Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Juli 2011 21:18     Betreff des Beitrags: Totales Gefühlschaos
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Therapie: 3 Jahre Korsett und KG
2 x Reha in Bad Sobernheim
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OP im Dez. 2011
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Geschlecht: weiblich
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Hallo Zusammen,

ich habe mich ja erst vor kurzem hier angemeldet, allerdings schon längere Zeit vorher immer wieder hier gelesen und gestöbert. Bei mir steht auch die Frage aus: OP ja oder nein... und ich bin in einem absoluten Chaos meiner Gefühle gefangen, weil mich diese Frage einfach nicht mehr los lässt.

Falls jemand meine kurze Vorstellung nicht gelesen haben sollte, möchte ich schnell was zu meiner Person sagen:
Ich bin 23 Jahre alt und habe eine Skoliose thorakal 58° und lumbal 56° und ich habe seit Wochen mit starken Schmerzen in der Lende und unter dem Rippenbuckel zu kämpfen. Am Anfang dachte ich mir noch gar nix dabei, weil ich die Jahre vorher so gut wie schmerzfrei war, aber jetzt ist es teilweise nur noch mit Schmerzmitteln auszuhalten.

Ja, ich bin völlig durcheinander und ich weiß nicht, was ich machen soll. An einem Tag denke ich, die OP mach ich, am nächsten Tag wach ich auf und dann schwirren wieder die Gedanken "niemals lässt du dir da rumschnibbeln" in meinem Kopf rum.
Ich hatte vor einem guten Jahr einen Vorstellungstermin in der Klinik in Langensteinbach (Karlsbad), wo mir natürlich direkt zur OP geraten wurde. Als ich das gestochen scharfe Röntgenbild von mir gesehen habe, war ich den Tränen wirklich sehr nahe und war regelrecht geschockt, wie schlimm das doch aussieht! War dann eigentlich kurz davor mir einen Termin geben zur OP geben zu lassen, allerdings kam dann ein Jobwechsel dazwischen und ich konnte meinen neuen Chef ja nicht gleich damit "überfallen" für längere Zeit auszufallen. Deshalb hab ich dieses Thema erst mal nach hinten geschoben.

Jetzt ist also ein Jahr vergangen und ich leide sehr unter meinen Schmerzen und ich hasse meinen "Buckel"! Ich lebe jetzt ja schon so lange mit der Skoliose aber trotzdem hab ich immer das Gefühl im Freibad oder im Sommer, wenn ich leichte Kleidung trage, angestarrt zu werden. Meine Freunde behaupten zwar "ach quatsch, deinen krummen Rücken sieht man gar nicht" - haa, von wegen! Gehts euch da auch so? Mir ist schon klar, dass die OP nicht nur eine Schönheits-Sache ist und dass mir keiner sagen kann, obs "danach" besser wird, aber mich lässt das grade einfach nicht mehr los.

Ich habe irgendwie so ein Durcheinander in meinem Kopf, dass ich abends mit diesen Gedanken einschlafe und morgends damit aufwache! Weiß nicht, ob ich das als positiv oder negativ sehen soll. Kann halt mit meinen Freunden oder mit meiner Familie nicht so richtig drüber reden, weil die das einfach nicht nachvollziehen können!

Ich habe jetzt Ende des Monats noch einen Vorstellungstermin in der Schön Klinik in Vogtareuth und bin schon sehr gespannt, was die dort zu sagen haben!

Das tat jetzt einfach mal gut, dass ich mir das von der Seele schreiben konnte, vielleicht gehts ja jemandem ähnlich?!

Liebe Grüße
Schnulli

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Vor Tagen wurde ich durch die Schön Klinik in Vogtareuth wieder gerade!!

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Juli 2011 21:57     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
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Liebe Schnulli,

es ist nicht einfach sich für eine OP zu entscheiden, dass will wirklich gut überlegt sein, da es ja kein einfacher Eingriff ist. Alicia ist jetzt 15. Jahre alt und lebt schon einige Jahre mit der Krankheit, leider hat sich ihre Biegung nicht bremsen lassen. Wir haben uns lange bevor das Thema OP anstand, schon damit befasst, für uns war klar, das wir die OP auf jeden Fall machen lassen. Jetzt ist es so weit, sie hat Lumbal 61° und Thorakal 57° schmerzen hat sie nicht, aber erste Verschleisserscheinungen an den Wirbeln. Sie hat selber den Wunsch zur OP, aber die Angst lähmt sie regelrecht manchmal, sie schafft es kaum Ihren Alltag zu bewältigen in der Schule sind gottseidank alle Arbeiten geschrieben, vor der OP machen wir noch zwei Wochen Urlaub um uns abzulenken und etwas zu relaxen. Ich will damit sagen : Selbst wenn du dich bewusst für eine OP enscheiden solltest, die Angst bekommst du kaum aus den Kopf, übrigens den Familienangehörigen geht es genauso. Du bist also nicht allein mit deiner Angst. :trösten:

Liebe Grüße Silke

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Liebe Grüße Silke

Vor Tagen war Alicia´s OP


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Juli 2011 22:08     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
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Hallo Schnulli,

ich kann dich beruhigen, dass hier dich jeder verstehen kann. Vielleicht schreibe ich dir jetzt ein wenig harte Worte, aber du musst damit durch. Ich glaube, dass bei dir "Schönheitssache" und deine Schmerzen gleich wichtig sind. Das ist kein Vorwurf! Das heißt nur, dass du bis jetzt mit deiner Skoliose (ich meine eigentlich Buckel) nicht klar gekommen bist und die Skoliose (hier meine ich deine Schmerzen) wird leider nicht besser. Vielleicht die OP deine Rettung ist?

Schnulli, rede mit Therapeuten. Erzähl, was dir an der Seele liegt. Es muss nicht unbedingt ein Psyhotherapeut (übernimmt die KK) sein, ein Psychologe (die KK übernimmt die Kosten nicht) kann auch helfen.
Schnulli hat geschrieben:
allerdings schon längere Zeit vorher immer wieder hier gelesen und gestöbert. Bei mir steht auch die Frage aus: OP ja oder nein... und ich bin in einem absoluten Chaos meiner Gefühle gefangen, weil mich diese Frage einfach nicht mehr los lässt.

Weil du noch nicht überzeugt bist! Die Foris, die sich zur OP entschieden haben, haben auch sehr langen Weg gemacht. Das ist ganz wichtige Entscheidung. Wenn ich dein Beitrag lese, dann ich habe Gefühl, dass du dich schon entschieden hast. Diese Panik und Chaos ist nur Angst vor OP.
Schreibe die Liste mit Pro und Kontra, was für und gegen OP spricht. Schwarz auf weis. Vielleicht musst du ja nichts tun oder vielelicht doch.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei dem Vorstellungstermin in der Schön Klinik in Vogtareuth.

Liebe Grüße
Pinkeis

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Bärbel Mohr: " Nach dem Gesetz der Resonanz kannst du im Außen nur die Menschen und Situationen anziehen, die einen Spiegel deines Inneren darstellen. Siehst du die Schönheit im anderen, dann hast du gerade die Schönheit deines eigenen Wesens entdeckt. Machen die anderen dich fertig, dann machst eigentlich du selbst dich fertig."


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Juli 2011 22:30     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
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Hallo Schnulli,

ich kann deine Gefühlslage sehr gut verstehen. Deine Gradzahlen, die Schmerzen und deine Einstellung zu dem Rücken sprechen schon für eine OP, aber ich bitte dich, lass dir mit der Entscheidung genug Zeit, sodass du wirklich hinter der OP stehst und sie nicht hinter bereust.
Man sollte diese OP nicht unterschätzen und sich wirklich 100%ig sicher sein.
Wie Pinkeis schon geschrieben hat, haben alle Operierten einen langen (Leidens-) Weg hinter sich und der letzte Schritt war die Operation.

Ich habe mir die Entscheidung zur OP nicht leicht gemacht, aber ich weiß (auch, wenn jetzt so kurz vor der OP Zweifel kommen), dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Die Ärzte in Neustadt sind die Besten und werden mir helfen.

Ich wünsche dir alles Gute für deinen Vorstellungstermin in Vogtareuth.
Du wirst uns sicher berichten.
:luck:

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Liebe Grüße von U-bit


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Juli 2011 12:51     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
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Hey Schnulli,

wir können dich alle nur zu gut verstehen .

U-Bit kann ich nur zustimmen. Lass dir Zeit mit deiner Entscheidung. Du wirst die richtige für dich treffen.

Mir war eigentlich schon vor ca. 1-2 Jahren klar das mir irgendwann diese OP bevor steht. Aber bis jetzt habe ich es immer gut ausgehalten. Leider sind die Schmerzen in diesem Jahr immer schlimmer geworden und ich habe mich im Februar für die OP entschieden.

Das wichtigste ist aber, dass du dir sicher bist. Es werden sicher noch einige auf dich zukommen und dir davon abraten. Bei mir war es sogar mein eigener Bruder .

Ich wünsche dir auch alles Gute für deinen Termin in der Klinik.

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Liebe Grüße, Sabrina

Vor Tagen war meine OP in Neustadt.

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Juli 2011 15:22     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
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Hallo Schnulli!

Lass dich von mir erstmal knuddlen: :freunde:

Schnulli hat geschrieben:
OP ja oder nein... und ich bin in einem absoluten Chaos meiner Gefühle gefangen, weil mich diese Frage einfach nicht mehr los lässt.
Mir ging es vor etwas über 3 Jahren genauso... Eigentlich war das Thema "OP" für mich gegessen und ich war mir sicher, dass ich so schnell keinen an meinen Rücken lassen würde... Dann hat meine Physiotherapeutin, die bis dahin immer meiner Meinung war, dass die OP momentan nicht sein sollte, einem befreundeten Orthopäden meine Röbi's gezeigt und er meinte, dass die OP schon sehr sinnvoll wäre, weil meine Skoliose einfach in relativ kurzer Zeit immer schlimmer geworfen ist. Ich war erstmal geschockt :was?: , bin von der KG heim gefahren und war total fertig. Und dann gings auch bei mir innerlich total hin und her, an einem Tag war ich mir sicher, dass ich die OP trotzdem nicht will, am nächsten Tag wollte ich sie dann doch, und so gings immer hin und her... :angel-devil: Also - ich weiß, wie du dich fühlst... :trösten:
Die Idee mit der Pro-Kontra-Liste find ich gut, das hab ich auch gemacht. Und es war echt erstaunlich, wie viel eigentlich für die OP sprach, und wie wenig dagegen... Das hat die Entscheidung auch etwas leichter gemacht... Also, das würd ich echt ausprobieren! :top1:

Schnulli hat geschrieben:
ich habe seit Wochen mit starken Schmerzen in der Lende und unter dem Rippenbuckel zu kämpfen. Am Anfang dachte ich mir noch gar nix dabei, weil ich die Jahre vorher so gut wie schmerzfrei war, aber jetzt ist es teilweise nur noch mit Schmerzmitteln auszuhalten.
Hast du schon mal Osteopathie ausprobiert? Ich hab teilweise sehr mit Kopfschmerzen zu kämpfen, (hatte sie teilweise sogar täglich, immer mit Schmerzmitteleinnahme) war jetzt 3x bei der Osteopathin, hab nächste Woche meinen 4. und letzten Termin, und seit dem sind meine Kopfschmerzen weg! Vielleicht könnte das was für dich sein?

Schnulli hat geschrieben:
Ja, ich bin völlig durcheinander und ich weiß nicht, was ich machen soll. An einem Tag denke ich, die OP mach ich, am nächsten Tag wach ich auf und dann schwirren wieder die Gedanken "niemals lässt du dir da rumschnibbeln" in meinem Kopf rum.
Das kenn ich, wie oben schon geschrieben... Ich glaube auch, dass du dich innerlich noch nicht ganz entschieden hast... Diese "niemals lässt du an dir rumschnibbeln"-Gedanken hatte ich eher in der Zeit, wo die OP für mich absolut gar nicht infrage kam, und bis ich mich dann für die OP entschieden hab, sind nochmal gut 4 Jahre vergangen... Allerdings hatte ich auch keine Schmerzen...

Schnulli hat geschrieben:
ich hasse meinen "Buckel"! Ich lebe jetzt ja schon so lange mit der Skoliose aber trotzdem hab ich immer das Gefühl im Freibad oder im Sommer, wenn ich leichte Kleidung trage, angestarrt zu werden. Meine Freunde behaupten zwar "ach quatsch, deinen krummen Rücken sieht man gar nicht" - haa, von wegen! Gehts euch da auch so?
Da kann ich dich insofern beruhigen, als dass ich glaube, dass "Ausenstehende" deinen Buckel wirklich nicht sehen! Ich habs gemerkt, als ich einigen von meiner OP erzählt hab, und die ham dann ungefähr so geguckt: :shock: . Es ist ihnen überhaupt nicht aufgefallen, dass da an meinem Rücken irgendwas anders ist, als an anderen Rücken. Man selber kanns nicht glauben, weil der Buckel einfach "sooooooooo groß" erscheint, aber Leute, die mit dem Thema "Skoliose" nichts zu tun haben, die achten auch einfach nicht so auf die Rücken von anderen Leuten (wohingegen ich immer die Rücken von anderen anschau :kicher: ).

Schnulli hat geschrieben:
Ich habe jetzt Ende des Monats noch einen Vorstellungstermin in der Schön Klinik in Vogtareuth und bin schon sehr gespannt, was die dort zu sagen haben!
Ich bin schon gespannt. Wie ich in der Eingangshalle bei deiner Vorstellung schon geschrieben hab, bin ich selbst in Vogtareuth operiert worden und total zufrieden. Nachdem deine Skoliose in der OP-Indikation liegt und du dazu noch Schmerzen hast, solltest du dich darauf einstellen, dass dir auch in Vogtareuth zur OP geraten wird... :trösten:

Liebe Grüße!
Bettina

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Juli 2011 18:40     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
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Hallo ihr fleißigen Tipper!

vielen Dank für die lieben Antworten! Es ist doch schön zu hören, dass ich, was mein Gefühlschaos betrifft, nicht allein bin!

Ich bin mir auf keinen Fall zu 100 % sicher, dass ich die OP machen lassen werde. Ich denke allerdings, dass mir auch in Vogtareuth dazu geraten wird...
Was ich als nächstes mache, ist die Pro-Contra-Liste, Danke für den Tip Pinkeis, vielleicht kommt dann etwas mehr Ordnung in meine Gedanken.

Also dass Außenstehenden ein so krummer Rücken und vorallem ein Rippenbuckel nicht auffällt, das ist schon echt komisch, weil ich muss jedem auf den Rücken schauen *g* Habe so sogar schon 2 Leuten (damals einer Mitschülerin und einer flüchtigen Bekannten) gesagt, dass sie doch mal nach ihrem Rücken schauen lassen sollen, weil ich der Meinung bin, dass sie eine Skoliose haben. Bei der Mitschülerin wars tatsächlich so, dass die ne sehr starke Skoliose hat (ungefähr so wie ich; ist inzwischen auch operiert) und bei der Bekannten wars nur ne leichte (sie ist inzwischen wieder gerade, nachdem sie gleich ein Korsett bekommen hat). Deshalb find ichs so krass, dass das manchen einfach nicht auffällt! Naja, gut für uns Skolis!

Ja, also ich werde jetzt erst mal den Termin abwarten und dann auf jedenfall berichten...

Achso, was mich auch noch interessieren würde: Wie lang muss man denn im Schnitt auf einen OP-Termin warten und an die "Arbeitenden", wie habt ihr das eurem Chef gesagt, dass ihr ne Weile in der Arbeit ausfallt? Das plagt mich auch ungemein, wie bring ich das dem Chef bei?! Ohje...

Grüße aus BaWü!
Schnulli

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Juli 2011 19:26     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
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Hallo Schnulli,
Schnulli hat geschrieben:
Ich lebe jetzt ja schon so lange mit der Skoliose aber trotzdem hab ich immer das Gefühl im Freibad oder im Sommer, wenn ich leichte Kleidung trage, angestarrt zu werden.

die Sache mit dem sich angestarrt fühlen: Ich kann's verstehen. Ganz oft ist es aber so, dass man viel häufiger meint, angestarrt zu werden, als das überhaupt der Fall ist.
Leute gucken auch nur mal so in eine Richtung (... in der man dann zufälligerweise steht), schauen jemand anderen an, oder gucken einen zwar an, aber wegen was ganz anderem (das auch mitunter positiv sein kann!).
Ich hab' das echt mal verglichen, wie viele Leute vermeintlich gucken wenn ich ein Top trage und man auch meine Narbe sehen kann, und wenn man definitiv nix sehen kann.
... konnte da keinen wirklichen Unterschied feststellen.
Auch arg viel von vermeintlichem Getuschel entpuppt sich bei genauerem Hinhören als Gespräche über was ganz anderes.

Außerdem, wenn wirklich einer was merkt und deshalb guckt: Oft ist es nicht böse gemeint. Es wird dir wahrscheinlich auch passieren, dass du (oft, ohne es zu wollen) Leute länger anschaust, die irgendwie aus dem Rahmen fallen: jemand mit quietschebunter Frisur, jemand der sehr groß oder sehr klein ist... Ich gebe zu, mir geht es genauso - ist rein menschlich .

Schnulli hat geschrieben:
Also dass Außenstehenden ein so krummer Rücken und vorallem ein Rippenbuckel nicht auffällt, das ist schon echt komisch

mir ist das schon bei Leuten passiert, denen ich explizit erklärt hatte, woran man eine Skoliose erkennen kann - es kam dann zurück, dass ich diese Merkmale nicht hätte (obwohl bei mir, wie oft, aber bei heutigen OP-Methoden meist weniger, trotz OP ein leichter Rippenbuckel zu sehen ist und die Schultern nicht symmetrisch sind).
Und das war von Leuten, die mir garantiert nicht "schön zureden" zu brauchen sondern mir klipp und klar die Meinung sagen können.
Sie haben gesagt, sie haben entsprechendes zwar schon etwas gesehen, hätten es aber für einfach eine individuelle Körperform gehalten und vor allem, verursacht durch die Art und Weise, wie man gerade dasteht oder sitzt.
Manchmal wird ein Rippenbuckel auch von anderen als a) mehr Muskulatur, b) (weniger schmeichelhaft) Speckröllchen interpretiert - also somit was ganz anderem zugeordnet und nicht als "die hat etwas, das andere nicht haben".
Auch andere Sachen, von denen man selbst meint, andere würden sie einem rasch ansehen, bemerken viele nicht, so auch z.B. die Bewegungseinschränkungen und die gerade Haltung nach Versteifungs-OP. Nun ja, manches fällt anderen schon auf, wird dann aber meist etwas völlig anderem zugeordnet, was auch daran liegt, dass die meisten Leute eben weder von Skoliose noch von Versteifungs-OPs Ahnung haben. Die gerade Haltung wird meist als "hat wohl viel für die Körperhaltung trainiert", "gut erzogen, höflich" u.a. interpretiert, und wenn man sich - was eher selten ist, wenn die OP eine gewisse Zeit her ist - mal vorsichtiger verhält oder ein bisschen ungeschickter ist, wird eher auf eine kleine Sportverletzung oder "sich mal was verlegt haben" getippt.

Pro-Contra-Listen finde ich übrigens auch gut - gerade bei Themen, bei denen es schnell etwas emotionaler wird. Solche Listen zwingen einen auf gewisse Art und Weise, sich zu strukturieren.

Jedenfalls, ich wünsche dir eine gute Entscheidung .

Viele Grüße,
Raven

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Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.



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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Juli 2011 20:09     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
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Hey Schnulli.

Bei mir war das mit dem Chef weniger schwierig. Er wusste von Anfang an von meiner Krankheit. Ich habe öfters mit ihm darüber gesprochen. Daher war es kein Problem ihm davon zu erzählen.

Vielleicht schreibst du dir einfach ein paar Gedankenstützen auf, was du ihm erzählen möchtest und was er wissen muss. Du kannst ihm ja auch einen Vorschlag machen, wer in der Zeit deine Arbeit übernehmen könnte.

Ich habe meine Vertretung nach Rücksprache mit den Kollegen selbst organisiert und meinen Chef einen Vertretungsplan vorgelegt. Damit war er sehr zufrieden und musste sich um nichts mehr kümmern .

Hoffe das hilft dir?! .

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Liebe Grüße, Sabrina

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Juli 2011 20:51     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
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Brinchen89 hat geschrieben:
Bei mir war das mit dem Chef weniger schwierig. Er wusste von Anfang an von meiner Krankheit. Ich habe öfters mit ihm darüber gesprochen. Daher war es kein Problem ihm davon zu erzählen.


Hallo Brinchen,

bei mir ist halt das Problem, dass ich ja erst seit einem guten Jahr in dem Betrieb bin und noch nichts zu ihm gesagt habe bezüglich meiner Skoliose. War eigentlich dumm von mir...aber ich hatte halt Angst, dass ich dann evtl. nicht genommen werde, weil es ja sein kann, dass ich für längere Zeit ausfalle.
Blöd ist, dass es im Haus eigentlich niemanden gibt, der mich ersetzen kann. Klar, wenn ich mal Urlaub hatte oder krank war, dann kann diese Zeit schon überbrückt werden, aber für so lange wüsste ich jetzt keinen, der das alles machen kann.
Ich bin eigentlich so eingestellt, dass ich sage: Gesundheit geht immer vor. Aber trotzdem mach ich mir da so meine Gedanken drüber...
Naja, bis jetzt ist es ja noch nicht so weit!

Liebe Grüße
Schnulli

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 14. Juli 2011 09:16     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
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Hallo Schnulli!

Schnulli hat geschrieben:
Wie lang muss man denn im Schnitt auf einen OP-Termin warten
Das ist ganz unterschiedlich... Es kommt sicherlich auch darauf an, von wem du operiert werden willst, wenns z.B. der Prof. Wimmer machen soll, dann kanns schon mal ein paar Monate dauern... Aber dies ist natürlich auch nicht schlecht, so kannst das mit der Arbeit besser planen, als wenns ein Hau-Ruck-OP-Termin wäre...

Schnulli hat geschrieben:
Blöd ist, dass es im Haus eigentlich niemanden gibt, der mich ersetzen kann. Klar, wenn ich mal Urlaub hatte oder krank war, dann kann diese Zeit schon überbrückt werden, aber für so lange wüsste ich jetzt keinen, der das alles machen kann.
Gibts denn bei euch im Betrieb Zeiten, wo du leichter ausfallen kannst, weil weniger zu tun ist? Dann könntest du ja z.B. schaun, dass du die OP in so einen Zeitraum legst, und nicht grad da, wo eh schon Hektik und Stress pur herrschen... Und wenn du so lange im Voraus planen kannst, hättest du ja auch die Möglichkeit, langsam deine Aufgaben "umzuverteilen" bzw. anderen zu zeigen, wies geht, oder? (Also hier spricht grad der voll Laie, ich hab davon Null Ahnung und dementsprechend weiß ich nicht, ob und wie das gehen könnte...

Liebe Grüße
Bettina

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Juli 2011 22:58     Betreff des Beitrags: Re: Totales Gefühlschaos
Hallo Schnulli,

ich denke, dieses Gefühlschaos haben wohl die meisten hier hinter sich und ich denke, es wird wohl auch so sein, dass nach einer möglichen OP hinterher die Frage aufkommt, ob sich das alles gelohnt hat.
Zumindest ich habe mir damals diese Frage öfter gestellt.

Für mich kann ich diese aber bisher mit einem JA beantworten.

Das Tolle an diesem Forum ist eben, dass du nicht alleine bist und man sich hier eben so ziemlich alles von der Seele schreiben kann.

Liebe Grüße
Marie


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