Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Oktober 2014 10:10     Betreff des Beitrags: Das Kunststück von Göttingen
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Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose L3/4 und L4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose und Dornfortsatzarthr. L4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI und MPDS); Restkrümmung LWS 18°
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Niedersachsen

Das Kunststück von Göttingen


Spezialisten der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ist ein besonderer Behandlungserfolg gelungen. Ein 16-jähriges Mädchen aus Ungarn, das aufgrund einer Querschnittslähmung nicht mehr laufen konnte, kann nach mehreren Operationen im Uni-Klinikum wieder aufrecht stehen und eigenständig gehen.

Sechs Monate nach ihrer Ankunft in Göttingen konnte die Jugendliche die Klinik auf eigenen Füßen wieder verlassen. „Sie ist bereits nach Ungarn zurückgekehrt“, teilte UMG-Sprecher Stefan Weller mit. Die 16-jährige Elma litt an einer Skoliose, einer seitlichen Krümmung der Wirbelsäule. Um diese zu richten, wurde sie in einem Krankenhaus in ihrer Heimatstadt Pecs operiert. Dabei kam es allerdings zu Komplikationen, die Operation musste abgebrochen werden. Als sie aus der Narkose aufwachte, war sie querschnittsgelähmt. Weil ihr in Ungarn niemand helfen konnte, vermittelte ein Freund der Familie den Kontakt zum Operativen Kinderzentrum der Göttinger Universitätsmedizin.

In dieser bundesweit einmaligen Spezialeinrichtung betreuen Fachärzte aus den Bereichen Kinderorthopädie, Kinderneurochirurgie, Kinderchirurgie und Kinderurologie gemeinsam junge Patienten mit speziellen operativen Problemen. Bei ihrer umfangreichen Diagnostik stellten die Göttinger Spezialisten fest, dass die 16-Jährige einen gutartigen Tumor an der Wirbelsäule hatte, der bis in den Rückenmarkskanal der oberen Brustwirbelsäule reichte und bereits das Knochengewebe angegriffen hatte. Die Mediziner entfernten zunächst den Tumor und stabilisierten dann die Wirbelsäule mit einem Gipskorsett. In den folgenden Wochen absolvierte Elma ein umfangreiches Spezialtraining, um ihre Beinmuskulatur zu kräftigen und ihre koordinativen Fähigkeiten zu schulen.

Dann folgte eine dritte Operation, die zwölf Stunden dauerte. Bei diesem Mammuteingriff mussten die Mediziner zunächst das Gipskorsett sowie das Narbengewebe an der voroperierten Wirbelsäule entfernen. Nachdem die Strukturen freigelegt waren, wurden die Wirbelkörper mit Schrauben gefasst und die Wirbelsäule durch vorsichtige Manipulationen an zwei Titanstäben aufgerichtet. Die Mediziner mussten dabei sehr behutsam vorgehen. Der Eingriff gelang: „Wir sind glücklich, dass wir Elma ohne erneute Schädigung des Rückenmarks an der Wirbelsäule aufrichten und stabilisieren konnten“, freut sich die Leiterin des Schwerpunkts Kinderorthopädie, Professor Anna Hell.

Quelle: http://www.goettinger-tageblatt.de/Nach ... eder-gehen

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Es gehört zu den großartigen Belohnungen dieses Lebens,
dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
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