Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 1. September 2014 08:20     Betreff des Beitrags: [TV-Tipp] Skoliosebehandlung mit Magneten
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Diagnose: Pott`sche Kyphose nach Wirbelsäulentuberkulose
Paraplegie
Therapie: Mehrfach operiert 91, 92, 93 und 97; Spondylodese dorsal von TH 8 bis L4 ventral von TH 10 bis L2; Theraband, Motomed, Levo, Reflexzonenmassage, Yoga
Geschlecht: weiblich
Bundesland: NRW
Hallo Forum,

da kommt gleich bei Volle Kanne im ZDF ein Bericht zum Thema Skoliosebehandlung mit Magneten. Den Beitrag wird man danach auch in der Mediathek finden.

Gruß
Second

Volle Kanne ZDF 9.05 -10.30 Uhr

_________________
[Meine Kyphose-Bilder]



Vor Tagen war meine erste Wirbelsäulen-OP.
Vor Tagen war meine letzte Wirbelsäulen-OP.

Eine verschleppte Wirbelsäulentuberkulose kann ganz schön schlauchen ...


Zuletzt geändert von Stoni am 1. September 2014 08:23, insgesamt 1-mal geändert.
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 Ungelesener BeitragVerfasst: 3. September 2014 14:17     Betreff des Beitrags: Re: [TV-Tipp] Skoliosebehandlung mit Magneten
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Diagnose: Re.-konv. thorakale Skoliose => 66°
Thorakolumbaler li.-konv. Gegenschwung => 23°
Therapie: KG
OP Juli 2008: dorsale Korrekturspondylodese TH5-TH12, Restkrümmung: 26°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Bayern
Hallo!

für das Video zum Beitrag "Mit Magneten gegen Skoliose - Neues Verfahren erleichtert Therapie".

Bei den Magnetic Rodsystem handelt es sich um mitwachsende Skoliosestäbe, die mittels einer Magnettechnik (MAGEC) nachgestellt werden können. Den Patienten bleiben mit diesem Verfahren weitere Operationen in der Wachstumsphase erspart. Das ZDF-Kamerateam begleitete die junge Patientin während ihres Klinikaufenthaltes in der Schön Klinik Vogtareuth.

Eine Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, bei der zusätzlich einige Wirbelkörper verdreht sind. Leichte Ausprägungen verursachen meist keine Schmerzen, bei starken Formen helfen oftmals nur mehrere Operationen. Eine neue Technik soll die Anzahl der notwendigen Eingriffe drastisch reduzieren.

Da eine Skoliose zunächst keine Beschwerden verursacht, wird sie meist als Zufallsbefund entdeckt. Sie kann verschiedene Ursachen haben. Hierzu gehören angeborene Fehlbildungen sowie Muskel- und Nervenschädigungen. In den meisten Fällen entsteht eine Skoliose jedoch ohne erkennbare Ursache. In diesen Fällen spricht man von der sogenannten idiopathischen Skoliose. Hiervon sind vor allem Kinder betroffen. In den meisten Fällen treten Symptome der Skoliose erst im Alter von zehn bis zwölf Jahren auf. Dabei beschränken sich die Symptome jedoch zumeist auf die erkennbare Fehlstellung der Wirbelsäule. Schmerzen oder andere Beschwerden verursacht eine Skoliose zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht.

Erst ab Mitte bis Ende 30 kommt es bei einer Skoliose, die nicht behandelt wurde, zu Schmerzen. Diese treten vor allem nach längerem Sitzen oder Stehen in den Muskeln unterhalb der verkrümmten Wirbelsäule auf. Die Schmerzen bei einer Skoliose entstehen in den Muskeln, da sich diese durch die Fehlstellung der Skoliose verspannen. Wird eine Skoliose nicht behandelt, kommt es zu einem Fortschreiten der Verkrümmung und damit zu einer Verkürzung des Rumpfs, die letztendlich sogar zu einer Einschränkung der Herz- sowie Lungenfunktion führen kann.

Per Blick diagnostiziert
Die Diagnose einer Skoliose erfolgt über Blickdiagnose, eine körperliche Untersuchung sowie Röntgenaufnahmen. Schon mittels Blickdiagnose lässt sich eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule gut erkennen. Zudem lassen sich die Dornfortsätze in ihrer schiefen Anordnung ertasten. Eine spezielle Methode zur Erkennung einer Skoliose ist der sogenannte Vorbeugetest, der zur Diagnostik einer Skoliose im Brustbereich angewendet wird. Hierbei treten die Rippen beim Vorbeugen stark heraus und bilden einen deutlich erkennbaren Rippenbuckel.

Die Therapie einer Skoliose hängt vom Ausmaß und von der Ursache ab und umfasst konservative sowie operative Verfahren. Wird eine Skoliose bereits im Säuglingsalter diagnostiziert, kann man diese in aller Regel allein durch konsequente Bauchlagerung sowie krankengymnastische Übungen heilen.

Therapie vom Schweregrad abhängig
Die Behandlung einer Skoliose bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen besteht aus drei Säulen: Gegen eine leichte Skoliose hilft eine gezielte Krankengymnastik. Außerdem können zudem gezielt neurophysiologische sowie Elektrostimulationsverfahren eingesetzt werden, um den Aufbau von Muskeln zu fördern. Bei einer mittelschweren Skoliose ist zusätzlich zur Krankengymnastik das Tragen eines Korsetts erforderlich. Dies ist sehr belastend, da dies über einen Zeitraum von 23 Stunden pro Tag erforderlich ist.

Bei einer schweren Skoliose mit stark ausgeprägter Krümmung kann in aller Regel nur noch eine Operation helfen. Ziel der Operation ist es, die Wirbelkörper in eine richtige Position zu bringen. Hierfür werden an der Wirbelsäule Titanstäbe befestigt, die die Wirbelkörper in der richtigen Position halten. Das Problem war bislang, dass diese Stäbe bei Kindern und Jugendlichen immer wieder ausgewechselt werden mussten, da sich deren Wirbelsäule noch im Wachstum befindet. Dazu waren immer wieder neue und belastende Operationen an der gleichen Stelle am Rücken erforderlich.

Magnetische Titanstäbe
Seit circa drei Jahren gibt es jedoch eine neue Generation von High-Tech-Titanstäben, die zur Fixierung der Wirbelsäule verwendet werden können: Diese Stäbe lassen sich mittels Magnetismus von außen durch die Haut auseinander fahren, sodass zur Anpassung der Stäbe an die Wirbelsäule keine Operation und keine Narkose mehr erforderlich ist. Die Patienten erhalten für das Nachspannen der Titanstäbe lediglich eine Sedierung, damit sie während des Nachspannens ruhig und entspannt liegen.

Die Prognose einer Skoliose ist umso besser, je früher diese diagnostiziert wird und je länger sich die Wirbelsäule noch im Wachstum befindet. Die neue operative Methode weist gegenüber den bisherigen Operationsverfahren nur Vorteile auf.



Liebe Grüße
Bettina

_________________
Beginnen ist Stärke,
vollenden können ist
Kraft!!!

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