Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 BeitragVerfasst: 1. Mai 2009 14:25     Betreff des Beitrags: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Registriert: 14.07.2005
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Alter: 36
Bundesland: Bremen
Diagnose: rechtskonv. Thorakalskoliose 56°, lumbale Nebenkrümmung, s. flaches thorakales Profil
Therapie: OP 2005, Roland-Klinik, Th6-L1, Rippentalanhebung
Geschlecht: weiblich
Es gibt tatsächlich Patienten, die sind rundum zufrieden mit ihrer ärztlichen Versorgung. Andererseits gibt es auch diejenigen, die einen sogenannten Ärztemarathon absolvieren müssen, bevor ihnen geholfen werden kann. Dann wiederum gibt es Menschen, die sich das erst gar nicht aussuchen können, da es ihnen an den Möglichkeiten fehlt!

In diesem Monat möchten wir von Euch wissen, welche Erfahrungen Ihr mit Euren Ärzten gemacht habt?! Seid Ihr in guter orthopädischer Behandlung oder vertraut Ihr eher nur Eurem Hausarzt? Fühlt Ihr Euch verstanden oder nicht? Wie kann man den richtigen Arzt für sich finden?

Viele Grüße
Doro

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Nicht weil die Dinge so kompliziert sind machen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht machen sind sie so kompliziert!
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 BeitragVerfasst: 1. Mai 2009 17:24     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Wohnort: Kempen
Alter: 49
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Diagnose: Idiopathisch adoleszente doppelbogige, degenerativ agravierte Skoliose mit thorako-lumbaler Krümmung Th10-L3 58° n.Cobb u.thorakal rechtskonvexer Nebenkrümmung Th4-Th9 48°.Hochgradige Osteochondrose L4/5 und L5/S1. Drehgleiten L3/4.Spondylarthrose L4-S1 links betont
Therapie: Korsett im Jugendalter
Schroththerapie 2008 in Bad Salzungen
Massagen und Schmerzmittel bei Bedarf
Hallo @all,

ich reihe mich in die Zahl der Patienten, die sich weder gut betreut, noch verstanden fühlt.

Ich habe die Orthopäden häufiger gewechselt als meine Socken :totlach: . Immer läuft es nach dem gleichen Muster ab:
ICH: "Ich habe eine Skoliose und möchte sie mal kontrollieren lassen, weil ich da und da
Beschwerden habe."
ER:" Dann lassen sie mich mal einen Blick drauf werfen."
ER:" Mmmmmh. Dann werden wir mal röntgen!"
Dann also röntgen!
ER:" Na was soll ich dazu sagen! Daß sie krumm sind, wissen sie ja selbst und daß es im Alter
nicht besser wird, wissen sie ja auch. Möchten sie Krankengymnastik aufgeschrieben
bekommen? Gut...dann machen wir das. Auf Wiedersehen!

Lach...so ungefähr immer und immer wieder. Irgendwann kam dann der Hinweis, daß aufgrund der schwierigen Kostensituation nichts mehr verordnet werden kann und das war es dann. Die meißten Orthopäden haben mich noch nicht mal angefaßt!
Der, bei dem ich jetzt bin, ist auch kein bißchen besser, aber er ist als Schmerztherapeut anerkannt und "schimpft" sich Arzt für physikalische und rehabilitierende Maßnahmen und darf deshalb mehr aufschreiben , so daß ich eigentlich durchgehend Krankengymnastik verordnet bekomme ohne je eine Pause einlegen zu müssen. DAS ist der einzige Grund, weshalb ich da bin. Ansonsten fühle ich mich da kein bißchen ernst genommen.
Ich habe mal eine Zeit gehabt, wo ich da echt weinend vor ihm "zusammengeklappt" bin, weil ich die Schmerzen und meinen Anblick sooo ätzend fand, daß ich da gar nicht mehr mit klar kam. Das einzige, was von ihm kam, war irgendeine flapsige Bemerkung mit einem wirklich HERZHAFTEN LACHEN. Als ich ihn gefragt habe, was es denn da zu Lachen gäbe, meinte er:
"Weil ich sonst über so einen Rücken heulen müßte!" DANKE..kann ich da nur sagen. Das hat mir echt den nötigen Auftrieb gegeben. Danach hab ich mich noch schlechter gefühlt. Nie kam von ihm irgendein Vorschlag, der wirklich auf meine Skoliose zugeschnitten war. Er kannte weder Schroth...die Reha hab ich mir sozusagen selbst verordnet :zwinker: , noch kennt er Neustadt oder Tübingen. Aber wie gesagt, die Rezepte fließen!

Liebe Grüße
Chrissy 0201


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 BeitragVerfasst: 1. Mai 2009 20:34     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Beiträge: 252
Wohnort: Bielefeld
Bundesland: NRW
Diagnose: Skoliose
Operation 1982 in Hamm bei Dr. Götze
Jan 2000 OP an einer Zyste in Bethel (bei Dr. Oppel) bei dieser Zysten-OP Stabbruch (wurde mir aber von den Ärzten nicht gesagt, bin 8 Monate mit extremen Schmerzen herum gelaufen)und erneute Operation Okt 2001 in Hessisch-Lichtenau bei Dr. Sambale. Reinstrumentation der Schraube links Th6
Therapie: Krankengymnastik
Osteopathie
Massagen
Schokolade
Geschlecht: weiblich
Hallo,

also meinen Hausarzt liebe ich, seit dem er sich bei mir entschuldigt hat, als der Stab gebrochen war. er sagte: "Es tut mir leid, ich konnte das nicht ahnen und sehen, da wurde etwas versäumt bei dir mein Mädchen, da hätte ich mehr dran bleiben müssen"Der Hausarzt ist ein Allgemeinmediziner.
Als jetzt nach der Schraubenlockerung und deren entfernung die Chirugen nochmal einen ganz großen Eingriff machen wollten sagte er: "Vertrau deinem Gefühl, mach es nicht, du kannst mit mühe und not wiedr laufen, bist weg vom Rollstuhl -- und das was die vorhaben klngt nicht sehr gut -- ich würde warten wie deine Beschwerden sind. Ich hätte da Sorgen um dich"

Auch der Orthopäde ist klasse, zu der Schraubenlockerung sagte er: "Das Ahnte ich nicht, da hätte ich doch anweisunggeben sollen vom letzten Brustwirbel auch ein CT zu machen, sie hatten recht mit ihrem Gefühl. Tut mir leid ich konnte das wirklich nicht ahnen das sich die Schraube lockert und so weit verschiebt"

Leider sind beiden Ärzten die Hände gebunden mir durchgängig Krankengymnastik zu verschreiben. :zwinker:

Auch ja, der Chirug in Hessisch-Lichtenau sagte: "Er sei stolz darauf das ich so ein dickkopf sei und mich nicht hängen lassen habe, ich hätte zwar ärger verbreitet (ich habe nur ein wenig rumgestänkert, weil das Essen schlecht war, die Oberschwester doof war, wir immer so früh geweckt wurden, und nachts nochmal gewaschen wurden (ist so in dem KH bei Querschnitten)), aber immerhin könnte ich ein paar Schritte ohne Rolli gehen. Das sei mehr als er geahnt/erwartet hätte"

Sie könnten aber trotzdem immer gut gelaunt sein, mir ganz viele tolle Dinge verschreiben, machen das ich nie wieder einen Schnupfen oder Husten bekomme, das meine Lunge wieder voll da ist,das ich im Lotto gewinne,..... aber vielleicht sind sie einfach nur tolle Menschen und keine Götter.

LG

Caban

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Bild "Wenn die Stimme und die Vision in deinem Inneren stärker wird als die Meinungen von außen, dann hast du dein Leben gemeistert.",


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 BeitragVerfasst: 2. Mai 2009 13:21     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Beiträge: 1244
Wohnort: Rosenheim
Alter: 20
Bundesland: Bayern
Diagnose: Rechtskonvexe thorakale Skoliose => 66°
Thorakolumbaler linkskonvexer Gegenschwung => 23° mit gewisser Kyphosierung
Therapie: KG (1-2mal pro Woche)
OP im Juli 2008: dorsale Korrekturspondylodese TH5 bis TH12, Restkrümmung 26°
Geschlecht: weiblich
Hallo!

DoroHB hat geschrieben:
Welche Erfahrungen Ihr mit Euren Ärzten gemacht habt?!

Sowohl als auch. Es gab Zeiten, da hab ich richtig Angst gehabt, immer, wenn ein Termin beim Orthopäden oder in Vogtareuth anstand :angst: :angst1: , die Ärzte waren einfach teilweise unmöglich. Haben mich nicht direkt verstanden (was damals vielleicht auch nicht ganz einfach war…) und mich aber auch nicht davon überzeugen können, mein Korsett z.B. weiter zu tragen. Es war dann eher so ein „Was Sie sagen ist mir doch sch*** egal!“-Effekt. Gut, ich war in der Pupertät und sicher nicht grad die einfachste Patientin, aber… :nixweiss: Ich habe ja auch erfahren, dass es anders geht!
Dann kam nämlich der Wechsel in Vogtareuth, gut, man muss dazu sagen, anfangs war der Dr. G. auch noch ganz nett, aber als ich dann das Korsett nicht mehr tragen wollte, wurde er immer unfreundlicher und unsympathischer, was mir nicht unbedingt neue Motivation geschenkt hat.
Und dann kam der Prof. W. nach Vogtareuth. Und bei ihm fühl ich mich wirklich gut aufgehoben, er ist total nett, sympathisch und hat einfach akzeptiert, dass das „Duo: Korsett + Bettina“ wohl nicht funktioniert…

In Rosenheim wars beim Orthopäden das selbe in Grün. Der, bei dem ich am anfang war, hatte eigentlich nicht wirklich Ahnung und war dazu auch nicht grad „Nettigkeit+Sympathi in Person“. Und dann kam der Tag, da wollt ich nicht mehr zu dem gehen.
Und was war dann? Es gab in der Praxis einen super netten Orthopäden, bei dem man echt das Gefühl hatte „Hey, der versteht mich!“ und ja, es war wie in Vogtareuth, der Wechsel tat echt gut.
Nur leider ist dieser super nette (und ehrlichgesagt auch hübsche :kicher: ) , Orthopäde relativ bald von der Bildfläche verschwunden, wir wissen nicht, wo es ihn hinverschlagen hat :(
Seit dem bin ich immer bei Assistenzärzten, die sind eigentlich auch ganz lieb.

DoroHB hat geschrieben:
Seid Ihr in guter orthopädischer Behandlung oder vertraut Ihr eher nur Eurem Hausarzt?

Also ich bin hautpsächlich ja in Vogtareuth in Behandlung und fühle mich da sehr gut aufgehoben.
In Rosenheim bin ich selten beim Orthopäden, wenn ich ein Rezept für Physiotherapie brauche, dann ja, aber sonst eigentlich nicht.
Meine Hausärztin hat von Skoliose und so überhaupt keine Ahnung, oder kaum, aber sie ist einfach total menschlich und fürsorglich, von ihr bekomm ich auch Rezepte für die KG, wenn ich vom Ortho keine bekomm. Also sagen wirs mal so – wenn ich wirklich probleme mit meinem Rücken hätte, wär meine 1. Anlaufstelle Vogtareuth, danach der Ortho hier in Rosenheim und danach vielleicht meine Hausärztin.

DoroHB hat geschrieben:
Fühlt Ihr Euch verstanden oder nicht?

Hausärztin: Ja, definitiv.
Vogtareuth: Dank dem Prof. W. auch total. Bei den anderen Oberärzten, teilweise. Bei den Fachärzten fühl ich mich verstanden, die sind total lieb :zwinker:
Orthopäde in Rosenheim: Ja, eigentlich schon. Kommt halt drauf an, bei wem ich grad einen Termin hab und ob ich den / die dann für „kompetent“ halte oder nicht…

Teilweise kams mir dann aber schon so vor, dass ich mehr Ahnung von der ganzen Thematik hatte, als der Doc. der grad vor mir saß :totlach:

DoroHB hat geschrieben:
Wie kann man den richtigen Arzt für sich finden?

Also Empfehlungen würde ich z.B. nachgehen, die kommen ja nicht von ungefähr.
Wenn man dann einen Termin beim Arzt hat, :doc: , und man fühlt sich gut aufgehoben und verstanden und so, dann hat man den richtigen Arzt gefunden, wenn man hinkommt und denkt sich „Wo bin ich den hier gelandet?!?“, dann sollte man vielleicht wechseln.

Und ganz empfehlen kann ich den Dr. Schröter, der ja leider nicht mehr in der Praxis ist, und auch in Rosenheim nicht zu finden… Der war aber total nett, also falls irgendwer auf ihn stoßen sollte - er ist menschlich :top1: und auch so scheint er für einen "normalen" Orthopäden auch Ahnung von Skoliose und so zu haben!

Liebe Grüße
Bettina

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Beginnen ist Stärke,
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 BeitragVerfasst: 4. Mai 2009 09:59     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Mega-Tipper
Mega-Tipper

Registriert: 19.02.2008
Beiträge: 405
Wohnort: München
Alter: 24
Bundesland: Bayern
Diagnose: Skoliose, HWS, 21°, BWS 56° LWS 30°
Nach OP:
HWS 21°, BWS 10°, LWS 3°
nach der Halbjahreskontrolle: HWS: ca 10°, BWS 10° LWS ca 10°
Nach Jahreskontrolle: HWS ca. 16°, BWS 10°, LWS ca. 17°
Therapie: 2 Korsetts von 14 bis 16 Jahren und KG nach Schrot.
Am 3.9.2008 OP in Neustadt.
OP von Dorsal mit dem Expedium Implantat, Versteifung von TH7-L1
KG nach der OP ab Jannuar 2009
Geschlecht: weiblich
Hallo,

also zu dem Thema Ärzte kann ich auch meinen Senf dazu geben.
Also ich war lange auf der Suche nach einem wirklich guten Orthopäden.
Als ich noch in Österreich lebte, haben meine Mutter und ich uns einiges mitgemacht mit unfähigen Ärzten.
Einer hatte sich damals sogar von meiner Mutter die Informationen die sie über Skoliose hatte, geholt.
Und als dann bei seiner Tochter ein besserer Korsetterfolg zu sehen war, als bei mir, hat er mir das unter die Nase gerieben. (seine Tochter startete aber auch mit "nur" 20° ich hatte bei Therapiebeginn schon 40 oder 42°)
In München dachte ich dann mal wäre ich bei einem guten gelandet. Er machte gewissenhaft Röntgenaufnahmen, kannte Sobi und BaSa, und auch so schien er kompeten zu sein.
Als er dann aber zu mir sagte, dass ich mir meine Schmerzen sicher nur einbilden würde, da seine anderen Skoli-Patienten keine Schmerzen hätten, war es aus und vorbei. Ich bin seit dem auch nicht mehr bei diesen Arzt in Behandlung.
Seit ich dieses Forum "gefunden" habe, bin ich nur noch bei Dr. Hoffman in Behandlung was meine Skoliose betrifft.
Und bin wirlich zufrieden, finde es nur schade, dass ich in MÜnchen niemanden habe, da es doch immer 2 Stunden zu fahren sind, bis ich beim Doc Hoffmann bin.

Rezepte für die KG bekomme ich von meinen Hausärzten.
Das ist eine Gemeinschaftspraxis, und meistens bin ich bei jemand anders.
Die kennen sich zwar gar nicht aus mit Skoliose, aber von denen will ich ja auch nur mein Rezept. Und das klappt bis jetzt wirklich gut.

Naja im Großen und Ganzen bin ich mittlerweile ganz zufrieden, mit meiner medizinischen Betreuung.


Lg magda

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 BeitragVerfasst: 4. Mai 2009 18:55     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Profi-Tipper
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Beiträge: 586
Wohnort: Norden von München
Alter: 56
Bundesland: Bayern
Diagnose: Zustand nach dorsaler Instrumentations- spondylodese BWK10-LWK4 und Beckenkammspan- entnahme rechts bei degenerativer linkskonvexer Lumbalskoliose von 70° Cobb, nach OP 16° Cobb; OP am 05.02.2007 in Uniklinik Tübingen
Therapie: vor OP: Kath.Schroth-Gym. und 2x Reha in Isyn/Allgäu
nach OP: KG und Reha in Isny/Allgäu, seit 2008 keine Therapie, aber regelmäßig 2 - 3 x wöchentl. ins Fitness-Studio
Geschlecht: weiblich
Hallo,

als Heilpraktikerin habe ich bis 2005 nie einen OT wegen meiner Skoli aufgesucht. Ich ging immer ins Fitness-Studio (von Kath. Schroth-Gym. hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts gehört :? ) um meinen Rücken zu stärken, bis ich 1998 dann immer mehr Rückenschmerzen bekam, vorzugsweise nachts - bin davon aufgewacht - und ich hatte das Gefühl, wenn ich jetzt nichts unternehme, dann lande ich im Rollstuhl (hatte zu diesem Zeitpunkt teilweise beim Autofahren im linken Bein so starke Schmerzen, dass ich nicht mehr kuppeln konnte). Zur selben Zeit erzählte mir mein Vermieter (wie das Schicksal so spielt), dass seine Tochter eine Skoliose hat und gerade in Bad Sobernheim war und da hörte ich dann auch das erste Mal von der Kath.Schroth-Gym. Ich ging also zur KK, holte mir den Antrag für eine Reha und reichte ihn bei der BfA ein. Die schickten mir dann einige Adressen von Vertrauensärzten der BfA; davon sollte ich mir einen aussuchen, ihn konsultieren und dieser stellte dann fest, dass eine Reha notwendig ist. So kam ich dann 1999 das erste Mal nach Isny und wurde wie neu geboren und ohne Schmerzen nach 4 Wochen entlassen. Ich machte zu Hause fleißig meine Schroth-Gym. und nebenbei ging ich wieder ins Fitness-Studio.
Nach 4 Jahren (2003) kamen die Schmerzen wieder und ich wiederholte die Prozedur. Bereits 4 Wochen nach meinem Reha-Antrag konnte ich wieder nach Isny, diesmal für 3 Wochen.

Zwischen 2004 und 2006 kamen dann so viele "Schicksalsschläge", dass ich weder für Fitness-Studio noch sonstige KG-Maßnahmen die Zeit und den Sinn hatte, so dass sich in diesen zwei Jahren meine Skoli so verschlechterte, dass ich 3 cm an Größe verlor (meine Cobb-Grade wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht) und die Schmerzen chronisch wurden. Mir war gefühlsmäßig (typische weibliche Intuition halt :grins3: ) klar, dass jetzt eine OP fällig ist. So suchte ich im Internet nach Kliniken, die solche OPs durchführen und meldete mich in Vogtareuth, der Charité, in Langensteinbach und in Tübingen zur Vorstellung an. Dadurch erfuhr ich dann auch, dass ich dazu einen Überweisungsschein eines OT brauche. Super! Wie kommt man an einen Ü-Schein, wenn man gar keinen OT hat? Ich suchte also im Branchenverzeichnis den nächst besten OT, meldete mich an und ging hin. Er fragte nach meinem Anliegen und ich meinte nur ganz lapidar: "Ich brauche eigentlich nur einige Ü-Scheine für diverse Kliniken, da ich eine Skoliose habe und ich möchte diese von fachkundiger Seite ansehen lassen!". Natürlich fühlte er sich auf den Fuss getreten und war etwas verschnupft. Er meinte, er könne mir keinen Ü-Schein ausstellen, wenn er mich noch nicht einmal gesehen habe und er wolle sich den Rücken mal anschauen. Das tat er dann auch und es wurden dann auch gleich Röbis gemacht. In dem Moment, als er die Bilder gesehen hat (sein Kommentar: "Oh, oh, das sieht nach einer OP aus!"), ist er umgeschwenkt und war die Freundlichkeit in Person (um ehrlich zu sein: ich habe meinen Rücken auch zum ersten Mal seit 10 Jahren wieder auf Röbi gesehen und wäre bald vom Hocker gefallen - 70° nach Cobb, Wirbelgleiten L3//4 :shock: - von da an traute ich mich kaum mehr bewegen vor lauter Angst, dass meine Wirbel gleich auseinander fallen). Er meinte, ich würde natürlich die Ü-Scheine bekommen und KG-Rezepte und ich solle Schroth-Gym. machen. Hallo! Ein OT, der Schroth kennt? Ich dachte, ich bin im falschen Film. Na ja, auch ein blindes Huhn.......

Und so kam es, dass ich 2007 operiert wurde und noch heute bei diesem super OT bin, von dem alles bekomme, was ich brauche. Nach der OP hat er mir alle Medis verschrieben und sogar das teure Duschpflaster. KG-Rezepte für meinen Rücken benötige ich mittlerweile nicht mehr, aber für meine Fuss-OP habe ich wieder alles bekommen, er hat mir sogar ein Rezept für den Hausbesuch meines Physiotherapeuten aufgeschrieben.

Ich bin super zufrieden mit meinem OT, aber aus meiner Praxis weiß ich, dass das Thema OT nicht nur für Skolis ein Drama ist. Und.... ich hatte etliche Patientinnen mit Skoliose, die aber von den Orthopäden nicht festgestellt wurde; und das finde ich wirklich tragisch, denn gerade bei einer geringgradigen Skoliose kann man noch so viel machen, wenn man es nur weiß..... Himmel, wie viel wird da von den Orthopäden versäumt :kopfschuettel: !

Ich wünsche euch allen nur den besten Orthopäden und wer den noch nicht hat, der möge ihn finden - schnell!

LG Sarinya

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 BeitragVerfasst: 4. Mai 2009 19:42     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Mega-Tipper
Mega-Tipper

Registriert: 09.12.2007
Beiträge: 316
Alter: 32
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Diagnose: Idiopathische Skoliose
vor der OP 54° hochthorakal, 73° thorakal
danach 40° hochthorakal. 30° thorakal
Therapie: Korsett, Schroth, Osteopathie
OP in Neustadt im Februar 2009
dorsaler Zugang, Versteifung Th2 bis L2 mit Expedium-Doppelstab
Geschlecht: weiblich
Hallo,
obwohl ich in Wohnortnähe die letzten 10 Jahre keinen Arzt hatte, der in Sachen Skoliose fit ist, bin ich mit der ärztlichen Betreuung zufrieden. Ich habe einfach meine Ansprüche aufs Minimum reduziert.

Nachdem meine Korsettbehandlung als Teenie nicht besonders lief, keiner Sobi oder Bad Elster* kannte und somit wertvolle Chancen vertan wurden, weil ich meinem Orthopäden einfach alles geglaubt habe und mich nicht selbst informiert habe, bin ich nachhaltig skeptisch geworden und bringe oft eine eigene Diagnose-Idee zum Termin mit. Natürlich nervig für die Ärzte-aber da ist diese Zunft selbst schuld.

Mit 20 war ich wegen meiner Knie bei einem Orthopäden, der mich auf eine OP ansprach, sich dann selbst mit einem liegend-Teil-RöBi disqualifizierte, aber mich immerhin nach Augsburg schickte. Dort wäre ich bei der Erläuterung des OP-Verlaufs zwar beinahe aus den Latschen gekippt, aber ich wurde auf Sobernheim aufmerksam. Für mich DAS Tor zur Skoliose-Experten-Welt.

An dieser Stelle ein HOCH auf den Bundesverband Skoliose e.V., das skoliose-info-forum und natürlich unser OP-Forum!
Hier finde ich die Informationen, die mir weiterhelfen.

Die letzten Jahre hatte ich einen Hausarzt, über den ich die Rezepte abgewickelt habe. Der hat mein Vertrauen gewonnen, weil er beim ersten Besuch unumwunden zugab, von Skoliose nicht viel zu verstehen. "Aber dürfte ich mir Ihren Rücken mal ansehen?" Das hat mir sehr imponiert- ein Arzt, der seine Grenzen kennt und mich nicht mit 20 Jahre altem Halbwissen traktiert. Der wurde dann der erste Hausarzt, den ich je hatte.

Wenn es spezielle Skoliose-Probleme gab, habe ich mich immer an Sobi, Salzungen oder Kliniken mit Skoli-Sprechstunde gehalten. Seit einem Jahr kenne ich Dr. Hoffmann, der aber wegen der Entfernung nur für telefonisch zu klärende einfache oder aber persönlich für wirklich schwierige Fragen infrage kommt-wie z.B. die OP-Entscheidung.

Für die Vor-Ort-Betreuung habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, einen "partnerschaftlichen" Hausarzt mit einem guten Physio/Osteopathen zu kombinieren. Auch wenn die offiziell keine Diagnosen stellen dürfen, ihr geäußerter Verdacht ist ein super Anhalt, mit dem ich dann zum Arzt gehe.

Vielleicht bin ich inzwischen zu kritisch für eine wirklich gute Arzt-Patienten-Beziehung, ich vertraue keinem mehr 100% und überprüfe alle Informationen selbst so gut wie eben möglich.
Das ist für mich das wirklich deprimierende an meiner Krankengeschichte.

VG
Hexe

*Da gibt es die Heimdall-Klinik, die schon zu DDR-Zeiten auf Skoliosen spezialisiert war. Wenigstens das hätte ein Chemnitzer Arzt Mitte der 90er wissen müssen.

_________________
Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft,
der zu sein, der man ist.

Erasmus von Rotterdam

[Meine Skoliose-Bilder] [Mein OP-Bericht]


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 BeitragVerfasst: 5. Mai 2009 11:42     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Gruppenleiterin Österreich
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Registriert: 20.02.2008
Beiträge: 2177
Alter: 30
Bundesland: Oberösterreich
Diagnose: Skoliose: BWS 88°n.C., LWS 66°n.C., seit dem Kindesalter bekannt
Therapie: 1. OP am 24.11.2008: Lockerungs-OP
2. OP am 2.12.2008: Vesteifungs-OP von TH3-L3, Restgrade: BWS 42°n.C., LWS 29°n.C.
Geschlecht: weiblich
Hallo ihr Lieben!

Ich gehöre vermutlich zu den wenigen Skolis, die nie wirklich furchtbare Dinge mit ihrem Orthopäden erlebt haben.

Bereits in meiner Jugend wurde ich gut mit Korsetts versorgt, mein damaliger Orthopäde schickte mich auch in die Physiotherapie. Schroth´sche Übungen habe ich damals zwar nicht gelernt, aber es gab damals in Österreich auch praktisch keine Schroth-Therapeuten.
Das einzige, was ich dem Doc übelnehme ist, dass er mich nicht nach Sobi geschickt hat. Das hätte er kennen müssen und ich denke, das wäre wohl auch von den österreichischen KK genehmigt worden.
Und dass er gemeint hat, die WS verändere sich im Erwachsenenalter nicht mehr.

Nachdem ich ausgewachsen war, trug ich kein Korsett mehr und ging auch jahrelang zu keiner Kontrolle mehr. Da spielt wohl einerseits erfolgreiche Verdrängung des Themas eine Rolle, andererseits aber auch die Aussage der Ärzte, man brauche kein Korsett mehr, wenn man erst ausgewachsen ist, denn da ändert sich die WS nicht mehr. (Heute frage ich mich: hat der Doc das ernsthaft geglaubt?! :vogel:)

Jahrelang ging es mir gut, ich habe (leider!) überhaupt nichts für meine Skoliose getan. Mitte 20 fing das Drama an: ich bekam immer häufiger Schmerzen bei Belastung und schön langsam reifte in mir der Gedanke: "Mädel, du musst was tun!!"

Also ging ich zum ersten Mal nach Jahren wieder zum Orthopäden. Der Arzt war zwar menschlich gesehen unmöglich ("Na, so eine Skoliose hatten wir auch schon lang nicht mehr...") und ich habe ihn auch sofort wieder gewechselt, aber immerhin hat er mich an eine Schroth-Therapeutin überwiesen, bei der ich noch heute in Behandlung bin.

Ich suchte mir also einen neuen Arzt und landete einen richtigen Glücksfall. Zum ersten Mal nimmt sich ein Orthopäde wirklich viel Zeit für mich. Wenn ich zu ihm komme, bin ich jedesmal mind. eine halbe Stunde, eher länger, bei ihm. Dieser Arzt hat Verschiedenstes mit mir versucht (Stoßwellentherapie, TENS-Reizstrom, Schroth sowieso,...), hat wohl aber auch bald erkannt, dass bei mir eindeutig eine OP-Indikation vorliegt (ich hatte bereits 88°).

Sehr vorsichtig, über Monate hinweg, hat er mir schmackhaft gemacht, mich in OP-Kliniken vorzustellen. Dieser Arzt kannte zu meinem Glück auch das BHZ Vogtareuth und den dortigen Primarius Prof. Wimmer persönlich. Es ist in Österreich nicht selbstverständlich, dass ausländlische Spezialkliniken bekannt sind und man auch dorthin geschickt wird.

Nachdem ich mich in Vogtareuth und Innsbruck vorgestellt hatte, war mir klar, dass eine OP unumgänglich sein würde. Da ich mich in Innsbruck äußerst schlecht beraten gefühlt hatte und auch eine unmöglich Wartezeit auf die OP hätte auf mich nehmen müssen, entschied ich mich für Vogtareuth.

Mein Orthopäde boxte zusammen mir mir die Genehmigung einer Auslands-OP durch, wofür ich ihm sehr dankbar bin, denn ich war und bin mit der Behandlung in Vogtareuth äußerst zufrieden.

Ich bin nach wie vor bei meinem neuen Doc in Behandlung und äußerst zufrieden mit ihm. Er ist offen für alternative Heilmethoden, verschreibt mir genug Physiotherapie, Massagen zur Narbenentstörung und schickt mich auf Reha (das ist unser nächstes Projekt: werde ich auch eine Auslands-Reha kiegen?!?!). Ich schätze sehr an ihm, dass er meine Wünsche respektiert und mich als Partner in Sachen Skoliose sieht. Er weiß, dass ich mir viel Wissen angeeignet habe und in manchen Belangen einfach mehr weiß als er. (Z.B. wo es die beste Reha-Klinik für mich gibt.)


Ich glaube, dass es schwer ist, einen richtig guten Arzt zu finden. Nicht nur für uns Skoliotiker, auch für Otto-Normalverbraucher. Die besten Ärzte sprechen sich immer noch durch Mundpropaganda herum. Obwohl ich gestehen muss: meinen "Glücksgriff" habe ich im Internet gefunden. Heutzutage ist das www eine wichtige Informationsquelle und ich glaube auch, dass man heute viel weniger der Meinung der Ärzte ausgesetzt ist als früher. Früher hat man den Göttern in Weiß einfach alles geglaubt. Man hatte ja keine andere Informationsquelle!
Ich vermute auch, dass viele Ärzte heute auch erkennen, dass ihre Patienten besser informiert sind als früher und sich nicht so schnell etwas einreden lassen. Gute, moderne Ärzte sehen ihren Patienten als Partner in Gesundheitsfragen. Mein Arzt hat mir immer versichert: "Wir schaffen das!"

In diesem Sinne wünsche ich allen, die noch auf der Suche nach dem besten Arzt sind alle Gute!
LG Kathrin

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 BeitragVerfasst: 6. Mai 2009 00:37     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Bundesland: Baden-Württemberg
Diagnose: Skoliose
Geschlecht: weiblich
Hallo Ihr Lieben :huhu:

ich habe mir jetzt alle Eure Berichte durchgelesen und musste auch hier wieder feststellen, dass sich in den vergangenen drei Jahrzehnten nicht wirklich viel getan hat, was die Kompetenz des Orthopäden in Sachen Skoliose betrifft. Und das macht mich einfach wütend. Dr. Zielke soll ja auch mal gesagt haben, dass die Skoliose die größte Schande der Orthopädie ist. So ganz unrecht hatte er mit dieser Aussage leider nicht.

Ich selbst habe damals die gleiche Lauferei gehabt, bis ich schlußendlich meinen Glücksgriff hatte. Ein Orthopäde der sich mit Skoliosen auskennt, menschlich ist und Verständnis hat und noch dazu den für mich richtigen Operateur kannte. Nach dem jahrelangen rumgeeiere bei unfähigen Ärzten, war meine Skoli so weit fortgeschritten, dass eben nur noch eine OP in Frage kam.

Nach meiner OP war für mich die WWK 10 Jahre regelmäßige Anlaufstelle für meine Kontrolluntersuchungen. Bei kleineren Beschwerden bin ich natürlich zu meinem Glücksgriff vor Ort gegangen. Da zu meiner Zeit Reha oder KG nicht empfohlen wurde, habe ich natürlich auch keine Rezepte benötigt. Und Schmerzen nach der OP hatte ich durch meine Korsetts nicht, so dass ich auch keinen Arzt gebraucht habe, der mir diese verschreiben musste.

Trotzdem blieben mir negative Erfahrungen mit Ärzten leider nicht erspart. Diesmal betraf es nicht meinen Rücken, sondern nur meine Schilddrüse. Auch da hab ich mich einige Jahre plagen müssen, bis ich zu einem Arzt kam der sich auskannte und mich vor allem ernst genommen hat. Zum Glück ist das auch schon wieder 10 Jahre her und dieser Arzt ist natürlich zu meinem Hausarzt geworden. Vor allem auch, weil er in der Lage ist zu sagen, wenn er nicht mehr weiter weiß.

Aktuell habe ich das Problem den richtigen Orthopäden zu finden mit meiner Mutter. Sie ist mit ihrem 75 Jahren leider schon ziemlich krumm und ihr tut der Rücken und die Füße weh. Antwort ihrer Orthopädin ist immer, dass das normal ist, da halt abgenutzt und sie damit leben muss. Eine Erklärung irgendwelcher Befunde gibt es nicht und Nachfragen meinerseits mag die Dame auch nicht. Also habe ich jetzt beschlossen, mit meiner Mutter demnächst nach Leonberg zu fahren.

Mein Fazit: Auch ich habe durch meine Erfahrungen grundsätzlich erst einmal kein Vertrauen zu einem Arzt. Egal um was es sich handelt. Mein erster Weg führt mich immer ins Internet um mir Informationen zu holen. Und genau damit können die wenigsten Ärzte umgehen - Patienten die informiert sind.

Ich wünsche allen, dass Euch eine lange, nervenaufreibende Suche nach dem richtigen Arzt erspart bleibt, egal um welche Krankheit es sich handelt. Den Ärzten wünsche ich etwas mehr Gelassenheit mit informierten Patienten, und dass sie endlich mal lernen zugeben zu können, wenn sie nicht mehr weiter wissen.

Ganz viele liebe Grüße, Uschi :winkewinke:


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 BeitragVerfasst: 6. Mai 2009 11:10     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Mega-Tipper
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Hallo, :winkewinke:

wir haben auf Grund Antons Mehrfachbehinderung schon viel Erfahrungen mit Ärzten hinter uns gebracht.
Problematisch war dabei immer, dass Anton nicht auf ein einzelnes Problem behandelt werden kann, sondern als Gesamtbild gesehen werden muss.
Unsere orthopädische Odyssee fing im Jahr 2000 an, da war Anton 6 Jahre alt. Es zeigte sich eine leichte C-förmige Skoliose, wir haben den Arztbesuch hinter uns gebracht, ohne danach zu wissen, was eine Skoliose ist und was man dagegen tun könnte. Es fand keinerlei Aufklärung statt. :nee:
2005 war die Skoliose nicht mehr zu übersehen und wir unternahmen einen neuen Versuch in einer orthopädischen Klinik, er hatte bereits 50° nach Cobb, wir haben ungelogen 5 Stunden :schreck3: in der Klinik verbracht, alle waren fix und fertig und der Doc meinte nur, bei 50° ist es eine ganz klare OP-Diagnose. Er hat erst gar nicht versucht, es mit konservativen Methoden in den Griff zu bekommen. Ich war einfach nur froh, als wir wieder draußen waren.
Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich noch gar nicht mit dem Gedanken OP anfreunden und wir beschlossen uns einen Orthopäden in Heimatnähe zu suchen, der immer mal einen Blick auf die Skoliose wirft. Das war der größte Fehler. Bei diesem Herrn mussten wir 2 Stunden warten (trotz Termin), Anton ist Amok gelaufen :wut: , dann mussten wir ihn nicht einmal ausziehen, der Arzt hat mein Kind nicht angefasst und gemeint, man müsse das erst einmal röntgen, was er allerdings selber nicht kann, dazu müsse man in die Uniklinik. Wir zum röntgen, da fing ich an mich zu wundern. Er wurde nur von der Seite geröntgt! Ich rief dann beim Arzt an, um mich nach dem Ergebnis zu erkundigen, da wurde mir ausgerichtet, es wäre alles in Ordnung und ich bräuchte keinen neuen Termin. Bei 50°! :vogel:
Es folgte noch ein netter Versuch in einer Uni-Klinik. Ein Assistenzarzt hat Anton untersucht, hat sich ungefähr 2 Minuten die Skoliose angeschaut und sich dann eine viertel Stunde mit seinen Hüften beschäftigt, nach denen ich gar nicht gefragt habe. Er schlug mir vor, dass wir alle 1/4 Jahr zur Kontrolle kommen sollten, es würde dann aber immer ein neuer Assistenzarzt da sein, der von vorne anfängt. Also wieder Flaute! :shit:
Irgendwann fing ich dann an mich intensiever mit dem Thema auseinanderzusetzen und bin auf Leonberg aufmerksam geworden. Das erste Mal fühlte ich mich Ernst genommen :dance1: und alle Problematiken meines Kindes wurden mit einbezogen. Leider ist der Weg auf die Dauer zu weit. Der Korsettversuch ist leider auch kläglich gescheitert und ich habe das Thema mal wieder ein wenig verdrängt.
Ein Orthopäde vor Ort, war immer noch mein Traum. Im letzten Jahr habe ich nun jemanden gefunden, der gleich gesagt hat, dass dies nicht sein Gebiet ist, er mich aber überall unterstützen würde. Das ist es, was ich mir von Ärzten wünsche :top1: . Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn jemand sagt, dass er das nicht kann. Viel besser, als zu versuchen irgendetwas zu machen, Hauptsache man hat etwas gemacht.
Von diesem Orthopäden bekomme ich nun alle notwendigen Überweisungen. Alle anderen Dinge, wie Schmerzmittel usw. bekomme ich von unserem Hausarzt, der alle Fäden in der Hand hat. So ein Arzt ist unbezahlbar :top: und wir sind in seiner Praxis Dauerpatient.
Nicht vergessen möchte ich die sehr guten Erfahrungen in Neustadt. Auskunftsfreudige Ärzte, es wurde alles sehr genau erklärt, die Ärzte sind immer erreichbar. TOP!
Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich versuche Fachärzte zu meiden, da sie immer nur ihr einzelnes Gebiet kennen und sich nicht mit dem ganzen Menschen auseinander setzen.
Ich freue mich für jeden, der einen qualifizierten Orthopäden gefunden hat. Haltet sie fest!
Vielleicht müssen wir uns noch welche stricken? :strick:

Liebe Grüße

_________________
*** Karen und Anton ***

--- Ein Licht, das von innen her leuchtet, kann niemand auslöschen ---



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 BeitragVerfasst: 7. Mai 2009 08:49     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Fleissiger Tipper
Fleissiger Tipper

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Bundesland: NRW
Diagnose: Neuromuskuläre Skoliokyphose, linkskonvexe Skoliose von 86°, Kyphosewinkel 83°.
Therapie: Operationen im Uniklinikum Münster (März 1999):
1.Op: Versteifung von Th11 bis L3 nach MADS.
2.Op: Versteifung von TH6 bis L4 nach MPDS.
Geschlecht: weiblich
Hallo,

Nun möche auch ich mich einmal zu diesem Thema äußern.

Bei mir kamen zu der Skoliose ja noch so einige andere Krankheiten hinzu, so dass ich schon seit meinem ersten Lebensjahr Krankengymnastik brauchte, aufgrund von muskulären Schwächen etc. Meine Krankengymnastin ist absolut top, kennt so viele Ärzte und andere Menschen, da bin ich wirklich in sehr guter Behandlung. Vor kurzem haben wir mein 21-jähriges bei ihr "gefeiert".

Auch mein Kinderarzt war wirklich super. Er kannte immer genau die Ärzte, die ich brauchte, wusste bei meinem sehr seltenen Aneurysma vor 20 Jahren zu wem er mich schicken könnte und hatte immer Tipps parat, die absolut Gold wert waren. Die Verschreibung von Krankengymnastik war nie ein Problem. Weil ich so zufrieden mit ihm war und kein anderer Arzt meine Krankengeschichte (und das sind mittlerweile mehrere Aktenordner voll) so genau kennt, war ich auch bis zu meinem 18. Lebensjahr bei ihm. Leider musste ich ja dann aufgrund meiner Volljährigkeit den Arzt wechseln. Habe mich für die gleiche Hausärztin entschieden, bei der meine Eltern auch sind, aber als ich das erste mal bei der Frau war um mich vorzustellen, hat sie mich noch nicht einmal angeschaut. Sie hat es noch nicht einmal nötig gehalten von ihrem Schreibtisch aufzustehen oder dergleichen. Untersuchung gleich null. In den letzten fast 5 Jahren war ich immer nur bei ihr, wenn ich ein Rezept brauchte, also nie bei ihr drin. Wenn ich wirklich mal krank bin, werde ich wohl zu jemand anderem gehen.

Zur orthopädischen Versorgung kann ich auch noch so einiges berichten. Als ich mit 11 Jahren wegen meiner Skoliose bei einem Orthopäden war, hat er mich geröngt und gleich weiter nach Münster geleitet. Dort wurde ja dann auch recht schnell opriert. Nachversorgt wurde ich im Grunde in Münster bei den Nachuntersuchungen. Irgendwann, ca. 3 Jahre nach der OP, war ich bei diesem Orthopäden und er kam ins Sprechzimmer, schnauzte meiner Mutter und mich an, was wir denn bei ihm zu suchen hätten, immerhin hätte er ja jetzt einen weiteren Orthopäden bei sich in der Praxis und der wäre auf Skoliosen spezialisiert und hätte sogar schon mit Dr. Halm zusammengearbeitet. Ziemlich perplex über dieses unverschämte Art und Weise uns zu seinem Kollegen weiterzuleiten (das hätte man ja auch mal anders sagen können), sind wir dann zu seinem Kollegen gegangen. Der hat mich einmal angeschaut und das wars. Bis ich 18 war, war das alles kein Problem, da ich die Krankengymnastik immer von meinem Kinderarzt aufgeschrieben bekommen habe. Durch meine Beinverkürzung brauche ich auch eine Schuherhöhung. Bis 18 gab es 3 Erhöhungen im Quatal, heute nur noch 2 Stück im Jahr! (Ein drittes wollte mir die Krankenkasse genehmigen, aber da stellte der besagte Orthopäde sich quer und verwies auf sein Budget, aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte!).

Seitdem ich 18 bin, und darauf angewiesen bin, dass er mir die Krankengymnastik aufschreibt, enden viele Besuche bei ihm in Streitgesprächen.

Es ist jedesmal das selbe. Ich möchte Krankengymnastik aufgeschrieben haben. Die Sprechstundenhilfe (eine von fast 10 Stück in der Praxis) meint das ginge nicht, ohne zum Doktor zu gehen. Dann muss ich, meist trotz Termin, fast 2 Stunden warten. Irgendwann gesellt sich der Arzt zu einer Audienz zu mir. Wie immer gibt er mir nicht einmal die Hand, schaut in seinen Computer und weiß trotzdem nicht warum ich da bin (warum schreibt er dann jedesmal was, aber egal). Ich sage, dass ich wegen der Skoliose da bin und bekomme den ersten Anpfiff, immerhin sei die Skoliose-Sprechstunde ja dienstags. Ich betone, dass ich dienstags erstens aufgrund der Uni nicht könne und keine Zeit habe dort trotz Termin zwei Stunden zu warten. Außerdem sei meine Skoliose ja schon operiert. Er fragt dann jedesmal wieder wann und von wem sie operiert worden sei, erwähnt Dr. Halm mit ein paar lobenden Worten und fügt dann hinzu was ich überhaupt bei ihm wolle. Ich sage, dass ich Krankengymnastik brauche und kann mir dann erstmal einen Vortrag anhören wie schlecht es ja den Ärzten geht und dass sie ja immer so einen Ärger mit den Krankenkassen hätten, weil sie zu viel aufschrieben. Wenn er hört, bei wem ich in Behandlung bin, bekomme ich noch einmal einen Vortrag, weil er meine Therapeutin nicht mag. Ich lasse trotzdem nicht locker, weil ich weiß was mir zusteht. Er verweist dann immer auf die Therapie, die in seiner Praxis angeboten wird (dafür ein Rezept zu bekommen wäre wahrscheinlich überhaupt kein Problem). Ich bleibe hart und will die Krankengymnastik und verweise auf meine muskulären Probleme und allem anderen was meiner Skoliose vorausgegangen ist, die Zeit im Rollstuhl danach und so weiter. Irgendwann hat er dann ein einsehen und meint, warum ich das mit den muskulären Problemen nich gleich gesagt hätte (wieder einmal sei die Frage erlaubt, was er im Computer über mich stehen hat?). Ich bin jedes mal völlig fertig, wenn ich aus der Praxis komme.

Letztes mal war der Besuch ein wenig anders (obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, dass es mein letzter Besuch bei ihm ist und ich wechsel). Er hat mir zur Begrüßung die Hand gegeben, mich angeschaut!!, und nicht ein einziges mal rumgezickt wegen der Krankengymnastik. Später hab ich erfahren, dass sich einige Patienten bereits über ihn bei der Ärztekammer beschwert hatten. Wenn das so bleibt, und er sich in Zukunft so verhält wie letztes mal, okay. Ansonsten werde ich wohl wechseln müssen. Leider weiß ich keine vernünftige Alternative im Ruhrgebiet. Habe mir schonmal einen Arzt in Münster ausgeguckt, den ich noch vom Krankenhaus her kenne, aber mal sehen. Vielleicht laufen meine nächsten Besuche ja auch so entspannt ab, wie das letzte mal.

Liebe Grüße,
Christine


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 BeitragVerfasst: 8. Mai 2009 21:47     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Fleissiger Tipper
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Diagnose: ausgeprägte rechtskonvexe Torsionsskoliose im Bereich der unteren BWS/oberen LWS mit einem Cobb'schen Winkel von 52 Grad; Hyperlordose
Therapie: Gipsbett ca.1977-1979
Korsett für ca. 1/2 Jahr (2003/2004)
Krankengymnastik
Hallo, ich trage auch einmal ein bisschen zu dem Thema hier bei.

Ich war Teenie, als meine Mutter entdeckte, dass mein Rücken aber ganz schön krumm wäre.

Sie ging dann mit mir zu einem Orthopäden, der mir KG aufschrieb. Wie ihr ja sicher selbst erlebt hat, ist das in dem Alter eines der Top 10-Dinge, die man machen möchte :wuerg: . Da meine Mutter voll berufstätig war, wir drei Kinder waren und mein Vater keine große Hilfe, hatte sie auch nicht die Zeit und Nerven, mich immer zur KG zu bringen oder zu treiben. Also verschlechterte sich die Skoliose und der Orthopäde verschrieb mir ein Gipsbett. Das wurde in seiner Praxis gemacht und, genau wie das folgende dann auch, schön an meine Skoliose angepasst. Ein Korsett bekam ich nicht.

Nach einigen Jahren wechselte meine Mutter dann den Orthopäden. Der neue Orthopäde schüttelte dann nur den Kopf und sagte, dass ich jetzt für ein Korsett zu alt wäre. Immerhin wäre ich in 1/2 Jahr ausgewachsen und jetzt würde es nichts mehr nützen trösten Er verwies auch nur auf die KG, was weiterhin auf große Freude meinerseits stiess.

Da ich die ganze Zeit eigentlich keine erwähnenswerten Beschwerden hatte, habe ich das ganze sehr locker genommen und natürlich nichts getan. Arztbesuche nur sporadisch; meine Mutter war hilflos und ließ mich dann einen Zettel unterschreiben, dass ich sie nicht für meinen Rücken und meine Schluddrigkeit bei der KG verantwortlich machen würde. Naja, sie wußte wohl auch nicht weiter.

Mit Anfang 20 habe ich geheiratet und wegen Kinderwunsches dann meine Skoliose in der WWK überprüfen lassen. Stunden habe ich dort gewartet und die wirklich schlimmsten Rücken gesehen. Eigentlich kam ich mir mit meinem Rücken ziemlich fehl am Platz vor. Naja, auf jeden Fall rieten die mir trotz der dort dann festgestellten 50° wegen meiner Beschwerde-freiheit von einer OP ab und sagten mir, dass ich wohl auch nicht mit Beschwerden in der Schwangerschaft zu rechnen hätte. Die wenig Zeit habenden Ärzte waren aber erstaunt, dass ich keine Probleme hätte und rieten zu regelmäßiger KG :juhu: Ach ja, meine zukünftigen Kinder solle ich dann aber regelmäßig und vorsichtshalber immer schön überprüfen lassen.

Irgendwann Anfang 30 habe ich mir dann in der Uniklinik Münster nochmal eine Meinung zu meiner Skoliose geholt. War auch nicht anders. Wieder stundenlanges Warten, durch Gänge zu diversen Untersuchungen irren, mit Fachbegriffen um sich schmeissende Ärzte und ich frage mich selber, wann wo etwas falsch gelaufen ist. Die Skoliose hatte sich nicht verändert, regelmäßige KG und :blah:

Ende 30 habe ich dann auch endlich einen Orthopäden gefunden, dem ich vertraue. Über Terminvergaben und Wartezeiten bei guten Orthopäden brauche ich wohl nichts sagen. Trotzdem nimmt er sich dann, wenn ich endlich dran bin, wirklich viel Zeit und lässt einen auch nicht spüren, wenn er unter Termindruck ist. Mein 10jähriger Sohn hat ADS, aber auch hier ist er immer sehr liebevoll und er bindet beide Kinder super in die Untersuchungen ein. Wir müssen immer Wettmessen beim Vornüberbeugen machen u.ä. Dinge. Außerdem gelte ich immer als "warnendes Beispiel" für nicht gemachte KG. So wie auch nur ein Hauch einer Andeutung zu ahnen ist, kriegen die Kids KG verschrieben oder Schuherhöhungen und ähnliches. Das hat bisher immer super geklappt und wir haben immer alles wieder in den Griff gekriegt.
Meine Begeisterung für KG kennt er, aber er "verkauft" sie einem wirklich gut. Also gehe ich inzwischen doch regelmäßig. Auch er bedauert, dass ich als Teenie kein Korsett bekomme habe; nützt mir leider jetzt aber auch nichts mehr :wut2:

2004 dann die Überweisung nach Neustadt wegen der Skoliose und Beschwerden mit dem Ischias. Ich habe zwar keine Ahnung mehr, wer der untersuchende Arzt war, aber das Ergebnis war: unveränderte Skoliose, Einweisung für 10 Tage zum Spritzen unter Röntgenaufsicht wegen des Ischias, keine OP. Spritzen hat super geklappt; seit damals habe ich keine Beschwerden mehr mit dem Ischias gehabt.

Anfang diesen Jahres hatte mein Arzt dann den Eindruck, ich wäre schiefer geworden und ließ mich röntgen. Angeblich tut sich jetzt etwas, leider negativ. Also keine Diskussionen mehr sondern die "Anweisung" mich wegen einer evtl OP in einer Klinik vorzustellen. Ich solle mich ruhig in 2 oder 3 Kliniken vorstellen und mir Meinungen einholen. Ein Arzt, der andere "Götter" neben sich duldet. Ein Arzt, der seinen Patienten zu nehmen weiß und Kinder spielerisch in die Untersuchung einbezieht. Ein Arzt, von dem ich endlich mal begeistert bin und der mir alles erklärt, was ich wissen möchte.

Schade, dass nicht alle Ärzte so sein können.

Mh, ich hoffe, da war jetzt nicht zuviel Abschweifendes dabei :?

Schönen Abend Euch allen noch

bemeyno

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 BeitragVerfasst: 9. Mai 2009 16:08     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Mega-Tipper
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Alter: 49
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Diagnose: Idiopathisch adoleszente doppelbogige, degenerativ agravierte Skoliose mit thorako-lumbaler Krümmung Th10-L3 58° n.Cobb u.thorakal rechtskonvexer Nebenkrümmung Th4-Th9 48°.Hochgradige Osteochondrose L4/5 und L5/S1. Drehgleiten L3/4.Spondylarthrose L4-S1 links betont
Therapie: Korsett im Jugendalter
Schroththerapie 2008 in Bad Salzungen
Massagen und Schmerzmittel bei Bedarf
Hallo bemeyno,

was bin ich neidisch...lach.

Kann man Deinen Orthopäden nicht irgendwie clonen? :totlach:
Da kannst Du aber wirklich glücklich drüber sein!

Liebe Grüße
Chrissy 0201


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 BeitragVerfasst: 11. Mai 2009 21:28     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Therapie: Gipsbett ca.1977-1979
Korsett für ca. 1/2 Jahr (2003/2004)
Krankengymnastik
Hey, und was, wenn ich Euch sage, dass der Mann dabei auch noch fantastisch aussieht :wolke7:

Ich habe mich heute nur über seine Damen in der Anmeldung geärgert. Meine Tochter sieht aus, als wenn sie trotz regelmäßiger Kontrolle (alle 4 Monate gehe ich mit meinen Kids aus Vorsicht hin) jetzt auch schief wird. Jetzt wollte die eine mir einen Termin für Ende August geben. Nach nochmaligen Anruf haben wir wenigsten Mitte August hingekriegt. Verdammt lange hin in dem Alter und mit meiner Vorgeschichte.

Manchmal sind es auch diese Damen, die einem den ein oder anderen Arzt verleiden können :hau: . Diese Erfahrung habt Ihr sicherlich auch gemacht, oder?

Schönen Abend noch.

bemeyno

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Die eigene Stärke zeigt sich erst dann, wenn Du sie wirklich brauchst.


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 BeitragVerfasst: 21. Mai 2009 02:05     Betreff des Beitrags: Re: [Mai 2009] Ärztliche Versorgung o. "Wie ist denn dein Doc.?"
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Diagnose: Skoliose
Geschlecht: weiblich
Hallo Ihr Lieben :huhu:

zu meinem letzten Eintrag gibt es Neuigkeiten. Ich hatte geschrieben:

Zitat:
Aktuell habe ich das Problem den richtigen Orthopäden zu finden mit meiner Mutter. Sie ist mit ihrem 75 Jahren leider schon ziemlich krumm und ihr tut der Rücken und die Füße weh. Antwort ihrer Orthopädin ist immer, dass das normal ist, da halt abgenutzt und sie damit leben muss. Eine Erklärung irgendwelcher Befunde gibt es nicht und Nachfragen meinerseits mag die Dame auch nicht. Also habe ich jetzt beschlossen, mit meiner Mutter demnächst nach Leonberg zu fahren.


Ich war gestern mit meiner Mutter bei Dr. Hofmann. Meine Mutter musste sich von ihrer Orthopädin ja immer anhören, dass ihre Knochen halt abgenutzt und ihre Schmerzen normal sind. Dr. Hofmann ist der erste Arzt der der Meinung ist "das kriegen wir wieder hin".

Was mich am meisten geärgert hat ist die Tatsache, dass wir ca. 150 km gefahren sind, damit endlich mal festgestellt wurde, dass meine auch Mutter Wasserablagerungen in den Beinen hat :wut: . Ihrer bisherigen Orthopädin ist das leider nie aufgefallen, auch ihrer KG nicht. Ich bin auf diese blöde Ärztin immer noch stinke sauer.

Am 25.06. sind wir wieder in Leonberg. Und wenn Dr. Hofmann ihr Schritt für Schritt zu weniger Schmerzen verhelfen kann, dann fahr ich da auch noch öfter hin.

Wünsch Euch allen einen schönen Feiertag und
ganz viele liebe Grüße, Uschi :winkewinke:


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