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 Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Februar 2016 15:18     Betreff des Beitrags: Schwere Kost: Übergewicht schadet dem Rücken
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Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose L3/4 und L4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose und Dornfortsatzarthr. L4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Niedersachsen

Schwere Kost: Übergewicht schadet dem Rücken


Übergewicht gehört zu den größten Risikofaktoren für die Gesundheit. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes wiegt jeder zweite Deutsche zu viel.

Aus zu vielen Pfunden resultieren Beschwerden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes sowie Probleme mit Muskeln, Sehnen und Gelenken. Besonders die Wirbelsäule leidet unter der zusätzlichen Last, es droht sogar frühzeitiger Verschleiß.

„Übergewicht beeinflusst den Rücken in seiner physiologisch fein abgestimmten Balance und begünstigt schmerzhafte Verspannungen der Muskulatur. Bereits einige Verhaltensänderungen im Alltag helfen vorzubeugen und stärken die körperliche Verfassung“, erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga.

Zu viele Pfunde belasten besonders die Wirbelsäule. Verschleißerscheinungen an Bandscheiben zählen dabei zu den häufigsten Folgen von Übergewicht. Da sie wie Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln liegen, fangen sie hohe Belastungen wie etwa durch zusätzliches Körpergewicht auf. Bei ständigem Druck kann der äußere Faserring, der die Bandscheibe umgibt, jedoch reißen, so dass deren gallertartiger Inhalt austritt und auf umliegende Nerven drückt. „Aus diesem Grund leiden viele übergewichtige Patienten unter starken Schmerzen, Kribbeln in Armen und Beinen oder in schwerwiegenden Fällen sogar unter Lähmungserscheinungen“, sagt Dr. Schneiderhan. Weiterhin erkranken sie häufiger an Wirbelgelenkverschleiß oder degenerativem Wirbelgleiten. Bei Letzterem kommt es zu einer Verschiebung eines Wirbels über den darunterliegenden Wirbelkörper, wobei der obere Wirbel nach vorne abrutscht.

Bei einem Wirbelgelenkverschleiß, auch Spondylarthrose genannt, liegt eine verschleißbedingte Veränderung der kleinen Wirbelgelenke vor. Infolgedessen verliert die Wirbelsäule ihre Stabilität – Fehlbelastungen, Schmerzen und Nachfolgeerkrankungen wie Bandscheibenvorfälle entstehen. Zur Behandlung der akuten Beschwerden schaffen in vielen Fällen bereits konservative Maßnahmen wie Wärmeanwendungen, Schmerzmittelgabe oder Physiotherapie Abhilfe. Lässt sich damit keine ausreichende Wirkung erzielen, kommen minimalinvasive Eingriffe zum Einsatz. „Neuartige, schonende und neurochirurgische Operationsmethoden gehören heutzutage zu den sanften Alternativen, da sie direkt an der Schmerzursache ansetzen“, sagt Dr. Schneiderhan. Beispielsweise verschließt der Experte mit dem Mikrolaser kleine Bandscheibenrisse und kann zugleich die Schmerzweiterleitung an das Gehirn unterbrechen. Mit der Hitzesondenbehandlung lassen sich betroffene Bereiche und entsprechende Schmerzfasern veröden – Beschwerden klingen ab.

Größtes Übel: Bewegungsmangel. Ein aktiver Alltag zählt zur Grundvoraussetzung für eine Intakt Wirbelsäule. Denn ein deutliches Zuviel auf der Waage hängt in den meisten Fällen mit Bewegungsmangel zusammen: Übergewicht, eine falsche Körperhaltung und Fehlbelastungen stellen sich ein.

Bewegung dagegen kurbelt beispielsweise den Kreislauf und die Durchblutung an, dadurch bleiben Rückenmuskeln geschmeidig, Verspannungen und Verkrampfungen bauen sich ab. Denn die Muskulatur spielt bei der Schmerzentstehung im Rücken oft eine große Rolle. „Ist sie geschwächt, verliert die Wirbelsäule eine ihrer wichtigen Stützen. Alltägliche Belastungen greifen in die empfindliche Struktur aus Wirbeln, Sehnen, Bändern und Knorpeln negativ ein“, berichtet Reinhard Schneiderhan. Bewegung hat daher einen doppelten Effekt: Sportliche Aktivitäten bauen ungeliebte Kilos ab und so gestärkte Muskulatur entlastet Wirbel und Bandscheiben zusätzlich.

Wer außerdem für eine ausgewogene Ernährung, bestehend aus ausreichend Flüssigkeit, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, sorgt, beugt Rückenbeschwerden wirksam und langfristig vor.

Tipps für den Alltag

  • Vollkornprodukte auf den Tisch bringen. Zusätzlich viel Obst und Gemüse essen
  • Täglich genügend trinken, dabei lieber auf ungesüßte Fruchtschorlen und Tees sowie Mineralwasser zurückgreifen.
  • Auf gesalzene und gesüßte Snacks verzichten.
  • Wenn möglich, immer lieber Treppen steigen als den Fahrstuhl nehmen.
  • Mehrmals in der Woche sportlich betätigen. Besonders geeignet sind Schwimmen, Radfahren, Wandern oder Walking.
  • Ausreichend schlafen, bestenfalls auf einer rückenfreundlichen, individuell vom Fachmann angepassten Matratze.
  • Stress, Zeitdruck und Überforderung vermeiden. Stets für einen angemessenen Freizeitausgleich sorgen.

Quelle:  http://www.lkz.de/magazin/themenwelt-ge ... 42736.html

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Es gehört zu den großartigen Belohnungen dieses Lebens,
dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
anderen zu helfen, sich selber hilft.




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