Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

Aktuelle Zeit: 15. August 2018 01:53

Unbeantwortete Themen | Aktive Themen | Ungelesene Beiträge





Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten
Thema durchsuchen:

 [ 4 Beiträge ] 
Autor Deine Nachricht
 Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Juni 2013 21:16     Betreff des Beitrags: Wieso ist das mit der Reha so kompliziert?
Profi-Tipper
Profi-Tipper
Themenstarter

Registriert: 24.06.2012
Beiträge: 702
bedankte sich: 6 mal
Danke erhalten: 3 mal
Diagnose: Rigide thorakolumbale Hyperkyphose 95°
nach M. Scheuermann
mit Keilwirbelbildung
Therapie: OP März 2013
Fusionsstrecke TH2-L3 mit dem OMS Implantat, dorsales Release von TH2-L3 bds.
Restkrümmung 40°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Niedersachsen
Hallo Ihrs,

ich frage mich ständig, warum einige Wirbelsäulen-Kliniken eine Anschluss-Reha empfehlen und wiederum andere Kliniken eine Zeitspanne von Monaten nach der OP setzen? Ich kann mir gut vorstellen, dass ich mit meinen ständigen Schulter/Nacken und Muskelschmerzen eine Reha sehr gut gebrauchen könnte., damit die Muskeln sich nach so einer großen OP besser regenerieren können. Stattdessen muss man monatelang starke Schmerztabletten schlucken, bekommt ambulante KG verordnet, womit auch noch die Physiotherapeutin völlig überfordert ist, da WS-Versteifungen zumindest in meiner KG Praxis eher zu den Seltenheiten gehören. Nach jeder KG habe ich doppelt so starke Schmerzen als sonst. Ich habe schon einige KG Termine abgesagt, weil mir so davor grault, dass ich am nächsten Tag nur im Bett liege, weil mir alles weh tut. Ich verstehe einfach nicht, warum man ca. 9 Monate auf eine Rehabilitation warten muss? Das bedeutet, ich muss erst wieder zur Arbeit gehen und die Muskulatur, die durch die OP noch sehr geschwächt ist volles Pfund belasten? Wo ist denn da der Sinn?

Ich verstehe einfach die Logik nicht, denn ich würde es für gut heißen, wenn man gerade nach einer WS-OP in eine Anschluss-Reha kommt, in der man zum Beispiel durch Ergotherapie die richtigen Bewegungen erlernt gerade nach WS-Versteifungen. Viele sind doch die erste Zeit daheim völlig überfordert, weil man erst mal ein völlig neues und fremdes Körpergefühl hat und man weiß sich selber gar nicht richtig zu helfen und natürlich hat man ja auch Angst sich falsch zu bewegen, bzw. einen Schaden anzurichten, weil ja noch alles so neu und verletzlich wirkt. Man hat am Anfang noch Probleme mit dem an und ausziehen der Kleidung, mit der Körperpflege, mit dem Gangbild, mit dem richtigen liegen im Bett oder auf dem Sofa, immer mal wieder Kreislaufprobleme (Hab ich auch noch), man hat das Gefühl in der Atmung eingeschränkt zu sein, weil man nicht tief durchatmen kann( kann ich bis heute immer noch nicht) usw. Wäre da eine Anschluss-Reha nicht eher ein Vorteil? Damit man den Alltag besser und sicherer bewältigen kann und vor allem bekommt man dort ja auch die richtige Anleitung für die Übungen zu Hause ( Was geht und was nicht?) Ich weiß immer noch nicht, ob die Übungen, die mir meine Physiotherapeutin nahe legt auch richtig sind. Viele sagen zum Beispiel das Theraband ist gut für die Übungen daheim, dann wiederum andere behaupten, bloß die Finger davon lassen, da das Theraband kurz nach der OP mehr schadet als nützt. Genauso ist es mit dem schwimmen, denn auch hier gibt es starke Abweichungen was die Meinungen betrifft. Was meint ihr dazu?

Liebe Grüße

Queenchen

_________________


Vor Tagen war meine OP in Neustadt.

Wenn du hin fällst... aufstehen, Krone richten und weitergehen


Nach oben
 Profil  
 
 Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Juni 2013 21:27     Betreff des Beitrags: Re: Wieso ist das mit der Reha so kompliziert?
Admin
Admin
Benutzeravatar

Registriert: 12.07.2005
Beiträge: 12820
Wohnort: Munderloh
bedankte sich: 14 mal
Danke erhalten: 106 mal
Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose L3/4 und L4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose und Dornfortsatzarthr. L4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Niedersachsen
Hi,

Queen hat geschrieben:
ich frage mich ständig, warum einige Wirbelsäulen-Kliniken eine Anschluss-Reha empfehlen und wiederum andere Kliniken eine Zeitspanne von Monaten nach der OP setzen?
ich kenne keine Klinik, die eine Anschluss-Reha empfiehlt - das ist mir völlig neu! Ich finde es schon richtig, dass eine Reha erst einige Monate nach der OP stattfindet. Was willst du denn direkt nach der OP in der Reha machen? Richtiger Muskelaufbau geht noch nicht... und wegen Massagen und leichter KG-Übungen brauchst du keine Reha. Und mit den "Heilungsschmerzen" machst das auch keinen Sinn - das muss erst mal heilen. Nach einigen Monaten sieht das schon anders aus. Du darfst wieder mehr machen und kannst richtig an dir arbeiten.

Wegen der Übungen... frag mal per Mail in Neustadt an, die schicken dir Übungen und du kannst auch fragen was du darfst und was nicht. Ich habe damals ein Übungszettel mitbekommen, der sah z.B. so aus: http://www.skoliose-op.info/uebungen_nach_op.html

_________________
Es gehört zu den großartigen Belohnungen dieses Lebens,
dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
anderen zu helfen, sich selber hilft.




Nach oben
 Profil Website besuchen 
 
 Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Juni 2013 23:51     Betreff des Beitrags: Re: Wieso ist das mit der Reha so kompliziert?
Profi-Tipper
Profi-Tipper
Themenstarter

Registriert: 24.06.2012
Beiträge: 702
bedankte sich: 6 mal
Danke erhalten: 3 mal
Diagnose: Rigide thorakolumbale Hyperkyphose 95°
nach M. Scheuermann
mit Keilwirbelbildung
Therapie: OP März 2013
Fusionsstrecke TH2-L3 mit dem OMS Implantat, dorsales Release von TH2-L3 bds.
Restkrümmung 40°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Niedersachsen
Hi,

Stoni hat geschrieben:
ich kenne keine Klinik, die eine Anschluss-Reha empfiehlt - das ist mir völlig neu!


gesehen habe ich das mal bei den Kinder Docs aus der Klinik in Mainz. Dort wurde eine junge Patientin wegen ihrer Hyperkyphose operiert und wurde anschließend nach dem Klinikaufenthalt in eine Anschluss-Reha eingeliefert. Auch meine Physiotherapeutin erwähnte mal, dass sie vor Jahren einen Patienten hatte, der ebenfalls wenn auch nur sehr kurzstreckig versteift, in eine Anschluss-Reha kam.

Stoni hat geschrieben:
Was willst du denn direkt nach der OP in der Reha machen? Richtiger Muskelaufbau geht noch nicht...


Klar kann man so kurz nach der OP noch keinen großen Muskelaufbau betreiben, aber ich finde schon, dass es einen Sinn macht, wenn man durch eine Anschluss-Reha in Erfahrung bringen kann, wie man sich daheim am besten verhalten soll und vor allem, wie man selber an der Muskulatur wenn auch nur langsam und vorsichtig arbeiten kann, zumindest ist mir das lieber, als ambulant in einer KG Praxis gequält zu werden, weil es an Erfahrung fehlt. :angst10:

Sehr viel Physiotherapie hatte ich in Neustadt leider nicht, da ich einige Tage noch sehr starke Probleme mit meinem Kreislauf hatte und oft die Übungen unter Anleitung der dortigen Physiotherapeutin im Bett machen musste. Die anderen Male waren dann die üblichen Spaziergänge mit dem Gehwagen über den Stationsflur und einmal Treppe steigen...das wars. Vielleicht sind für den ein oder anderen, natürlich nicht für jeden ein Klinik-Aufenthalt von 10-11 Tagen nach so einer großen OP einfach zu kurz. Ideal würde ich es ja finden, wenn man nach den 11 Tagen Klinik-Aufenthalt in Neustadt bleibt und für ca. 2 Wochen in der dortigen Reha untergebracht wird,wo man dann auf zu Hause vorbereitet wird, aber das machen unsere lieben Krankenkassen wohl nicht mit. Danke für den Link mit den Übungen, ich habe leider keinen Übungszettel für zu Hause bekommen.

Liebe Grüße

Queen

_________________


Vor Tagen war meine OP in Neustadt.

Wenn du hin fällst... aufstehen, Krone richten und weitergehen


Nach oben
 Profil  
 
 Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Juni 2013 10:56     Betreff des Beitrags: Re: Wieso ist das mit der Reha so kompliziert?
Mega-Tipper
Mega-Tipper

Registriert: 14.03.2011
Beiträge: 366
bedankte sich: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal
Diagnose: Idiopathische Skoliose,
vor OP: BWS 70°, LWS 63°
Therapie: Korsett, 2 x Sobernheim, Schroth-KG, OP im Mai 2012
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Bayern
Hallo Queen,

Du musst dir eine andere KG suchen! Meine Erste wusste auch nicht was sie tut. Da bin ich zu ner andren. Es bringt überhaupt gar nichts, wenn du ständig so krasse schmerzen davon bekommst. Was soll das denn?
Da ich grad auf Reha bin kann ich dir sagen das man hier 3Monate nach OP nur Einzeltherapie machen könnte. Aber man fährt doch nicht auf Reha um dann 3x die Woche 30min was zu machen. Des is ja auch totlangweilig. Die Ergotherapie wird auch total überschätzt. Die hier hat keinen Plan. Du musst selber auf deinen Körper hören und merkst dann was geht und was nicht. Manche Sachen kommen auch erst nach 9 Monaten wieder.
Was diese Fernseheärzte da machen hab ich auch noch nie gehört. Klar schickt man WS-Patienten auf Anschlußreha. Des sind dann aber bandscheiben mit ner lächerlichen versteifung von 2 Wirbeln. Die hüpfen mit uns durch's Bewegungsbad.
Du musst dir Zeit lassen.

Liebe Grüße, Esta

_________________
Vor Tagen war meine OP.



Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 4 Beiträge ] 


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Thema durchsuchen:
Gehe zu:  

Impressum | Datenschutz & Haftung | Kontakt | Das SOPF-Team | Spenden

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Wir befolgen den HONcode Standard für
vertrauensvolle Gesundheitsinformationen
.
(Zertifikat anzeigen).
Die Webinhalte entsprechen den Medisuch-Richtlinien 2011 Die Webinhalte entsprechen den
Medisuch-Richtlinien 2012/13

(Zertifikat anzeigen).

Basierend auf phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de