Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 12. April 2018 11:12     Betreff des Beitrags: Endlich keine Rückenschmerzen mehr – Ein Erfahrungsbericht
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Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose L3/4 und L4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose und Dornfortsatzarthr. L4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
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Bundesland: Niedersachsen

Endlich keine Rückenschmerzen mehr – Ein Erfahrungsbericht


Rückenschmerzen können zur Qual werden. Wenn nur ein einziger Wirbel gleitet, gerät der komplette Wirbelapparat aus den Fugen. Eine Versteifung kann helfen. Ein Erfahrungsbericht unserer Redakteurin, der Mut macht.

Es ist ein schleichender Prozess, der mir das Leben zur Hölle werden lässt: Millimeter für Millimeter gleitet der Wirbel im Übergang von der Brust- zur Lendenwirbelsäule weiter nach hinten: „Lytische Olisthese L5/S1, Grad 2 nach Meyerding mit segmentaler Instabilität“ lautet die ärztliche Diagnose.

Konkret heißt das für mich: Ein ständiges Zwicken im unteren Rückenbereich, und das schon seit Jahrzehnten. Was vor zehn Jahren noch einigermaßen erträglich war, nimmt an Schmerz-Intensität mehr und mehr zu. Langes Sitzen wird zur Qual, beim Wandern muss immer wieder Pausen machen, und das morgentliche Aufstehen dauert bis zu zehn Minuten, ehe ich eine aufrechte Haltung einnehmen kann. Die Schmerzen strahlen bis in beide Beine aus. Lebensqualität ist etwas anderes.

Mein Umfeld empfindet das allerdings anders: „Du hast es mit dem Rücken? Kann doch nicht sein. Du bist doch so sportlich und beweglich“, bekomme ich oft zu hören.

Im August vergangenen Jahres werden die Schmerzen unerträglich, der Gang zum Orthopäden ist unumgänglich. Das Röntgenbild bestätigt meinen Verdacht, dass etwas nicht in Ordnung ist: Der Wirbel im unteren Rückenbereich ist verschoben. Eine Magnetresonanztomografie, kurz MRT, gibt weitere Aufschlüsse.

Es droht Instabilität

„Das sieht nicht gut aus, bei Ihnen droht Instabilität ", berichtet Bernhard Greitemann, Chefarzt der Klinik Münsterland in Bad Rothenfelde. Nach seiner Einschätzung kann nur eine Operation helfen, meint er und empfiehlt mir, mich an seinen Kollegen Henry Halm in der Schön Klinik in Neustadt in Holstein zu wenden.

Noch am gleichen Tag greife ich zum Telefonhörer und vereinbare mit der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie einen Untersuchungstermin. Als ich Ende September an die Ostsee fahre, bin ich froh gelaunt, weil ich der Ansicht bin, dass es mir nach einem „kleinen Eingriff“ sicher bald besser gehen wird.

Ich werde eines Besseren belehrt: Gut vier Stunden soll die komplizierte Operation dauern, wobei zunächst der Bauch aufgeschnitten wird, um eine Platte einzusetzen, bevor zwei weitere Schnitte auf dem Rücken folgen, um die Wirbelsäule zu verschrauben.

Von wegen „kleiner Eingriff“

Der Blutdruck rast in die Höhe. Von wegen „kleiner Eingriff“. Dies ist eine größere Nummer, die mit vielen Risiken behaftet ist. Nach dem Aufklärungsgespräch blättert Henry Halm in seinem Terminkalender: „Am 7. November kann ich Sie operieren“. Ich stimme zu.

Die Operation läuft planmäßig. Schon am Folgetag sitze ich aufrecht in meinem Bett und nehme die erste Nahrung zu mir: Die Narben auf dem Bauch und am Rücken zwicken ein bisschen, aber schon jetzt spüre ich: Der drückende Schmerz im unteren Rückenbereich ist verschwunden.

Der Heilungsprozess schreitet problemlos voran: Schon nach einem Tag die ersten Gehversuche, nach vier Tagen ein langer Spaziergang. Nach einer Woche kann ich die Klinik verlassen und den Rückweg als Beifahrer im Auto ohne die stechenden Schmerzen bewältigen.

Schonung ist angesagt, denn die Schrauben müssen langsam einwachsen. Autofahren, schweres Tragen und Heben sind tabu, ebenso Schwimmen und Sauna. Ich verzichte gerne angesichts der Tatsache, dass die Schmerzen wie weggeblasen sind. Nur wenige Tage muss ich die verordneten Schmerzmittel nehmen.

Fühle mich fit

Nach drei Monaten dann die Reha in der Münsterland-Klinik: „Ich fühle mich fit, legen Sie noch eine Schüppe drauf“, betone ich mit Blick auf das Sportprogramm. Das setzt sich aus Gesundheitswandern, Rückengymnastik, Theraband, Bogenschießen, Nordic Walking und Gerätetraining zusammen. Zur Entspannung dienen Massagen, Fangopackungen und Physiotherapie, während verschiedene Vorträge Tipps zur gesunden Ernährung, rückengerechten Bewegungen und Verhalten am Arbeitsplatz geben.

„Man sieht Ihnen den Erfolg der Operation an“, erklärt Bernhard Greitemann beim Abschlussgespräch. Woran er das erkennt?: „An Ihrem Gesicht, Sie sind wesentlich entspannter“.

Welch ein Kompliment. Das kann ich allen beteiligten Ärzten und Therapeuten gern zurückgeben: Ich habe eine neue Lebensqualität, mein zweites Leben hat begonnnen, endlich ohne Schmerzen.

Quelle:  https://www.noz.de/lokales/melle/artike ... &0&1178898

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Es gehört zu den großartigen Belohnungen dieses Lebens,
dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
anderen zu helfen, sich selber hilft.




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