Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 9. September 2010 14:01     Betreff des Beitrags: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hallo, ich mal wieder

Letzten Dienstag war ich bei der Kontrolluntersuchung in Rummelsberg, das Ergebnis war eher erschreckend, innerhalb eines Jahres hat sich mein unterer Bogen um 22° verschlechtert, trotz Korsett und Schroth..

Jetzt soll mein Rücken komplett versteift werden. Die Ärzte raten mir so früh wie möglich zu handeln, weil eine weitere Verschlechterung eben nicht ausgeschlossen werden kann...
Ich beginne aber am 14.9. mein 12tes Schuljahr und damit schreibe ich dieses Schuljahr noch mein Abitur..
Nun habe ich einen inneren Konflikt, soll ich warten bis nach dem Abitur und mich erst im Juli 2011 frühestens operieren lassen, oder in einer Zeit die frei ist von Klausuren, aber dann vor dem Abitur liegt...

Ich spreche am ersten Schultag gleich mit dem Kollegstufenbetreuer, hoffe aber auf noch ein paar Meinungen von euch.. kann man nach der OP sofort wieder ins Schulleben einsteigen? Hält man es aus von 7:45 - 16:00 zu stehen? (im G8 ist das leider normales Pensum..

Ich selbst habe schon eine Pro- und Kontraliste für mich selbst geschrieben, doch fehlen mir die Erfahrungen, wie es nach einer Operation eben ist.. ich möchte mein Abitur nicht gefährden, da ja doch sehr viel davon abhängt, möchte aber gleichzeitig keine weitere Verschlechterung riskieren..

Ich freue mich über jede Antwort..

Liebe Grüße Qu33ny

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 9. September 2010 14:15     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hallo Qeeny,

wie sind denn jetzt deine Gradzahlen?

Auf jeden Fall würde ich dir raten, dir auch eine Zweit- und besser auch noch eine Drittmeinung einzuholen. Warst du schon mal bei Dr. Hoffmann?

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 9. September 2010 14:24     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hallo Qu33ny,

zunächst möchte ich mich Stoni bzgl. der Zweitmeinung anschließen .

Qu33ny hat geschrieben:
Ich spreche am ersten Schultag gleich mit dem Kollegstufenbetreuer, hoffe aber auf noch ein paar Meinungen von euch.. kann man nach der OP sofort wieder ins Schulleben einsteigen? Hält man es aus von 7:45 - 16:00 zu stehen? (im G8 ist das leider normales Pensum..

Die meisten müssen heutzutage nach der OP einige Wochen (ein oder eineinhalb Monate) mit der Schule aussetzen.
Warum gehst du davon aus, von 7:45 - 16:00 zu stehen? Ein sogenanntes "Sitzverbot" ist heutzutage nach OPs nicht mehr üblich; es ist nur so, dass man normal langes Sitzen anfangs noch nicht gut aushält, aber die meisten schafffen recht bald, eine Stunde oder so am Stück zu sitzen. Du kannst also sehr wohl mit Sitzen und Stehen abwechseln . In der Schule gibt es normalerweise auch eine Möglichkeit, sich hinzulegen.

Viele Grüße,
Raven

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 9. September 2010 14:37     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Meine beiden Bögen liegen jetzt im Bereich von 50°, der obere hat sich da jetzt stabilisiert nur der untere scheint noch "in Bewegung zu sein"... In einem halben Jahr 22 Grad waren doch recht schockierend..

Bis jetzt habe ich nur mit meinem Orthopäden, dem Chefarzt von den Rummelsberger Kliniken und dem Professor geredet, wie erreiche ich denn diesen Dr. Hoffmann?

Das mit dem Sitzverbot ist mir neu, bei mir hieß es ich soll das Sitzen nach der OP bleiben lassen, aber wenn das heutzutage doch möglich ist, dann kann ich ja wirklich ein bisschen zwischen Stehen und Sitzen abwechseln.. So würde ich zumindest mit Sicherheit den Tag schaffen.

Kann man diese Zeit des Aussetzen selbst regulieren oder schreiben das die Ärzte vor? Einen bis 1 1/2 Monate wären doch ein bisschen viel, so 2-3 Wochen wären eigentlich noch in Ordnung, da habe ich noch eine reelle Chance den Stoff gut nachzuholen.

Liebe Grüße Qu33ny

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 9. September 2010 14:49     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hallo Qu33ny,
Qu33ny hat geschrieben:
Bis jetzt habe ich nur mit meinem Orthopäden, dem Chefarzt von den Rummelsberger Kliniken und dem Professor geredet, wie erreiche ich denn diesen Dr. Hoffmann?


guck mal hier, da stehen auch die Kontaktdaten:
Dr. Hoffmann / Kombitermine mit Prof. Halm (Neustadt/i.H.)

Qu33ny hat geschrieben:
Das mit dem Sitzverbot ist mir neu, bei mir hieß es ich soll das Sitzen nach der OP bleiben lassen, aber wenn das heutzutage doch möglich ist, dann kann ich ja wirklich ein bisschen zwischen Stehen und Sitzen abwechseln.. So würde ich zumindest mit Sicherheit den Tag schaffen.

Ich kann die Rummelsberger Kliniken nicht einschätzen. Entweder a) wurden dir veraltete Infos gegeben (zu meiner OP-Zeit gab es noch das Sitzverbot), oder b) er meinte schlichtweg, man soll zu viel Sitzen vermeiden (das ist realistisch). Für kurze Zeit sitzen darf man heutzutage schon innerhalb der ersten ein, zwei Wochen nach der OP.

Qu33ny hat geschrieben:
Kann man diese Zeit des Aussetzen selbst regulieren oder schreiben das die Ärzte vor? Einen bis 1 1/2 Monate wären doch ein bisschen viel, so 2-3 Wochen wären eigentlich noch in Ordnung, da habe ich noch eine reelle Chance den Stoff gut nachzuholen.

Es wird dir keiner vorschreiben bzw. verbieten, früher am Unterricht teilzunehmen. Normalerweise bekommt man ein anfängliches Attest, das dann verlängert wird.
Nur: 2 - 3 Wochen werden nicht reichen! Du bist schon für die OP bis zu knappe 2 Wochen in der Klinik, und eine Skoliose-OP ist beileibe nichts, nach dem man sich noch ein bisschen zu Hause ausruht und dann wieder voll dabei ist. Die Genesungszeit geht zu Hause erst richtig los.
Es wird, erfahrungsgemäß, bei mindestens einem Monat bleiben.
Die Zeit kann man aber recht gut überbrücken, wenn man a) vor der OP schon mal vorlernt, b) während man zu Hause ist alles mitlernt (Kopien mitbringen lassen, selber lernen, vielleicht kann dir auch jemand aus deiner Klasse währenddessen Nachhilfe geben).

Da zwischen Abi und Studiums- oder Ausbildungsanfang aber einige Monate liegen, würde ich persönlich an deiner Stelle, wenn die OP nötig ist, diese zwischen Abitur und Studiums-/Ausbildungsanfang klemmen.

Viele Grüße,
Raven

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 9. September 2010 15:01     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hey,

Danke für die Daten .

Ich schätze auch mal, dass ich das eventuell falsch verstanden habe... Aber über die Rummelsberger antsalten findet man wirklich nicht viel, finde ich.. Schwer einzuschätzen.

Also 2 Wochen OP und 2 Wochen danach erholen? Hm.

Das mit dem Überbrücken musste ich schon einmal machen, als ich auf Kur war. Leider ist es wirklich etwas ganz anderes, ob man jetzt im Unterricht mit drin sitzt, oder eben nicht. Allein in Englisch wird alles mündlich besprochen und man muss selber entscheiden was man aufschreibt und was nicht, das macht die Frage nach em Unterrichtsmaterial sehr schwierig. Deshalb möchte ich die Zeit die ich fehle so kurz wie möglich halten...

Danke nochmal für eure Antworten und Tipps . Ich werde wohl noch ein bisschen darüber nachdenken müssen und die Entscheidung dann mit Hilfe von Ärzten und dem Kollegstufenbetreuer fällen müssen.

Liebe Grüße Qu33ny

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 9. September 2010 15:16     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hallo Qu33ny,

es ist wirklich eine schwierige Situation, in der du gerade steckst!
Wie sieht es bei euch in Bayern mit Sommerferien aus? Wäre das nicht ein guter Zeitpunkt?

Dein Kollegenstufenbetreuer wird dir sicherlich weiterhelfen können, was den Schulstoff anbelangt. Alles andere müsstest du mit den Ärzten klären.

Hälst du uns auf dem Laufenden, bezüglich deiner Entscheidung?
Wünsche dir alles Gute :luck:

_________________
Liebe Grüße von U-bit


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 9. September 2010 15:25     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hallo Qu33ny,

Qu33ny hat geschrieben:
Also 2 Wochen OP und 2 Wochen danach erholen? Hm.

die zwei Wochen "erholen" sind leider immer noch gut geschätzte Zeitangaben. Du wirst damit rechnen müssen, nach den zwei Wochen (oder vielleicht vier, dann wärst du bei 1 1/2 Monaten) nicht wirklich viel zu können, und ob du den ganzen Schultag durchhältst, da bin ich skeptisch... Mitunter wirst du zwei Wochen nach der OP noch den Kopf drüber schütteln beim Gedanken an Schulbesuch. Die Schmerzen nach der OP, auch mit Schmerzmitteln, sind bei jedem unterschiedlich, auch die Schmerzmittelverträglichkeit. Von der konkreten Versteifungsstrecke hängt auch ab, wie eingeschränkt du (vor allem zunächst) bist.
Es gibt schon Patienten, die vier oder sechs Wochen nach OP wieder "in die Schule gehen", das bedeutet dann aber nur stundenweise Teilnahme. Du wirst auch noch viel Hilfe benötigen (beim Rucksack aufsetzen (in dem auch kaum was drin sein darf), beim Jacke anziehen, Treppe nicht im normalen Gedränge gehen), und z.B. keinesfalls eine normale Schultasche voll tragen können. Auch ist die Frage, wie du zur Schule kommst. Fahrrad fahren ist auf jeden Fall noch tabu (wird für ca. ein Jahr nicht empfohlen), du brauchst im Bus einen Sitzplatz (musst dich mit speziellem Attest gegenüber anderen ausweisen können, die dir keinen Sitzplatz überlassen wollen), musst sehr aufpassen wegen dem Gedränge (am besten als letzte Person einsteigen, und wenn kein Platz mehr frei ist, verlangen (!), dass jemand aufsteht).

Kurz und gut: Vier Wochen nach der OP zur Schule gehen, geht - unter der Voraussetzung, dass a) du wenig Schmerzen hast, b) du die Schmerzmittel gut verträgst, c) du dich zwischendurch hinlegen kannst, d) du auch mal früher die Schule verlassen kannst wenn es nicht mehr geht, e) du zäh bist (nein, übernehmen soll man sich natürlich auch nicht).
Nach vier Wochen nach der OP bist du nicht gesund, sondern in einem Zustand, bei dem man sich - träte er plötzlich und ohne die OP ein - definitiv krank schreiben lassen würde.
Ansonsten, rechne bitte eher mit etwa sechs Wochen - auch dann ist es noch nicht "super toll", aber schon besser auszuhalten.
Was bringt es dir, in der Schule zu sitzen/stehen, und dabei dich vor lauter Schmerzen oder Schmerzmittel-Übelkeit nicht konzentrieren zu können? Da hast du mehr davon, in der selben Zeit zu Hause, womöglich im Bett, und mit selbst gewählten Pausen zu lernen.

Qu33ny hat geschrieben:
Leider ist es wirklich etwas ganz anderes, ob man jetzt im Unterricht mit drin sitzt, oder eben nicht. Allein in Englisch wird alles mündlich besprochen und man muss selber entscheiden was man aufschreibt und was nicht, das macht die Frage nach em Unterrichtsmaterial sehr schwierig. Deshalb möchte ich die Zeit die ich fehle so kurz wie möglich halten...

Das ist klar... Ich habe damals nach meiner OP ein halbes Jahr mit der Schule aussetzen müssen (weil ich nicht sitzen durfte, auch nicht kurz, und so nicht mal hätte in die Schule gelangen können). Es ging aber auch. Klar, das ist ein Extremfall, aber heutzutage ja nicht mehr auf diese Art und Weise nötig.

Qu33ny hat geschrieben:
Danke nochmal für eure Antworten und Tipps . Ich werde wohl noch ein bisschen darüber nachdenken müssen und die Entscheidung dann mit Hilfe von Ärzten und dem Kollegstufenbetreuer fällen müssen.

.
Wenn du dich zur OP während der Schulzeit entscheidest, solltest du unbedingt (!) mit den Lehrern Rücksprache halten. Mache ihnen dann unbedingt die Schwere der OP klar (ggf. auch Röntgenbilder zeigen). Etliche Lehrer sind da sehr kooperativ. Vielleicht lässt dir in Englisch der Lehrer seine eigenen Aufzeichnungen zukommen, oft lässt sich auch hinsichtlich der Notengebung was machen (eine Klausur nicht mitschreiben müssen und durch Referat ersetzen) etc.

Viele Grüße,
Raven

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 Ungelesener BeitragVerfasst: 12. September 2010 14:38     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hallo liebe Qu33ny .

Ich kann dir nur von meinen eigenen Erfahrungen, was die OP angeht berichten.

Ich selber habe mich entschieden meine OP in den Sommerferien zu machen, aber dennoch hatte ich große angst nicht rechtzeitig zur Schule fit zu werden. Bei mir war mein OP Termin am 3. August und meine Schule fing wieder am 23. August an!.
Also war es wirklich ziemlich knapp mit der Zeit, aber dennoch kann ich sagen, dass ich es geschafft habe ohne Schmerzen zur Schule zu kommen und mein Erster Schultag war von 8:30 Uhr - 15:45Uhr und das habe ich auch wieder ohne Schmerzen geschafft und dazu kommen noch 2 Stunden Busfahrt hinzu!.

Aber ich muss auch sagen, dass ich nach der OP schon sehr geringe Schmerzen hatte in der Skala von 0 - 10 war ich immer im Bereich von 1 und eine Nacht war es auch mal die 4, die aber auszuhalten war. Ich kann bei mir schon echt von Glück sprechen. Aber dennoch darfst du dich nicht auf meine eigene Erfahrung verlassen, denn man kann es natürlich bei niemandem hervorsehen, wie schnell man fit und schmerzlos wird. Ich selber hatte auch einen inneren Konflikt, weil ich es in den Ferien gemacht habe und ich ja nicht wusste, ob ich in den 20 Tagen fit werde und bei mir ist es in der Ausbildung so, dass wenn man mehr als 30% Fehlzeiten hat man fliegt, also war es auch für mich keine leichte Entscheidung aber dennoch habe ich die OP wichtiger empfunden als alles andere. Ich finde es verrückt, das ich es geschafft habe und bis heute habe ich keine weiteren Schmerzen, die mich daran hindern könnten am Unterricht teilzunehmen.

Ich wünsche dir jetzt alles gute und ich bin mir sicher, das du deinen Weg finden wirst!

Liebe Grüße Ciindey=)

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Vor Tagen war ich auf dem OP Tisch !


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 12. September 2010 20:21     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hallo liebe Qu33ny,

ich weiß genau, wie schwer es ist eine Entscheidung zu treffen. Bei mir war es vor 2 Jahren in der 10 Klasse so weit. Stand kurz vor der 11.Klasse und dann war da das OP-Problem. Leider verschlechterte sich mein Rücken innerhalb von 3 Monaten um knapp 20°. Da entschied ich mich dann doch, die OP zu machen, denn 2 Jahre warten ist zu viel.

Ich wurde auch während der Sommerferien operiert. Hatte kaum Schmerzen und es ging mir so ganz gut. Deswegen dachte ich auch, dass ein Schulbesuch schnell wieder möglich sei, doch es stellte sich raus, dass das sitzen nicht mehr wirklich lange möglich war. Nach 15 Minuten tat der Rücken schon so weh, dass ich mich hinlegen musste (und in meiner Schule ist das hinlegen nicht wirklich möglich). Deswegen ließ ich das mit der Schule sein. Jeder hat ein anderes Empfinden nach der OP. Die einen können sofort wieder loslegen und andere müssen ein halbes Jahr aussetzen.

Ich gebe die mal einen Tipp. Erkundige dich an deiner Schule, ob bei einem Ausfall nach der OP ein Privatlehrer gestellt werden kann. Ich habe einen Antrag auf Privatunterricht an meiner Schule gestellt und zwei Wochen später hat das Bundesland mir einen zugeteilt von meiner Schule. So kamen jeden Tag ein paar Lehrer für sämtliche Hauptfächer. Vielleicht wäre das für dich auch möglich so was zu erhalten? Bei solchen wichtigen Fällen wird das meist genehmigt. Mir wurde dann für ein halbes Jahr Privatunterricht gegeben und für die Nebenfächer bekam ich dann immer Aufgaben und die Skripte des Unterrichts. Im Grunde fiel es dann überhaupt nicht mehr auf, dass ich gefehlt hatte. Hatte zum Teil im zweiten Halbjahr bessere Noten als die anderen. :zwinker1: Natürlich merkte man das Fehlen ab und zu, da man ja nicht alles machen kann, wenn man nur zwei Stunden pro Fach pro Woche hat, aber zumindest ist ein Großteil der Lücke geschlossen worden.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann mach die OP nach dem Abi. Es kann immer passieren, dass du dich nach der OP nicht so fit fühlst. Jedoch solltest du dann für dieses eine Jahr den Rückensport und ähnliches verstärken um wenigstens die Verschlechterung zu minimieren.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. Die Entscheidung liegt jetzt bei dir. Viel Erfolg

Liebe Grüße Grüße
Joy

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Eine Freude kann 100 Sorgen vertreiben.

Weisheit aus Japan


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Oktober 2010 20:10     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hallo,

ich kann dich zu gut verstehen... Ich bin im Moment genau in der gleichen Zwickmühle wie du, nur dass ich gerade mit dem Studium angefangen habe. Ich habe bereits einen OP Termin im Juli, hab aber Angst, dass es sich in diesem dreiviertel Jahr sich nochmal verschlechtern könnte (Bei mir hat sich der Rücken auch um 15° innerhalb eines Jahres verschlechtert). Was ich jetzt Tun soll, ich weiß es nicht und hab leider auch noch keine richtige Antwort gefunden.
Anfangs war mein Plan, die OP auf Februar zu verschieben und in den vier Wochen Semesterferien das ganze zu überstehen, aber meine Angst ist, dass das zu kurz ist und ich dann mein Studium auf Glatteis legen müsste...

Bist du schon weiter gekommen mit deiner Entscheidung?

Liebe Grüße

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Nur noch Tage bis zur OP in Neustadt


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 Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Oktober 2010 15:52     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hey,

Ich habe die letzte Zeit darüber nachgedacht und habe jetzt beschlossen die OP rauszuzögern.. das Abi is mir jetzt doch schon sehr wichtig... ist ja doch etwas das für die Zukunft mitzählt.. ..

Ich denke mal, dass wirklich jeder selber entscheiden sollte, was ihm im Moment wichtiger ist.. Bei mir ist es nunmal das Abitur. Ich werde mich dann eben nach den letzten Nachprüfungen operieren lassen, dann kann ich im darauffolgenden Semester ausetzen und im nächsten beginnen... Ich glaube das is das schlauste für mich persönlich .

Hoffentlich findet ihr auch für euch ne gute Lösung! .

Liebe Grüße
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 Ungelesener BeitragVerfasst: 17. November 2010 21:30     Betreff des Beitrags: Re: OP während der Schulzeit oder danach?
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Hallo Qu33ny,

Danke für Deine Info bez. Deiner Entscheidung. Natürlich muss das jeder selbst entscheiden und ich glaube, Du hast für Dich die passende Entscheidung getroffen. Wenn Du bis nach dem Abi durchhälst, ist es ja auch kein Problem. "Aussetzen" kannst Du immer noch, wenn gar nix mehr geht.

Auch das ABI ist natürlich wichtig. Aber auch Gesundheit ist wichtig. Ein Bekannter von mir hat sein Abi mal aus Dummheit für 1 Jahr geschmissen (verzögert / hatte halt ne komische Phase), dann aber doch noch verspätet zu Ende gebracht und hat heute deshalb keine Probleme. Vielleicht war das für ihn auch gut so.
Solange Du mit Deinem "Problem" noch leben kannst, spricht eben nix gegen das Durchziehen bis zum Abi. Deshalb verurteilt Dich hier keiner.

Ich denke auch, das wir für uns eine gute Lösung gefunden haben. Da musst Du Dir keine Sorgen machen. . .

Mich würde Deine Geschichte auch später noch interessieren, wenn Du Dein Abi geschafft hast und es dann los geht. Wäre toll, wenn wir von Dir dann lesen dürften.

Viel Erfolg beim Abi.


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