Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 16. August 2018 13:35     Betreff des Beitrags: "Die Skoliose hat mich und mein Leben extrem beeinflusst"
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Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose L3/4 und L4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose und Dornfortsatzarthr. L4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
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Bundesland: Niedersachsen

"Die Skoliose hat mich und mein Leben extrem beeinflusst"


Die Buchhalterin Laura Einheller hatte wegen ihrer starken Wirbelsäulenverkrümmung eine schwierige Jugend. Jetzt will sie anderen Betroffenen helfen.

Laura Einheller war gerade zehn Jahre alt und in der ersten Klasse der Hauptschule, als die Schulärztin eine ungewöhnliche Verformung ihrer Wirbelsäule feststellte und ihr dringend riet, einen Orthopäden aufzusuchen. "Der Facharzt stellte die Diagnose: Idiopathische Skoliose", erzählt die heute 23-jährige Buchhalterin aus St. Valentin. Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine dreidimensionale Fehlstellung der Wirbelsäule. Sie entsteht, weil sich einzelne Wirbelkörper um ihre Längsachse drehen und sich die Wirbelsäule gleichzeitig seitlich krümmt.

Krankheit nicht ernst genommen

Bei Laura zeigten die Röntgenbilder eine Verkrümmung zwischen den unteren Brust- und den Lendenwirbeln um 30 Grad. Und es war zu befürchten, dass sie weiter voranschreiten würde, wenn nicht gegengesteuert würde. "Also bekam ich ein Korsett aus Plastik für den gesamten Oberkörper angepasst, das ich so viel wie möglich tragen sollte, und ich musste regelmäßig zur Physiotherapie gehen", erzählt die junge Frau. Weil ihr, aber auch ihren Eltern nicht bewusst war, welche Dimension die Krankheit annehmen kann, ließ die Schülerin das Korsett nach etwa einem Jahr wieder links liegen. "Ich wollte es nicht in der Schule tragen, und überhaupt hatte ich zu dieser Zeit als Teenager andere Sorgen", erzählt Einheller.

Operation unvermeidlich

Erst viele Jahre später wurde ihr bewusst, dass diese Nachlässigkeit fatal gewesen war. Als sie 19 Jahre alt war und nach der Matura als Buchhalterin arbeitete, wurden ihre ständigen Rückenschmerzen schlimmer. "Ich vermute, das kam daher, weil ich durch meinen Beruf viel mehr saß als je zuvor in meinem Leben", sagt Einheller. Dazu kam, dass ihr Magen und andere Organe im Bauch durch die Krümmung immer stärker auf eine Seite des Körpers gedrängt wurden. "Das sah natürlich nicht schön aus und ich fühlte mich dick, weil der Bauch auf einer Seite immer mehr hervortrat", so Einheller. All das motivierte die junge Frau, ihren Rücken wieder einmal vom Orthopäden anschauen zu lassen.

"Die Diagnose war niederschmetternd, meine Verkrümmung war extrem fortgeschritten und lag bei mehr als 90 Grad", erzählt sie. Nun konnten ihr Korsett und Physiotherapie nicht mehr helfen, die Fachärzte rieten ihr zur Versteifung des verkrümmten Bereichs ihrer Wirbelsäule, um eine weitere Drehung zu verhindern. "Obwohl mein Leidensdruck groß war, war die Entscheidung für diese Operation nicht leicht", erinnert sich Einheller.

Denn es bestand das Risiko, dass bei dem Eingriff ein Nerv beschädigt würde, wodurch die Buchhalterin im schlimmsten Fall gehunfähig hätte werden können. Dennoch entschied sich die damals 19-Jährige für die Operation. Im April 2015 wurde sie operiert. "Leider wurde beim ersten Eingriff tatsächlich ein Nerv in Mitleidenschaft gezogen, sodass die OP abgebrochen werden musste, erst beim zweiten Eingriff konnten meine Wirbel mit Stangen und Schrauben fixiert werden", erzählt Einheller. Wegen des verletzen Nervs habe sie danach unter Lähmungserscheinungen gelitten. "Die Zeit nach der OP war daher schwierig, aber nach etwa einem Jahr konnte ich wieder arbeiten", sagt die junge Frau.

Jetzt geht es Einheller wieder gut, und es ist ihr ein Bedürfnis, anderen Menschen mit Skoliose zu helfen. Daher hat sie gemeinsam mit einer Freundin eine Selbsthilfegruppe gegründet.

_________________
Es gehört zu den großartigen Belohnungen dieses Lebens,
dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
anderen zu helfen, sich selber hilft.




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