Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Dezember 2015 16:34     Betreff des Beitrags: Skoliose-OP: Asklepios-Klinik Lindenlohe hilft Flüchtlingen
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Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Niedersachsen

Skoliose-OP: Asklepios-Klinik Lindenlohe hilft jungen Flüchtlingen


Ein aufrechtes Leben führen. Ganz normal, ohne Schmerzen. Für zwei junge, an Skoliose erkrankte Syrer hat sich dieser Traum erfüllt. Die Teenager, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und derzeit in Deutschland leben, litten unter einer sehr schweren Deformation der Wirbelsäule.

An der Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe wurde ihnen geholfen: Privatdozent Dr. med. Konstantinos Kafchitsas, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenerkrankungen, zögerte nicht lange. Der Spezialist für operative Behandlungen von Skoliosen gab den beiden Patienten die Chance auf ein Leben ohne Schmerzen.

Abed (Name geändert) ist 16 Jahre alt und alleine in Deutschland. Aus seiner Heimat musste er fliehen. Ohne Mutter, ohne Vater, ohne Sprachkenntnisse. Dafür aber mit einer mehr als ungewissen Zukunft und einer körperlichen Erkrankung, die den Alltag zur schmerzhaften Tortur machen kann: Skoliose. Zeit seines Lebens litt er unter der chronischen Verformung der Wirbelsäule, die seitlich verbogen und in sich gedreht ist. "Eine körperliche Beeinträchtigung, die, wenn sie unbehandelt bleibt, zu enormen Problemen führen kann", weiß Dr. Kafchitsas. Über die Flüchtlingsbetreuung hatte der Chefarzt vom Schicksal des jungen Syrers erfahren und sich seiner medizinischen Betreuung angenommen. Bei der Untersuchung stellte sich schnell heraus, dass eine Operation unumgänglich werden würde. "Eine konservative Therapie, wie etwa mit Stützkorsett oder gezielter Physiotherapie, kam nicht in Frage", so der Experte. Auch dem 17-jährigen Resul (Name geändert), der mit seinem Vater aus Syrien geflohen war, war nicht anders zu helfen. Ein Bekannter hatte Dr. Kafchitsas vom Leiden des Jungen erzählt. Der Mediziner wollte helfen.

Anfang Oktober und November konnten nach Klärung bürokratischer Genehmigungsverfahren und medizinischer Vorbehandlungen die Operationen seiner beiden Patienten stattfinden. Nervosität war den vom Leben und Trauma der Flucht gezeichneten jungen Männern anzusehen. "Das sind große Eingriffe", betont Dr. Kafchitsas. Die operative Therapie von Skoliose gilt als eine der schwierigsten in der Orthopädie. "Operationen am Rückgrat sind nicht ohne Risiko." Nur wenige Kliniken überhaupt bieten diese Art der Behandlung. Lindenlohe, mit heuer 35 solcher Operationen, hat sich weit über die Grenzen der Region einen hervorragenden Ruf erarbeitet.

Auch Abed und Resul schöpften schnell Vertrauen zum hilfsbereiten Team. Dank moderner, minimalinvasiver Operationsmethoden konnten die verkrümmten Wirbelsäulen wieder in Form gebracht werden. "Zudem bekommt das filigran gebaute Stützorgan neuen Halt", erklärt Dr. Kafchitsas. Beide Eingriffe verliefen reibungslos, die zwei Patienten erholten sich schnell und konnten schon nach einer guten Woche aus der Klinik entlassen werden. Natürlich wird es eine Zeit dauern, bis sich die zwei Jungen an das neue Körpergefühl gewöhnt haben werden. Doch zumindest rein körperlich steht einem normalen Leben nun nichts mehr im Weg. "Im Beruf und auch beim Sport dürfen sie sich durchaus körperlich fordern", versichert Dr. Kafchitsas. Nur bei manchen Herausforderungen müsse man aufpassen. "Zum Beispiel bei Wettkampfsportarten." Ein Alltag, wie ihn Abed und Resul bisher nicht kannten und was Dr. Kafchitsas immer wieder mit Stolz erfüllt. Denn trotz seiner jahrelangen Erfahrung ist es auch für den Mediziner immer wieder schön, anderen Menschen helfen zu können.

Quelle:  http://www.wochenblatt.de/nachrichten/s ... 170,343118

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