringern kann, aber ich habe keine Ahnung, wie schnell der Durchschnittsdeutsche zu Medikamenten greift. Ich für meinen Teil hab meine letzte Kopfschmerztablette im Dezember 2011 genommen und nehme sonst gar keine Medikamente mehr. So geht es aber leider für viele Leute einfach nicht und nicht jeder hat immer die Möglichkeit, gegen Kopfschmerzen erst einmal eine halbe Stunde an die frische Luft zu gehen.
Ein schwieriges Thema, wahrscheinlich müsste man aufklärungstechnisch ganz wo anders ansetzen. Es hilft ja nichts, wenn man allen rät, weniger Medikamente zu nehmen. So wie viele Leute mit sich umgehen, müsste man erst mal erklären, wie man sich gesund hält...

beste Grüße
Zero


Nach oben
 Profil  
 
 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Juni 2012 13:16     Betreff des Beitrags: Re: Umweltwirkung von Medikamenten
Admin
Admin
Benutzeravatar

Registriert: 12.07.2005
Beiträge: 12830
Wohnort: Munderloh
bedankte sich: 14 mal
Danke erhalten: 106 mal
Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose L3/4 und L4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose und Dornfortsatzarthr. L4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Niedersachsen
Hallo,

wir scheiden aber nicht nur unsere Medikamente aus, sondern auch das, was sich in "Billig"-Fleisch befindet. Die Tiere bekommen z.B. massenhaft prophylaktisch Antibiotiker. Wenn man also Biofleisch wählt tut man nicht nur seinem Körper gutes sondern auch der Umwelt.

_________________
Es gehört zu den großartigen Belohnungen dieses Lebens,
dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
anderen zu helfen, sich selber hilft.




Nach oben
 Profil Website besuchen 
 
 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Juni 2012 13:34     Betreff des Beitrags: Re: Umweltwirkung von Medikamenten
Fleissiger Tipper
Fleissiger Tipper
Benutzeravatar
Themenstarter

Registriert: 05.10.2010
Beiträge: 61
Wohnort: Berlin
bedankte sich: 0 mal
Danke erhalten: 1 mal
Diagnose: ca. 35° thorakolumbal nach OP
Therapie: -VDS Th11-L3
WWK Bad Wildungen 05/2010
6 Monate postoperativ Korsett
-Dorsale Spondylodese Th11-L3
Schön Klinik Neustadt 05/2012
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Berlin
Hi alle zusammen,
freut mich, dass ihr so darauf eingeht...
Ich möchte hier nicht über gesunde Lebensweise reden, sonst ufert das total aus.
Ich weiß natürlich, dass man das nicht trennen kann, weil alles irgendwie zusammen gehört.
Hier ging es mir mehr um die Medis, die wir alle schlucken müssen, denn ohne Schmerzmittel ist ein Leben mit Skoliose und/oder OP oft nicht vorstellbar.
Da ich schon vor meiner OP wochenlang Diclofenac genommen hat, hat mich die Tatsache, dass es zu 70% wieder ausgeschieden wird und leider nachweislich die Umwelt belastet (davon wurde ja laut Studien besonders viel im Wasser gefunden), besonders schockiert.
Es gibt ja zum Glück mehrere Analgetika zur Auswahl, die genauso wirksam sind und weniger giftig für unsere Umwelt, weil sie besser abbaubar sind.
Aber bis es diesbezügliche Tests und Richtlinien gibt, müssen wir wohl noch einige Geduld haben!
Eigentlich unglaublich, dass Medikamente nur auf ihre Wirkungen und Nebenwirkungen, aber nicht auf die Umweltwirkung getestet werden...
Liebe Grüße,
Hanni

_________________


Nach oben
 Profil  
 
 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Juni 2012 15:48     Betreff des Beitrags: Re: Umweltwirkung von Medikamenten
Forumslegende
Forumslegende

Registriert: 04.04.2010
Beiträge: 3869
bedankte sich: 7 mal
Danke erhalten: 5 mal
Diagnose: Kyphose 66°
Skoliose 32°/20°
Therapie: OP August 2011
Kyphose 39°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: NRW
Hallo,
ich habe gerade mit meiner Mama (Apothekerin) über das Thema gesprochen.
Falls man nicht zur Apotheke gehen möchte, um die Tabletten zu entsorgen oder die diese nicht annehmen wollten (ist für die Apotheken auch oft eine Kostenfrage), dann sollte man die Tabletten in eine Tüte tun, gut verknoten und im Hausmüll entsorgen.

_________________
Liebe Grüße von U-bit


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 6 Beiträge ] 


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Thema durchsuchen:
Gehe zu:  

Impressum | Datenschutz & Haftung | Kontakt | Das SOPF-Team | Spenden

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Wir befolgen den HONcode Standard für
vertrauensvolle Gesundheitsinformationen
.
(Zertifikat anzeigen).
Die Webinhalte entsprechen den Medisuch-Richtlinien 2011 Die Webinhalte entsprechen den
Medisuch-Richtlinien 2012/13

(Zertifikat anzeigen).

Basierend auf phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de