Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. August 2014 12:26     Betreff des Beitrags: Hallo! Lebensinhalt Reiten trotz OP?
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Diagnose: Skoliose
Therapie: KG, Korsett, Schroth
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Bundesland: Niederösterreich
Hallo!

Ich bin neu hier und in einer ziemlichen Zwickmühle...
Seit meinem 7. Lebensjahr reite ich, seitdem ich 9 bin auch erfolgreich auf Turnieren und seit 2 Jahren habe ich jetzt mein eigenes Pferd und bin auch mit ihm ziemlich erfolgreich, liegt vielleicht auch daran das Pferde mein Lebensmittelpunkt sind und sich alles nur nach ihnen richtet.
Mit 10 Jahren ist Ärzten bei einer Routineuntersuchung aufgefallen das meine Wirbelsäule schief ist, anfangs hat es geheißen es ist noch im Normbereich und das Reiten ist auch gut da es meine Rückenmuskulatur stärkt, so mit 12 hatte ich dann meine erste Physiotherapie da meine Verkrümmung immer stärker geworden ist, hat leider nicht viel gebracht außer viel Geld gefressen..
Mit 13 Jahren war ich dann das erste Mal auf anraten meines Orthopäden in Speising (meine damalige genaue Gradanzahl weiß ich nicht, das muss ich alles erst wieder raussuchen) und habe dort ein Korsett verschrieben bekommen, welches ich dann auch anfertigen lassen habe und im ersten Jahr wirklich konsequent trotz schmerzen und meinem ersten Freund getragen habe. Doch nach einem Jahr kam dann die Ernüchterung bei der Kontrolluntersuchung... es ist nur um 2 Grad besser geworden, von da an hab ich mir gesagt ich sch*** auf das weil ich mir den ar*** aufgerissen habe und trotzdem ist nicht viel dabei herausgekommen. So mit 15 war ich dann wieder in Speising da ich einmal jährlich Kontrolluntersuchung dort habe und sie haben meine Wachstumsfuge auch geröngt und mir dann erklärt das ich mich gar nicht mehr weiter mit meinem Korsett plagen muss (welches ich zu der zeit nur noch beim schlafen trug) da ich jetzt ausgewachsen bin und wenn ich weiter meine übungen von der physiotherapeutin mache ist das kein Problem und ich kann in Ruhe mein Leben weiter leben. Ach ein traum ging in Erfüllung!
Doch zu früh gefreut....
Mit 16 war ich dann wieder bei der Kontrolluntersuchung und ich hab schon in der Zeit davor gemerkt das bei mir etwas nicht stimmt.. Ich war bei einer Schmerztherapie namens Bowen, natürlich habe ich mir das selber zahlen müssen, doch wenn ich dort nicht jede Woche war habe ich mich gefühlt wie ein Brett und konnte mich nicht mehr bewegen vor Schmerzen, also im Spital in Speising ist nach 4 stündiger Wartezeit ein Röntgen gemacht worden, nachher war ich bei der Besprechung beim Arzt und dieser hat mir dann offenbart das ich innerhalb eines Jahres von 51° auf 64° zugelegt habe und das es sehr wahrscheinlich ist das ich deswegen so starke Schmerzen habe und das ich wohl an einer OP nicht mehr vorbeikommen würde, sodann hatte ich nach wieder 1 Stunde warten ein Gespräch mit dem Chirurgen der mich operieren würde. Dieses Gespräch fand in einem kleinen "Kammerl" statt in dem ich mich von Anfang an unwohl fühlte, er zeigte mir die Röntgenbilder von letztem und diesem Jahr und sagte mit halb verkniffenem Grinsen das ich mich wohl operieren lassen müsse und das ich bei ihm in guten Händen wäre und er sich schon auf die OP freue, meine Antwort auf diese "Empfehlung" war ein schlichtes Nein! Ein OP kam bzw. kommt auch jetzt nicht wirklich in Frage für mich, weil ich meinen Sport weiter machen will und nicht mein ganzes Leben nach einer Krankheit richten will, ich weiß es klingt komisch und ja ich komme eh nicht drum herum, weil es im Alter noch schlimmer werden wird usw. aber ich will es eigentlich hinauszögern.
Jetzt bin ich 17 und diskutiere jeden Tag mit mir selber aufs Neue was ich nun machen soll, zusätzlich zu Bowen welches ich alle 2 Wochen habe gehe ich jetzt zu einem Osteopathen und das mindestens einmal im Monat, denn nach 2 Wochen kann ich nicht mal mehr sitzen in der Arbeit, weil ich solche Schmerzen habe.

Mir stellt sich immer wieder die Frage, welche ich euch jetzt stelle:
Gibt es unter euch Reiter, die nach einer OP wieder geritten sind? Wenn ja, wie lange hat es gedauert und ist es so wie früher?

Bitte beachtet meine Rechtschreibfehler nicht, wollte jetzt nicht so viel denken beim schreiben

Liebe Grüße und vielen Dank schonmal im Voraus!


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. August 2014 19:06     Betreff des Beitrags: Re: Hallo! Lebensinhalt Reiten trotz OP?
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2.OP in Münster, RBR, 2002
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Bundesland: Hessen
Hallo Carina,

Willkommen im :sopf:
Ciao Toni


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 4. August 2014 19:51     Betreff des Beitrags: Re: Hallo! Lebensinhalt Reiten trotz OP?
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Diagnose: Doppelbogige Skoliose - thorakal rechtskonvex Th5-12 von 74°, lumbal linkskonvex L1-5 von 48° nach Cobb.
Therapie: Krankengymnastik, 2002 4-wöchige Kur in Bad Sobernheim, Manuelle Therapie, OP August 2011 in Neustadt Th5-L1
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Berlin
Hallo Carina,
herzlich Willkommen im Skoliose OP Forum!
Ich kann dich gut verstehen. Für mich war Sport auch immer alles. Reiten gehe ich auch seitdem ich klein bin. Und auch jetzt nach der OP habe ich wieder eine Reitbeteiligung für 2mal die Woche. Was reitest du denn? Ich reiste Dressur und Springen A-Niveau. Springen empfinde ich,ausgenommen von dem höheren Risiko des runter fallens, seit der OP wesentlich angenehmer als richtige Dressur. Ich kann seit der OP einfach nicht mehr länger im Trab aussitzen ohne Probleme zu bekommen. Außerdem reiste ich seit der OP nach Empfehlung des Operateurs nur noch mit Sicherheitsweste. Damit habe ich auch schon einen Sturz nur mit Prellungen überstanden.
Du sagst, du möchtest nicht, dass deim Rücken dein Leven bestimmt. Aber tut er das so durch die Schmerzen nicht auch?
Welche Versteifungsstrecke sollst du bekommen? Das ist sehr entscheidend, inwiefern du eingeschränkt werden wirst.
Wenn du Fragen hast kannst du mir bzw. hier gerne schreiben!

Liebe Grüße Gini

_________________
Ganz Liebe Grüße von Gini .

Vor Tagen war meine Skoliose-Op!

[Meine Skoliose-Bilder]


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 5. August 2014 08:34     Betreff des Beitrags: Re: Hallo! Lebensinhalt Reiten trotz OP?
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Diagnose: Re.-konv. thorakale Skoliose => 66°
Thorakolumbaler li.-konv. Gegenschwung => 23°
Therapie: KG
OP Juli 2008: dorsale Korrekturspondylodese TH5-TH12, Restkrümmung: 26°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Bayern
Hallo Carina!

Erstmal ein herzliches :welcome5: hier bei uns im :sopf: !

Carina0502 hat geschrieben:
[…]sodann hatte ich nach wieder 1 Stunde warten ein Gespräch mit dem Chirurgen der mich operieren würde. Dieses Gespräch fand in einem kleinen "Kammerl" statt in dem ich mich von Anfang an unwohl fühlte, er zeigte mir die Röntgenbilder von letztem und diesem Jahr und sagte mit halb verkniffenem Grinsen das ich mich wohl operieren lassen müsse und das ich bei ihm in guten Händen wäre und er sich schon auf die OP freue, meine Antwort auf diese "Empfehlung" war ein schlichtes Nein!
Das kann ich sehr gut nachvollziehen, in der Situation hätte ich wohl auch nur "Nein" gesagt. Wenn du dich dort so unwohl fühlst, hast du dir schon mal überlegt, die OP woanders durchführen zu lassen?

Carina0502 hat geschrieben:
Ein OP kam bzw. kommt auch jetzt nicht wirklich in Frage für mich, weil ich meinen Sport weiter machen will und nicht mein ganzes Leben nach einer Krankheit richten will […] zusätzlich zu Bowen welches ich alle 2 Wochen habe gehe ich jetzt zu einem Osteopathen und das mindestens einmal im Monat, denn nach 2 Wochen kann ich nicht mal mehr sitzen in der Arbeit, weil ich solche Schmerzen habe.
Wie Gini auch schon gefragt hat – wird dein Leben nicht jetzt auch schon von der Skoliose bzw den Schmerzen bestimmt?

Carina0502 hat geschrieben:
Gibt es unter euch Reiter, die nach einer OP wieder geritten sind? Wenn ja, wie lange hat es gedauert und ist es so wie früher?
Auch ich reite, allerdings so richtig erst seit nach der OP. Ich habe vor der OP mal angefangen zu reiten, die Auswahl des Reithofes war allerdings etwas unglücklich, deshalb habe ich dann wieder aufgehört. Und 1 Jahr nach der OP wieder richtig von vorne angefangen und seit dem reite ich, also mittlerweile seit 5 Jahren :dance1:
Ich habe, wie gesagt, 1 Jahr gewartet und reite, wie Gini auch, nur mit Rückenprotektor, weil ich mich damit einfach sicherer fühle. Ich bin, zum Glück :klee: , noch nicht vom Pferd gefallen, aber falls doch, ist der Rücken mit Protektor einfach besser geschützt. Das würde ich dir auf jeden Fall auch empfehlen.
Ich hab auch eine Reitbeteiligung und reite 2x die Woche, allerdings auf einem Pony und absolut kein Turnier-Niveau :kicher: Ich hab 1x Reitstunde (wo wir hauptsächlich Dressur reiten aber auch schon „gesprungen“ sind) und am 2. Tag reite ich eigentlich immer aus :zwinker2: .
Ich habe kein wirkliches Gefühl im Vergleich zu früher, aber meistens merke ich von meinem Rücken nicht viel. Trab aussitzen klappt mit meiner RB relativ gut, aber auf anderen Pferden spüre ich das doch recht unangenehm im Rücken.
Aber das ist eigentlich auch alles, ich hab mal einen Reitsonntag mit gemacht, da ging es um Reiten ohne Sattel. Dabei sollten wir uns auch mit dem Rücken auf den Pferderücken legen und langsam aufrichten, das ging bei mir gar nicht, aber das ist ja jetzt auch nicht wirklich wesentlich beim reiten.
Wir haben mal eine Zeit lang in der Reitstunde etwas probiert, wo wir die Schulter nach hinten und unser Becken nach vorne drehen sollten, das ging bei mir auch recht schlecht.

Aber sonst kommt es wirklich auch darauf an, wie weit du versteift bist. Ich bin auch „nur“ Th5-Th12 versteift, also meine ganze LWS ist frei, das macht sicher viel aus. Man kann halt unten doch noch mit schwingen, ich weiß nicht, wie das geht, wenn man komplett versteift ist…
Da müsstest du dich mal mit Korsett aufs Pferd setzten und das ausprobieren, falls so eine lange Versteifungsstrecke bei dir geplant ist… Falls das überhaupt geht :nixweiss:

Mir würde sonst noch einfallen, die recht weit versteift worden ist und trotzdem wieder reiten konnte, kannst ja z.B. mal hier nachlesen :zwinker2: .

Falls du noch Fragen hast, immer gerne :reiten:

Wünsche dir weiterhin eine schöne und informative Zeit bei uns :lesen2:

Liebe Grüße
Bettina

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