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 Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Juli 2017 10:05     Betreff des Beitrags: Osteoporose: Den Knochenschwund früh erkennen
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Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose L3/4 und L4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose und Dornfortsatzarthr. L4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
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Bundesland: Niedersachsen

Osteoporose: Den Knochenschwund früh erkennen


In Deutschland leiden rund acht Millionen Menschen an Osteoporose. Genau lässt sich das jedoch nicht sagen, da die Krankheit häufig unerkannt bleibt. Vor allem Frauen ab 50 Jahren, aber auch Männer sind betroffen. Die Krankheit entwickelt sich schleichend, lange Jahre bemerken die Betroffenen nichts vom Abbau ihrer Knochenmasse, der die Knochen porös macht und nicht selten zu Knochenbrüchen und zur dauerhaften Einschränkung der Bewegungsfähigkeit führt. Daher ist es entscheidend, die Osteoporose möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Typische Symptome sind Knochenbrüche aus geringfügigem Anlass, akut auftretende, anhaltende Rückenschmerzen, Größenverlust um mehr als vier Zentimeter innerhalb eines Jahres, sehr niedriges Körpergewicht oder ungewollter Gewichtsverlust um mehr als zehn Prozent sowie eine Verringerung des Rippen-Becken-Abstandes auf unter zwei Fingern Breite.

Diese Risikofaktoren gibt es

In etwa 30 Prozent der Fälle ist der Knochenschwund erblich bedingt, daneben gibt es eine ganze Reihe von Risikofaktoren:

Bei Frauen:

  • Die letzte Menstruation liegt mehr als zehn Jahre zurück.
  • Der Abstand zwischen der ersten und der letzten Menstruation beträgt weniger als 30 Jahre (späte erste Regelblutung oder frühe Wechseljahre).
  • Die Menstruation hat einmal für mehr als ein Jahr ausgesetzt.
  • Eine Antihormonbehandlung wurde/wird durchgeführt (zum Beispiel bei Brust- oder Eierstockkrebs).
  • Mindestens ein Elternteil hatte einen Oberschenkelhalsbruch.

Bei Männern:

  • Sie sind älter als 70 Jahre.
  • Eine Antihormonbehandlung wurde/wird durchgeführt (zum Beispiel bei Prostatakrebs).
  • Es liegt ein Testosteronmangel vor.

Beide Geschlechter:

  • Mehr als dreimonatige Einnahme von Kortison.
  • Ein Knochen ist schon einmal ohne schweren Unfall oder Verletzung gebrochen.
  • Sie haben jetzt oder hatten früher lange Zeit Übergewicht.
  • Rauchen, Alkohol, zu wenig Bewegung.
  • Krankheiten wie: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Diabetes, Rheuma, Überfunktion der Schilddrüse oder der Nebenschilddrüsen, Blutarmut und Nierenfunktionsstörungen.
  • Sie müssen viele Medikamente gleichzeitig einnehmen.

Risiko und Diagnose

Frauen ab 60 und Männer ab 70 Jahren sollten ihr Osteoporose-Risiko abklären lassen, ebenso wer zu einer der genannten Risikogruppen gehört. Mit einer Knochendichtemessung (DXA) lässt sich die Osteoporose diagnostizieren. Dabei durchleuchten Röntgenstrahlen in geringer Dosis die Lendenwirbelsäule und den Oberschenkelhals. Die bei der DXA-Messung ermittelte Knochendichte wird als sogenannter T-Wert angegeben. Er beschreibt, um wie viele Einheiten die gemessene Knochendichte von der abweicht, die man für eine 30-jährige Person als Standard angenommen hat. Bei einem T-Wert zwischen 0 und -1 ist die Knochendichte normal. Bei einem T-Wert zwischen -1 und -2,5 spricht man von einer verringerten Knochendichte (Osteopenie). Bei einem T-Wert von -2,5 und weniger liegt eine Osteoporose vor. Wenn es bereits einen oder mehrere Brüche gegeben hat, spricht man von einer manifesten Osteoporose.

Auch Fragebögen helfen bei der Risikoeinschätzung

Beim "Chair-Rising-Test" muss man fünf Mal hintereinander mit verschränkten Armen aufstehen. Werden dafür weniger als zehn Sekunden benötigt, ist das Sturzrisiko gering. Auch Fragebögen helfen, das Osteoporose-Risiko zu ermitteln.

Die Krankenkasse zahlt eine Knochendichtemessung meist nur, wenn die Diagnose Osteoporose schon vorliegt. Das sei widersprüchlich, sagen Experten, denn die Untersuchung ist ja gerade ein wichtiges Werkzeug, um Osteoporose festzustellen und so Knochen zu retten.

Kalzium und Vitamin D für starke Knochen

Behandelt wird eine Osteoporose mit Kalzium- und Vitamin-D-Präparaten sowie gezielter Bewegungstherapie, die Muskulatur und Knochen stärkt. Daneben gibt es spezielle Medikamente, die in den Knochenstoffwechsel eingreifen: Der Knochen unterliegt einem ständigen Auf- und Abbau, der sich normalerweise im Gleichgewicht befindet. Bei der Osteoporose sind die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) aktiver als die knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten). Es kommt zum Kalziumverlust, der Knochen wird porös und droht zu brechen, Schmerzen treten auf. Mit sogenannten Bisphosphonaten hemmen Ärzte die Osteoklastenaktivität und damit den Knochenabbau. Reicht diese Wirkung nicht aus, können Mediziner inzwischen auch gentechnisch hergestellte Antikörper einsetzen. Diese hemmen die Bildung, Funktion und das Überleben der Osteoklasten. So lässt sich der Knochenschwund stoppen und vielleicht sogar ein wenig rückgängig machen.

Auch Spritzenkur kann helfen

Ein weiterer Therapieansatz ist die Aktivierung der Osteoblasten mit einem ebenfalls gentechnisch hergestellten Wirkstoff aus der Gruppe der Nebenschilddrüsenhormone. Er wird stoßweise einmal täglich gespritzt, soll den Knochenaufbau stimulieren und zusätzlich dafür sorgen, dass knochenstärkendes Kalzium aus der Nahrung oder aus Medikamenten besser aufgenommen wird. Kontrollen sind wichtig: Alle zwei Jahre sollte die Knochendichtemessung wiederholt und die Medikamente immer wieder überprüft werden.

Bewegung verbessert die Knochendichte

Neben den hoch wirksamen Medikamenten und einer Kalzium- und Vitamin-D-reichen Ernährung spielt Bewegung eine ganz wichtige Rolle, um die Knochendichte wieder zu verbessern. Wichtig ist dabei vor allem die mechanische Stoßbelastung, die den Knochenaufbau stimuliert - auch als vorbeugende Maßnahme, um gar nicht erst eine Osteoporose zu entwickeln. Für Jüngere ist zum Beispiel Seilhüpfen geeignet, für Ältere forciertes Treppensteigen oder Walking - oder auch gezieltes Krafttraining unter Aufsicht im Fitnessstudio.

Quelle mit Video: http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/O ... se198.html

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