Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Februar 2012 10:54     Betreff des Beitrags: Re: Artikel im Focus: Von jetzt an aufrecht leben...
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Hallo, Michelle wurde auch von Herr Thomsen operiert und ich kann nur sagen der Mann weiß was er macht und wovon er redet.Wir dachten auch das prof. Halm die OP unserer Tochter macht da ihre Skoliose schon eine Herausforderung war aber er hat nur während der OP mal rauf geguckt.Ich frage mich allerdings auch grade ob dir nur darum geht "prof. Halm hat mich operiert" .Alle Ärzte hier sind Spezialisten und keine Schlachter.Also auch wenn ich mal weinerlich bin aber vom grundsatz fühle ich mich hier mit meinem Kind schon sehr gut aufgehoben.und der Prof. ist halt woe oben schon geschrieben wurde ein viel beschäftigter Mann den habe ich bisher (sind jetzt 1 Woche hier ) nur einmal kurz bei einer visite gesehen vor der OP.Er hat zwei Sätze mit mir gesprochen und das wars.Der ist auch wenn er dich operieren würde nicht immer hier um sich nach dir zu erkundingen.Wie es dir so geht.

Gruß Carola

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Vor Tagen war Michelle´s OP in Neustadt.



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 Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Februar 2012 12:58     Betreff des Beitrags: Re: Artikel im Focus: Von jetzt an aufrecht leben...
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Moin meine lieben Forumsmitglieder,

jetzt muss ich doch noch mal was dazu schreiben:

In meinem Kopf wirbelten in den letzten Tagen auch sehr viele Gedanken herum, die ich erst mal ordnen mußte und noch muss.
Zunächst mal habe ich ganz schön mitgefiebert bei der schweren Operation von Michelle. Das war mega-emotional für mich und ich freue mich, dass alles so gut gelaufen ist.

Die Aufregung war gerade überstanden, dann las ich den Nachuntersuchungsbericht von Möchtegern und das mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen: Sie darf wieder Achterbahn fahren und die ganzen anderen Monsterkarusells auch? Unglaublich! Da wird mir ganz schwindelig und ich durchlebe eine Gefühlsachterbahn von "super, will ich auch dürfen" über "hoffentlich gibt das keine Reklamationen" und "dürfen die Ärzte für sowas wirklich grünes Licht geben?" bis "dann müssen die Karusellbetreiber jetzt ihre Warnschilder ändern und Neustadt-Skoliose-Operierte da ausschließen (Rückenkranke und -operierte werden dort meistens gewarnt rasante Fahrgeschäfte zu nutzen). Für mich ist die Frage: wer übernimmt die Verantwortung wenn doch etwas passiert?

Zum Thema Verantwortung:
Wenn ich in dem Focus-Bericht (unterscheidet sich der Online-Bericht eigentlich von der Zeitungsversion, steht da noch mehr drin?)
auch noch sowas lese:


Zitat:
Auch eine zu gut gemeinte Begradigung der Wirbelsäule kostet möglicherweise das Gehvermögen.


dann bin ich vollkommen fassungslos. Wieso genau gelingt mir gerade nicht in Worte zu fassen.

So, ich glaube jeder operierte Patient muss weiter Übungen machen. Schaden wird es auf keinen Fall auch wenn es tatsächlich in dem einem oder anderem Fall wirklich nicht nötig sein sollte.

Ich mache jetzt gleich mal meine neue Lieblings-Therabandübung, die ich dem Forum nicht vorenthalten möchte:

Theraband (ich habe das Grüne) in Schulterhöhe fest machen. Arme ausstrecken. Schulter nach unten hinten "ausrichten". Arme anwinkeln und irgendwann wieder lösen.
Übung so oft wie man möchte wiederholen. Ich hatte am nächsten Tag ein wunderbares Wirbelsäulengefühl!

Gruß

Second

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Vor Tagen war meine erste Wirbelsäulen-OP.
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Eine verschleppte Wirbelsäulentuberkulose kann ganz schön schlauchen ...


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Februar 2012 15:31     Betreff des Beitrags: Re: Artikel im Focus: Von jetzt an aufrecht leben...
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Hallo , vielen Dank liebe Second.Habe mich grade sehr gefreut das du so an uns gedacht hast.Ich drück Dich hiermit mal virtuell.

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Gruß Carola

Vor Tagen war Michelle´s OP in Neustadt.


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Februar 2012 20:30     Betreff des Beitrags: Re: Artikel im Focus: Von jetzt an aufrecht leben...
Hallo,

Auch wenn man vom "Focus" (der so eine Art "Bild"-Äquivalent für Akademiker ist) nicht allzu viel erwarten sollte:

Ein guter Artikel über akutelle Therapiemethoden bei Skoliose sollte nicht nur auf moderne OP-Verfahren und Spezialkliniken hinweisen, sondern es sollten darin auch die KG nach Schroth, die KG nach Vojta (bei Kleinkindern) sowie die derotierende Rumpforthese nach Chêneau (meinetwegen auch als Chêneau-Korsett) erwähnt werden.

Der Artikel erweckt den Eindruck, dass ein Korsett grundsätzlich mit Schmerzen und eingeschränkter Freiheit einhergeht, und das stimmt halt einfach nicht.
Inzwischen gibt es hochkorrigierende Korsette, die die Beweglichkeit nicht viel stärker einschränken als zwei Stäbe im Rücken - sich im Gegensatz zu diesen aber abnehmen lassen -, die sich gut unter der Kleidung verstecken lassen und die in einer ganzen Reihe von Farben und Mustern erhältlich sind.
Natürlich treten häufig Schmerzen auf, wenn man ein gut korrigierendes oder aufpelottiertes Korsett zum ersten Mal trägt. Aber wenn man das mit den Schmerzen nach einer OP vergleicht, die mit keinem Wort erwähnt werden...

Zitat:
"In der Regel dürfen die Betroffenen ein Jahr nach der OP ihre Skoliose getrost vergessen“, sagt Henry Halm, Chefarzt der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie der Schön Klinik in Neustadt in Holstein.

Wenn dieser Satz von jemandem kommt, der keine Ahnung von Operationen an der WS hat, dann könnte ich gerade noch darüber hinwegsehen. Aber so ist er für mich nicht zu entschuldigen, auch wenn er von einem Spezialisten von Weltrang kommt.

Zitat:
Im Gegensatz zu Hohlkreuz oder Hängeschultern lässt sich eine Skoliose auch nicht durch aktives Aufrichten korrigieren.

Das ist falsch.
Wenn dem so wäre, würde die KG nach Schroth nichts bringen. Das tut sie aber durchaus, auch wenn natürlich bei starken Krümmungen längst keine so große Abnahme der Gradzahl(en) möglich ist wie bei einer OP.


Möchtegern hat geschrieben:
zu dem Thema mit dem ''Vergessen'', genau das gleiche hat mir Herr Thomsen letzten Freitag bei der Kontrolle auch gesagt. Wenn das Jahr nach der OP rum ist, kann ich tun was ich will, keine spezielle Physio mehr, ich soll die Skoliose und die OP komplett vergessen, das wäre dann abgehakt und einfach ein ganz normales Leben führen. War auch stark verwundert. Also das sagt anscheinend nicht nur der Prof., wobei ich auch der Ansicht bin, dass man das NICHT vergessen sollte.

Na ja, bei Deiner kurzen Versteifungsstrecke von Th 4 bis Th 9 wirst Du natürlich in der Tat nicht sehr viele Einschränkungen haben.
Trotzdem müssen zu starke Belastungen an den Enden der Versteifungsstrecke vermieden werden, und auch Dinge wie Boden- und Geräteturnen, mindestens 50% aller Yoga-Übungen und zahlreiche weitere Gymnastikübungen sind tabu.
Außerdem finde ich gerade bei einer kurzen Versteifunsstrecke regelmäßige Kontrollen wichtig. Schließlich könnte es in der unversteiften LWS zur Entstehung einer neuen Krümmung kommen, und beim frühzeitigen Erkennen derselben könnte noch gut mit KG und ggf. Korsett einer Verschlimmerung entgegengewirkt oder wieder eine Begradigung erreicht werden.

Viele Grüße, Anne


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Februar 2012 20:50     Betreff des Beitrags: Re: Artikel im Focus: Von jetzt an aufrecht leben...
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Liebe Forumsmitglieder,

ich habe mir das Heft "Focus Gesundheit Der Rücken" heute mal gekauft und werde es jetzt mal ganz enspannt lesen.

Es ist übrigens ganz schön teuer: 7,90 €.

Ich kann ja auch nichs dazu, dass ich so operationsängstlich bin und die Dinge so kritisch sehe. Für viele Betroffene sind die modernen Skolioseoperationen sicher ein Segen.

Wie gesagt, ich lese mir jetzt mal das Heft komplett durch.

Gruß

Second

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Vor Tagen war meine erste Wirbelsäulen-OP.
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Eine verschleppte Wirbelsäulentuberkulose kann ganz schön schlauchen ...


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Februar 2012 06:19     Betreff des Beitrags: Re: Artikel im Focus: Von jetzt an aufrecht leben...
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Zitat:
Außerdem finde ich gerade bei einer kurzen Versteifunsstrecke regelmäßige Kontrollen wichtig. Schließlich könnte es in der unversteiften LWS zur Entstehung einer neuen Krümmung kommen, und beim frühzeitigen Erkennen derselben könnte noch gut mit KG und ggf. Korsett einer Verschlimmerung entgegengewirkt oder wieder eine Begradigung erreicht werden.


Hallo Anne,

na hoffentlich passiert das nicht allzu oft, würde mich nämlich selbst betreffen. Würde man mit einer weiteren OP. die Verschlechterung der LWS. wieder korrigieren können, oder wird die dann nur zur BWS "dazuversteift"?

Zu dem Bericht vom Focus:

Ich denke mal diese ganze Krankengeschichte, von wegen ein Korsett bringt nichts und nach einer OP. kann man die Skoliose getrost vergessen dient nur dem Verkaufsgeschäft des Focus. Sprich eine solche Geschichte liest sich doch etwas spektakulärer..

Positiv an der Geschichte finde ich das dem Volk diese Skoliosenkrankheiten und Behandlungsmöglichkeiten näher gebracht werden. Gerade Betroffene (so wie es beispielsweise bei mir war) wissen glaube ich zum Teil nicht einmal das es möglich ist Skoliosen zu operieren. Mein Hausarzt zumindest nicht, und der nächst gelegene Privatorthopäde musste sich erstmal informieren, und teilte mir erst später telefonisch etwas dürftige Informationen mit. Hätte es also dieses Forum nicht gegeben, würde ich wahrscheinlich bis jetzt nocht nicht operiert sein, abgesehen davon das ich nie auf meinen Arzt, Dr. Ogon gestoßen wäre.


Liebe Grüße.
Stefan

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