Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 30. November 2018 20:52     Betreff des Beitrags: Mit Hightech an die Wirbelsäule
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Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
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Bundesland: Niedersachsen

Mit Hightech an die Wirbelsäule: Im Klinikum Leverkusen wird jetzt per Navi operiert


Niemand lässt sich gerne an der Wirbelsäule operieren. Obwohl Rückenprobleme weit verbreitet sind und die Anzahl der Menschen, die eine Rückenoperation benötigen, zunimmt, überwiegt bei zahlreichen Patienten die Angst vor einer Schädigung des Rückenmarks während der OP.

Priv.-Doz. Dr. Jan Siewe, Ärztlicher Leiter Department Wirbelsäule im Leverkusener Gesundheitshaus, kennt die Ängste seiner Patienten. Als Spezialist seines Faches hat er unzählige Operationen am sensiblen Bewegungsapparat, der uns den aufrechten Gang beschert, vorgenommen. Vom klassischen Bandscheibenvorfall, über Brüche sowie kindliche Skoliosen bis hin zu Tumorbehandlungen und Prothesen-OPs reicht sein Fachbereich.

Seit rund fünf Wochen kann er nun im Klinikum bei der Operation auf ein präzises Navigationssystem setzten. „Wir haben so die Möglichkeit per Navigation auf einem Bildschirm genau zu verfolgen, an welcher Stelle im Körper des Patienten sich gerade das Instrument befindet oder eine Schraube gesetzt werden muss“, erklärt Siewe das Verfahren. Dafür werden zuvor vom Patienten, während sich dieser auf der OP-Liege befindet, 3D-Röntgenbilder erstellt.

Das rotierende Röntgengerät produziert 360 Aufnahmen in 40 Sekunden, die zusammen eine exakte Darstellung des zu operierenden Bereichs liefern. Diese sind die Basis für die spätere Navigation mit einer Art stiftförmiger Minikamera. Diese überträgt die Bilder auf einen Monitor, der einen genauen, vergrößerten Blick auf die Wirbelsäule ermöglicht. So erzielt der Chirurg noch mehr Sicherheit vor allem bei Operationen, bei denen es auf Genauigkeit im Millimeterbereich ankommt.

Zudem können Krankheiten, wie die Behandlung einer Skoliose (die Seitenabweichung der Wirbelsäule), die im jungen Alter durchgeführt werden muss, optimal behandelt werden. „Viele Eltern und Jugendliche haben Angst, die verbogene Wirbelsäule begradigen zu lassen“, erklärt Jan Siewe. „Selbst wenn in jungen Jahren beschwerdefrei, wird die Skoliose mit zunehmendem Alter ab 30 schmerzhaft." Durch die noch genauere Operationsmöglichkeit mittels der Computernavigation wird hoffentlich der Weg für Eltern und Kinder leichter, sich für den Schritt der Wirbelsäulenbegradigung zu entscheiden.

„Ich würde meine Tochter operieren lassen“, zeigt sich Siewe daher überzeugt. Für das Klinikum ist die rund dreiviertel Million Euro teure Investition zur Ausstattung des OPs ein weiterer Schritt, sich auf einem Fachgebiet zu spezialisieren.

„Mit dem hochtechnologisierten Navigationsgerät neuer Generation sind wir in der Region Vorreiter“, erklärt Prof. Dr. Leonard Bastian, Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfall-, Hand-, und Wiederherstellungschirurgie.

Das Klinikum Solingen, mit dem sich das Leverkusener Haus derzeit in Kooperationsgesprächen befindet, verfüge nicht über eine derartige Ausstattung. Selbst das Gerät in der Kölner Uniklinik sei älteren Datums. Nichtsdestotrotz, sind sich die Mediziner einig, wird auch diese Technik in den kommenden Jahren in den meisten OPs Einzug halten. Dann wird der OP-Roboter auch in der Wirbelsäulenmedizin die Zukunft bestimmen.

Quelle:  https://www.rheinische-anzeigenblaetter ... 6-EZnxknaU

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dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
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