Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

Aktuelle Zeit: 21. Juli 2019 16:58

Unbeantwortete Themen | Aktive Themen | Ungelesene Beiträge





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten
Thema durchsuchen:

 [ 1 Beitrag ] 
Autor Deine Nachricht
 Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Januar 2019 16:13     Betreff des Beitrags: 60 Prozent haben Beckenschiefstand: Ihr Spiegel verrät...
Admin
Admin
Benutzeravatar
Themenstarter

Registriert: 12.07.2005
Beiträge: 12891
Wohnort: Munderloh
bedankte sich: 14 mal
Danke erhalten: 106 mal
Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose L3/4 und L4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose und Dornfortsatzarthr. L4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Niedersachsen

60 Prozent haben Beckenschiefstand: Ihr Spiegel verrät, ob Sie betroffen sind


Rund zwei Drittel aller Bundesbürger haben einen Beckenschiefstand. Wie dieser entsteht, wie man ihn erkennen und gegebenenfalls korrigieren kann, erklärt ein Orthopäde.

Experten gehen davon aus, dass hierzulande über 50 Millionen Menschen einen leichten oder schweren Beckenschiefstand haben. Viele von ihnen merken nichts davon. Denn ein Beckenschiefstand bereitet nicht immer Probleme. Manchmal löst er auch Beschwerden aus, die kaum jemand unmittelbar damit in Zusammenhang bringt. Das können allgemeine Rücken-, Kopf- und Nackenschmerzen sein, aber auch Schmerzen im Bereich der Schultern sowie der Knie- und Fußgelenke.

Schuld sind unterschiedlich lange Beine

Häufigste Ursache für einen Beckenschiefstand ist eine Beinlängendifferenz. Diese liegt bei etwa zwei Dritteln aller Menschen weltweit bei einem Zentimeter und mehr. Die Folge: Das Becken wird aus seiner normalen Position gekippt. Dadurch kann es, neben den oben erwähnten Beschwerden, auch zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen, Haltungsschäden oder Muskelschwund kommen. Häufig ist auch eine Skoliose, umgangssprachlich Wirbelsäulenverkrümmung genannt, Folge der Beinlängendifferenz beziehungsweise des dadurch verursachten Beckenschiefstandes – nicht umgekehrt, wie in den Medien oft vermittelt wird.

Entgegen vieler Mutmaßungen sind Männer doppelt so häufig von der sogenannten „Reellen Beinlängendifferenz“ betroffen wie Frauen. Unterschieden wird diese übrigens von der „Funktionellen Beinlängendifferenz“. Bei deren Entstehung spielen eine muskuläre Disbalance oder Arthrosen (etwa von Knie und Sprunggelenk) eine Rolle. Weitere Auslöser können Verletzungen sein oder Operationen, beispielsweise nach Schenkelhals- oder Beckenringfrakturen.

Wie erkenne ich, ob mein Becken schief steht?

Am einfachsten durch die Betrachtung des Rückens. Sind Hautfalten und Hautgrübchen oberhalb des Kreuzbeins symmetrisch ausgebildet? Stehen bei geschlossenem Stand die Beckenkämme auf einer Höhe? Der Orthopäde erkennt das meist bereits mit einem Blick auf die Muskulatur. Der Laie kann das in einer Umkleidekabine mit einem Spiegel überprüfen, der die Rückenansicht zeigt.

Einlagen und Physiotherapie rücken den Beckenschiefstand gerade

Reelle Beinlängendifferenzen können orthopädietechnisch ausgeglichen werden. Beträgt die Differenz höchstens einen Zentimeter, so sind individuell angefertigte Schuheinlagen hilfreich. Deren Sitz und Wirkung sollte regelmäßig kontrolliert werden, damit eventuelle Anpassungen vorgenommen werden können. Bei Unterschieden von bis zu drei Zentimetern haben sich erhöhte Schuhsohlen bewährt. Ist die Beinlängendifferenz noch größer, so bleiben nur korrigierende Operationen wie etwa eine Beinverlängerung (Kallusdistraktion).

Funktionelle Beinlängendifferenzen werden vorzugsweise durch Krankengymnastik behandelt – etwa die Behandlung verkürzter Muskelgruppen im Oberschenkel oder Hüftbereich. Sinnvoll ist gegebenenfalls auch die Beseitigung der Blockaden durch Osteopathie oder Chirotherapie. Hat der Physiotherapeut die genaue Ursache festgestellt, so sind bei einer funktionellen Beinlängenverkürzung auch Dehnübungen sinnvoll. Bei einer reellen Beinlängendifferenz bringt Stretching allerdings nichts.

Diese drei Dehnübungen sollten Betroffene kennen

Nicht nur Orthopäden und Physiotherapeuten sind bei einem Beckenschiefstand gefordert. Auch die Patienten selbst können einiges bewirken – beispielsweise durch folgende Übungen:

Hüftbeuger dehnen: Im Einbeinstand das Bein im Knie anwinkeln und – auf derselben Seite – den Fuß in die Hand nehmen. Das Becken wiederholt nach vorne schieben bis der Dehnungsreiz spürbar wird. Dehnung kurz halten.

Innenliegende Hüftbeugermuskulatur (Iliospoas) dehnen: Zunächst hinknien und aus dem Kniestand ein Bein aufstellen, so dass Ober- und Unterschenkel einen 90°-Winkel bilden. Der Rücken bleibt dabei gerade. Dann – bei weiterhin geradem Rücken – mit dem Körpermittelpunkt leicht nach vorne lehnen und die Dehnung kurz halten.

Innenseite der Oberschenkel (Adduktoren) dehnen: Füße stehen hüftbreit beieinander, die Knie sind leicht gebeugt. Mit einem Bein einen großen Schritt zur Seite machen. Ein Bein bleibt gebeugt, das andere ist gerade. Mit dem gebeugten Bein immer tiefer gehen und die Dehnung an der Oberschenkelinnenseite spüren. Dabei mit den Händen die Oberschenkel des gebeugten Beines abstützen. 10 bis 20 Sekunden die maximale Dehnung halten, dann Seite wechseln.

So beugen Sie vor: richtig sitzen, Rücken- und Bauchtraining

Vor allem Menschen, die überwiegend einer sitzenden Tätigkeit nachgehen, sollten auf eine gesunde Sitzposition und eine gute Haltung der Wirbelsäule achten. Gut sind zudem regelmäßige Kräftigungsübungen der Wirbelsäulen- sowie der Bauchmuskulatur. Laufsportler tun gut daran, durch regelmäßige Dehnübungen dafür zu sorgen, dass es zu keiner Verkürzung der Adduktoren oder der Hüftbeuger (Ileopsoas) kommt.

Quelle:  https://www.focus.de/gesundheit/experte ... ZvWUfpUmWI

_________________
Es gehört zu den großartigen Belohnungen dieses Lebens,
dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
anderen zu helfen, sich selber hilft.




Nach oben
 Profil Website besuchen 
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 1 Beitrag ] 


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Thema durchsuchen:
Gehe zu:  

Impressum | Datenschutz & Haftung | Kontakt | Das SOPF-Team | Spenden

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Wir befolgen den HONcode Standard für
vertrauensvolle Gesundheitsinformationen
.
(Zertifikat anzeigen).
Die Webinhalte entsprechen den Medisuch-Richtlinien 2011 Die Webinhalte entsprechen den
Medisuch-Richtlinien 2012/13

(Zertifikat anzeigen).

Basierend auf phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de