Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

Unbeantwortete Themen | Aktive Themen




Bild Bitte beachten!

Themenvorschläge schickt bitte per PN an den Admin:



Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten
Thema durchsuchen:

 [ 36 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste
Autor Deine Nachricht
 BeitragVerfasst: 1. Februar 2009 14:06     Betreff des Beitrags: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Admin
Admin
Benutzeravatar

Registriert: 12.07.2005
Beiträge: 8859
Wohnort: Munderloh
Alter: 47
Bundesland: Niedersachsen
Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose LWK3/4 u. LWK4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose u. Dornfortsatzarthr. LWK4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI u. MPDS); Restkrümmung LWS 18°
Geschlecht: weiblich
Hallöchen ihr Lieben,

es ist immer sehr ärgerlich, wenn es mit der Schmerzmedikation nicht klappt. Mir ging es ja auch so. Es dauerte über 10 Tage bis die richtige Schmerzmedis für mich gefunden wurden. Ich hab wirklich den ganzen Tag nur :wuerg:, da ich einfach nichts vertragen habe. 14 Kilo hab ich in der Zeit verloren - ein echter Kampf...

Trotzdem kann ich Neustadt keine Vorwürfe machen, denn die können ja nicht riechen was ich vertrage und was nicht. Und das ist es, was die Schmerzmedikation so schwierig macht... jeder Mensch ist individuell und jeder Mensch hat ein anderes Schmerzempfinden so wie auch jeder Skoli eine andere Skoliose und andere Beschwerden hat.

Ich glaube auch, dass es eine Skoliose-OP ohne Schmerzen nicht gibt... Denn der Schmerz ist ja auch eine Schutzreaktion des Körpers. Der Schmerz zwingt uns, uns vorsichtiger zu bewegen und weniger zu tun, damit die Heilung eine Chance hat.

Wie war das bei euch? Was denkt ihr darüber? Was könnten die Kliniken eurer Meinung nach besser machen?

_________________
Bild

Es gehört zu den den großartigen Belohnungen dieses Lebens,
dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
anderen zu helfen, sich selber hilft.




Nach oben
 Profil E-Mail senden Website besuchen 
 
 BeitragVerfasst: 2. Februar 2009 12:09     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Gruppenleiterin Österreich
Gruppenleiterin Österreich
Benutzeravatar

Registriert: 20.02.2008
Beiträge: 2179
Alter: 30
Bundesland: Oberösterreich
Diagnose: Skoliose: BWS 88°n.C., LWS 66°n.C., seit dem Kindesalter bekannt
Therapie: 1. OP am 24.11.2008: Lockerungs-OP
2. OP am 2.12.2008: Vesteifungs-OP von TH3-L3, Restgrade: BWS 42°n.C., LWS 29°n.C.
Geschlecht: weiblich
Hallo zusammen!

Da klinke ich mich gleich mal ein!

Bei mir war es so, dass der Schmerz direkt nach der OP eigentlich ganz erträglich war. Na gut - ich war mit einer Schmerzpumpe zugedröhnt, da kann man ja fast nix spüren... Trotzdem war ich nach Angaben der Ärzte und meines Freundes geistig ziemlich wach.

Alles lief gut, bis die Pumpe abgesetzt wurde und auf orale Medikation umgestellt werden sollte. Und dann ging es mir wie Stoni: es wirkte nicht. Zwar musste ich nie k.....- zum Glück - aber ich hatte einfach unterträgliche Schmerzen und heulte nur noch vor Traurigkeit darüber.

Was "meine" Klinik definitiv besser machen hätte können, ist folgendes: sie hätten sehr viel schneller reagieren müssen und die Medikation viel schneller umstellen müssen. Das hat in Vogtareuth eine Ewigkeit gedauert.
Zuerst sagt man der Schwester, dass man glaubt, die Medis helfen nicht. Dann kommt sie mit einer zusätzlichen Ration von irgendeinem harmlosen Schmerzmittel. Das wirkt natürlich wieder nicht. Dann wird einem erklärt, man wird den Arzt bitten, mal vorbeizuschauen. Es sei eh bald Visite. Und womöglich sagt noch eine ganz gescheite Schwester, man solle sich zusammenreißen, wirklich schlimme Schmerzen habe man im Krieg, wenn einem ein Bein weggeschossen wird (ist tatsächlich vorgekommen, kein Scherz).
Stunden später kommt dann endlich mal ein Arzt und er setzt ein neues Medikament an. Bis dieses dann endlich verabreicht wurde (der Arzt hat es ja nicht in seiner Hosentasche eingesteckt) und auch wirkt, vergehen Stunden.

Dieser Ablauf muss meines Erachtens verbessert werden! Die Reaktionszeiten sind viel zu lang!
Ich glaube auch, dass eine solche OP nicht einfach schmerzfrei über die Bühne geht. Das ist vermutlich auch jedem bewusst. Aber worunter ich wirklich gelitten habe, war das Gefühl, dass man sich nicht sofort um mein Anliegen kümmert. Zwei, drei Stunden sind dann eine Ewigkeit. Vor allem nachts, wenn man allein ist und auch Besucher oder eine Begleitperson nicht initiativ werden können.

Bin gespannt, was ihr so schreibt.
LG Kathrin

_________________
[Meine Skoliose-Bilder]
[Mein OP-Bericht]


Nach oben
 Profil  
 
 BeitragVerfasst: 2. Februar 2009 17:16     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Mega-Tipper
Mega-Tipper
Benutzeravatar

Registriert: 02.03.2007
Beiträge: 311
Wohnort: Bockhorn
Alter: 43
Bundesland: Niedersachsen
Diagnose: Doppelbogige idiopathische Skoliose
thorakal rechtskonvex 62° nach Cobb und lumbal linkskonvex 60° nach Cobb
Therapie: KG im Alter von 12-18 Jahren
OP am 15.5.07 in" Neustadt"
Dorsal instrumentierte Korrekturspondylodese mittels Expedium Th5-L4,primärstabil
Korrektur BWS 29° LWS 16°
Hallo zusammen!

Also,meine OP war in Neustadt und ich kann mich erinnern,das es so war,das ich am Dienstag operiert wurde,nach dem ersten Aufwachen absolut überhaupt keine Rückenschmerzen hatte,dafür auch nur gek... habe und die Schwester den oder die Ärzte darauf hingewiesen hat,das ich mehr mit dem K...zu tun habe als mit Rückenschmerzen.Das habe ich nebenbei mit bekommen!Am Mittwoch morgen bin ich auf die Normalstation,ich habe alles wie in Trance miterlebt,erste Aufstehen,zum Augenarzt und immer noch diese schlimme K... aber keine Rückenschmerzen!Gegen die K...wurde mir im KW.auch noch eine Spritze gegeben.Von Mittag bis Abend weiß ich so gut wie nichts,außer das meine Bettnachbarin mir irgendwie helfen wollte,ich weiß nur nicht wobei und die Schwester sagte,wir machen das schon.Was ich genau mitbekommen habe,woran ich mich später erinnert habe,ist,das ich am Mittwoch morgen schon auf Tabletten umgestellt war,ich aber den ganzen Tag und die Nacht selbstständig aber nicht in der Lage war,diese auch einzunehmen!Als Folge davon,ging es mir am Donnerstagmorgen natürlich auch dementsprechendent schlecht.Psychisch wie pysisch!Es hatte einen Tag nach der OP einfach keiner darauf geachtet,das ich die Medikamente auch einnehme,wobei ich sagen muß,ich war auch ohne Begleitung in Neustadt.Trotzdem muß eine vernünftige Schmerzmittelversorgung gewährleistet sein.Ich finde die Schmerzmittelversorgung müßte vielleicht noch für 1 bis 2 Tage über den Venenzugang gehen,wo die Infusionen regelmäßig gewechselt werden und man auch wenn man alleine im KH ist optimal versorgt ist.Einen Tag später finde ich zu früh auf Tabl. umzusteigen.Ich denke,diese Zusätzlichen Bewegungen kann man sich auch erstmal sparen!Die K...kam vom Antibiotika was wohl sehr aggressiv sein soll und man es über die drei Tage auch nicht absetzen konnte lt.Gespräch mit dem Oberarzt am Donnerstag morgen.Aber vielleicht hätte es auch eine Alternative gegeben,das man sich nicht so elendig quälen muß?!Tagelang ging kreislaufmäßig garnichts,bis ich meine 2.Eigenblutspende zurück bekommen habe,ich denke,das hätte ich auch früher haben können.Die Dosierung der Medikamente war eigentlich ok.Mein Problem war halt,das ich Sie durch die so schnelle Umstellung auf Tabl.alleine Nicht genommen habe,weil ich total neben der Spur war und von den Schwestern auch keiner darauf geachtet hat.Ich mußte aber ein paar Tage später einen Fragebogen ausfüllen,was man Allgemeinen noch so verbessern könnte.Das Klinikum scheint schon bemüht noch was zu verbessern und ich kann mich ansonsten,ja,bis halt auf die drei Tage über die Versorgung an sich echt nicht beklagen.
Das ist meine Meinung dazu!

LG
Marion

_________________
Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich.
Goethe

[Meine Skoliose-Bilder]


Nach oben
 Profil E-Mail senden ICQ  
 
 BeitragVerfasst: 2. Februar 2009 21:34     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Mega-Tipper
Mega-Tipper
Benutzeravatar

Registriert: 25.01.2009
Beiträge: 282
Alter: 42
Bundesland: Hessen
Diagnose: Neuromuskuläre Skoliose Sohn
Geschlecht: weiblich
Hallo liebes Forum,

dieses Thema kommt für mich wie gerufen. Wir haben die OP ja nun noch vor uns (23.03) und die Schmerztherapie ist für mich das größte Problem, da ich meinem Sohnemann das nicht erklären kann. Er hat eine geistige Behinderung und kann nicht sprechen, versteht mich auch nicht. Schon gar icht lässt er sich von mir trösten, was als Mutter leider oft eine Katastrophe ist.
Was spricht eigentlich dagegen, die Schmerzpumpe ein paar Tage länger angeschlossen zu lassen? Und was spricht dagegen, die Schmerzmittel erst einmal über den Tropf zu geben? Die oralen Medikamente sind es doch, die auch die Magenprobleme beinhalten, oder bin ich da völlig auf der falschen Spur?
Ist es nicht auch möglich erst einmal ein paar Tage Valium zu bekommen, damit er von der ganzen Sache nichts mitbekommt? So schnell fällt man doch nicht in die Abhängigkeit, oder?
Leider haben wir zum Thema Schmerztherapie auch schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Im Frühjahr hatte Anton eine Mandel-OP, die Ärzte haben uns im Vorfeld versprochen, dass heutzutage niemand mehr Schmerzen haben müsste. Ha, ha, ha Anfangs ging es noch ganz gut, er bekam Parazetamol und Ibuprofen im Wechsel. Leider haben die Ärzte sehr schnell auf Schmerzmittel nach Bedarf umgestellt und da begann das Drama. Immer wenn die Schmerzen begonnen haben, war keine Schwester zu finden oder gerade in einer Besprechung. Hinzu kommt noch, dass das Schmerzempfinden bei Anton sehr zeitverzögert einsetzt, er weint also erst dann, wenn es schon sehr sehr schlimm ist.
Schmerzmittel nach Bedarf ist bei mir mit Horror besetzt. Zum Glück bin ich ja die ganze Zeit bei meinem Sohn und werde den Schwestern und Ärzten auf die Füße treten.
... hoffentlich habe ich meinen Bericht nun an die richtige Stelle gesetzt?!?!

Karen und Anton

_________________
*** Karen und Anton ***

--- Ein Licht, das von innen her leuchtet, kann niemand auslöschen ---



Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 BeitragVerfasst: 2. Februar 2009 22:03     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Admin
Admin
Benutzeravatar

Registriert: 12.07.2005
Beiträge: 8859
Wohnort: Munderloh
Alter: 47
Bundesland: Niedersachsen
Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose LWK3/4 u. LWK4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose u. Dornfortsatzarthr. LWK4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI u. MPDS); Restkrümmung LWS 18°
Geschlecht: weiblich
Karenjappy hat geschrieben:
Was spricht eigentlich dagegen, die Schmerzpumpe ein paar Tage länger angeschlossen zu lassen? Und was spricht dagegen, die Schmerzmittel erst einmal über den Tropf zu geben? Die oralen Medikamente sind es doch, die auch die Magenprobleme beinhalten, oder bin ich da völlig auf der falschen Spur?

Meine Vermutung (also ich weiß es nicht): Die Patienten werden sehr schnell mobilisiert und müssen aufstehen, da würde so ein Zugang schon stören...

_________________
Bild

Es gehört zu den den großartigen Belohnungen dieses Lebens,
dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
anderen zu helfen, sich selber hilft.




Nach oben
 Profil E-Mail senden Website besuchen 
 
 BeitragVerfasst: 2. Februar 2009 23:04     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Fleissiger Tipper
Fleissiger Tipper

Registriert: 20.09.2007
Beiträge: 76
Wohnort: Düsseldorf
Alter: 46
Bundesland: NRW
Diagnose: Instabilität der LWS nach Bandscheibenvorfall und OP September 2006.
Rotationsskoliose der LWS. Leichte Kyphose der BWS.
Therapie: Spondylodese L4-S1 am 4.9.2008 in Neustadt.
Geschlecht: weiblich
Hallo Ihr Lieben.

Also ich bin vor knapp 5 Monaten in Neustadt operiert worden. Bei mir hat die Schmerztherapie wirklich sehr gut funktioniert. Ich hatte keine Sekunde nach der OP sooooo schlimme Schmerzen, das ich nicht mehr ein, noch aus wusste (Gott sei Dank).
Bin nach der OP auf der Intensivstation wach geworden und hatte dank einer Schmerzpumpe KEINE Schmerzen und habe mich zunächst gewundert, war ich doch innerlich auf starke Schmerzen eingestellt. War sehr glücklich darüber. Am 2. Tag nach der OP bin ich dann von der Schmerzpumpe auf Tabletten umgestellt worden, was auch sehr gut funktioniert hat. Auch die Schwestern haben eigentlich fast immer prompt reagiert, wenn ich wegen Schmerzen geklingelt habe und ich wurde dann auch sofort mit zusätzlicher Bedarfsmedikation versorgt.
Ich weiß natürlich nicht, ob es was damit zu tun hatte, das ich vor der OP gar keine Medis genommen habe und diese dann nach der OP gut angeschlagen haben.
Also alles in allem ein dickes Lob an Neustadt.

LG Krümeline :viktory:


Nach oben
 Profil  
 
 BeitragVerfasst: 2. Februar 2009 23:06     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Mega-Tipper
Mega-Tipper

Registriert: 09.12.2007
Beiträge: 317
Alter: 32
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Diagnose: Idiopathische Skoliose
vor der OP 54° hochthorakal, 73° thorakal
danach 40° hochthorakal. 30° thorakal
Therapie: Korsett, Schroth, Osteopathie
OP in Neustadt im Februar 2009
dorsaler Zugang, Versteifung Th2 bis L2 mit Expedium-Doppelstab
Geschlecht: weiblich
Karenjappy hat geschrieben:
Was spricht eigentlich dagegen, die Schmerzpumpe ein paar Tage länger angeschlossen zu lassen? Und was spricht dagegen, die Schmerzmittel erst einmal über den Tropf zu geben? Die oralen Medikamente sind es doch, die auch die Magenprobleme beinhalten, oder bin ich da völlig auf der falschen Spur?


Hätte da auch eine Theorie: Die Umstellung könnte bei vielen mit einer kleinen (oder größeren) Krise verbunden sein und wenn die Umstellung später erfolgt, kommt die Krise eben später und verlängert den KH-Aufenthalt. (Wobei es wirklich nicht passieren sollte, daß wie bei Marion niemand prüft, ob man überhaupt in der Lage ist, Tabletten zu nehmen!)

Ich denke aber, daß die Behandlung eines geistig behinderten Kindes anderen Vorgaben folgt, eben weil es mit dem Schmerz nicht rational umgehen kann- möglicherweise ist die Schmerzbehandlung via Pumpe hier länger sinnvoll?

Gute Nacht,
Hexe

_________________
Die wesentliche Voraussetzung für Glück ist die Bereitschaft,
der zu sein, der man ist.

Erasmus von Rotterdam

[Meine Skoliose-Bilder] [Mein OP-Bericht]


Nach oben
 Profil  
 
 BeitragVerfasst: 2. Februar 2009 23:21     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Mega-Tipper
Mega-Tipper
Benutzeravatar

Registriert: 02.03.2007
Beiträge: 311
Wohnort: Bockhorn
Alter: 43
Bundesland: Niedersachsen
Diagnose: Doppelbogige idiopathische Skoliose
thorakal rechtskonvex 62° nach Cobb und lumbal linkskonvex 60° nach Cobb
Therapie: KG im Alter von 12-18 Jahren
OP am 15.5.07 in" Neustadt"
Dorsal instrumentierte Korrekturspondylodese mittels Expedium Th5-L4,primärstabil
Korrektur BWS 29° LWS 16°
Hallo zusammen!
Vorstellen könnte ich es mir schon,das es daran liegt das man ja gleich einen Tag später schon aufstehen muß und die Infusionen hinderlich sind.Aber bei der Schmerzmittelpumpe ist es doch so,das man sie selber dosieren muß oder kann,oder?Die hätte mir dann auch nicht wirklich weiter geholfen in dem Moment!Nachdem die Schmerzmittelversorgung tagsüber ja dann ok.war,mußte ich noch zwei Nächte jeweils einmal nach Schmerzm. klingeln,die Nachtschwester hatte es vorsorglich schon gleich dabei,Sie mußte nicht noch einmal extra laufen!Vielleicht hat auch noch die Matratze dazu bei getragen,das man nachts schlecht geschlafen hat!

LG
Marion

_________________
Wer nichts für andere tut, tut nichts für sich.
Goethe

[Meine Skoliose-Bilder]


Nach oben
 Profil E-Mail senden ICQ  
 
 BeitragVerfasst: 3. Februar 2009 10:53     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Gruppenleiterin Österreich
Gruppenleiterin Österreich
Benutzeravatar

Registriert: 20.02.2008
Beiträge: 2179
Alter: 30
Bundesland: Oberösterreich
Diagnose: Skoliose: BWS 88°n.C., LWS 66°n.C., seit dem Kindesalter bekannt
Therapie: 1. OP am 24.11.2008: Lockerungs-OP
2. OP am 2.12.2008: Vesteifungs-OP von TH3-L3, Restgrade: BWS 42°n.C., LWS 29°n.C.
Geschlecht: weiblich
Hallo!

Karenjappy hat geschrieben:
Was spricht eigentlich dagegen, die Schmerzpumpe ein paar Tage länger angeschlossen zu lassen?


Also in Vogtareuth waren die Schwestern ganz besessen davon, die Schmerzpumpe wegzukriegen. Als Grund nannten sie mir immer wieder, dass man davon furchtbar schnell abhängig wird (ist ja Morphium drin). Die haben mir da richtig Angst davor gemacht. (Dazu muss gesagt werden: sooo schnell wird man laut den Ärzten nicht abhängig... :nixweiss:)

Fakt ist, dass die Schmerzpumpe definitiv hinderlich ist, wenn man aufstehen und herumgehen soll. Die Pumpe hängt ja am Stromkreis und müsste jedes mal abgestöpselt werden, wenn man spazieren will. Das ist schon ein großer Aufwand und außerdem hat man dann für die Dauer des Spazierganges keine Schmerzversorgung mit.

Ich denke aber auch, dass für ein behindertes Kind andere Vorgaben gelten müssen. Anton wird vielleicht auch nicht gleich am 2. Tag aufstehen müssen. Es ist vermutlich kein großes Problem, die Medis erstmal über den Tropf zu kriegen, damit er sie nicht schlucken mus.
Liebe Karen, vielleicht solltest du im Vorfeld mit der Klinik schon drüber reden?

LG Kathrin

_________________
[Meine Skoliose-Bilder]
[Mein OP-Bericht]


Nach oben
 Profil  
 
 BeitragVerfasst: 3. Februar 2009 21:13     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Mega-Tipper
Mega-Tipper
Benutzeravatar

Registriert: 25.01.2009
Beiträge: 282
Alter: 42
Bundesland: Hessen
Diagnose: Neuromuskuläre Skoliose Sohn
Geschlecht: weiblich
Liebe Schmerzpatienten, :wegtrag:

ist es wirklich so, dass man bei der Schmerzmittelpumpe selber dosieren muss? Ich dachte immer, das Schmerzmittel wird regelmäßig in einer bestimmten Dosierung an den Körper abgegeben. Wenn es so ist, hilft es mir ja auch nicht, denn Anton sagt mir ja nicht, wann es ihm weh tut. Habe im Vorfeld mit Dr.Quante :neustadt: schon Kontakt aufgenommen und er hat mir versichert, dass wir das Problem vor Ort lösen werden. Jetzt möchte ich nur gut auf das Gespräch vorbereitet sein, damit ich alle Möglichkeiten in Betracht ziehen kann. Das Forum ist da eine super Hilfe. Vielen Dank.
Zitat:
Die K...kam vom Antibiotika was wohl sehr aggressiv sein soll und man es über die drei Tage auch nicht absetzen konnte
Bekommt man denn nach der OP automatisch auch ein Antibiotikum? Das würde ja noch zusätzlich auf den Magen schlagen. Anton ist total Antibiotika geschädigt und die Pilzinfektion lässt meistens nicht lange auf sich warten. Der Po sieht dann so aus, da er ja noch gewindelt wird :lmaa: Ich hoffe nun, dass die Ärzte sich auf die Mehrfachbehinderung einlassen und einer Mutter, die keine Medizinerin ist, auch mal glauben. Denn nur ich kenne mein Kind! Leider habe ich mit Ärzten da so meine Erfahrungen gemacht, da jeder Arzt immer nur sein Fachgebiet sieht. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren! :doc:

Karen mit Anton

_________________
*** Karen und Anton ***

--- Ein Licht, das von innen her leuchtet, kann niemand auslöschen ---



Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 BeitragVerfasst: 3. Februar 2009 21:21     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Gruppenleiterin Bayern
Gruppenleiterin Bayern
Benutzeravatar

Registriert: 18.04.2007
Beiträge: 1244
Wohnort: Rosenheim
Alter: 20
Bundesland: Bayern
Diagnose: Rechtskonvexe thorakale Skoliose => 66°
Thorakolumbaler linkskonvexer Gegenschwung => 23° mit gewisser Kyphosierung
Therapie: KG (1-2mal pro Woche)
OP im Juli 2008: dorsale Korrekturspondylodese TH5 bis TH12, Restkrümmung 26°
Geschlecht: weiblich
Hallo!

Ich möcht euch gern erzählen, wie das bei meiner OP so war (muss aber sagen - ich musste erst nochmal in meinem privaten OP-Bericht nachlesen, ich hab schon viel von den Schmerzen vergessen...)

Also am OP-Tag (Mittwoch) hatte ich gar keine Schmerzen, war völlig Schmerzfrei und mir gings eigentlich richtig gut. Ich war auf der Intensiv und das hat alles schön geklapt. Und als ich wieder auf der Normalstation war, wars auch ok, denn ich hatte ja meine Schmerzmittelpumpe.
Der nächste Tag war dann schon nicht mehr so schön, das drehen tat ziemlich weh, ich hab zwar meistens keine Schmerzen, durch die Pumpe, dafür ist mir aber ständig schlecht.
Der Freitag war dann wohl der aller schlimmst postoperative Tag. Meine Schmerzmittelpumpe wurde mir schon abgenommen (sie meinten, dass mir von dem Mittelchen schlecht wird, aber schlecht war mir immer noch...). Ich musst nämlich zum Röntgen. Und wie ihr auch im Bericht von Kathrin nachlesen könnt - Röntgen ist echt noch ein Probelm! Das tat so weh, ich hatte echt zum ersten mal solche Schmerzen, dass ich hätte schrein können, mir sind die Tränen runtergekullert :heulen: ich war mit den Nerven am Ende. Und das alles nur, weil meine Schmerzmittelpumpe nicht mehr da war und die Leute beim Röntgen nicht in der Lage waren mich gscheit zu drehen (immer unterschiedlich und einfach nicht so, damits nicht weh tut). Das war echt die Hölle. An dem Tag hab ich meiner Schwester (selbst Krankenschwester auf der ITS in Vogtareuth gewesen => kennt viele Anästhesisten) meine Schmerzen auf einer Skala von 1 - 10 auf so ca. 4 geschätzt (also das war schon mittag, röntgen war schon wieder fast vergessen).
Am Nachmittag kommt dann meine Schwester vorbei, macht bei den Schwestern / Pflegern druck, spricht mit einem Anästhesisten und dazu noch mit dem Assistenzarzt, der bei meiner OP dabei war. Aber auf Hilfe warte ich an dem Tag noch vergeblich...
Die Nächte sind ebenso schlimm – ich habe Schmerzen, muss den Schwestern klingeln damit sie mir etwas geben. Wenn die Medikamente endlich wirken, wird mir schlecht. Also wieder den Schwestern klingeln, damit sie mir a) etwas dagegen geben und b) eine Nierenschale in die Nähe stellen, für den Fall der Fälle.
Am Samstag Nachmittag wird wegen meinen Medikamenten endlich etwa unternommen! Die lang ersehnte Schmerzfreiheit rückt immer näher und schließlich schafft man es doch, mir meine Schmerzen zu nehmen (man glaubt es kaum!)
Am Montag wird dann (endlich!!!) Oxygesic abgesetzt, weil mir immer noch ständig schlecht war. Danach war schlagartig Ruhe mit der Übelkeit.
Was ich sagen muss - ich hatte die Schmerzen "nur" in der Zeit, wo ich noch die Zugänge hatte. Als ich komplett auf orale Schmerzmittel umgestellt war, hatte ich eigentlich keine großen Probleme mehr mit den Schmerzen - wobei ich nicht mehr genau weiß, wann ich umgestellt wurde und wie...

Also insgesamt fand ich die Schmerztherapie in Vogtareuth nicht soooo schlecht, natürlich, hier und da besteht noch deutlicher Handlungsbedarf und dass die Verwandten immer noch helfen müssen, dass man endlich gscheite Schmerzmittel bekommt ist auch nicht so toll. Aber so "schmerzen bis zum schreiben" oder ähnliches, was man hier desöfteren liest, hatte ich nie (außer beim Röntgen, aber da kann ja die Station nix dafür, dass die Röntger es nicht schaffen, gscheit (und ohne schmerzen zu verursachen!!!) zu röntgen).

Ich fands allerdings auch doof, dass mir die Schmerzmittelpumpe so schnell genommen wurde. Mit der gings mir nämlich richtig gut, man kann selber dosieren muss nicht dauernd klingeln usw.

Mein Tipp: Auf jeden Fall immer gleich klingeln und Medikamente verlangen, wenn man Schmerzen spürt! NIE warten, bis man denkt "jetzt gehts nicht mehr" - NIE die Schmerzen "aushalten wollen", denn dann ist bereits eine Schmerzstufe erreicht, wo "leichte" Medis nicht mehr wirken, die vielleicht vorher schon geholfen hätten!

So, irgendwas wollt ich jetzt noch schreiben, hab ich aber vergessen... :ueberleg: Ich dodl... Naja, fällt mir schon wieder ein :zwinker:
Mir ists wieder eingefallen!!! :banana:
Also... Ich hab auch folgendes mitbekommen:
Wenn man über Infusionen die Schmerzmittel bekommt, dann können die Schwestern so alle x Stunden (ich glaub 4 oder so) ein wirklich starkes und gscheits Schmerzmittel hergeben. In der Zeit dazwischen allerdings, nur ein schwächeres. (Hat wohl damit zu tun, wie viel der Körper verträgt und damit man keine Überdosis gibt usw.). Heißt: Wenn das starke nix bringt oder schon nicht mehr so gut wirkt, dann bekommt man nur ein schwaches, was aber auch nicht wirklcih helfen kann, weils ja noch schwächer ist, als das, was man vorher bekommen hat... (zumindest war das bei meiner Zimmernachbarin so, ich hab da nicht so drauf geachtet, bei mir hats eigentlich schon geholfen).

Karenjappy hat geschrieben:
ist es wirklich so, dass man bei der Schmerzmittelpumpe selber dosieren muss?

Also meine Pumpe konnte ich selber "dosieren", da hab ich halt auf mein Knöpflein gedrückt und dann wurde das Schmerzmittel abgegeben... Hab aber mal ein bissal gegoogelt und das gefunden:
Schmerzmittelpumpe
PCA (patient-controlled analgesia) bedeutet Patienten-gesteuerte Schmerzbekämpfung. In Form einer tragbaren Infusionspumpe kann der Schmerzpatient seine Therapie selbst steuern.
Das Schmerzmittel (Analgetikum) wird über eine Schmerzmittelpumpe am Infusionssystem angeschlossen. Immer wenn der Patient Schmerzen hat, verabreicht er sich per Knopfdruck eine sogenannte Bolusmenge des Schmerzmittels. Zusätzlich läuft eine vom Arzt programmierte kontinuierliche kleine Menge des Schmerzmittels ein.
Mit der Schmerzmittelpumpe kann sich der Patient sofort Erleichterung verschaffen, wenn er Schmerzen hat. Er ist autonomer und nicht auf die Schmerzmittelgabe durch den Arzt angewiesen. Wichtig ist, dass er sich rechtzeitig Schmerzmittel verabreicht und die Schmerzen nicht aushält. Eine PCA eignet sich zum Beispiel für Patienten mit chronischen und akuten Schmerzen, nach Operationen und bei Tumorschmerzen.
(Quelle).
Vielleich besteht dann auch bei deinem Sohn die Möglichkeit, dass man nur die Pumpe arbeiten lässt oder so... Oder du drückst alle x Stunden mal oder so...
Es wird da mit sicherheit Mittel und Wege geben! In Vogtareuth z.B. werden viele Kinder mit Behinderung(en) operiert, es waren auch zu meiner Zeit einige auf Station, also wirds da sicher auch Möglichkeiten geben, ihnen zu helfen!

Liebe Grüße
Bettina

_________________
Beginnen ist Stärke,
vollenden können ist
Kraft!!!

_
*Meine Skoliose-Bilder*
*Mein OP-Bericht*
_


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 BeitragVerfasst: 3. Februar 2009 21:25     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Admin
Admin
Benutzeravatar

Registriert: 12.07.2005
Beiträge: 8859
Wohnort: Munderloh
Alter: 47
Bundesland: Niedersachsen
Diagnose: Massive li.-konv. Torsionsskoliose; Facettenarthrose LWK3/4 u. LWK4/5; Osteochondrose; seitl. Spondylose u. Dornfortsatzarthr. LWK4/5; LWS 64°, BWS 25°
Therapie: 2 OPs Sept. 03 in Neustadt; versteift von TH11 bis L5 (HZI u. MPDS); Restkrümmung LWS 18°
Geschlecht: weiblich
Hi Karen,

sobald ihr in Neustadt seid und du auf euren Arzt triffst, würde ich das alles ansprechen - denn ihr seid ja wirklich ein spezieller Fall. Neustadt hat aber eigentlich viel Erfahrung mit behinderten Kinder - ich hab dort schon viele behinderte Kinder gesehen (und ich war wirklich schon oft im Klinikum). Und mach dir einen Fragenzettel, denn du mitnimmst...

Grüße, Stoni.

_________________
Bild

Es gehört zu den den großartigen Belohnungen dieses Lebens,
dass man mit jedem aufrichtigen Versuch,
anderen zu helfen, sich selber hilft.




Nach oben
 Profil E-Mail senden Website besuchen 
 
 BeitragVerfasst: 4. Februar 2009 00:05     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Forumslegende
Forumslegende
Benutzeravatar

Registriert: 27.07.2005
Beiträge: 3278
Wohnort: Siegburg
Alter: 40
Bundesland: NRW
Diagnose: Idiophatische doppelbogige Skoliose mit thor. 98°, lum. 90° , sowie thoraco-lumbale Kyphose.
Therapie: September 2004 OP in Neustadt:
Versteift von Th5-L5. Restkrümmung thorakal ca. 38°, lumbal ca. 45°.
Geschlecht: weiblich
Hallo Karen,
es gibt wirklich die unterschiedlichsten Formen der Schmerzmittelgabe. Wenn es nicht über den Magen gehen soll, kann man auch Opioide Pflaster (Durogesic) geben oder bei geringeren Schmerzen auch Zäpfchen.
Die Schmerzmittelpumpe kann, wie schon beschrieben, in bestimmten Intervallen automatisch oder bei Bedarf auf Knopfdruck ausgeben. Es gibt auch sehr gut wirksame Tropfen, die man bei deinem Sohn vielleicht ehr geben kann. Das du dir Sorgen machst, ist doch ganz klar, weil dein Sohn sich halt nicht so äußern kann, wie andere aber sie haben in Neustadt schon Erfahrungen mit ähnlichen Patienten und auch die ganz kleinen können sich oft nicht so äußern und schaffen es auch ganz gut. Ich glaube, dass sie eine sehr gute Behandlungsmöglichkeit für Anton finden werden.

All diese Schmerzmittel und Antibiotika wirken sich auf den Darm aus und machen sehr häufig Probleme.
Off topic:
Bei Antibiotika Gabe kann es z.B. zu einer Clostridien-Infektion kommen, die häufig sehr dramatisch verläuft und leider manchmal nicht rechtzeitig erkannt wird. Clostridien sind "schlechte, widerstandsfähige" Bakterien, die in fast jedem Darm leben. Wenn durch ein Antibiotikum die "guten" Bakterien im Darm gelöscht werden und durch eine OP o.A. die Abwehr geschwächt ist, können sich die "schlechten" Clostridien explosionsartig ausbreiten. Wenn das passiert, kann es zu massivem Erbrechen und schwerem Durchfall kommen, der sehr schnell zum dehydrieren führt. Was aber noch schlimmer ist, die Bakterien verändern sich und werden toxisch. Dadurch kann es am Ende zu einer Vergiftung und damit zum Organversagen kommen. Wenn Clostridien festgestellt werden, müssen leider wieder Antibiotika gegeben werden (es wirken nur zwei bestimmte Präparate), mit dem Ergebnis, dass der Darm dann noch mehr belastet und von allen Bakt. leergeräumt ist. Darum ist es ganz wichtig, wenn man Antibiotika nimmt gleichzeitig dafür zu sorgen, gute Bakterien wieder zuzuführen. Das kann man im kleinsten mit Perenterol oder probiotische Drinks machen oder man holt sich ein Pulver wie z.B. ProBioticPur aus der Apotheke. Das war mir ein sehr großes Anliegen, auch wenn es nicht direkt mit Schmerzmittelgabe zu tun hatte, denn meine Mutter wäre letztes Jahr beinahe dadurch gestorben und mittlerweile weiß ich, dass es leider keine seltene Geschichte ist, sondern oft sogar versucht wird unter den Teppich zu kehren.
Und es passt halt auch ein wenig hier herein, weil es halt auch wichtig ist, den durch Schmerzmittel geschwächten Darm auf die gleiche Weise zu unterstützen.

Liebe Grüße
Anja

_________________
SkypeMe "annayja"


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 BeitragVerfasst: 4. Februar 2009 11:02     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Forumslegende
Forumslegende
Benutzeravatar

Registriert: 14.07.2005
Beiträge: 2347
Alter: 36
Bundesland: Bremen
Diagnose: rechtskonv. Thorakalskoliose 56°, lumbale Nebenkrümmung, s. flaches thorakales Profil
Therapie: OP 2005, Roland-Klinik, Th6-L1, Rippentalanhebung
Geschlecht: weiblich
Hallo Ihr!

Also ich hatte noch eine andere Form der Schmerzmittelversorgung. Schon vor der Operation (in Bremen) habe ich mich für die Schmerzmittelgabe durch einen Periduralkatheter entschlossen. Dieser wurde dann bei der OP in den Periduralraum der WS gelegt. Die Vorteile waren, daß das Schmerzmittel direkt dahin kommt, wo es hin soll und der Körper wohl weniger dadurch belastet wird. Zudem soll es weniger Unverträglichkeitsprobleme geben und weniger Schmerzmittel nötig sein.

Ich kann dazu nur sagen, daß dies bei mir super funktioniert hat. Schmerzen hab ich anfangs nach dem Nachlassen der Narkose natürlich auch gehabt und die Schmerzmittelgabe mußte ja auch erstmal eingestellt werden, aber es war auszuhalten (mein Mann hat glaube mehr gelitten). An den ersten beiden Tagen übergab ich mich leider jeweils nach der Gabe von Antibiotika, was ich als sehr unangenehm empfand und welches dann auch gleich wieder abgesetzt wurde.

Nachdem am 4. Tag nach OP der Periduralkatheter sicherheitshalber gezogen werden mußte (ein Schläuchlein hatte sich gelöst), bekam ich 3xtgl. Tramal 50, was dann kurz danach auf 2xtgl. reduziert wurde. Natürlich war das erstmal eine Umstellung und man merkte plötzlich wieder mehr im Rücken. Naja und wenn die Tramal mir nicht gereicht haben, gabs Extradrinks, die ich aber nur ab und zu für die Nacht in Anspruch genommen habe.

Also abschließend kann ich nur sagen, daß ich mit meiner Schmerzmittelversorgung sehr zufrieden war und ich auch mächtig froh darüber bin (zumal man eben auch andere Berichte kennt). Gleichzeitig kann ich mir kaum vorstellen, daß es solch eine Operation ohne Schmerzen gibt. Und wenn, dann will ich nicht wissen, wie zudröhnt man dann sein muß ;)

LG Doro

_________________
Nicht weil die Dinge so kompliziert sind machen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht machen sind sie so kompliziert!
••• Meine Skoliose-Bilder •••


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
 BeitragVerfasst: 4. Februar 2009 18:44     Betreff des Beitrags: Re: [Februar 2009] Schmerztherapie (in Klinik nach OP)
Offline
Viel-Tipper
Viel-Tipper
Benutzeravatar

Registriert: 23.05.2006
Beiträge: 199
Wohnort: München
Alter: 21
Bundesland: Bayern
Diagnose: hochgradige idiopathische doppelbogige Skoliose, thorakal rechtskonvex 104°, lumbal 82°
Therapie: zuerst Korsett, Krankengymnastik und Bad Sobernheim
nachdem sich die Skoliose immer mehr verschlechtert hat:
Skoliose-Op im August 2006
versteift von TH5 bis L4 (Expedium), Restkrümmung: BWS 45°, LWS 15
Hallo Foris :)
Ich meld mich auch mal wieder ;)
Also ich war mit meiner Schmerzmittelversorgung in Neustadt (wurde 2006 operiert) auch nur teilweise zufrieden.
Die erste Woche habe ich im total zugedröhnten Zustand noch relativ "schmerzfrei" überstanden, da ich eine Woche auf Intensiv war und mir Schmerzmittel direkt über die Vene verabreicht wurde. Die Woche verging wie im Flug, ich hab immer dann Schmerzmittel bekommen, wenn ich gefragt hab. Es wurden keine Fragen von den Schwestern gestellt, sondern es wurde mir ohne Diskusion gegeben. Dann auf der Normalstation wurde ich sofort auf orale Schmerzmittel umgestellt, und damit begann "die Hölle":
Meinen ganzen Krankenhausaufenthalt hab ich unter ständiger Übelkeit, Übergeben und Apettitlosigkeit gelitten. Manchmal empfand ich sogar das ständige Übergeben schlimmer als die Rückenschmerzen. Sozusagen die Rückenschmerzen als "kleineres Übel". Als ich dann an manchen Tagen nicht einmal mehr die Tropfen gegen die Übelkeit behalten habe, habe ich, nachdem ich die Krankenschwester praktisch angebettelt habe, eine Spritze gegen die Schmerzen bekommen, die dann gott sei Dank was geholfen hat.
Am Schluss meines Krankenhausaufenthalts (ca. 3 Tage vor meiner Entlassung) habe ich dann nur noch Paracetamol (2 mal tgl.) bekommen. Zwar war dann die Übelkeit erträglicher, jedoch war 2 mal tgl. Paracetamol viel zu schwach für meine starken Rückenschmerzen. Es war wirklich ein Dilemma^.
Gut wäre es gewesen, wenn man beides irgendwie in den Griff bekommen hätte. Das Problem mit dem ständigen Übergeben wurde bei der Chefarzt-Visite als Lapalie runtergespielt. Das sei nunmal so, wenn man über längere Zeit Antibiotika bekommen hätte^.

Dadurch, dass ich so lange auf Intensiv (hatte nach der Op eine angehende Lungenentzündung) gewesen bin, war die erste Zeit mit den schlimmsten Schmerzen erträglicher. Die Zeit dann auf der Normalstation hätte besser verlaufen können, vor allem das mit der Übelkeit und dem Übergeben. Trotzdem glaub ich, dass es einigen noch schlimmer ergangen ist wie mir und das tut mir leid. Mit Schmerzen hilflos im Bett zu liegen, nicht richtig ernst genommen zu werden und zu hoffen, dass einem irgednwann jemand was gegen die Schmerzen gibt, ist wirklich schlimm.
Abschließend kann ich nur sagen, dass es wirklich wichtig ist, für alle die noch nicht operiert sind, klar und deutlich dem Arzt zu sagen, dass man, wenn die Schmerzen schlimmer werden, stärkere Schmerzmittel braucht. Es kann nicht sein, dass man erst eine Nacht schmerzerfüllt wach liegen muss und auf die nächste Chefarzt-Vesite wartet, um ein stärkeres Schmerzmittel zu bekommen. Dass man mit den Morphium-Präperaten vorsichtig umgehen muss, steht außer Frage.

Liebe Grüße, Xenia :)

_________________
[Meine Skoliose-Bilder]
Hoffnung ist nicht die Überzeugung das etwas gut ausgeht, Hoffnung ist, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht...


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 36 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3  Nächste


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Thema durchsuchen:
Gehe zu:  

Impressum | Datenschutz & Haftung | Kontakt | Das SOPF-Team

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Wir befolgen den HONcode Standard für
vertrauensvolle Gesundheitsinformationen
.
(Zertifikat anzeigen).
Die Webinhalte entsprechen den Medisuch-Richtlinien 2010 Die Webinhalte entsprechen den
Medisuch-Richtlinien 2010

(Zertifikat anzeigen).

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de