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UniReha Köln
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Autor:  Nati90 [ 26. März 2013 11:34 ]
Betreff des Beitrags:  UniReha Köln

Hallo liebes Forum,

im Augenblick schaue ich hier etwas seltener rein als früher, aber die Zeit. Dennoch möchte ich euch jetzt von meiner 7 tägigen Reha in Köln erzählen. Die UniReha in Köln ist ein Rehazentrum, welches zur Uniklinik in Köln gehört und spezielle Rehaprogramme für Glasknochenbetroffene anbietet. Ich habe das "OI-Mobil" Programm mitgemacht, wobei ich den Schwerpunkt auf meinen Rücken gelegt habe.

Nun fuhr ich also Anfang März nach Köln und hatte eigentlich überhaupt keine Lust, da ich wusste, dass mich Tage voller Sport und Physiotherapie erwarten. Da ich ein absoluter Sportmuffel bin, passte das also nicht ganz zusammen. Dennoch bin ich hingefahren und habe mich überraschen lassen.

Am ersten Tag wurden zuerst mal ein paar Test gemacht, um zu sehen was ich alles kann. Wie lange kann ich gehen, wie siehts mit der Motorik aus usw. Ich schnitt erfreulicher Weise ziemlich gut in den Motoriktests ab. Muss dazu sagen, dass ich eine recht fitte OI'lerin (Glasknochenbetroffene) bin.

Ich hatte zwei mal am Tag 60 Minuten Physiotherapie, 30 Minuten Bewegungsbad, 40 Minuten Laufband und 50 Minuten MTT (-In Köln gibt es spezielle Fitnessgeräte für Kleinwüchsige, so konnte ich sogar die Beinpresse verwenden)

In der Physiotherapie hatte ich zwei Haupttherapeuten. Eine Therapeutin hatte die Schrothausbildung und entwickelt gerade ein Schrothprogramm speziell auf Glasknochen abgestimmt. Denn eigentlich soll man mit Glasknochen nicht schrothen, es gilt als Kontraindikation. Aber es läuft gerade eine Art Studie in der die das mit verschiedenen Glasknochenpatienten ausprobieren. Da ich ziemlich fit bin und nicht allzuviele Deformationen habe, klappte das schrothen bei mir super. Ich konnte mich sogar mit den Schrothsäckchen lagern, da meine Rippen sehr stabil sind und eigentlich nie brechen. Das Schroth tat mir sehr gut und ich merkte, dass ich weniger Schmerzen hatte. Danach war ich zwar sehr kaputt und es ist super anstrengend, aber ich hab 3 Übungen, die ich Zuhause gut und problemlos machen kann. Mit der zweiten Therapeutin konzentrierte ich mich auf den Aufbau von Bauch-/ und Rückenmuskulatur als unterstützende Maßnahme zum schrothen.

Die Woche tat mir super gut und ich hätte nicht gedacht, dass mit Sport so viel Spaß machen würde und dass es vorallem etwas bewirkt hinsichtlich meiner Schmerzen.

Leider bin ich Zuhause bisher selten dazu gekommen meine Übungen zu machen und ich hab fürchterliche Rückenschmerzen. Das Problem liegt darin, dass es mir wahnsinnig schwerfällt mir Grenzen zu setzen und es nicht sehr mag um Hilfe zu bitten. Ich weiß, dass ich keine 6er pack wasser ins Auto heben sollte und mache es trotzdem. Genauso die Hausarbeit: Ich putze, sauge und kümmer mich um die Kinder meines Freundes die manchmal zu besuch sind. Alldas tue ich, anstatt meine Übungen zu machen und mal ein bisschen auf meine Gesundheit zu achten. ... Dabei weiß ich, dass ich mir selbst schade, aber ich kann mich einfach nicht überwinden diese Schwäche einzusehen.

Geht es manchen von euch ähnlich?

So, ich weiß, dass mein Bericht eigentlich keinem von euch helfen kann, aber ich wollte es einfach aufschreiben, weil ich weiß, dass hier im Forum noch der ein oder andere Glasknochenpatient umhersurft.

Viele Grüße und ne frohe K-Woche :prost2:
Nati

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