Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

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 BeitragVerfasst: 1. März 2009 17:27     Betreff des Beitrags: [März 2009] Skoliose und alternative Heilmethoden
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Diagnose: rechtskonv. Thorakalskoliose 56°, lumbale Nebenkrümmung, s. flaches thorakales Profil
Therapie: OP 2005, Roland-Klinik, Th6-L1, Rippentalanhebung
Geschlecht: weiblich
Jeder von uns kennt das: Man hat Schmerzen und nichts und niemand kann helfen. Viele schaffen es mit Korsett und Schroth. Doch was macht man, wenn das nicht hilft. Was kann man noch gegen die Schmerzen tun??

Was habt ihr schon alles versucht? Was hat euch Erleichterung gebracht und was nicht?? Welche Therapien habt ihr schon ausprobiert?? Was kosten solche Therapien und bringen sie was??

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Nicht weil die Dinge so kompliziert sind machen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht machen sind sie so kompliziert!
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 BeitragVerfasst: 1. März 2009 18:53     Betreff des Beitrags: Re: [März 2009] Skoliose und alternative Heilmethoden
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Z.n. Morbus Scheuermann
Therapie: Schroth, Korsett
OP Mai 2008: ventrale Derotationsspondylodese Th11-L3 nach HaZi, Restkrümmung ca. 14°th und 10° lu
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Hallo zusammen,
dann fange ich mal an....
als ich noch nicht operiert war waren die schlimmsten Schmerzen eigentlich die, die bei einer Blockade auftraten. Tabletten nehme ich nicht so gerne und Spritzen lase ich mir eh nur im Notfall geben, wenn gar nichts mehr geht.
In solch einem Fall (Blockade) hat mir die Osteopathie immer gut geholfen, hatte aber auch Glück und gleich beim ersten Versuch eine super Therapeutin erwischt.
Jetzt nach der OP quält mich mein eines ISG immer mal wieder, dann hilft mir immer Wärme und viel Ruhe.
Extrem starke Schmerzzustände hatte ich zum Glück nie (außer natürlich nach der OP aber das zählt ja jetzt nicht mit), toi toi toi.
Eine Auswirkung der Skoliose sind meine Hüftprobleme links, wie in der Reha festgestellt wurde hat das was mit der Muskulatur zu tun.
Das sind dann teilweise Schmerzen beim Anbeugen des Beines, ich kann also nicht gut laufen damit und muss mein Bein z.B. ins Auto heben.
Es wurde schonmal versucht mir mit Cortisonspritzen zu helfen, das hat aber nur kurzzeitig was gebracht.
Hier wurde mir jetzt von meiner Einzeltherapeutin gezeigt wie ich das Bein selbst massieren kann und dehnen kann, bei starken Schmerzen hilft mir auch wieder Wärme.

Liebe Grüße, Elena

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Bücher sind die Axt für das gefrorene Meer in uns.
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 BeitragVerfasst: 3. März 2009 01:22     Betreff des Beitrags: Re: [März 2009] Skoliose und alternative Heilmethoden
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Diagnose: Skoliose
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Reha-Dez. 2009
Ab Februar 2010 - Ambulantes StabilisierungsProgramm (ASP).
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Hallo zusammen!

Also ich bin sehr glücklich über meine Rotlichtlampe :zwinker:
Pferdesalbe hilft bei Verspannungen ganz gut, oder gerade auf den Boden legen, Beine anziehen, die Knien mit den Armen fest halten und dann hin und her wippen. (Insofern es bei euch geht.. Jede Skoliose ist ja anders.. Und ich bin nicht operiert.. Deswegen kann ich die Übung noch machen.)
Und das aller allerbeste ist natürlich ein warmes Bad :anbet: :bad:
Bei sehr starken Schmerzen gebe ich noch ein Rheuma-Badezusatz dazu.

LG,
Elena

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Wer kämpft kann verlieren. Wer gar nicht kämpft hat bereits verloren!!! :schaukeln:


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 BeitragVerfasst: 5. März 2009 02:53     Betreff des Beitrags: Re: [März 2009] Skoliose und alternative Heilmethoden
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Therapie: Korsett als Jugendliche, Reha in Bad Sobi 2003, Korrekturspondylodese in Neustadt in 2006, Reha in Neustadt 2007
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Hallo,

ich fand die "Heiße Rolle" immer ganz toll. Sie besteht aus zusammengerollten Handtüchern, die mit heißem Wasser gefüllt an den entsprechenden Körperteilen abgetupft und abgerollt werden => Schmerzlinderung. Kostet ca. 15 € und wird von Masseuren gemacht (gehört zur physikalischen Therapie) - im Anschluss dann noch ne Massage und die Welt sieht wieder gaaaanz anders aus.

Gruß, Gina


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 BeitragVerfasst: 5. März 2009 10:48     Betreff des Beitrags: Re: [März 2009] Skoliose und alternative Heilmethoden
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Hallo Ihr!

Ich bin von natur aus ein eher skeptischer Mensch und versuche die Dinge immer irgendwie zu hinterfragen. Meine ersten Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden hatte ich erst nach der OP. Ich bin wg. meinen Hautproblemen am Rücken zu einer Heilpraktikerin gegangen und hab eine homöopathische Entgiftung durchgeführt. Nunja ... obwohl ich mehr oder weniger die Einstellung hatte, daß dabei wohl eher der Glaube als die Globolis helfen, war ich "Ungläubige" von der Wirkung schon überrascht.

Nun nach 3 Jahren habe ich ja immernoch mit meinem "Rucksack" zu kämpfen. Hier las ich ja immer wieder von der Osteopathie und viele haben davon geschwärmt. Bisher stand ich dem jedoch auch skeptisch gegenüber, bis mein letzter Orthopäde (ein richtig guter) mir zur Osteopathie riet. Da dacht ich dann, wenn der schon sagt, das wär das Einzige, wo er denkt, das würde mir helfen ... nunja ... vor 2 Wochen hatte ich dann meine allererste osteopathische Behandlung. Ich war sehr skeptisch und mein Mann an meiner Seite natürlich auch (immerhin 60€) und trotzdem hatte ich gleich bei der ersten Behandlung so ein paar Aha-Erlebnisse und merkte, daß es mir gut tat.

Nun kommt aber noch der Hammer. Seit 9 (!) Monaten hatte ich mit unerklärlichen Harnwegsproblemen zu kämpfen. Immer das Gefühl einer Entzündung, was aber doch keine war. Alle Untersuchungen waren negativ und man vermutete psychischen Stress. 4 Tage nach der Behandlung beim Osteopathen fiel mir so nebenbei auf, daß ich seit dem Termin keinerlei Beschwerden diesbezüglich mehr hatte. Erst dachte ich ... nee, das kann nicht sein, aber es ist bis heute (14 Tage danach) immernoch alles in Ordnung. Wahrscheinlich lag die Ursache in meinem blockierten Becken, was bisher noch kein anderer gesehen hatte. In einer Woche habe ich den nächsten Termin und freu mich schon richtig drauf.

Das wären so meine Erlebnisse. Was mich zum Beispiel bei dem Thema Homöopathie immer mal wieder beschäftigt ist folgendes. Meine Heilpraktikerin hat drauf bestanden, daß während der Behandlung eben so einige Sachen eingehalten werden. Die Mittel nie mit einem Metalllöffel nehmen, immer nur eine Stunde vor oder nach dem Essen, wenn möglich ausschließlich Wasser trinken, absolut keine ätherischen Öle verwenden, nur homöopatieverträgliche Zahnpasta u.s.w.. Das fand ich schon etwas ... naja. Mittlerweile kenn ich nun mehrere Homöopathieanwender und einige befolgen diese Sachen (außer dem Metalllöffelverbot) überhaupt nicht und meinen, das macht überhaupt nix. Da ich zukünftig den homöopathischen Weg für meine Tochter im Auge hab, würde mich schon interessieren, wie wichtig soetwas dabei ist. Habt ihr da Erfahrungen? Hat meine Heilpraktikerin das evtl. ein bissl zu eng gesehen?

LG Doro

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 BeitragVerfasst: 5. März 2009 11:11     Betreff des Beitrags: Re: [März 2009] Skoliose und alternative Heilmethoden
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Therapie: 1. OP am 24.11.2008: Lockerungs-OP
2. OP am 2.12.2008: Vesteifungs-OP von TH3-L3, Restgrade: BWS 42°n.C., LWS 29°n.C.
Geschlecht: weiblich
Hallo zusammen!

Vor der Operation hatte ich sehr mit Muskelverspannungen im Paket und auch in der schwachen Seite zu kämpfen. Ich habe eine OP zu Beginn kategorisch ausgeschlossen und allerhand Alternatives ausprobiert. "Geheilt" hat mich davon leider nichts (mittlerweile bin ich operiert), aber es ist doch eine deutliche Linderung eingetreten.

Besonders getaugt hat mir mein TENS-Gerät. Es stimuliert die verspannte Muskulatur mit elektrischen Reizen und hat mir echt gut getan.

Eine Trigger-Stoßwellen-Therapie habe ich auch gemacht. Sie sollte verhärtete Muskulatur nicht nur oberflächlich, sondern tiefgehend lockern. Hat mir gutgetan, langfristig aber nix gebracht.

In meiner "schlimmsten" Zeit vor der OP war Wärme für mich besonders wichtig. Am Abend ein heißes Bad, das die Muskulatur entspannt, unter Tags eine wärmende Salbe auf die verspannten Stellen.

All das waren sehr angenehme Therapien, die kurzfristig guttaten, mir aber langfristig die OP nicht erspart haben. Ich bin mir aber sicher, dass ich auch nach der OP bei kleineren Problemchen mit verhärteten Muskeln wieder darauf zurückkommen werde.

LG Kathrin

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 BeitragVerfasst: 5. März 2009 18:17     Betreff des Beitrags: Re: [März 2009] Skoliose und alternative Heilmethoden
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Bundesland: NRW
Diagnose: Idiophatische doppelbogige Skoliose mit thor. 98°, lum. 90° , sowie thoraco-lumbale Kyphose.
Therapie: September 2004 OP in Neustadt:
Versteift von Th5-L5. Restkrümmung thorakal ca. 38°, lumbal ca. 45°.
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Hallo Doro,
du bist dann ja wirklich ein perfekter Beweis, dass an den alternativen Methoden was dran ist! Super, dass du so gute Erfahrungen gemacht hast.
DoroHB hat geschrieben:
Die Mittel nie mit einem Metalllöffel nehmen, immer nur eine Stunde vor oder nach dem Essen, wenn möglich ausschließlich Wasser trinken, absolut keine ätherischen Öle verwenden, nur homöopatieverträgliche Zahnpasta u.s.w.. Das fand ich schon etwas ... naja. Mittlerweile kenn ich nun mehrere Homöopathieanwender und einige befolgen diese Sachen (außer dem Metalllöffelverbot) überhaupt nicht und meinen, das macht überhaupt nix. Da ich zukünftig den homöopathischen Weg für meine Tochter im Auge hab, würde mich schon interessieren, wie wichtig soetwas dabei ist. Habt ihr da Erfahrungen? Hat meine Heilpraktikerin das evtl. ein bissl zu eng gesehen?

Hmm...ja diese Regeln kenne ich auch fast alle. Ehrlich gesagt befolge ich auch nicht alle. Den Metalllöffel lasse ich tatsächlich auch weg und ich achte darauf, dass ich die Mittel nicht unmittelbar vor oder nach den Mahlzeiten nehme. Die Zahnpasta habe ich noch nie beachtet, nur Wasser trinken habe ich noch nicht gehört aber das man in der Zeit auf Alkohol verzichten sollte und über die ätherischen Öle habe ich nur in bestimmten Fällen gehört, dass sie kontraproduktiv sein können. Wir haben hier doch Homöopathen, vielleicht mag ja jemand etwas genaueres dazu schreiben.

Liebe Grüße
Anja

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 BeitragVerfasst: 8. März 2009 20:30     Betreff des Beitrags: Re: [März 2009] Skoliose und alternative Heilmethoden
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Mega-Tipper
Mega-Tipper

Registriert: 09.12.2007
Beiträge: 316
Alter: 32
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Diagnose: Idiopathische Skoliose
vor der OP 54° hochthorakal, 73° thorakal
danach 40° hochthorakal. 30° thorakal
Therapie: Korsett, Schroth, Osteopathie
OP in Neustadt im Februar 2009
dorsaler Zugang, Versteifung Th2 bis L2 mit Expedium-Doppelstab
Geschlecht: weiblich
Hallo @all!

Da ich in meiner vor-OP-Zeit meistens schmerzfrei war, kann ich zu diesem Punkt nicht viel beitragen. Bei diversen Zipperlein (z.B. Blockaden in der BWS geschuldet) hat aber die Osteopathie gut geholfen, wenn sie mich auch nicht langfristig von ihnen befreien konnte. Nach den Behandlungen bin ich immer ganz leicht und frei und beweglich, und das ist für mich ein hoher Wert.

Mein einziger richtiger Schmerz saß ganz unten an der WS, rechts zwischen Steiß und Hüfte. Seine Ursache hat niemand je klären können. Dagegen hat weder Schuheinlage, noch Schroth, heiße Rolle, Massage, Wärme, Yoga, Reizstrom oder Osteopathie je geholfen.
Es kam und ging und ich lebte damit.
Off topic:
Nach der OP hatte ich an dieser Stelle 10 Tage Dauerstreß, die Region schwoll so sehr an, daß mein Steiß plötzlich regelrecht im Körper verschwunden war (echt!) und seitdem ist Ruhe :-))))

Ein Aha-Erlebnis mit meiner Skoliose hatte ich nach zehn Rolfing-Sitzungen (á 80€, SEHR schmerzhafte Bindegewebsmassage, ein früher Ableger der Osteopathie). Für mich hatte sich scheinbar nicht viel verändert, aber ein Freund fragte mich "Sag' mal, hast Du in letzter Zeit viel Physiotherapie gemacht? Dein Rücken sieht viel besser aus, seitdem wir uns das letzte Mal gesehen haben."
Da ich sonst überhaupt nix für meinen Rücken getan habe, kann ich das voll und ganz dem Rolfing zuschreiben.

Ich habe es an verschiedenen Stellen schon geschrieben: Ich halte aus eigener positiver Erfahrung Psychotherapie für eine wichtige begleitende (und ja irgendwie "alternative") Maßnahme bei Skoliose, insbesondere bei Progredienz. Nachdem ich in einem Prospekt der Schön-Klinik Neustadt nun las, daß auch sie einen engen Zusammenhang zwischen Rückenleiden und Psyche sehen, fühle ich mich in dieser Haltung sozusagen "von höchster Stelle" bestätigt :-)

VG
Hexe

_________________
Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft,
der zu sein, der man ist.

Erasmus von Rotterdam

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 BeitragVerfasst: 12. März 2009 17:07     Betreff des Beitrags: Re: [März 2009] Skoliose und alternative Heilmethoden
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Profi-Tipper
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Registriert: 01.11.2006
Beiträge: 586
Wohnort: Norden von München
Alter: 56
Bundesland: Bayern
Diagnose: Zustand nach dorsaler Instrumentations- spondylodese BWK10-LWK4 und Beckenkammspan- entnahme rechts bei degenerativer linkskonvexer Lumbalskoliose von 70° Cobb, nach OP 16° Cobb; OP am 05.02.2007 in Uniklinik Tübingen
Therapie: vor OP: Kath.Schroth-Gym. und 2x Reha in Isyn/Allgäu
nach OP: KG und Reha in Isny/Allgäu, seit 2008 keine Therapie, aber regelmäßig 2 - 3 x wöchentl. ins Fitness-Studio
Geschlecht: weiblich
Hallo,

um den obigen Beitrag von Wetterhexe aufzugreifen:
Das ist ja wohl klar, dass die Psyche die Ursache aller Leiden ist, auch wenn noch zig Ärzte davor die Augen verschließen und nichts davon wissen wollen, sondern es als esoterisches oder naturheilkundliches Geschwafel abtun.
Da ist sogar der wohl bekannte Volksmund klüger als o.g. Akademiker. Wie heißt es da so schön?
"sich den Buckel krumm machen", "sich den Rücken verbiegen" und ähnliches. Und dahinter verbergen sich nun mal seelische Belastungen, die sich immer an der schwächsten Stelle des Körpers manifestieren - bei uns allen eben der Rücken.
Auch ich bin der Meinung, dass jeder Skoli-Belastete, egal ob vor oder nach einer OP, fragen muss, was wohl der Auslöser dieser Verbiegung ist. Und bitte nicht sagen: ich bin eben vorbelastet.... meine Mutter hat.... meine Schwester hat..... usw. Diese Vorbelastung (oder besser: familiäre Disposition) besagt ja nur, dass sich diese psychische Belastung eben dort festsetzt (an der schwächsten Stelle eben), aber was die psychische Belastung ist, muss sich jeder selbst fragen - ob mit oder ohne Therapeut, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Und dann muss man diese Belastung aufarbeiten - in welcher Form auch immer.
Ich habe meine Probleme (die auf meinem Rücken lagen) schon lange erkannt, aber erst nach der OP habe ich die Stärke gehabt, daran zu gehen und sie zu bearbeiten. Heute habe ich mich so gut wie befreit und kann wieder "aufrecht gehen" und beim geringsten Anzeichen, dass man versucht, mich "zu verbiegen", reagieren ich hart und konsequent: ICH LASSE MICH NICHT MEHR VERBIEGEN!!!

Außerdem bin ich der Meinung, dass man mit einem Bein schlecht steht, will heißen, als zweites Standbein gehört unbedingt ständiges Muskeltraining dazu. Man darf nicht davon ausgehen, dass diverse Stäbe und Schrauben die WS ja jetzt stabil aufrecht halten - es gehört in erster Linie eine gut trainierte Muskulatur dazu, erst diese hält ja die WS aufrecht. Ich selbst habe sechs Wochen nach der OP mit Flexibar-Training angefangen (für die kleine Muskulatur) und gehe seit 1 1/2 Jahren regelmäßig zwei bis drei Mal die Woche ins Fitness-Studio an die Geräte. Ich habe seit dem nie mehr Rückenschmerzen gehabt.
Darüber hinaus ist ja wohl rückengerechtes Verhalten im Alltag sowieso klar, das muss ich hier wohl niemandem sagen.

Für verspannte Muskulatur sind natürlich Wärme in Form von Bädern, Fango u.ä. und auch eine schöne Massage supergut, aber das allein macht halt leider noch keine starke Muskulatur. Erst lockern, dann trainieren! Also, auf geht's, Mädels!

Schicke euch allen wärmende Energie auf eure "wunden Punkte"
Sarinya

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