Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Mai 2019 10:20     Betreff des Beitrags: Darmstädter sammeln Spenden für krankes Flüchtlingsmädchen
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Darmstädterinnen sammeln Spenden für schwer krankes Flüchtlingsmädchen


Asel ist 19 Jahre alt und leidet an Skoliose. Das irakische Mädchen muss operiert werden, um dem Tod zu entgehen. Drei junge Darmstädterinnen wollen das ermöglichen und fliegen dafür nach Kurdistan.

Wenn Paula, Sophie und Zoë am 8. Mai von Frankfurt nach Kurdistan fliegen, dann ist der Ausgang ihrer Reise in vielerlei Hinsicht ungewiss. Erstens wissen die drei jungen Darmstädterinnen nicht, ob sie ihre Mission - ein irakisches Flüchtlingsmädchen namens Asel, das schwer an Skoliose erkrankt ist, für eine Operation nach Deutschland zu holen -, erfüllen werden. Zweitens ist unklar, wie das Filmprojekt aussehen wird, das die drei Studentinnen - Paula studiert Kunstgeschichte in Hamburg, Sophie Motion Pictures an der Hochschule Darmstadt und Zoë Ethnologie in Frankfurt - über ihre Reise und die Situation der Flüchtlingsfamilie realisieren wollen.

"Was die jungen Frauen vorhaben, ist mehr als ein Filmprojekt", sagt Christian Gropper. Der international bekannte Darmstädter Filmemacher ist derjenige, der mit einem 2016 im ZDF ausgestrahlten Film über die Situation in Kurdistan die ganze Geschichte ins Rollen gebracht hat. Damals hat Gropper das Mädchen mit seiner Familie bei Dreharbeiten im Irak kennengelernt. Sie waren aus dem IS-Gebiet in eine Region im südlichsten Zipfel Kurdistans geflohen, das von der Kurdischen Autonomregierung verwaltet wird. Mittlerweile ist der IS zwar weitestgehend besiegt, die Familie kann aber dennoch nicht zurück in ihr Dorf, weil dort schiitische Milizen das Sagen haben.

Das ist aber nicht das Hauptproblem der Familie. Dies ist ihre älteste Tochter Asel, die seit ihrer Geburt an Skoliose leidet, einer immer weiter voranschreitenden Verkrümmung der Wirbelsäule. "Ohne Behandlung wird diese Krankheit zum Tod von Asel führen", sagt Christian Gropper. Das Schicksal des heute 19 Jahre alten Mädchens, das in Groppers Film eine wichtige Rolle spielt, berührte damals etliche Zuschauer. "Wir bekamen täglich Briefe, Mails, und das Telefon stand nicht still. Alle wollten helfen und Geld für eine Operation spenden."

Doch was tun? "Wir sind Filmemacher und keine Hilfsorganisation", so Groppers Antwort. Aber seine Töchter ließen nicht locker. Paula, Zoë und eine Mitarbeiterin überzeugten ihn, "dass wir es zumindest versuchen könnten." Und so kam die Spendenaktion ins Rollen. Mit Unterstützung des Rex-Kinos und nach einem Bericht im Darmstädter ECHO kamen 10 000 Euro zusammen, die für eine Operation im Irak reichen sollten.

"Aber der dortige Arzt erschien uns nicht zuverlässig, weil er sich nicht um eine Nachsorge kümmern wollte", sagt Sophie. Und als er dann noch das Geld im Vorfeld überwiesen haben wollte, "zogen wir die Reißleine", so Gropper. Aufgeben wollten sie aber nicht und fanden wenig später in einer renommierten Klinik in Augsburg die Unterstützung, die sie sich erhofft hatten. Nicht nur, dass sich ein Ärzteteam Asels annehmen wollte. Die Klinikstiftung sagte zu, die für Reisekosten und OP fehlenden 15 000 Euro draufzulegen; weitere 5000 Euro kamen noch einmal von Spendern aus Darmstadt dazu. Alles schien also bestens. "Jetzt fehlte nur noch Asel", sagt Sophie. Sie sollte gemeinsam mit ihrem Vater nach Deutschland fliegen.

"Doch nun hängt alles an den Behörden", sagt Gropper, und seine Verärgerung ist spürbar. Zwar liegen beim deutschen Konsulat in Erbil alle der Familie verbliebenen Unterlagen für die Visa vor. "Doch der Beamtenapparat läuft sehr langsam." Das medizinische Visum für Asel ist zwar da, das für den Vater fehlt aber nach wie vor.

Dabei stehen die Termine in der Augsburger Klinik fest: Am 12. Mai soll Asel in Deutschland landen, einen Tag später untersucht und am 16. Mai operiert werden. Natürlich würden auch Paula, Sophie und Zoë das junge Mädchen begleiten - dies werden sie auch im Mai tun, wenn sie die Familie besuchen. "Doch ohne ihren Vater wird Asel sicher nicht nach Deutschland kommen", sagen sie. Aber sie geben die Hoffnung nicht auf, mit Asel und deren Vater nach Deutschland zurück zu reisen.

Wie auch immer es kommen wird: "Es ist doch schon jetzt unglaublich, was die drei erreicht haben", sagt Christian Gropper. Und es steht auch jetzt schon fest, dass es einen Film geben wird. Vielleicht über den "Kulturschock", den die Darmstädterinnen in dem kurdischen Dorf erleben werden. Oder über die Sorgen der Familie des totkranken Mädchens. Oder über die Freude, wenn doch alles klappt. "Wir werden sehen", sagt Gropper. Genug Stoff für eine Geschichte ist schon jetzt reichlich da.

Quelle:  https://www.echo-online.de/lokales/darm ... iAvLZC-Fk#

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dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
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