Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Oktober 2014 08:07     Betreff des Beitrags: Wie gehts operierten Skoliosen nach Jahren?
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Hallo meine lieben Forum- Mitglieder,

ich (weiblich 47 Jahre) habe seit meiner Jugend eine erhebliche Skoliose. Diese hat bis jetzt alles schön brav mitgemacht....(2 Kinder).
Aber jetzt verschlimmert sie sich, d. h. als ich im April 13 ein neues Röntgenbild machen ließ. stellte ich fest, das der BWS Bogen sich auf 90 Grad verschlechtert hat und jetzt "zog" auch der LWS Bogen nach und hat stolze 68 Grad.
Aus diesem Grund hab ich mich vor kurzem auf den Weg zu Dr. Hoffmann gemacht..... dieser hat mir gleich zur OP geraten...
Und so bin ich auf dieses Forum gestoßen.
Hier seh ich jetzt ganz tolle Bilder (wer wäre nicht froh einen geraden Rücken zu haben) - mich würde aber mehr interresieren wie es einem nach mehrerer Jahren nach einer OP geht ? ( etwa 10) oder so geht?
Wie kommt ihr alle mit dem fremden Material in eurem Körper zurecht?
Hat man nicht bei jeder Bewegung Angst?


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Oktober 2014 08:30     Betreff des Beitrags: Re: wie gehts operierten Skoliosen nach Jahren
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Hallo Anit,

herzlich willkommen im SOPF :sopfen:

Zitat:
Hier seh ich jetzt ganz tolle Bilder (wer wäre nicht froh einen geraden Rücken zu haben) - mich würde aber mehr interresieren wie es einem nach mehrerer Jahren nach einer OP geht ? ( etwa 10) oder so geht?

Meine OP ist mittlerweile 17 Jahre her. Ich finde, dass es mir gut geht: schmerzfrei, und mache weitestgehend alterstypische Dinge (normal berufstätig, gestalte meine Freizeit aktiv, wobei ich natürlich sehr sportliche Dinge weglasse und seit meiner OP auch viel auf Ergonomie - d.h. etwa möglichst nicht zu viel sitzen, kein Heben aus ungünstigen Positionen etc. - achte). In den Jahren nach der Versteifungs-OP, bei der ich 13 Jahre alt war, habe ich so ziemlich alles mitgemacht, was zur Jugend gehört: Schulabschluss, Ausbildung, Führerschein, alleine wohnen, reisen, mit Partner zusammenleben, studieren, arbeiten...
Wie es Leuten nach der OP geht, ist unterschiedlich, aber das von mir beschriebene ist keine seltene Ausnahme.

Zitat:
Wie kommt ihr alle mit dem fremden Material in eurem Körper zurecht?
Hat man nicht bei jeder Bewegung Angst?

Die Angst bei bestimmten Bewegungen hatte ich nur in der ersten Zeit nach der OP, sowie später (nach der Genesungszeit) bei erstmaligen ungewohnten Bewegungen (z.B. erstmalig stürzen, erstmalig Vollbremsung im Auto.... Ansonsten gehe ich mit der Versteifung und deren Robustheit grundsätzlich so um wie mit jedem Knochen - ich bewege mich ganz normal in dem Rahmen, der durch die Versteifung möglich ist, achte darauf, nicht zu schwer zu heben und nicht in ungünstigen Positionen zu arbeiten (nicht aus der Angst heraus, etwas könnte brechen; problematischer sind da eher die Bandscheiben, und auch muskuläre Probleme können sich durch Überlastung einstellen). Sich nach der Genesungszeit supervorsichtig zu bewegen, ist nicht nötig. Sport, solange es nicht um extremen Sport (z.B. Fallschirmspringen, Boxen, Schwergewichtsheben etc.) geht, kann man nach der Genesungszeit so weit ausüben, wie man sich damit wohl fühlt.
Das Material selbst spüre ich gar nicht; wie gesagt, es ist für mich "wie ein Knochen": Ich kann es von außen ertasten (Rücken fühlt sich etwas knochiger und hubbeliger an), aber spüre davon innerlich genauso viel oder wenig wie meinetwegen von den Arm- oder Beinknochen.
Damit du mich etwas besser einschätzen kannst: Ich bin vom Typ her alles andere als ein Draufgänger, also nicht jemand, der nach dem Motto "geht garantiert alles gut" oder "ich ignoriere meine Versteifung" lebt. Wenn ich etwas aufgrund der Versteifung nicht mitmachen kann, oder es als für mich nicht sinnvoll einschätze, sage ich das gegenüber anderen auch.

Viele Grüße
Raven

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 2. Oktober 2014 17:14     Betreff des Beitrags: Re: Wie gehts operierten Skoliosen nach Jahren?
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Hallo Anit,

Willkommen im :sopf:
Ciao Toni


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Oktober 2014 08:10     Betreff des Beitrags: Re: Wie gehts operierten Skoliosen nach Jahren?
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Hallo Raven,

vielen Dank für deine ehrliche Antwort. Hoffentlich melden sich noch andere, damit ich einfach mehrere Meinungen sammeln kann. Ich hab einfach wahnsinnige Angst und denke immer, dass es mir ja eigentlich momentan noch gar nicht "so" schlecht geht, um operiert zu werden. Beziehungsweise versuche ich zu erkunden, ob es einem nach einer OP viel besser geht? Jetzt, so meine ich zumindest, führe ich ein fast normales Leben. Die Gefahr ist nur, wenn sich mein Rücken weiterhin verschlechtert und irgendwann vom Alter her gar nichts mehr zu machen ist. Nun schau ich mal was die anderen alles so schreiben.

Liebe Grüße, Anit


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Oktober 2014 10:26     Betreff des Beitrags: Re: Wie gehts operierten Skoliosen nach Jahren?
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Hallo Anit,

Zitat:
Beziehungsweise versuche ich zu erkunden, ob es einem nach einer OP viel besser geht?

es gibt Leute, die aufgrund ganz konkreter Beschwerden (Schmerzen, geringe Gehfähigkeit, geringes Lungenvolumen) operiert wurden und dahingehend eine Verbesserung feststellen konnten. Bei mir gab es vor der OP keine Beschwerden (mein Lungenvolumen war zwar verringert, aber keine deutlichen Beschwerden dahingehend), sodass ich selbst nichts dazu sagen kann. Meine OP fand statt, um die Verschlechterung aufzuhalten und eine Korsetttherapie, die nichts mehr brachte, nicht mehr weiterzuführen. Zuvor trug ich ein Korsett, das allerdings nicht gut genug korrigiert hat. Bei den damals vorhandenen Korsetts hatte ich somit nur die Option, einerseits die Korsetttherapie fortzusetzen, die Skoliose sich weiter verschlechtern zu lassen und etwas später operiert zu werden mit dann höheren Gradzahlen, oder gleich mit 13 die OP. Meine Eltern und ich entschieden sich für letzteres.

Viele Grüße
Raven

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Oktober 2014 10:49     Betreff des Beitrags: Re: Wie gehts operierten Skoliosen nach Jahren?
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Diagnose: Skoliose (98° Thorakal und 82° Lumbal)
Nach OP Restkrümmung 41° Thorakal und 32° Lumbal
(Versteift von Th5 - L4)
Therapie: 2007 - 2009 Korsetttherapie
2007 Kur in Bad Sobernheim
2008 Kur in Bad Sobernheim
03.03.2009 OP in Neustadt
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Hallo Anit,

meine OP ist "erst" fünf Jahre her und ich war zum Zeitpunkt der OP 14, fast 15. Daher weiß ich nicht, ob du mit meinen Erfahrungen viel anfangen kannst. Ich musste operiert werden, um eine zunehmende Verschlechterung der OP zu vermeiden. Außerdem war meine Lungenfunktion ein wenig beeinträchtigt und ich hatte starke Schmerzen nach kurzer Zeit gehen/stehen.
Die Beschwerden sind seit der OP komplett weg.. ich habe überhaupt keine Beeinträchtigungen. Es gibt allerdings auch Leute, die nach der OP Probleme haben... das ist unterschiedlich.

Liebe Grüße
Nicci

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[Meine Skoliose-Bilder]

Wer kämpft, kann verlieren, doch wer nicht kämpft, hat schon verloren.
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.
Vor Tagen war meine OP .


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Oktober 2014 07:45     Betreff des Beitrags: Re: Wie gehts operierten Skoliosen nach Jahren?
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Hallo Anit,
ich lese soeben Deinen Bericht. Bei der Gradzahl würde ich mich persönlich auf jeden Fall operieren. Es wird ja leider im Alter auch nicht besser. Ich selbst bin 43 Jahre und meine Skoliose hat sich leider auf BWS 63° sowie LSW auf 51°. Ich werde am 31.03.2015 in Neustadt operiert. Ich habe auch totale Angst. Allerdings wie gesagt, wird es nicht besser und die OP wird nicht einfacher. Die Knochenweichteile spielen im Alter ebenso eine Rolle. Außerdem habe ich persönlich keine Lust noch krummer zu werden und die Lendenwulst kommt auch immer mehr raus.
Ich wage die OP und freue mich trotz Angst auf einen geraden Rücken. Man kann nie sagen wie sich etwas entwickelt, aber wir können Morgen auch aus dem Haus gehen und werden von einer Dampfwalze überrollt. Dann hat sich die OP auch erledigt. Andere haben die OP auch geschafft und sind heute glücklich.

Liebe Grüße
Andrea


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Oktober 2014 08:51     Betreff des Beitrags: Re: Wie gehts operierten Skoliosen nach Jahren?
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Hallo Anit,
ich bin 46 Jahre und habe ähnliche Gradzahlen wie du. Seit ca. 3 Jahren trage ich ein Nachtkorsett von Rahmouni.
Damit komme ich super klar. Meine Skoliose verbessert sich dadurch nicht, aber sie wird auch nicht schlimmer. Wenn ich Schmerzen habe, schnall ich mir mein Korsett um und die Schmerzen sind weg.
Ich bin sehr froh darüber, es mit einem Erwachsenen Korsett versucht zu haben. Würde diesen Weg immer wieder gehen.
Wünsche dir, die richtigr Entscheidung für dein Leben.
Solltest du noch Fragen haben, kannst mich gerne auch per PN anschreiben.
Liebe Grüße Sulaika


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Oktober 2014 08:59     Betreff des Beitrags: Re: Wie gehts operierten Skoliosen nach Jahren?
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Hallo Sulaika!

Vielen Dank für deine interessante Nachricht! Bei meinem ersten Besuch bei Dr. Hoffmann war ich so platt von dem neuen Röntgenbild dass ich gar nichts mehr sagen und denken konnte.....
Vielleicht kann ich ihn ja das nächste Mal auf ein Korsett ansprechen. Trägt dein Korsett auf , kannst du es zum arbeiten tragen , tut es weh?
Schön das du geantwortet hast, es ist immer wieder spannend etwas von andrern zu hören.

Gruß

Anit


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Oktober 2014 09:26     Betreff des Beitrags: Re: Wie gehts operierten Skoliosen nach Jahren?
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Bundesland: Niedersachsen
Hallo Anit!

Dr. Hoffmann hat mir auch zu einer Operation geraten. Ich wollte aber unbedingt ein Korsett.
Die Eingewöhnung im Korsett war nicht leicht, es hat Monate gedauert, bis ich das Korsett Nachts durchtragen konnte. Alles kann ich damit auch nicht machen. Aber das Tragen in der Nacht hält die Krümmung und wenn ich am Tag Schmerzen habe, trage ich es, soviele Stunden, wie ich kann.
Es tägt nicht sehr doll auf und mann kann es unter der Kleidung gut kaschieren.
Wenn ich meine Skoliose so halten kann, trage ich das Korsett gerne den Rest meines Lebens.
Liebe Grüße Sulaika


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