Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2011 12:58     Betreff des Beitrags: Die Psyche bei so einer schweren OP...
Fleissiger Tipper
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Diagnose: Linkskonvexse thorakolumbale Skoliose ca. 50°; rechtskonvexe thorakale Gegenkrümmung ca. 40°
Therapie: KG, Cheneau-Korsett

OP am 27.07.2011 in der Uni Klinik Friedrichsheim
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Bad Wildungen
Hallo an Alle,

ich hab mal eine Frage an die die schon operiert wurden und vor allem die die längere Zeit im Krankenhaus bleiben mussten.
Ich muss mich ja jetzt die nächste Woche für einen OP Termin in der Klinik melden :angst1:

Zur Auswahl stehen Klinik Friedrichsheim in Frankfurt und die WWK in Bad Wildungen.
In Friedrichsheim meinte man, ich wäre ich wohl so in ca. 2 Wochen wieder zu Hause.
In der WWK kann es bis zu 4 Wochen dauern.

Meine Frage ist nun: Wie wirkt sich denn so ein etwas längerer Krankenhausaufenthalt auf die Psyche aus?
Also ich bin jemand. der schnell zu depressionen neigt, kann mir aber nichts drunter vorstellen, da ich noch nie operiert wurde ?! :versteck:

Ich weiss die Frage klingt bissi komisch, aber ich hab angst das ich danach wirklich dann Depressionen bekomm ....

Liebe Grüße Hilal

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Vor Tagen war meine OP in der Orthopädischen Uni Klinik Friedrichsheim


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2011 13:10     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
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Diagnose: idiopathische rechtskonvexe Skoliose BWS 53°, Beckenschiefstand (linker Beckenknochen 1cm höher), Flachrücken
Therapie: KG nach Lehnert Schroth und Korsett; 4 Wochen Reha Bad Salzungen;
OP 14.06.2011/ Augsburg: Korrekturspondylodese Th4-L2; Thorakoplastik Rippe 9-11;
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Bayern
Hi Hilal,
ich wurde zwar noch nicht operiert, bin aber in einem halben Jahr dran.
Ich war schon 2 mal im Krankenhaus und, obwohl ich krank war und ich mich nicht so gut bewegen konnte und alles, fand ich die Zeit immer ziemlich cool . Ich mein, du hast ja deine Familie und Freunde und auch Zimmernachbarn, die dich ablenken und unterhalten und mit unter hast du auch noch Schwestern und Pfleger, die sich um dich kümmern wenn es dir schlecht geht. Mach dich bitte nicht verrückt. Die Zeit im Krankenhaus wird sicherlich nicht einfach werden, aber du hast ja viele liebe Menschen um dich herum .
Positiv denken, das wird schon .

Viele Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,
Nici

_________________
Liebe Grüße,
Nici


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Vor Tagen fing mein neues Leben an.


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2011 13:33     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
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Diagnose: Kongenitale Thorakalskoliose; Rippensynostosen ca. 50°
Therapie: Vojta, Schwimmen, Hippo, Schroth; OP Dez. 09 Ibk (konkavseitiger growingrod Th2-L3), 6. Nachspannen Dez 12 Vogtareuth und Rippenresektion
Geschlecht: weiblich
Bundesland: österreich
Hallo ! Meine Tochter (4) wurde im Dez. in nnsbruck operiert, dann das 2te mal in Vogatareuth.. immer war die Ablenkung (kinderzimmer, Video, Fernsehen, Telephon, Kontàkte, Besuch) sehr wichtig. was gg. Depresiisionen wichtig ist, ist Struktur, Kontakt nach Aussen, Beschäftigung. Und in jeder Klinik gibts Betreuung. Also : nur Mut! Ich selber wurde vor 10 Jahren Hüftoperiert: 4 Wochen Klinik. War ok wg. Abwechslung, Telephon etc. Neige selber zu Depressionen....
Liebe Grüße Alexandra


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2011 14:20     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
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Hallo Hilal,
Hilal hat geschrieben:
Zur Auswahl stehen Klinik Friedrichsheim in Frankfurt und die WWK in Bad Wildungen.
In Friedrichsheim meinte man, ich wäre ich wohl so in ca. 2 Wochen wieder zu Hause.
In der WWK kann es bis zu 4 Wochen dauern.

Meine Meinung zu der WWK ist dir ja sicher bekannt. Aber mal abgesehen davon... Warum 4 Wochen, wenn es auch in 2 Wochen geht? Und du warst doch sicher schon in beiden Kliniken. Welche ist dir sympathischer? In welcher fühlst du dich wohler? Hast du sehr mit Heimweh zu tun? Mach dir eine positiv/negativ-Liste zu beiden Kliniken... In der Klinik in der du dich am wohlsten fühlst wirst du auch am wenigsten mit psychischen Problemen zu kämpfen haben.

Viel Erfolg bei deiner Entscheidung.

_________________
Liebe Grüße
Aileen


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2011 15:06     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
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OP am 27.07.2011 in der Uni Klinik Friedrichsheim
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Vielen Dank für die Antworten,

Ihr habt wahrscheinlich recht, mit genug Ablenkung geht die Zeit auch sicher schnell rum ohne in Depressionen zu verfallen . hoffentlich...
Das mit der positiv/negativ-Liste find ich ne gute Idee, werd ich sicher machen und dann einfach mal gucken auf welche mehr positives fällt !

Liebe Grüße Hilal

_________________
Vor Tagen war meine OP in der Orthopädischen Uni Klinik Friedrichsheim


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2011 15:21     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
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Diagnose: vor OP: thoralumbale juvenile /adoleszente Skoliose, ca. 55°
Therapie: 1997 Versteifung Th3 - L5 / Hessing-Klinik Augsburg; kaum Restgrade, sehr gutes OP-Ergebnis
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Hallo Hilal,

gut, dass du dir darüber Gedanken machst .

Hilal hat geschrieben:
ich hab mal eine Frage an die die schon operiert wurden und vor allem die die längere Zeit im Krankenhaus bleiben mussten.

Das trifft auf mich zu; ich war vier Wochen am Stück in der Klinik und zuvor zwei Wochen (eigentlich sollten es fünf Wochen sein, davon zwei Wochen zur OP-Vorbereitung, aber ich wurde mittendrin krank (Mittelohrentzündung), die OP wurde verschoben und ich musste dann nach der Wiederaufnahme nochmal eine Woche OP-Vorbereitung machen).
Bei mir war es auch so, dass niemand (Angehörige etc.) bei mir bleiben konnte; ich bekam immer am Samstag Besuch von meinen Eltern.
Ich war bei der OP 13 Jahre alt.

Hilal hat geschrieben:
Zur Auswahl stehen Klinik Friedrichsheim in Frankfurt und die WWK in Bad Wildungen.
In Friedrichsheim meinte man, ich wäre ich wohl so in ca. 2 Wochen wieder zu Hause.
In der WWK kann es bis zu 4 Wochen dauern.

In der WWK dauert es, meines Wissens nach, vor allem wegen der OP-Vorbereitung so lange. Du musst also nicht vier Wochen nach der OP in der Klinik bleiben.

Hilal hat geschrieben:
Meine Frage ist nun: Wie wirkt sich denn so ein etwas längerer Krankenhausaufenthalt auf die Psyche aus?
Also ich bin jemand. der schnell zu depressionen neigt, kann mir aber nichts drunter vorstellen, da ich noch nie operiert wurde ?! :versteck:

Es kann sich sehr unterschiedlich auswirken.
Ich bin eigentlich ein recht sensibler Mensch, aber habe trotzdem nicht unter dem Krankenhausaufenthalt gelitten. Wesentlich dazu beigetragen hat wohl, dass ich in der Klinik schnell Anschluss gefunden habe und so viel Ablenkung da war. Die OP-Vorbereitungswochen fühlten sich für mich auch noch nicht richtig nach "Krankenhaus" an.

Recht wichtig finde ich es daher, möglichst viel Kontakt zu Menschen zu halten - sei es, dass du mit Freunden und Verwandten telefonierst, möglichst oft Besuch bekommst, und auch, versuchst Anschluss an Mitpatienten zu bekommen. Auch andere Ablenkung tut gut, z.B. Hörbücher, etwas zu Lesen etc. (zum Lesen ist Laptop besser als Buch, wenn man im Liegen lesen muss).

Schlimmer ist, meiner Meinung und Erinnerung nach, das, was nach dem Klinikaufenthalt kommt:
In der Klinik sind alle in der selben Situation, es gibt natürlich Pflegekräfte, alles ist auf die Situation abgestimmt - und dann zu Hause, wo sich oft Eltern/Freunde/Verwandte nicht recht trauen, einem zu helfen weil sie Angst haben, etwas kaputt zu machen (meine Mutter hat z.B. immer große Scheu davor gehabt, mir aus dem Bett zu helfen),
man ist umgeben von lauter fitten Leuten (ich fand es dann immer recht belastend, wenn sie so erzählt haben, was sie denn die letzten Tage alles gemacht haben....
Hier geht es vielen mehr oder weniger psychisch schlecht.
Was mir da viel geholfen hat, war wieder Ablenkung: Lesen, Malen, Handarbeiten, Schreiben, sich (zu Hause) mit Freunden treffen... Beschäftigungen mit geringem körperlichem Anspruch, bei denen einem die eigene Einschränkung gar nicht (wirklich) auffällt.
Recht gut ist es auch, sich für die Zeit nach der OP etwas vorzunehmen, wozu man sonst "niiiie" Zeit hat, und das geringen körperlichen Anspruch hat:
Eine Sprache lernen, Socken stricken lernen, Brieffreundschaft anfangen, Zaubertricks lernen... Gerade, wenn man jemand ist, der seine täglichen Ziele und Fortschritte braucht, ist das wertvoll, weil man damit natürlich deutlich voran kommt und dann der Fokus ein Stück weit wegrückt vom "ich kann immer noch nicht alleine dies und jenes tun".

Auf jeden Fall ist es so, dass in vielen Kliniken auch psychologische Betreuung zur Verfügung steht.
Und, wenn es hinterher psychisch wirklich ganz fies wird, solltest du dich nicht scheuen, entsprechende Hilfe anzunehmen .

Bezüglich der Klinikentscheidung kann ich Aileen nur zustimmen: Schaue dir beides an, sprich mit Patienten dort. Zum psychischen Wohlbefinden trägt auch ein gutes Stück weit bei, wie gut man sich in einer Klinik aufgehoben fühlt.

Viele Grüße,
Raven

_________________
Ich bin nicht auf die Welt gekommen, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.



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 Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Februar 2011 17:29     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
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Diagnose: rechtskonvexe Thorakalskoliose 55°
linkskonvexe lumbal 44°
dtl.Rippenbuckel rechts
Lendenwulst links
Schulterschiefstand
Therapie: KG nach Schroth,Korsett

OP.12.07.2010 in Frankfurt/ Friedrichsheim
TH4 - L4
BWS: ca.17 Grad
LWS: 0 Grad
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Hessen
Hallo Hilal,

Hab die eine PN geschickt .

Lieben Gruß


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Februar 2011 18:23     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
Profi-Tipper
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Wohnort: Troisdorf
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Diagnose: Skoliose, nach OP (1979) 30° Restkrümmung LWS, April2010: lumbale rechtskonvexe Krümmung 55°, vollständige Aufrichtung der LWS, hoch thorakrale Kyphose 60°, Flatback
Therapie: KG, schwimmen, Gipsbett, Korsett, 1979 OP versteift von Th9-L5, seit ca. 4 Jahren mehrere Infiltrationen, etliche Kortisondepots, Flatback-OP Juni2010 versteift von Th6-S1 + Beckenschraubenfixation
Geschlecht: weiblich
Bundesland: NRW
Huhu Hilal,

bin ja letztes Jahr im Sommer insgesamt knapp 2,5 Monate im Krankenhaus gewesen.
Da ich ein sehr lebenslustiger Mensch bin, sehr offen und direkt, hab ich direkt am ersten Tag Kontakt zu Mitpatienten geknüpft, das Wochenende war da recht schnell vorbei (ich bin Samstags angereist).

Nach der 1. OP hab ich die erste Woche flachgelegen und war noch kein bischen mobil, da haben mir vor allem die Telefonate mit meinem Mann und meinem Sohn (mehr aber eigentlcih noch die Telefonate mit den Foris) geholfen, Hörbücher hatte ich auch genug dabei und Musik sowieso. War trotzdem langweilig, aber depri war ich in der Zeit nicht.
Kurz vor der 2. OP hatte ich dann sogar Besuch von Yoshi, BieneH und Ovi, das war richtig toll und hat mir sehr viel gegeben.
Nach der 2. OP war ich ja relativ schnell wieder "unterwegs" und meine "beiden Männer" (beide mit Krebs auf der Strahlenstation im gleichen Gebäude) und ich haben dann den Komplex bischen unsicher gemacht.
Die letzen zwei Wochen nach der 2. OP gingen ziemlcih schnell vorbei, weil ich halt da auch schon wieder wesentlich mobiler war...... Natürlich hab ich meine Lieben vermisst, aber depri war ich da auch nicht (ausser hin und wieder einfach, weil die Schmerzen halt auch schon mal mehr waren und ich das einfach leid war......

Nachdem ich dann 3,5 Wochen "zu Hause" (eigentlich hab ich mich in dieser Zeit kein Stückchen wie zu Hause gefühlt, kam mir sehr fremd und deplaziert vor) war, stand ja dann OP Nr. 3 an (da bin ich mit meinem Mann Mittwochs angereist, er am Samstag weg), da hab ich dann nur noch geheult und war echt neben der Spur.
Bin den Dienstag drauf operiert worden und Freitags ist mein Mann dann wieder angereist übers Wochenende (ohne ihn hätte ich das so nciht geschafft, mir gings richtig sch*** nervlich), das hat mir dann wieder Kraft gegeben auch die restlichen 1,5 Wochen zu überstehen.

Aber auch als ich dann wieder daheim war, hat es noch mal gut 2-3 Wochen gedauert, mich dort tatsächlich wieder heimisch zu fühlen. Kann dir das gar nicht mal so wirklcih erklären, hab mich einfach fremd gefühlt.

Ich hoffe, dass ich dir damit bischen weiter helfen konnte.

Lieben Gruß Birgit

_________________
Liebe Grüße Birgit

[Meine Skoliose-Bilder]
Vor Tagen war meine 4. und hoffentlidh letzte Wirbelsäulen-OP


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Februar 2011 20:37     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
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Hallo,

ich kann Dir jetzt nix allgemeines sagen und jeder Mensch ist anders, daher hier meine Erfahrungen:

Ich selbst habe schon viele Krankenhäuser als Patient von innen gesehen und muss bei mir ganz eindeutig sagen, dass es zu 90% vom Krankenhaus abhängt.

Die meisten Besuche bei mir waren so um die 1 Woche und ich war meist froh, wenn ich wieder draußen war, nicht zuletzt auch dank der damaligen Gesundheitsreform (man merkte oft die extremen Sparzwänge).

Bei meiner Rücken OP war ich jetzt 16 Tage in Neustadt und ich hätte kein Problem damit gehabt, noch länger dort zu bleiben.

Ich hatte früher immer Angst vor 4Bettzimmern und/oder lauten Bettnachbarn. Jedoch hatte ich früher immer das Glück, dass nur noch 2Bettzimmer frei waren und inzwischen gibt es fast nur noch 2Bettzimmer.

Ich hatte zwar in Neustadt das Problem, dass mein 2. Bettnachbar extremst geschnarcht und "gedünstet" hat aber dafür/dagegen habe ich einen Umzug ineinander anderes Zimmer und auch weg vom Fenster in Kauf genommen. Mit dem neuen Zimmerkollegen hatte ich dann auch sehr viel Spaß und er war auch in meiner Generation.

Daher kann ich eben für mich sagen: Wenn die Mannschaft und der/die Bettnachbar(in) passen, dann kann ein Krankenhausaufenthalt richtig erholsam sein. Ich vermisse immer noch das geile elektrische Bett .... . .

Also keinen Kopp machen und notfalls mit den Angestellten reden, wenn Dich was bedrückt.

Vielleicht können ja noch einige ehem. Patienten von den von Dir genannten Kliniken was sagen.

Ich kann nur von Neustadt sprechen und dort habe ich mich sehr wohl gefühlt.


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Februar 2011 21:42     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
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OP am 27.07.2011 in der Uni Klinik Friedrichsheim
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Hallo an Alle

vielen lieben Dank für die ganzen Antworten.

Hab mir eure ganzen Antworten durchgelesen und einfach mal wirklich sone Pro/Contra Liste für mich gemacht
und mich einfach heute für Friedrichsheim entschieden. :cool2:

Nicht weil ich denke die WWK ist schlechter,im gegenteil, ich denke das die WWK auch eine sehr gute Klinik ist, ich bin immerhin seit fast 10 Jahren bei denen Ambulant immer zur Behandlung gewesen. Aber 4 Wochen Klinikaufenthalt und die Option das es nicht Primär Stabile Implantate sind (heisst ja dann, dass ich nach der OP dann auch nicht so schnell mobil bin.. waren für mich ausschlaggebend. Ich bins halt gewohnt alles selber und eigenständig zu machen....

Ich hab halt wirklich angst vor so einem langen Krankenhausaufenthalt und wie Raven schon sagte die Zeit danach wird sicher auch nicht rosig. Ja ja bin halt ein Sensibelchen :rot:

DarkBiggi hat geschrieben:
bin ja letztes Jahr im Sommer insgesamt knapp 2,5 Monate im Krankenhaus gewesen.
Da ich ein sehr lebenslustiger Mensch bin, sehr offen und direkt, hab ich direkt am ersten Tag Kontakt zu Mitpatienten geknüpft, das Wochenende war da recht schnell vorbei (ich bin Samstags angereist).

:shock: wow ich glaube so eine lange Zeit würd ich nicht überstehn.

Outlaw hat geschrieben:
Daher kann ich eben für mich sagen: Wenn die Mannschaft und der/die Bettnachbar(in) passen, dann kann ein Krankenhausaufenthalt richtig erholsam sein. Ich vermisse immer noch das geile elektrische Bett .... . .

Auf das Bett bin ich auch mal gespannt, wollt schon immer soeins haben .

Liebe Grüße Hilal

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Vor Tagen war meine OP in der Orthopädischen Uni Klinik Friedrichsheim


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. März 2011 19:25     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
Viel-Tipper
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Diagnose: urspr. Kyphose 95°, stark verdr. Skoliose 13°, Restkrümmung Kyphose 60, Skoliose entdreht. Keilwirbel/Morbus Scheuermann, somatoforme Schmerzstörung
Therapie: Schroth, Akupunktur, mm. Schmerztherapie,
KinesioTapes, Schmerzmittel, uvm Kompressionspondylodese Th3-L1 2010
Geschlecht: weiblich
Bundesland: Bayern
Hallo Hilal,

ich bin letzten Oktober in der WWK operiert worden und meine Psyche hat ganz interessante Sachen angestellt - nämlich positive.

Ich war vorher wirklich sehr depressiv, um ein Haar wäre ich deswegen gar nicht operiert worden. Zum Glück haben sie es dann doch gemacht, als ich dem Hauseigenen Psychiater mit Händen und Füßen erklärt hab, dass ich wirklich sehr viel Hoffnung auf diese Operation setze, aber das auch realistisch sehe.

Die Zeit im Krankenhaus vor der Operation fand ich recht hart, da ich 17 Tage auf die Operation warten musste, besonders als es dann plötzlich auf der Kippe stand, ob sie mich nicht doch lieber heimschicken... aber trotz allem war ich einfach happy, dass es bald soweit ist .

Ablenkung ist wirklich das A und O. Mir war es sehr geholfen meinen Laptop dabeizuhaben. So konnte ich mich prima mit spielen ablenken und Kontakt mit Freunden und Verwandten halten. Wesentlich besser als Fernsehen, das hängt einem sehr schnell zum Hals raus, vor allem wenn die Zimmermitbewohner etwas ganz anderes sehen wollen. Nach der OP war mit chatten und spielen natürlich nicht viel, aber zum DVD schauen hat er gut getaugt. Ansonsten gut mit Büchern eindecken, Musik mitnehmen, sich so viel wie Möglich Besuch organisieren und natürlich Kontakt zu anderen Patienten aufnehmen. Ich weiß nicht wie es in deiner Klinik ist, aber meistens gibts auch irgendwelche Hobbyräume usw. Diese Angebote sollte man wahrnehmen, wenn man es kann. (also davor oder ganz zum Schluss).
Ich find es auch immer wichtig Dinge dabei zu haben, die das Heimweh reduzieren.In meinem Fall: Kissen! Zum einen bequem und bei Rückenoperationen sowieso ratsam, zum anderen hat es einfach etwas heimeliges vom eigenen Bett. So ein bisschen Refugium und Farbe im sterilen Krankenhaus...

Die Zeit nach der Operation hatte ich erstaunlich gute Laune. Woran das lag? Ich glaube weil mir die Operation so viel bedeutet hat. Ich hab mein Leben vorher wegen dieser Rückensache schon komplett aufgegeben, und die OP war für mich DER Lichtstreif am Horizont. Und als es vorbei war, war ich einfach wahnsinnig stolz dass ich es geschafft hatte, und glücklich, dass es soweit gut gelaufen ist. Dass ich kein Korsett tragen musste, hat meine Laune sicher auch nicht verschlechtert.
Die ersten Tage waren meine Eltern da und haben mir geholfen... das war auch sehr wichtig für mich. Es gibt einfach so viele Kleinigkeiten bei denen man Hilfe braucht, und da ist man einfach froh wenn jemand der einem Nahe steht wirklich da ist und dir das Wasserglas einfach in die Hand drückt, bevor du groß fragen musst und dich darüber aufregen kannst, dass du grad nicht rankommst. Auch eine Mitpatienten war unglaublich froh darüber, dass sie ihren Mann doch gebeten hat ein paar Tage zu bleiben.
Ich denke kleinere seelische Zusammenbrüche sind nach so einer Operation normal. Manchmal gibts Tage wo es wieder schlechter wird, und dann ist alles doof. (Bei mir, und angeblich auch bei mehreren anderen: Tag 3 und Tag 5 ). Da war ich heilfroh, dass jemand da war. Wenn du niemanden mitnehmen kannst für ein paar Tage, dann telefonier was das Zeug hält, sobald du nur einen Anflug von Depression bemerkst!

Was mich allerdings in der Zeit nach der OP wirklich runtergezogen hat: Die ständig jammernde und sich-über-alles-beschwerende sowie rücksichtslose Mitpatientin. Ich hätte sie an die Wand klatschen können, weil sie mir so die Laune verdorben hat. Und da war ich auch nicht die einzige... ich kann mich leider nicht gut abgrenzen, wenn jemand so eine schlechte Aura verbreitet. Am Anfang hab ich noch versucht ihr zuzuhören und ihr zu helfen, aber mir ist ziemlich schnell aufgegangen dass das einfach eine Zicke sondersgleichen ist. Da hab ich mich dann um mein eigenes Seelenheil gekümmert, weil sie sich eh nicht helfen lassen wollte und sie ignoriert.
Ich hab dann also versucht auf Durchzug zu schalten, Oropax oder Musik im Ohr zu haben und mich so viel wie möglich außerhalb ihrer Reichweite aufzuhalten. (Was nach der Operation nicht leicht war... aber dank ihr hab ich mich wohl mehr bewegt als ich freiwillig getan hätte. ..
Ich hab dann versucht mich so gut es geht an die andere Mitpatientin gehalten, wir haben uns immer gegenseitig Mut gemacht.

Ansonsten... sei immer stolz auf dich! Das ist nicht leicht, sich für so eine schwere Operation zu entscheiden und nicht vorher wegzulaufen und das durchzustehen! Das ist toll! Denk daran, was vielleicht jetzt alles besser werden könnte (Schmerzen, usw). Registriere jeden kleinen Fortschritt, den du machst. Bei mir war es so dass ich jeden Tag ein bisschen mehr konnte, und das hat richtig Laune gemacht, wenn man darauf geachtet hat.
Man sollte halt nicht das ganze andersherum sehen und sich darüber aufregen, was man gerade nicht kann, das ist sicher fatal. Informier dich vorher, was für Einschränkungen du erstmal hast, damit nicht der böse Schock kommt... treffe sinnvolle Vorbereitungen (Schuhe in die man einfach reinschlüpfen kann, evtl ein Greifarm... und erfreu dich an allem, was besser wird. Mir hats auch immer geholfen daran zu denken, dass man vor 20 Jahren ewig nicht aufstehen durfte, sich unter dem Gips nicht waschen konnte usw... man muss sich an den Dingen erfreuen, die man hat, und das ist im Vergleich zu damals eine ganze Menge.
Das ein oder andere kann man auch mit Humor nehmen. Ich fands immer lustig mir vorzustellen wie dämlich das gerade aussieht, wie ich versuche mich zumzuziehen...

Wenn alle stricke reißen gibts in Kliniken auch Seelsorger und Psychologen. Wenn mans nicht übertreibt kann man sicher auch mal mit einer netten Schwester über ein Problemchen reden.

Okay, genug geschwafelt.
Ich wünsch dir viel Erfolg für deine Operation, und ich bin mir sicher dass du das auch seelisch hinkriegst!

Divided

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Vor Tagen war meine OP.


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. März 2011 21:49     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
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Hallo Divided
vielen dank für deine Antwort und deinen Zuspruch. .

Finds toll wie positive du an das alles gegangen bist, 17 Tage vor der OP warten zu müssen, ist sicher nicht gerade leicht.
Bei mir stand ja auch die WWK zur Wahl, aber eben wegen dieser langen Krankenhausaufenthalte hab ich mich jetzt für die
Klinik Friedrichsheim in Frankfurt entschieden. Ist vlt. auch eh besser, da ja alle Freunde und Familie hier sind, da können die mich eher
besuchen als in Bad Wildungen.

In 2 Wochen hab ich nochmal einen Termin in der Klinik, wo dann nochmal alles für die OP geklärt wird und ich evtl. auch direkt schon einen OP Termin absprechen kann, möchte es so schnell wie möglich hinter mich bringen, bevor ich mich wieder anders entscheide und einen Rückzieher mach :rot:

Liebe Grüße Hilal

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 13. März 2011 22:10     Betreff des Beitrags: Re: Die Psyche bei so einer schweren OP...
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Therapie: Schroth, Akupunktur, mm. Schmerztherapie,
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Hi Hilal,

du kriegst das schon hin.
Bei der WWK sind die Wartezeiten schon länger als woanders, dafür quetschen die da aber auch ziemlich viel Untersuchungen und die Streckerei mit rein, die ich selber nicht verkehrt fand. Aber das warten ist und bleibt ätzend.
Aber ist jetzt eh egal, du hast dich für Friedrichsheim entschieden. Wird schon richtig gewesen sein, wenn dein Bauchgefühl dir das sagt .

Grüße,
Divided

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