Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

Aktuelle Zeit: 24. Oktober 2018 02:50

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Fachwort-Lexikon - Erläuterungen zu Fachbegriffen

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» Abdomen
Bauchraum

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» Abduktion
Bewegung, bei der die Gliedmaßen von der Körpermitte weggeführt (abduziert) werden.

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» Ablation
Abtragung; Ablösung

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» Adam’s Vorneigetest
Test zur Erkennung von Skoliose. »
Im Anfangsstadium ist eine Skoliose nur schwer zu erkennen. Erst in späteren Stadien – wenn die bereits bestehende Verdrehung der Wirbel schon nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, fällt sie durch die seitliche Verbiegung der Wirbelsäule auf.
Diese Verbiegung ist am deutlichsten zu sehen, wenn sich der Betroffene nach vorne bückt. Wenn sich eine Rückenhälfte wölbt (Lendenwulst oder Rippenbuckel) - wobei die andere meist besonders flach erscheint Rippental) - besteht der Verdacht auf eine Skoliose. Weitere Infos:

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» Adduktion
Heranführen an die Körperachse.

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» Affektion
Krankheit, Befall, Erkrankung, Störung, "Ergriffensein von einer Krankheit".

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» Aggravation
Verschlimmerung des krankhaften Zustandes; übertrieben dargestellte Beschreibung von Symptomen.

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» AHB
Anschlussheilbehandlung
Die AHB schließt sich in der Regel nahtlos an eine Krankenhausbehandlung oder Operation an.

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» Akromion
Knöchernes Schulterdach

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» Akupunktur
Anwendung von Nadeln zu Heilzwecken. »
Die Akupunktur ist die Anwendung von Nadeln zu Heilzwecken. Akupunktur geht auf die 3.000 Jahre alten Erfahrungen der chinesischen Medizin (TCM) zurück. Der Begriff leitet sich von aus acus - Nadel und pungere - stechen ab. Akupunktur ist also die Therapie mit Nadeln. Akupunktur kann jedoch nicht heilen, was beschädigt oder gar zerstört ist.

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» akut
Kennzeichnet eine schnell zum Ausbruch kommende Erkrankungen vergleichsweise kurzer Dauer (3 bis 14 Tage)

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» Algophobie
Angst vor Schmerzen

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» ALIF
Anteriore lumbale interkorporelle Fusion »
"Mehr Korrektur über eine vordere Segmentabstützung der Lendenwirbelsäule".

Meist kann ein stabilisierender Eingriff im Lendenwirbelsäulenbereich vom Rücken durchgeführt werden. Besteht jedoch ein stark ausgeprägter Gleitwirbel oder ist der Patient mehrfach voroperiert und wurden in diesem Rahmen Implantate in die Bandscheibe eingesetzt, die nicht zu einer erwünschten knöchernen Durchbauung geführt haben, so kann eine vordere Abstützung der Wirbelsäule mit Einsetzen eines Implantats in den Bandscheibenraum (ALIF, anterior lumbar interbody fusion) notwendig sein. Bei dieser Operation ist der Zugangsweg über den Bauchraum notwendig (meist ohne Eröffnung des Bauchfells). Die auf der Wirbelsäule liegenden Gefäße und Nervengeflechte müssen zur Seite präpariert werden, um dann Zugang zur Wirbelsäule, den Wirbelkörpern und der Bandscheibe zu erhalten. Anschliessend werden die defekten Bandscheiben (evtl. incl. der im Bandscheibenraum liegenden Implantate) entfernt und ein aus PEEK-Material bestehender Platzhalter (Cage) zwischen die Wirbelkörper eingesetzt.

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» Alignment
Ausrichtung

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» Alloparalgie
Schmerzausbreitung in den, dem Schmerzreiz gegenüberliegenden Gliedmaßen

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» Alteration
krankhafte Veränderung

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» Amipaque
Kontrastmittel für die Myelographie

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» Amnesie
Amnesie (von griech. a „ohne, nicht“ und mnesis „Erinnerung“) bezeichnet eine Form der Gedächtnisstörung für zeitliche oder inhaltliche Erinnerungen.

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» Analgesie
Aufhebung der Schmerzempfindung, meist durch Medikamente. Auch bei einer Schädigung sensibler Leitungsbahnen des Nervensystems und folgender Schmerzunempfindlichkeit spricht man von Analgesie.

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» Analgetika
Schmerzmittel »
Ein Analgetikum ist ein Stoff, der schmerzstillend (analgetisch) wirkt. Im Idealfall unterdrückt er die Schmerzempfindung, ohne das Bewusstsein, die sensorische Wahrnehmung und andere wichtige Funktionen des Zentralnervensystems zu beeinflussen bzw. die Leitung von Aktionspotentialen in afferenten Nervenfasern zu unterdrücken. Analgetika werden wirkmechanistisch von anderen zur Schmerzausschaltung verwendeten Stoffen, wie Anästhetika und Lokalanästhetika, abgegrenzt. Sie zählen zu den am häufigsten verwendeten Arzneimitteln und werden oft unkontrolliert und teilweise missbräuchlich eingenommen. Eine veraltete Bezeichnung für Schmerzmittel ist Anodyna.

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» analgetisch
schmerzlindernd

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» Anamnese
Krankengeschichte »
Die Anamnese ist ein diagnostisches Hilfsmittel. Im Gespräch zwischen Arzt und Patient wird die Vorgeschichte der Erkrankung bzw. die Lebensentwicklung erfragt. Diese Vorgeschichte ist für die Diagnose oft von entscheidender Bedeutung.

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» Anästhesie
Mit Anästhesie wird gleichermaßen der hervorgerufene Zustand der Empfindungslosigkeit zum Zweck einer operativen oder diagnostischen Maßnahme bezeichnet als auch die medizinischen Verfahren, um diesen herbeizuführen. »
Die Anästhesie als medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Bewerkstelligung desselben beschäftigt, ist ein Teilgebiet der Anästhesiologie, zu dem auch die Gebiete Intensivmedizin und Schmerztherapie sowie teilweise die Notfallmedizin und Palliativmedizin hinzugerechnet werden.

In den meisten Industrienationen wird die Anästhesie durch einen spezialisierten Arzt ausgeführt. In Deutschland trägt er die Bezeichnung Facharzt für Anästhesiologie. In der Alltagssprache des Krankenhauses ist heute die Berufskurzform Anästhesist, Anästhesiologe oder Narkosearzt gebräuchlich. In der Regel steht ihm eine Anästhesiepflegekraft zur Seite, die ebenfalls häufig über eine definierte Weiterbildung in Anästhesie und Intensivmedizin verfügt.

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» Anästhesist
Der Anästhesist ist ein auf Narkosen, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Schmerztherapie spezialisierter Arzt. »
Bei operativen Eingriffen sorgt der Anästhesist durch entsprechende Narkosemittel für eine Voll- oder Teilnarkose des Patienten. Dabei überwacht der Anästhesist auch die Körperfunktionen des Patienten und erhält diese aufrecht. In der Intensiv- und Notfallmedizin kann der Anästhesist seine Erfahrung in der Überwachung kritischer Vitalfunktionen einsetzen. Auch bei der Bekämpfung von chronischen Schmerzen spielen Anästhesisten eine immer größere Rolle.

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» Anatomie
Lehre von der Gestalt und Struktur des menschlichen Körpers und seiner Organe. »
Anatomie heißt eigentlich die "Kunst des Zerlegens", gemeint ist die Lehre von der Gestalt und Struktur des menschlichen Körpers und seiner Organe. Die Anatomie befasst sich insbesondere mit dem Aufbau und der Funktion des knöchernen Skeletts und des Muskel-Sehnen-Apparates.

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» angulär
abgewinkelt; knickartig

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» Ankylose
Die spontane Versteifung eines Gelenkes

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» Ankylosis
Gelenkversteifung

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» anterior
Vorn liegend = ventral

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» Anterolisthesis
Ventralverschiebung des kranialen Wirbelkörpers

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» Antibiotika
Antibiotika haben die Fähigkeit, andere unerwünschte Mikroorganismen im Körper am Wachstum zu hindern oder abzutöten. Als Medikament ist ihr Haupteinsatzgebiet bei bakteriell bedingten Erkrankungen.

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» Antiemetikum
Mittel gegen Erbrechen

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» Antiphlogistika
Sammelbegriff für entzündungshemmende Medikamente

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» Anulus fibrosus
Bandscheibenring

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» Apophyse
Knochenauswuchs

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» apoplektiform
schlagartig; ohne Vorankündigung einsetzend

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» Arcus vertebrarum
Wirbelbogen

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» Arthralgie
Gelenkschmerzen

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» Arthritis
Entzündung der Gelenke. »
Eine Entzündung der Gelenke, die schmerzhafte Schwellungen und Einschränkung der Beweglichkeit verursacht.
Jedes Gelenk kann von A. betroffen werden. Die infektiöse A. entsteht durch Keime (Bakterien), die aus dem Körper selbst oder über eine Wunde in ein Gelenk verschleppt werden. Die degenerative A. ist die Folge von Verschleiß und Überbeanspruchung und – damit verbunden – von Reizzuständen und Entzündungen. Die entzündlich-rheumatische A. ist eine System- oder Autoimmunerkrankung, die eines oder mehrere Gelenke gleichzeitig befallen kann. Der Chiropraktiker als Spezialist für den Bewegungsapparat kann nach einer exakten Diagnose eine schmerzlindernde Behandlung festlegen und versuchen, die Beweglichkeit der Gelenke so weit wie möglich zu erhalten.

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» Arthrodese
Operativ vorgenommene Gelenkversteifung

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» Arthropathie
Gelenkerkrankung

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» Arthrose
Verschleißerkrankung der Gelenke. »
Die Arthrose ist eine Verschleißerkrankung der Gelenke. Unter den rheumatischen Erkrankungen ist die Arthrose die häufigste Krankheitsform. Der Begriff leitet sich von griech. Arthros, Gelenk ab. Aus dem anglikanischen Sprachraum abgeleitet, wird die Erkrankung auch als Osteoarthrose bezeichnet.
Häufig betroffen von der Arthrose sind die gewichtstragenden Gelenke wie das Kniegelenk, das Hüftgelenk und das Sprunggelenk, aber auch andere Körperbereiche wie Wirbelsäule und Fingergelenke sind häufiger betroffen.

Die Arthrose ist nach heutigem Wissenstand und nach vielen Erfahrungsberichten im Forum keine heilbare Erkrankung. Die Entwicklung der Arthrose lässt sich in Einzelfällen verlangsamen, die Beschwerden lassen sich teilweise erheblich mildern, der einmal zerstörte Knorpel wächst jedoch nicht mehr nach.

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» Arthrosisdeformans
Chronische deformative Gelenkerkrankung, welche stark beanspruchte Gelenke befällt.

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» Arthrosurface
Implantat für Knorpeldefekte in allen großen Gelenken. »
Das Arthrosurface ist ein Implantat welches in minimal-invasiver Technik zur Versorgung von lokalen (isolierten) Knorpeldefekten in allen großen Gelenken des menschlichen Körpers implantiert wird. Das Arthrosurface rekonstruiert die vollständige Anatomie des jeweiligen Gelenkes ohne die Biomechanik zu verändern.

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» Arthrotomie
Gelenkeröffnung durch Operation

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» Asepsis
Bestreben, in der Wundbehandlung Keime zu vermeiden

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» asymptomatisch
ohne Symptome

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» Ataxie
Störungen der Bewegungskoordination. »
Ataxie (griech.: ataxia, Unordnung) ist ein Oberbegriff für verschiedene Störungen der Bewegungskoordination. Dabei kann eine Ataxie auch auftreten, wenn keine Lähmung (Parese) vorliegt, also bei vollkommen normaler Muskelkraft.

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» Atlanto-Axialarthrose
Arthrose des Atlanto-Axial-Gelenkes (= zwischen Schädel und Wirbelsäule gelegen, Atlasgelenk.) bewirkt einseitige hinterkopfbetonte Schmerzen.

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» Atlas
Oberster Halswirbel

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» Atrophie
Gewebe- oder Muskelschwund, z. B. durch Inaktivität von Muskeln (Ruhigstellen durch Gips).

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» Autoimmunerkrankung
Erkrankungen, bei denen das Immunsystem Abwehrzellen nicht nur gegen Krankheitserreger, sondern auch gegen körpereigene Substanzen bildet und diese zerstört.

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» Autoradiographie
Versuchsverfahren mit radioaktiven Substanzen und Farbstoffen unterschiedlicher Molekülgröße zur Messung des Stoffwechselaustauschs im Zwischenwirbelabschnitt.

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» Axis
Zweitoberster Halswirbel

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» Baastrup-Syndrom
Bezeichnung für Rückenschmerzen infolge sich berührender Dornfortsätze und Irritation der umgebenden Weichteile (Bänder und Muskeln).
Nach Christian Ingerslev Baastrup auch Baastrup-Zeichen genannt. Im englischen Sprachraum wird die Erkrankung daher auch passend "kissing spine disease" genannt.

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» Bandscheibe
Die Bandscheiben, auch Zwischenwirbel genannt, sind Knorpel, die sich als Bindeglieder zwischen den Wirbelkörpern befinden. »
Sie machen rund ein Viertel der gesamten Wirbelsäulenlänge aus. Die Knorpel bestehen jeweils aus einem Faserring und einem Gallertkern. Während der Faserring mit dem Wirbelkörper verwoben ist und dadurch die Wirbelsäule kräftigt, hat der weiche Gallertkern die Funktion eines Kissens, das Stöße abfängt und Druck ausgleicht.

Im Verlauf eines Tages werden die Bandscheiben interessanterweise vorübergehend schmaler, weil sie durch die Tagesaktivitäten hoher Belastung ausgesetzt sind. Deswegen ist der Mensch abends ungefähr zwei Zentimeter kleiner als am Morgen.

Im fortgeschrittenen Alter verändern sich die Bandscheiben (Wasserverlust), was bei vielen Menschen Rückenschmerzen auslöst. Tauchen diese Schmerzen schon in einem früheren Stadium auf, so kann es sich um eine verschobene Bandscheibe handeln, hervorgerufen etwa durch ungewohnte Bewegungen oder starke Belastungen - beispielsweise, wenn jemand, der nicht daran gewöhnt ist, ruckartig eine schwere Bierkiste anhebt.

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» Bandscheiben-Sequester
Abgerissene Anteile des Gallertkerns im Wirbelkanal

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» Bandscheibendegeneration
Verschleiß, Abnutzung der Bandscheiben

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» Bandscheibenvorfall
Der Bandscheibenvorfall (lat. Prolapsus nuclei pulposi, Discusprolaps, auch Bandscheibenprolaps, BSP) ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal – den Raum, in dem das Rückenmark liegt – vortreten. »
Im Gegensatz zur Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung) wird beim Prolaps der Faserknorpelring der Bandscheibe (Anulus fibrosus) ganz oder teilweise durchgerissen, während das hintere Längsband Intakt bleiben kann (so genannter subligamentärer Bandscheibenvorfall).

Die Ursache ist oft eine Überlastung bei Vorschädigung der Bandscheiben, ein Bandscheibenvorfall kann aber auch ohne äußeren Anlass auftreten. Symptome des Bandscheibenvorfalls sind starke, häufig in die Extremitäten ausstrahlende Schmerzen, oft mit einem Taubheitsgefühl im Versorgungsgebiet der eingeklemmten Nervenwurzel, gelegentlich auch Lähmungserscheinungen. Eine Behandlung ist in den meisten Fällen konservativ möglich, schwere Vorfälle müssen operativ behandelt werden.

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» Bandscheibenvorwölbung
(Auch Protrusion) Hier hat der Gallertkern der Bandscheiben bereits eine oder mehrere Fasern des Faserringes durchbrochen, ist aber noch nicht frei im Spinalkanal.

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» Bechterew
Die Bechterewsche Erkrankung ist eine entzündliche Krankheit, die vor allem die Wirbelsäule betrifft. »
Sie heißt unter Ärzten auf lateinisch "Spondylitis ankylosans" oder (in Anlehnung an die englische Bezeichnung "ankylosing spondylitis") auch "ankylosierende Spondylitis " (abgekürzt AS). Im deutschen Sprachraum, in Skandinavien und in Osteuropa hat sich daneben die Bezeichnung "Morbus Bechterew" (MB) eingebürgert (Morbus ist ebenfalls lateinisch und bedeutet Krankheit). Der russische Neurologe Wladimir Bechterew hat die Krankheit keineswegs entdeckt oder als erster beschrieben, sondern nur in den 1890er Jahren eine hierzulande besonders bekannt gewordene Beschreibung veröffentlicht.

Es handelt sich um eine chronische (nicht nur vorübergehende) rheumatische (vor allem das Bewegungssystem betreffende) Krankheit, die über entzündliche Prozesse zu einer knöchernen Einsteifung der Wirbelsäule führen kann (ankylosans = versteifend). Sie kann aber auch die übrigen Gelenke oder andere Organe des Körpers befallen. Sie gilt bis heute als unheilbar, lässt sich aber in ihrem Verlauf ganz entscheidend beeinflussen.

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» Beckenkamm
Der Beckenkamm befindet sich am oberen Rand des Beckens und wird anatomisch gebildet durch den oberen Teil des Darmbeins.
Bei verschiedenen Operationen am Skelett wird häufig ein Knochenstück aus dem Beckenkamm entnommen, um es an anderer Stellen wieder einzusetzen.
Heute wird in einigen Kliniken schon mit Fremdknochen gearbeitet. Nebenwirkungen oder Unverträglichkeit sind nahezu ausgeschlossen.

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» Beckenschiefstand
Ein Beckenschiefstand (BST) ist in der Regel eine angeborene oder während der Kindheit erworbene Anomalie. »
Diese kann Ursache verschiedener anderer orthopädischer Erkrankungen sein, insbesondere im Wirbelsäulen- und Hüftbereich. Neben einer Beinlängendifferenzkönnen die Fehlbelastungen der Hüft- und Kniegelenke können zu einem vorzeitigen Gelenkverschleiß führen. Das wesentliches Merkmal eines Beckenschiefstand ist es, dass die beiden Beckenkämme nicht auf derselben Höhe stehen.

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» Beinlängendifferenz
Bei einer Beinlängendifferenz (BLD) handelt es sich um unterschiedlich lange Beine. »
Bei einer BLD von mehr als 1,5 cm sollte ein Ausgleich vorgenommen werden (Z. B. Schuherhöhung, Einlagen).

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» Bending-Aufnahme
Diese Röntgenaufnahme ermöglicht eine Aussage über die Beweglichkeit der Wirbelsäule. »
Bei dieser Röntgenaufnahme neigt man sich soweit wie möglich mit dem Oberkörper seitwärts. Diese Aufnahme wird mit der Röntgenaufnahme der Wirbelsäule im aufrechten Zustand verglichen. Der Vergleich ermöglicht eine Aussage über die Beweglichkeit der Wirbelsäule, was für die weitere Behandlung von Bedeutung ist. Bending-Aufnahmen können sowohl im Stehen als auch im Liegen gemacht werden.

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» Bewegungsapparat
Sammelbegriff für sämtliche Gelenke, Muskeln und Bänder des Körpers, einschließlich der Wirbelsäule. »
Für das gute Funktionieren des B. entscheidend sind eine gute Beweglichkeit und die reibungslose Koordination zwischen Gelenken und Muskeln. Wer seinen B. in Form halten will, kräftigt also nicht nur die Muskulatur, sondern trainiert seinen ganzen Körper mit allen seinen Fähigkeiten.

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» Bildgebende Verfahren
Diagnostikmethoden, die Bilder aus dem Körperinneren liefern.

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» Bindegewebe
Stützgewebe aus Zellen und Fasern, das zum Aufbau des Körpers dient und zum Beispiel Bänder und Sehnen bildet.

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» Black Disk
Black Disk ist eine degenerierte, ausgetrocknete und somit nicht mehr funktionstüchtige Bandscheibe. Da diese auf einem CT/MRT schwarz sind, werden sie Black Disk genannt.

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» bland(e)
mild, reizlos, nicht entzündlich verlaufend

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» BLD
Beinlängendifferenz

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» Blockade
Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelgelenke, ohne dass eine radiologisch nachweisbare Verletzung der Gelenke vorliegt. »
Jeder Schmerz und jede Schmerz auslösende oder schmerzbedingte muskuläre Anspannung führt zu einer Einschränkung der Beweglichkeit der Wirbelsäulen nahen Muskulatur. Dabei ist auch definitiv kein Wirbel "ausgerenkt". Es ist also in der Regel keine anatomisch nachweisbare Veränderung sondern eher ein subjektives Beschwerdebild gemeint, dass entsprechend als Blockierung oder Einschränkung der Beweglichkeit der Gelenke interpretiert wird.

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» Blockwirbel
Verschmelzung von zwei oder mehr Wirbelkörpern.

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» Bobath
Ganzheitliches Konzept zur Behandlung von Menschen mit cerebralen Bewegungsstörungen. »
Es umfaßt Maßnahmen der Physiotherapie, der Ergotherapie und der Logopädie. Hauptziele: Vermittlung funktionell brauchbarer Fähigkeiten; systematische Vorbereitung in kleinen Schritten auf dieses Ziel; Förderung der motorischen, geistigen, sprachlichen, sozial-emotionalen Entwicklung; vorausplanende Maßnahmen zur Vermeidung von Sekundärschäden.

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» Brachialgie
Schmerzen im Bereich der Arme, vergleichbar mit dem Ischiasschmerz.

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» Bragard-Zeichen
Auslösbarkeit eines Ischiasschmerzes durch passive Dorsalextension im Fuß- bzw. Großzehengrundgelenk bei gleichzeitig im Hüftgelenk gebeugten und im Knie gestreckten Bein; z.B. bei Bandscheibenerkrankung.

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» Brustwirbel
Wirbel der Brustwirbelsäule. »
Jeder der zwölf Brustwirbel , die die Mitte der Wirbelsäule bilden, ist mit einem Rippenpaar verbunden. Diese Wirbel sind weniger beweglich und dadurch in der Lage, die im Brustraum befindlichen Organe gut zu schützen.
Alle Rippenpaare mit Ausnahme der beiden unteren (freien Rippen) schließen vorne über je zwei Gelenkflächen an das Brustbein an.

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» BST
Beckenschiefstand

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» BSV
Bandscheibenvorfall

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» BtM
Betäubungsmittel

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» Budget
Für Kassenpatienten gibt es ein gemeinsames Medikamenten- und Heilmittelbudget. Jeder Arzt hat für jeden Patienten einen Betrag zur Verfügung, der nicht überschritten werden darf. »
Jeder einzelne Arzt haftet für seine eigene Verordnungsweise. Die Berechnung der Budgets basiert auf dem Verordnungsverhalten von 1996. Seit dem neu entwickelte Medikamente sind nicht berücksichtigt. Trotz aller Proteste der Ärzteschaft hat der Gesetzgeber durch die Einführung der Budgets die Behandlungsmöglichkeit der Kassenpatienten eingeschränkt.

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» Bursitis
Schleimbeutelentzündung

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» BWS
Brustwirbelsäule »
Der längste, normalerweise aus 12 Brustwirbeln bestehende mittlere Abschnitt der Wirbelsäule, der eine natürlichen Rückwärtskrümmung (Kyphose) aufweist und den hinteren Teil des Brustkorbs darstellt. – Die Wirbel werden mit dem Symbol TH (TH1 bis TH12) bezeichnet.

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» BWS-Syndrom
Sammelbegriff für Beschwerden, die von der BWS ausgehen, oder den Brustbereich betreffen.

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» Canalis vertebralis
Wirbelkanal

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» Cauda
lat. Schwanz, am unteren Teil der Wirbelsäule verlassendes Nervenbündel.

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» Cauda equina
Nervenfaserbündel, das vom Ende des Rückmarks etwa in Höhe des zweiten Lendenwirbels nach unten den Lendenwirbelkanal ausfüllen.

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» Cauda-Syndrom
Rückenmarkschädigung mit Lähmung der Beine.

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» caudal
Zum Fuß hin, biologisch: schwanzwärts gegensätzlich zum Kopf hin (kranial, rostral); Richtung: nach unten.

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» CDI
Cotrel-Dubousset-Instrumentarium (Implantatsystem)

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» Cervago
Starke, meist plötzlich auftretende Schmerzen im Bereich des Nackens, die ausstrahlen können.

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» Cervialgie
Schmerzen im Halsbereich

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» Cervicobrachialgie
Schmerzen im Bereich des Halses, die auch in den Arm ausstrahlen.

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» Cervicocephalgie
Schmerzen im Bereich von Kopf und Hals

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» cervikal
Die Halswirbelsäule betreffend

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» Cervix
Hals

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» Chemonuk Cervix Halsleolyse
Chemische Auflösung oder besser Erweichung von Bandscheibengewebe. »
Da nicht nur der Gallertkern (Nucleus) erweicht, müsste es eigentlich heißen: Discolyse (Discus intervertebralis = die Bandscheibe).

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» Chirotherapie
Manuelle Therapie-Art »
Blockierungen von Gelenken führen zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen. Dabei handelt es sich um Funktionsstörungen ohne krankhafte Veränderung der Form dieser Gelenke. Chirotherapie (= manuelle Therapie) beseitigt solche Funktionsstörungen durch mobilisierende oder redressierende Handgriffe (im Volksmund "Einrenken"). Sorgfältig durchgeführte Chirotherapie setzt voraus, dass Gegenanzeigen (z.B. durch Entzündungen oder Tumoren veränderte Knochen) zuvor ausgeschlossen werden. Die Zusatzbezeichnung "Chirotherapie" wird von der zuständigen Ärztekammer nach einer in diesem Bereich nachgewiesenen Weiterbildung und Prüfung verliehen.

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» Chondromalazie
Bei der Chondromalazie besteht eine Gelenkknorpelerweichung. Hierbei werden die Schmerzen in verschiedenen anatomischen Strukturen mit Ausnahme des nicht innervierten hyalinen Knorpels ausgelöst. Häufig ist die Chondromalazie retropatellar lokalisiert.

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» Chondron
Knorpel

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» Chondrose
Verschmälerung des Zwischenwirbelabstandes eines oder mehrerer Wirbel-Segmente im Vergleich zu den restlichen ohne Deckplattensklerosierung der Wirbelkörper.

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» Chondrosis Intervertebralis
Frühes Stadium der Bandscheibenveränderung infolge Gewebealterung.

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» chronisch
Der Krankheitsverlauf erstreckt sich über mehr als vier Wochen. Eine Erkrankung kann chronisch sein und trotzdem eine akute Komponente haben. Einige chronische Erkrankungen zeichnen sich durch akute Schübe (Anfälle) aus.

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» Closed Wedge
Das Closed Wedge-Verfahren, von engl. 'geschlossener Keil' - ist eine Operationstechnik aus dem Umfeld der Umstellungsosteotomien. Ziel der Operation ist die Umstellung einer Gelenkachse mittels einer Knochendurchtrennung.

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» COBB
Die Winkelmessung nach COBB ist ein Maß für die Stärke einer Wirbelsäulenkrümmung.

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» COBB-Winkel
Der Cobb-Winkel wird zur Klassifikation der Skoliose genutzt, um anhand eines Röntgenbildes die Abweichungen der Wirbelsäule in der Frontalebene zu messen. »
Nach diesen Winkeln wird die Skoliose in vier Grade eingeteilt:

1. leichte Skoliose: Winkel bis 40°
2. mittelschwere Skoliose: Winkel 40 bis 60°
3. schwere Skoliose: Winkel 60 bis 80°
4. sehr schwere Skoliose: Winkel über 80°

Gemessen wird die seitliche Verbiegung der Wirbelsäule anhand einer Wirbelsäulenganzaufnahme im Stehen.

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» Coccygeal
Zum Steißbein gehörend

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» Compliance
Akzeptanz der vom Arzt vorgeschlagenen Therapie, Einhaltung der Therapie durch den Patient.

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» Conus medullaris
Das kegelförmig auslaufende untere Ende des Rückenmarks, wovon die Kreuz- und Steißnerven ausgehen.

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» Corpora vertebrarum
Wirbelkörper

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» Costothoracoplastik
Korrektur der Verformung des Brustkorbes (z.B. Rippenbuckelresektion oder Rippentalanhebung).

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» Coxarthrose
Arthrose des Hüftgelenks. Schmerzen in Leiste, Oberschenkel und Knie treten vor allem bei Bewegung und Belastung auf. Typisch ist der morgendliche "Anlaufschmerz".

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» cranial
kopfwärts

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» Craniosacral-Therapie
Die Craniosacral-Therapie ist eine Therapieform im Umfeld der Osteopathie. »
Bei der Craniosacralen Methode arbeitet der Therapeut mit den Händen. Zum craniosacralen System gehören die Knochen (Cranium = Schädel und Sacrum = Kreuzbein), das Gehirn, das Bindegewebe, das Gehirnwasser (Liquor) und der Craniosacrale Rhythmus (der Liquorpuls). Mit der Methode sollen die eigenen Selbstheilungskräfte aktiviert werden. Die Craniosacrale Methode will Einfluss auf das Muskelskelettsystem, das Lymph-, das Hormon-, das Verdauungssystem und die Atmung nehmen. Die Methode wird eingesetzt u.a. bei Störungen und Blockaden im Bewegungssystem und bei chronischen Schmerzen.

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» CT
Computertomographie »
Bei der Computertomographie (CT) bewegt sich eine Röntgenröhre innerhalb eines ringförmigen Gehäuses um den Körper des Patienten herum in dem Bereich, der untersucht werden soll. Es können damit genaue Organdarstellungen in allen Körperbereichen erreicht werden. Der Patient liegt dabei auf dem Untersuchungstisch, auf dem er zunächst automatisch schnell durch das CT-Gerät gefahren wird. Ein so genanntes "Übersichtsbild" wird hierbei erstellt. Anhand dieses Bildes wird dann der Untersuchungsgang geplant. Hierbei fährt der Patient zum Teil sehr kurze, zum Teil bis 50 cm lange Strecken durch das CT-Gerät. Einige Untersuchungen werden in Ein- oder Ausatmung erstellt. Daher muss der Patient genau auf die Atemkommandos achten. Manchmal ist es wichtig, dass ein Kontrastmittel in die Venen eingespritzt wird, um Organteile und Blutgefäße besser abgrenzen zu können. Die modernen Kontrastmittel werden in der Regel problemlos vertragen, beim Einspritzen entsteht regelmäßig ein Hitzegefühl. Die Gesamtuntersuchung dauert etwa 10 Minuten.

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» DD
Differentialdiagnose »
Gesamtheit aller Diagnosen, die alternativ als Erklärung für die erhobenen Symptome (Krankheitszeichen) oder medizinischen Befunde in Betracht zu ziehen sind.

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» DDD
Degenerative Disc Disease (Bandscheibendegeneration)

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» Degeneration
Verschleiß, Abnutzung

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» degenerativ
Im Zusammenhang mit Gelenken wird dieser Fachbegriff synonym für abgenutzt oder verschlissen verwendet.

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» Dehydration
Austrocknung der Bandscheiben. »
Der Wassergehalt der Bandscheiben von etwa 80 % nimmt mit zunehmendem Alter ab.
Die frühzeitige Dehydration der Bandscheibe birgt ein hohes Risiko der Rissbildung: Mit dem Wasserverlust erhöht sich die Belastung des Faserrings, es kommt zu Faserrissen und möglicherweise zum Bandscheibenvorfall (Diskushernie). Zudem führt die Dehydration zu einem verminderten Abstand zwischen den Wirbelkörpern und zur schmerzhaften Überlastung der Wirbelbogengelenke.
Mit ausgewogener Belastung und Entlastung und genügender Wasserzufuhr (Trinken) kann der Dehydration der Bandscheibe entgegengewirkt werden: Die Bandscheibe "ernährt" sich vom benachbarten Gewebe, indem sie durch Bewegung ständig belastet und entlastet wird.

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» Denervation
Verödung von feinen sensiblen Nervenenden.

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» Dermatom
Ausbreitungsgebiet einer Nervenversorgung. So versorgt zum Beispiel die S1-Nervenwurzel (am Steißbein) den Fußaußenrand.

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» Derotation
Entdrehung

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» dexter
Rechts

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» DFS
Dornfortsatz

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» Diagnose
Das Erkennen einer Krankheit und ihre Benennung mit dem entsprechenden wissenschaftlichen Ausdruck.

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» Diagnostik
Alle Maßnahmen und Verfahren, die zur Erkennung und Benennung von Krankheiten dienen. Ziel der Diagnostik ist die Diagnose, die als Grundlage für therapeutische Entscheidungen dient.

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» Differenzialdiagnose
Gesamtheit aller Diagnosen, die alternativ als Erklärung für die erhobenen Symptome (Krankheitszeichen) oder medizinischen Befunde in Betracht zu ziehen sind.

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» Diffusionsmessungen
Messungen des Stoffwechselaustauschs an den Bandscheibengrenzen.

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» Dimer X
Wasserlösliches Röntgenkontrastmittel

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» Discus intervertebralis
Zwischenwirbelscheibe = Bandscheibe

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» Diskographie
Bei der Diskographie Kontrastmittel in das Bandscheibenfach eines geschädigten Wirbelsäulensegments injiziert und durch Röntgenaufnahmen der Zustand der erkrankten Bandscheibe beurteilt.

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» Diskopathie
Krankhafte Veränderung der Bandscheibe

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» Diskose
Bandscheibenverschleiß

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» Diskotomie
Operation an der Bandscheibe, meistens, um einen Bandscheibenvorfall zu entfernen.

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» Diskus
Die knorplige Verbindung zwischen Wirbeln.

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» Diskushernie
Bandscheibenvorfall

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» Diskusprolaps
Bandscheibenvorfall

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» Diskusprotrusion
Bandscheibenvorwölbung

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» Dislozierung
(disloziert, dislozieren) Verschiebung, Verlagerung

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» Dissemination
(disseminiert) Ausbreitung von lokalen Krankheitserregern auf den gesamten Körper.

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» distal
(distare = sich entfernen): Vom Körper entfernt gelegen oder verlaufend.

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» Distaler Ischiadikusblock
Regionalanästhesieverfahren, bei dem der untere Bereich des Ischias-Nerven betäubt wird.

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» Distorsion
Verrenkung, Verstauchung

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» Distraktion
Streckung von Körperteilen

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» Diszitis
Bandscheibenentzündung

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» DMS
Durchblutung, Motorik und Sensibilität

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» Dornfortsatz
Dornfortsatz ist der Teil des Wirbelkörpers, der durch die Haut tast- und sichtbar ist.

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» dorsal
"rückenwärts" oder "am Rücken gelegen"

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» Dorsalgie
Mediziner sprechen von Dorsalgie, oder von Lumbalgie/Lumbago (lat. lumbus = Lende; dt. auch Hexenschuß), wenn die Lenden-Kreuzbeinregion betroffen ist.

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» dorso-lateral
Lagebezeichnung: nach hinten seitlich

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» dorso-medial
Lagebezeichnung: nach hinten mittig

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» Drehgleiten
Seitliches Abgleiten eines Wirbelkörpers über den darunter liegenden, verbunden mit einer Rotation.

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» DS
Druckschmerz

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» Dura
Harte Rückenmarkhaut

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» Duralsack
Rückenmark umhüllende Hirnhaut, zwischen Rückenmark und Duralsack ist die Hirnflüssigkeit.

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» Dynamik
Ein Begriff aus der Biomechanik. Wird der Bewegungsapparat analysiert, soll das nicht nur statisch (in Ruhestellung) geschehen, sondern auch während der Bewegung. Die dynamische Belastung und Belastbarkeit unterscheiden sich wesentlich von der statischen.

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» Dysostose
Gestörte Knochenentwicklung

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» Dysraphien
Eine Gruppe von angeborenen Fehlbildungen.

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» EBS
Eigenblutspende

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» EEG
Elektro-Enzephalogramm, Hirnstrommessung

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» EEG-gestützte Narkoseführung
Kontrolle der Narkosetiefe bei Vollnarkose mittels EEG zur Aufrechterhaltung der optimalen "Narkosetiefe"

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» Eigenblutspende
Die Eigenblutspende (EBS) ist die sicherste und risikoärmste Form der Blutübertragung. »
Vor einer planbaren Operation wird in der Regel mehrmals Blut abgenommen, das einem dann während des operativen Eingriffs wieder zur Verfügung steht. Eigenblutspenden erfolgen mehrere Wochen vor der Operation mit einem Abstand von etwa einer Woche zwischen den einzelnen Spenden. Man sollte während dieser Zeit ganz besonders auf eine gesunde und eisenhaltige Ernährung achten. Eine Zufuhr von Eisen in Form von Eisentabletten zur Blutbildung kann sinnvoll sein.

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» EKG
Elektrokardiogramm (Untersuchung der Herzfunktionen)

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» ektop
Am falschen Ort gelegen.

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» Embolie
Unter Embolie versteht man den teilweisen oder vollständigen Verschluss eines Blutgefäßes durch mit dem Blut eingeschwemmtes Material. Dazu gehören körpereigene und fremde Substanzen wie Fetttropfen, Blutgerinnsel und Luftblasen.

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» Epiduralanästhesie
Regionalanästhesie »
Sie bewirkt die zeitweilige, umkehrbare Funktionshemmung von ausgewählten Nervensegmenten, führt dabei zu Sympathikolyse, Empfindungslosigkeit, Schmerzfreiheit und Hemmung der aktiven Beweglichkeit im zugehörigen Körperabschnitt und ermöglicht die Durchführung unangenehmer (etwa schmerzhafter) medizinischer Prozeduren.

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» Epidurale Spülung
Bei einer Epiduroskopie kann über einen Katheter eine Spülung des Wirbelsäulen-Kanals, einer sog. Epiduralen Spülung, vorgenommen werden. Hierbei kann das entzündete Gewebe mit Medikamenten behandelt werden.

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» Epiduralraum
Der Raum im Wirbelkanal, in dem die Nervenwurzeln entlanglaufen.

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» Epiduroskopie
Die Epiduroskopie ist eine Spiegelung des Wirbelsäulenkanals. »
Eine kleine Kamera an der Spitze eines Katheters erlaubt dabei einen direkten Blick auf Schädigungen in diesem Bereich. Zudem können über den Katheter Spülungen vorgenommen und entzündetes Gewebe mit Medikamenten behandelt werden.

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» Epiphyse
Das Gelenkende eines langen Röhrenknochens, Wachstumspalte

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» Epiphysenfuge
Die Epiphysenfuge ist der Fachbegriff für die gelenknahe Wachstumsfuge der Röhrenknochen.

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» Ergotherapie
Die Ergotherapie ist ein medizinisches Heilmittel und wird bei gesundheitlich beeinträchtigten Menschen mit motorisch-funktionellen, sensomotorisch-perzeptiven, neuropsychologischen, neurophysiologischen oder psychosozialen Störungen eingesetzt. »
Das Ziel der Ergotherapie ist es durch den Einsatz von Aktivitäten, Betätigung und Umweltanpassung dem Menschen eine größtmögliche Handlungsfähigkeit im Alltag, Lebensqualität und gesellschaftliche Partizipation zu ermöglichen.
Die ergotherapeutische Behandlung umfasst in der Regel eine Befunderhebung und Diagnostik sowie eine auf den Behandlungsplan aufbauende klientenzentrierte Therapie. Einen elementaren Bereich stellt das Üben von Tätigkeiten (Activities of daily living) dar.

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» Erosion
Defekte in der Knochenstruktur, welche sich beim MRT scharf abgrenzen.

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» Expedium
Wirbelsäulen-Implantat; Doppelstabsystem (Weiterentwicklung des MPDS)

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» Extension
Streckung

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» Extremitäten
Arme und Beine »
Funktionsstörungen der Wirbelsäule können auch Schmerzen in den Exträmitäten verursachen – und umgekehrt: Beschwerden in den Gelenken der Exträmitäten können Fehlhaltungen der Wirbelsäule und damit Schmerzen zur Folge haben.

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» Extrusion
Im Gegensatz zur Protrusion, bei der sich die Bandscheibe lediglich in den Wirbelkanal vorwölbt, zerreißt bei der Extrusion der Anulus fibrosus und das Bandscheibenmaterial fällt in den Wirbelkanal vor.

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» Exzision
Chrirurgisches Entfernen von Gewebe.

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» Facetten
Wesentlicher Anteil der Wirbelgelenke; werden sie beansprucht, kommt es zum Facettensyndrom, das gegebenenfalls mit Facetten Infiltrationen behandelt wird.

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» Facettenarthrose
Degenerative Veränderung der kleinen Wirbelgelenke.

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» Facettendenervierung
Verödung der Facettengelenke.

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» Facettengelenksarthrose
Die Veränderung der Wirbelsäulenstatik führt zu einer vermehrten Belastung der Facettengelenke, die knöcherne Anbauten entwickeln u. durch die Volumenzunahme ebenfalls die Nervenwurzel bedrängen können. »
Eine Verdickung der Wirbelbögen sind die Folge. Dadurch kommt es zu einer Einengung des Spinalkanals mit neurologischen Symptomen.

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» Facetteninfiltration
Die röntgen-gestützte Facettengelenkinfiltration ist ein interventionell-radiologisch-schmerztherapeutisches Verfahren, um schmerzhafte, arthrotisch veränderte Facettengelenke (syn. kleine Wirbelgelenke) zu behandeln. »
Dabei wird das Wirbelgelenk mit einer dünnen Nadel unter Röntgen- oder CT-Kontrolle direkt punktiert und ein Schmerzmittel/Röntgenkontrastmittelgemisch in und an das Gelenk injiziert. Dieses hat ein max. Fassungsvolumen von einem Milliliter. Das Schmerzmittelgemisch kann sich unterschiedlich zusammensetzen. In aller Regel wird ein Lokalanästhetikum mit einem entzündungshemmenden Mittel kombiniert (oft ein Cortisonabkömmling). Additiv oder alternativ kann man 95%ige Alkohollösung injizieren, um die Schmerzfasern des kleinen Wirbelgelenkes zu denervieren und den schmerzlindernden Effekt zu verlängern. Die Alkohol- Denervation wird heute allerdings mehr und mehr von Thermo- bzw. Kryodenervationsverfahren abgelöst. Mit dünnen Sonden wird Hitze oder Kälte an die Facetten und deren Nervengeflecht geleitet, was zu einer Koagulation derselben führt. Diese Eingriffe können ambulant in lokaler Betäubung unter Röntgenkontrolle durchgeführt werden.

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» Facettensyndrom
Sind Schmerzen in der Lendengegend infolge verspannter Muskeln und belasteter Wirbelgelenke. Hierbei liegt keine Reizung der Nerven vor.

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» Facettotomie
Auch Facettektomie. Chirurgische Abtragung von Facettenanteilen.

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» Fascikulation
Sichtbare unregelmäßige Muskelzuckungen.

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» Faszie
Bezeichnet die bindegewebige Umhüllung von Muskeln und Muskelgruppen (Muskellogen).

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» FBA
Finger-Boden-Abstand »
Hierbei wird der Abstand der Fingerspitzen vom Boden beim Vorbeugen mit gestreckten und Armen gemessen. Der Abstand lässt einen Rückschluss über die Beugungsfähigkeit (Flexion) der Wirbelsäule zu.

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» Fehlbelastung
Falsches Heben, Sitzen und Bewegen bei Arbeit und Sport. »
sind häufig - und unsere meist sitzende Arbeits- und Lebensweise trägt wesentlich zu den Fehlbelastungen des Bewegungsapparates bei. Fehlbelastungen sind oft der Beginn ernsthafterer Beschwerden: Sie führen zu Verspannungen, vorzeitigem Verschleiß und Schmerzen, damit zu einer Schonhaltung, folglich zu weiterer Fehlbelastung und schließlich zur Einschränkung der Beweglichkeit.

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» Fibromyalgie
Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz) ist eine schwere chronische, bis jetzt noch nicht heilbare Erkrankung, »
die durch weit verbreitete Schmerzen mit wechselnder Lokalisation in der Muskulatur, um die Gelenke und Rückenschmerzen und auch Druckschmerzempfindlichkeit sowie Begleitsymptomen wie und a. Müdigkeit, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Konzentrations- und Antriebsschwäche, Wetterfühligkeit, Schwellungen von Händen, Füßen und Gesicht und vielen weiteren Symptomen charakterisiert sind.

Fibromyalgie lässt sich nur schwer diagnostizieren, da ein Großteil der Symptome andere Erkrankungen imitieren. Die Symptome der Fibromyalgie können viele weitere ärztliche Fachgebiete betreffen.

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» Fibrose
Vermehrung des Bindegewebes.

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» Finger-Boden-Abstand
Hierbei wird der Abstand der Fingerspitzen vom Boden beim Vorbeugen mit gestreckten und Armen gemessen. Der Abstand lässt einen Rückschluss über die Beugungsfähigkeit (Flexion) der Wirbelsäule zu.

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» Flatbacksyndrom
Das Flatbacksyndrom ist ein Haltungsschaden, der durch eine Reduktion in der Lordose (oder Krümmung an der Rückseite der Taille) eines Patienten verursacht wird, und die eine falsche, nach vorn verlagerte Haltung erzwingt. »
Auch "Flatback-Deformity" genannt, bedeutet dieser Zustand eine Verformung der Wirbelsäule in der sagittalen Ebene, wobei die Wirbel der rückseitigen Taille nach außen gedrückt werden. Dieses reduziert die Krümmung der rückseitigen Taille, so dass sie „flach“ oder flacher erscheint, als sie ursprünglich war. Diese abnorme Haltung verursacht eine Unmenge von vorhersehbaren Symptomen, die äußerst schmerzhaft und behindernd sind, sowie psychologische Symptome, die entstehen, wenn jemand begreift, dass sein Körper verformt ist.

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» Flexion
Beugestellung oder -bewegung eines Gelenkes oder der Wirbelsäule.

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» Foramen
Loch

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» Foramen intervertebrale
Zwischenwirbelloch für den Durchtritt der Nervenwurzeln.

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» Foramen vertebrale
Wirbelkanal

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» Foramenstenose
Verknöcherung des Nervenwurzelloch des Wirbelkanals.

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» Foraminotomie
Operative Erweiterung des Foramen intervertebralis.

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» FORMETRIC
Rasterstereographisches Verfahren zur 3D-Analyse der Körperstatik und der Wirbelsäule. Ermöglicht eine strahlungsfreie optische Vermessung des menschlichen Rückens und der Wirbelsäule. »
Es dient zur Vermessungen, Analyse und Verlaufskontrolle bei Kyphosen und Lordosen, sowie zur Analyse und Verlaufskontrollen bei Skoliosen.

Die Wirbelsäulenvermessung erreicht bei Skoliosen nicht die Präzision und Zuverlässigkeit einer Röntgenuntersuchung, und kann diese daher nicht ersetzen. Es eignet sich jedoch sehr gut zur ergänzenden Verlaufskontrolle zwischen den Röntgenuntersuchungen.

FORMETRIC-Untersuchungen sind Teil von stationären Skoliose-Rehabilitationsprogrammen, sie können jedoch auch in einigen Orthopädischen Praxen durchgeführt werden, wobei die Krankenkassen die Kosten hierfür in der Regel nicht tragen.

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» foudroyant
blitzartig

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» Fraktur
Knochenbruch »
Knochen brechen bei großer Krafteinwirkung in Unfällen oder bei Schwächung der Knochen durch Erkrankungen oder Ermüdung des Knochens nach übermäßiger Dauerbeanspruchung.
Auch ein gesunder Knochen kann brechen, wenn seine Stützmuskulatur ermüdet ist und ihre Aufgabe nicht mehr wahrnimmt.

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» Frontalebene
Gedachte Ebene durch den Körper, auf die frontal von vorn oder hinten geschaut wird.edachte Ebene durch den Körper, auf die frontal von vorn oder hinten geschaut wird.

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» Frozen Shoulder
Weitgehende, schmerzbedingte Aufhebung der Beweglichkeit der Schulter. »
Einer "schmerzhaften Schultersteife" können die unterschiedlichsten Ursachen zugrunde liegen, der Begriff beschreibt lediglich die klinische Tatsache der schmerzbedingten Aufhebung der Beweglichkeit. Im Gegensatz zur Blockierung besteht diese in allen drei möglichen Bewegungsebenen.

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» fulminant
Schnelle, dabei auch sehr schwere Krankheitsverläufe.

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» Funktionsstörung
Störung der Funktion eines Gelenkes (auch Blockierung/Blockade).

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» Gallertkern
Der Gallertkern ist ein zellarmes gallertiges Gewebe mit einem hohen Wassergehalt. »
Er wirkt wie ein Wasserkissen stoßbrechend. Der Gallertkern wird als Überrest der Chorda dorsalis angesehen. Tritt seine Flüssigkeit über den Anulus fibrosus durch eine Schädigung aus, spricht man von einem Nucleus-pulposus-Prolaps oder Bandscheibenvorfall.

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» Ganganalyse
Mit der Ganganalyse lässt sich das Geh- und Laufverhalten per Videoanalyse aufzeichnen. Einzelbildfunktionen oder Zeitlupenaufnahmen erlauben eine detaillierte Einsicht in das jeweilige Bewegungsmuster. »
Mehrfachansichten der Bewegungsanalyse ermöglichen eine optimale fachärztliche Beurteilung der Gangsituation und des Bewegungsablaufes in der Stütz-, Abroll- und Landephase des jeweiligen Laufstiles. Diese Ganganalyse führen wir zum Abklären von Beschwerden der unteren Extremitäten und der Wirbelsäule durch.

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» GdB
Grad der Behinderung »
Schwerbehinderte Menschen sind nach dem Sozialgesetzbuch Personen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 50. Das für den Wohnort zuständige Versorgungsamt stellt auf Antrag den Grad der Behinderung (GdB) fest. Dies wird in einem Ausweis dokumentiert, den das Versorgungsamt ausstellt, wenn der festgestellte GdB wenigstens 50 beträgt. Wichtig zum Verständnis des GdB ist, dass einzelne Erkrankungen nicht addiert - sondern in ihrer Gesamtheit bewertet werden.

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» Gelenk
Das Gelenk ist eine bewegliche Verbindung zwischen zwei oder mehreren Knochen und wird von der Gelenkkapsel und den Bändern zusammengehalten. »
Die Beweglichkeit des Gelenkes verändert sich mit Alter, Training und Gesundheitszustand.
Die meisten der Gelenke sind Synovial-Gelenke, bewegliche Verbindungen von knorpelig bedeckten Knochenenden, die von einer mit Gelenk-Schmiere gefüllten Gelenk-Kapsel umfasst sind.
Krafteinwirkungen von außen, plötzliche heftige oder wiederholte geringe Fehlbelastungen können zu reversiblen oder zu dauernden Gelenkschäden führen (Arthrose). Blockierungen sind im Laufe der Abnützung häufig. Sie führen zu Schmerzen, zu einer Schonhaltung und damit einer Fehlbelastung und Beeinträchtigung der umliegenden Gelenke und Muskulatur.

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» Gewebe
Ein Verband von Zellen, die gleichartig entwickelt sind und eine bestimmte Funktion haben, zum Beispiel Stützgewebe wie Knochen und Knorpel, Muskulatur, Sehnen, Bindegewebe.

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» Glisson-Schlinge
Eine nach Glisson benannte Zugvorrichtung für die Streckbehandlung der Halswirbelsäule.

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» GWS
Ganze Wirbelsäule

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» HA
Hausarzt

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» Halbwirbel
Ein Halbwirbel ist ein angeborener Defekt des Wirbelkörpers. Es entwickelt sich nur die vordere oder hintere bzw. linke oder rechte Teil des Wirbelkörpers. »
Dies kann infolge von Rückbildungsstörung der Chorda dorsalis, bei Blutgefäßanomalien, überzähliger Wirbelanlage, Klippel-Feil- oder Dysrhaphie-Syndrom passieren. Auf Grund von Halbwirbeln entstehen unterschiedliche Wirbelsäulenverkrümmungen.

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» Halo
(Halo-Fixateur) Bei einem Halo-Fixateur handelt es sich um ein orthopädisches Gestell zur Fixierung des Kopfes, das aus einer leichten Kunststoff oder Aluminium-Konstruktion besteht. »
Die "Krone", wie der Kopfring scherzhaft von einigen Patienten auch bezeichnet wird, ist im modernen Behandlungskonzept hochgradiger Skoliosen nach wie vor sehr wichtig. Am Kopfring wird über ein Seilzugsystem ein kontinuierlich gesteigerter Zug angelegt, um nach einer Lösungsoperationen die nun etwas flexiblere Wirbelsäule schonend strecken zu können (Halo-Traktion).

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» Halswirbel
Wirbel der Halswirbelsäule. »
Die beiden oberen der insgesamt sieben Halswirbel unterscheiden sich von den restlichen Wirbeln durch ihre Form. Der erste Wirbel (Atlas) hat die Form eines Ringes und trägt den Kopf. Der zweite Halswirbel (Axis), der einen so genannten Zahn (Dens) hat, bildet zusammen mit dem Atlas ein Gelenk. Wenn der Kopf seitlich gewendet wird, dreht sich der Atlasring um den Axiszahn. Die sieben Halswirbel ermöglichen dem Kopf ein Höchstmaß an Beweglichkeit.

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» Haltungsfehler
Jede Abweichung von der normalen physiologischen Haltung. Es gibt angeborene und erworbene H., die mit chiropraktischer Behandlung oder mit Physiotherapie und Gymnastik zumindest teilweise korrigiert werden können.

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» Hämatom
Bluterguss; Austritt von Blut aus den Blutgefässen in das umliegende Körpergewebe.

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» Hamburger Modell
Unter dem Begriff Hamburger Modell versteht man die stufenweise Wiedereingliederung in den Beruf nach längerer Krankheit. Voraussetzung hierfür ist das Einverständnis von Patient, Arzt, Krankenkasse und Arbeitgeber. »
Wenn alle Parteien den Vertrag unterschrieben haben, kann der Arbeitnehmer mit einer stundenweisen, stufenweise angehobenen Arbeitszeit beginnen, die er in Rücksprache mit dem Arzt nach und nach erhöht. Ein mögliches Beispiel: Ein Arbeitnehmer arbeitet normalerweise 8 Stunden täglich. Er beginnt dann für 2 Wochen mit 3 Stunden, erhöht dann für weitere 2 Wochen auf 4 Stunden, dann auf 6 Stunden und arbeitet dann wieder voll. Das Hamburger Modell soll dem Arbeitnehmer die Möglichkeit geben, auszuloten, wie belastbar er wieder ist und ob er seinen Arbeitsplatz wieder ausfüllen und bewältigen kann. Wichtig zu wissen ist, dass man während dieser Zeit weiterhin krankgeschrieben ist und auch weiterhin sein Krankengeld von der Krankenkasse bekommt - also kein Lohn/Gehalt. Wenn man in dieser Zeit feststellt, dass es noch zu früh ist, kann man die Wiedereingliederung abbrechen und evtl. zu einem späteren Zeitpunkt nocheinmal versuchen. Aber auch hier müssen wiederum alle Parteien (Patient, Arzt, Arbeitgeber und Krankenkasse) einverstanden sein. Wenn die stufenweise Wiedereingliederung nach dem Hamburger Modell abgeschlossen ist und die normale Arbeitstätigkeit wieder aufgenommen wird, beginnt auch wieder die normale Lohn-/Gehaltszahlung.

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» Harrington
Das Harrington-Implantat diente zur operativen Stabilisierung, Fixierung und Korrektur von Fehlstellungen der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule. »
Das Implantatkonstrukt wird mittels Haken an den dorsalen Wirbelelementen befestigt. Bereits 1960 wurde das Harrington-Instrumentarium von Paul R. Harrington für Skoliosen entwickelt. Das Instrumentarium kommt allerdings in der heutigen WS-Chirurgie nicht mehr zum Einsatz, denn das Rückgrad abschnittsweise zu entdrehen, ist mit diesem Verfahren nicht möglich.

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» Hb
Eisenwert des Blutes; Er beträgt bei Frauen 11,7 bis 15,7 g/dl, bei Männern 13,3 bis 17,7 g/dl. Pro Blutspende verliert der weibl. Körper ca. 213 mg Eisen und der männl. ca. 236 mg Eisen.

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» HCDI
Hopf-Cotrel-Doubusset-Instumentarium (weiterentwickeltes VDS-Implantat)

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» Heilmittel
Massagen, Krankengymnastik, Lymphdrainagen und andere verordnete Behandlungsmaßnahmen.

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» Hemilaminektomie
Operative Entfernung des Wirbelbogens

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» Hernie
"Bruch", hier vor allem Diskushernie

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» Hexenschuss
(auch Lumbago) Die akute Blockierung und Entzündung eines Lendenwirbelgelenkes nach einer Fehlbelastung, oft nach einer alltäglichen Bewegung. »
Der Hexenschuss ist mit starken Schmerzen und einer typischen Schonhaltung, mit nach vorne gebücktem und oft auch seitwärts geneigtem Oberkörper verbunden. Diese Haltung strapaziert die Muskulatur und beeinträchtigt wiederum andere Gelenke. Beste Prävention sind eine korrekte Haltung, richtiges Heben von Lasten und das Vermeiden von Überbelastungen, besonders beim Sport.

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» Hilfsmittel
Einlagen, Bandagen, Gehhilfen u.a. verordnete technischen Hilfen.

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» Hohlkreuz
Verstärkte Lordose der Lendenwirbelsäule.

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» Hüftdysplasie
Angeborene verminderte knöcherne Überdachung des Hüftkopfes durch das knöcherne Becken.

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» HWS
Halswirbelsäule »
Der oberste und beweglichste Wirbelsäulenabschnitt, bestehend aus Atlas, Axis und weiteren 5 Wirbeln (Vertebrae cervicales). Weist natürliche Lordose auf. Die Wirbel werden mit dem Symbol C (C1 bis C7) bezeichnet. Die beiden oberen Halswirbel unterscheiden sich von den restlichen Wirbeln durch ihre Form. Der erste Wirbel (Atlas) hat die Form eines Ringes und trägt den Kopf. Der zweite Halswirbel (Axis), der einen sogenannten Zahn (Dens) hat, bildet zusammen mit dem Atlas ein Gelenk. Wenn der Kopf seitlich gewendet wird, dreht sich der Atlasring um den Axiszahn. Die sieben Halswirbel ermöglichen dem Kopf ein Höchstmaß an Beweglichkeit.

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» HWS-Syndrom
Alle von der Halswirbelsäule ausgehenden oder den Halswirbelsäulenbereich betreffenden Beschwerden oder Schmerzen. »
Das akute HWS-Syndrom wird meist verursacht durch Verletzungen von Muskel- und Bandstrukturen. Dagegen wird das chronisches HWS-Syndrom durch Irritationen oder Störungen der Bandscheiben oder Zwischenwirbelgelenke ausgelöst.

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» Hyaliner Knorpel
Gelenkknorpel

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» Hypalgesie
Hypalgie verminderte Schmerzempfindung (auf einen schmerzhaften Reiz).

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» Hyperextension
Überstreckung

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» hyperintens
überdeutlich, sehr dicht (hell, Signal im MRT)

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» Hyperkyphose
Verstärkte Wirbelsäulenkrümmung nach hinten, also ein Rundrücken.

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» Hyperlordose
Verstärkte Wirbelsäulenkrümmung nach vorn, also ein Hohlkreuz.

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» Hypermobilität
Lokale, regionale oder generelle angeborene oder erworbene Überbeweglichkeit der Gelenke (hyper- = übermässig, zuviel; Mobilität = Beweglichkeit). »
Folgen der H. sind oft schmerzende Gelenke, Bänder, Sehnen und Muskeln. Typisch sind Schmerzen Stunden nach einer übermäßigen Beanspruchung. Oft reagiert ein Gelenk mit H., wenn ein angrenzendes Gelenk vermindert beweglich ist. In der Regel können hypermobile Gelenke mit gezielten Stabilisations- und Kräftigungsübungen unter fachkundiger Anleitung und Aufsicht stabilisiert werden.

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» hypointens
deutlich, dicht (dunkel, Signal im MRT)

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» Hypolordose
Steilstellung der Wirbelsäule

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» Hypomobilität
Eingeschränkte Beweglichkeit der Gelenke. »
Typisch für die Hypermobilität sind der Bewegungs- und der "Anlaufschmerz" nach längerem Sitzen oder Liegen. Ist die Hypermobilität durch Weichteilveränderungen (z.B. Veränderungen der Gelenkkapsel oder Muskelverspannungen) verursacht, kann das betroffene Gelenk chiropraktisch oder osteopathisch mobilisiert werden.

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» Hypothermie
Narkosefieber

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» HZI
Halm-Zielke-Instrumentarium (primärstabiles Implantat) = Primärstabile dorsale und insbesondere ventrale Derotationsspondylodese zur Formkorrektur von Skoliosen. »
Wobei dieses System als Weiterentwicklung traditioneller Instrumentationen (Harrington-Instrumentation, Cotrel-Dubousset-Instrumentation, Zielke-VDS) von Prof. Dr. Henry Halm (Neustadt/i.H.) entwickelt wurde.

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» idiopathisch
Krankheiten, die ohne eine fassbare Ursache entstehen. »
Der Begriff idiopathisch wird in der Medizin ähnlich wie der dort synonyme Begriff essentiell benutzt, um in der Benennung der Krankheit einen Hinweis darauf zu geben, dass die Erforschung der Ursache der Erkrankung bislang erfolglos war. Die Begriffsverwendung impliziert keine Wertung in Hinblick auf eine vermutete Ursache oder die Schwere der Erkrankung.

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» Idiopathische Adoleszentenskoliose
Tritt um das 10. bis 14. Lebensjahr auf.

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» idiopathische Skoliose
Die Ursache der Skoliose ist unbekannt.

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» IGeL
Unter dem Begriff Individuelle Gesundheitsleistungen, abgekürzt IGeL sind ärztliche Leistungen zu verstehen, die nicht als medizinisch notwendig angesehen werden und daher vom Patienten selbst zu zahlen sind.

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» Iliosakralgelenk
Das sich im Beckenring befindliche Darm-Kreuzbein-Gelenk - auch Iliosakralgelenk oder kurz ISG genannt, hat für die Mechanik des Körpers eine besondere Bedeutung, da die gesamte Last des Rumpfes über das Iliosakralgelenk auf die Beine übertragen wird.
Dieses Gelenk hat damit entscheidende Bedeutung für die Gesamtkörperhaltung. Das Gelenk hat nur eine geringe Beweglichkeit.

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» Impingement
Impingement beschreibt das Aufeinanderprallen zweier Gegenstände. Entsprechend geht es beim so genannten Impingement-Syndrom um die schmerzhafte Einengung eines Körpergewebes.

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» inapparent
Nicht in Erscheinung tretend oder asymptomatisch („ohne Symptome“) wird für Erkrankungen ohne Krankheitszeichen verwendet.

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» Infantile idiopathische Skoliose
Tritt um das 1. bis 2. Lebensjahr auf.

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» infaust
Absehbar hoffnungsloser Krankheitsverlauf.

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» inferior
Unten liegend = kaudal

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» Infiltration
Bei der Infiltration werden örtlich begrenzt Substanzen in den Körper eingebracht. »
Damit sollen Nebenwirkungen auf den übrigen Körper, z.B. bei einer Cortison-Infiltration reduziert werden. Auf diese Art lassen sich zum Beispiel in den Gelenken oder an der Wirbelsäule kleinste Mengen von abschwellenden, entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten direkt am Schmerzpunkt einbringen. Je nach Verfahren werden die Substanzen mit feinen Kanülen unter röntgenologischer oder computertomographischer Kontrolle eingebracht. Diese Art von millimetergenauen Infiltrationen zählt man zum Bereich der Mikrotherapie.

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» infra
unterhalb

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» infradiscal
unterhalb der Bandscheibe

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» Infusion
Zufuhr von Medikamenten oder Flüssigkeit über einen in die Vene gelegten dünnen Kunststoffschlauch (Katheter).

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» initial
einleitend; anfänglich; beginnend

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» Injektion
Einspritzung

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» Inklination
Die Inklination (gleichbedeutend mit Ventralflexion) ist das Vorneigen des Oberkörpers (bzw. der Wirbelsäule) und des Kopfes.

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» inter
zwischen

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» Interkorporell
Zwischen zwei Körpern gelegen (z.B. Versteifung zweier Wirbelkörper).

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» Interkostalnerven
Zwischenrippennerven

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» intervertebral
Zwischen den Wirbeln gelegen.

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» Intervertebralarthrose
Zwischen zwei Wirbeln vorkommende Arthrose; nicht näher spezifizierte Arthrose.

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» intra
innen; innerhalb

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» intradiskal
Innerhalb der Zwischenwirbelscheibe (z.B. Kontrastmitteleingabe)

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» Intradiskale Elektrothermische Therapie
(IDET, Thermische Bandscheibenfestigung) Die thermische Bandscheibenfestigung ist ein Verfahren zur Behandlung von verschleißbedingt strapazierten Bandscheiben mit eingewachsenen Nerven. »
Dabei wird das weiche Gewebe im Bandscheibenring durch Erhitzen gefestigt und zugleich die neu eingewachsenen Nerven und Gefäße zerstört. So erhält die Bandscheibe ihre Stabilität zurück und die Schmerzen werden gelindert.

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» intraforaminal
Innerhalb des Foramens (= Loch)

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» intrakutan
In der oder in die Haut (z.B. intrakutan resorbierbares Nahtmaterial = sich in der Haut auflösendes Nahtmaterial).

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» intramedullär
Innerhalb des Rückenmarks

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» intraspinal
Innerhalb des Wirbelkanals

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» intrathekal
Innerhalb des Nervenwasserraumes

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» Intubation
Als Intubation wird das Einführen eines Tubus (einer Hohlsonde) in eine natürliche Körperhöhle oder ein Hohlorgan bezeichnet. Meist wird der Begriff im Sinne des Einführens eines Tubus über Mund oder Nase zur Sicherung der Atemwege genutzt. »
Es kann sich dabei um das Einlegen eines Oropharyngealtubus (durch den Mund, etwa der Guedel-Tubus) oder eines Nasopharyngealtubus (durch die Nase, etwa der Wendl-Tubus) handeln, die im Rachen enden und die Zunge von der Rachenhinterwand weghalten und so eine Spontanatmung oder Beatmung mit einem Beatmungsbeutel ermöglichen.

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» inzipient
beginnend

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» Inzision
Einschnitt in einen Körper.

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» ipsilateral
Auf der gleichen Seite befindlich.

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» IRENA
IRENA ist ein Nachsorge-Programm der Deutschen Rentenversicherung Bund. »
Es kann im Anschluss an eine stationäre oder ganztägig ambulante Leistung zur medizinischen Rehabilitation den Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Bund vom Ärzteteam zum Ende des Aufenthaltes in der Rehabilitationseinrichtung empfohlen werden.

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» Ischämie
Mangelnde Durchblutung der Gefäß-Nervenbahnen.

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» Ischialgie
Schmerzen vom Ischiasnerv ausgehend. Der Schmerz zieht vom Rücken über das Gesäß zur Hinter- und Außenseite des Ober- und Unterschenkels bis zum Fußaußenrand beziehungsweise Fußrücken.

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» Ischias
(auch Ischialgie, Ischiasneuralgie) heißt eigentlich "Beinschmerz". »
Die möglichen Ursachen sind vielfältig: Störungen des Bewegungsapparates (Knochen, Gelenke, Muskeln und Bänder) oder der Gefäße (Venen, Arterien und Lymphgefäße); aber auch neurologische Ursachen (Schädigung von Nervengewebe). Der klassische Ischias ist Folge eines Problems der Lendenwirbelsäule: Meist wird Ischias von einem Hexenschuss angekündigt; Symptome sind Spontan- und Dehnungsschmerzen, Empfindungsstörungen und Ausfälle der Reflexe und der Motorik oder gar Lähmungen sowie Muskelhartspann und Wirbelsäulenstarre.
Im Volksmund ist der Begriff Ischias reserviert für einen Reizzustand des Nervs, der das Bein versorgt. Am häufigsten entsteht diese Reizung am Ursprung des Nervs in der Lendenwirbelsäule.
Besonders weil die Ursache von Ischias nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, sollte sie rasch fachlich abgeklärt werden.

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» ISG
Iliosakralgelenk »
Sakroiliakalgelenk, Kreuzbein-Darmbein-Gelenk oder kurz Kreuz-Darmbein-Gelenk ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Kreuzbein (Os sacrum) und dem Darmbein (Os ilium).

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» isometrisch
Unter isometrisch versteht man die Spannungsänderung eines Muskels bei gleichbleibender Länge, also die Spannung eines Muskels ohne Bewegung.

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» isotonisch
Anspannung eines Muskels mit einer Bewegung.

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» IVR
Inter-Vertebral-Raum (der Raum zwischen zwei Wirbelkörpern)

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» Juvenil
In der Medizin bezeichnet man mit juvenil Kindheits- bzw. Jugendstadien, im allgemeinen Stadien einer normalen oder krankhaften Entwicklung eines Organismus vor der Geschlechtsreife. Dem Juvenilstadium wird das Adultstadium gegenübergestellt.

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» Juvenile idiopathische Skoliose
Tritt um das 4. bis 6. Lebensjahr auf.

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» Katheter
Ein Katheter ist ein biegsames Instrument, das einem dünnen Schlauch ähnelt. Er kann mit verschiedenen Zusatzgeräten wie Kameras oder Wärmesonden versehen sein. »
Je nach Ausstattung dient er der Beobachtung, der Injektion oder der Manipulation innerhalb des Körpers. Häufig kann ein Katheter eine offene Operation vermeiden helfen.

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» kaudal
"Schwanzwärts", "zu den Füßen" oder "nach unten hin".

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» KG
Krankengymnastik, Physiotherapie

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» KH
Krankenhaus

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» Kieser-Training
Das Kieser-Training ist ein unter ärztlicher Anleitung und durch ausgebildete Therapeuten durchgeführtes Krafttraining. Im Mittelpunkt steht die Kräftigung der Wirbelsäule. »
Weitere Schwerpunkte sind die Kräftigung der Oberkörper-, Bauch-, Gesäß- und Beinmuskulatur. Das Kieser-Training gehört zum Umfeld der Physiotherapie. Das Krafttrainig erfolgt dabei an speziellen Trainingsgeräten. Muskeln und Muskelgruppen können durch Fixierung isoliert und über den gesamten physiologischen Bewegungsumfang speziell trainiert werden.

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» King
Klassifikation der idiopatischen Skoliose nach King. »
Die Skolioseeinteilung nach King legt 5 Skoliosetypen der idiopathischen Skoliose fest:

King Typ I: zeigt eine S-förmige Krümmung, bei der die Mittellinie von der thorakalen und der lumbalen Krümmung überquert wird. Die lumbale Krümmung ist größer und rigider als die thorakale Krümmung. Der Flexibilitätsindex in den Bendingaufnahmen ist negativ.

King Typ II: zeigt eine S-förmige Krümmung, wobei sowohl die thorakale Hauptkrümmung als auch die lumbale Sekundärkrümmung die Mittellinie überschreiten. Die thorakale Krümmung ist größer.

King Typ III: zeigt eine thorakale Krümmung, bei der die lumbale Krümmung die Mittellinie nicht überquert.

King Typ IV: zeigt eine langbogige thorakale Krümmung, bei der sich der 5. Lendenwirbel über das os sacrum (Kreuzbein) zentriert, der 4. Lendenwirbel aber bereits in Richtung der Krümmung gekippt ist.

King Typ V: zeigt eine thorakale Doppelkrümmung, wobei sich der 1. Brustwirbel (Th1) in die Konvexität der oberen Krümmung neigt.

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» KK
Krankenkasse

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» Klassifikation nach Lenke
Lenke führte 2001 eine neue Klassifikation der idiopathischen Skoliosen ein, die wesentlich komplexer ist als die King Klassifikation. »
Typ I (main thoracic, Hauptkrümmung ausschließlich thorakal):
Die Hauptkrümmung ist strukturell, die anderen Krümmungen nicht

Typ II (double thoracic, 2 thorakale Krümmungen):
Die thorakale Hauptkrümmung und die hochthorakale Nebenkrümmung sind strukturell, sämtlich anderen Krümmungen sind nicht strukturell.

Typ III (double major, 2 Hauptkrümmungen):
Die thorakale, thorakolumbale oder lumbale Krümmung ist strukturell, die thorakale Krümmung ist größer als die thorakolumbale oder lumbale Krümmung, eine bestehende hochthorakale Krümmung ist nicht strukturell

Typ IV (triple major, 3 Hauptkrümmungen):
Alle drei Krümmungen sind strukturell, die thorakale Krümmung ist die Hauptkrümmung

Typ V (primary thoracolumbar/lumbar, Hauptkrümmung ausschließlich thorakolumbal oder lumbal):
Die Hauptkrümmung liegt im Übergangsbereich Brust- zu Lendenwirbelsäule oder im Lendenwirbelbereich und ist strukturell, die hochthorakale oder thorakale Nebenkrümmung ist nicht strukturell.

Typ VI (primary thoracolumbar/lumbar-main thoracic):
Die thorakolumbale oder lumbale Hauptkrümmung ist strukturell, die thorakale Nebenkrümmung ist auch strukturell, aber hat einen mindestens 5° kleineren Cobb-Winkel.

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» klinisch manifest
wird für Erkrankungen mit deutlichen Symptomen verwendet.

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» Knochendichte
Die Messung der Knochendichte dient zur Bestimmung des Osteoporose-Risikos. Per Ultraschall wird die Knochend. gemessen. Die Messung wird angewandt, um ein Osteoporoserisiko abzuschätzen und gegebenenfalls frühzeitig eine Prophylaxe einleiten zu können.

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» Knochendichtemessung
Verfahren zur Bestimmung der Knochenmasse. Mit verschiedenen Untersuchungsmethoden (Röntgen, Magnetresonanztomographie, Ultraschall) wird das Ausmaß der Verminderung der Knochendichte festgestellt.

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» Knochenmarködem
Es handelt sich quasi um einen "Erguss" im Knochen. Es ist eine Reizantwort des tragenden Knochens z.B. unterhalb eines Gelenkknorpels auf Überbelastung oder einen Unfall.

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» Knorpel
Druck- und biegungsfestes, gefäß- und nervenloses Stützgewebe aus Knorpelzellen, Grundsubstanz und Fasern. »
Knorpel sind vor allem wichtig im Gelenk als Schutzhülle über den Knochen, um die Reibung bei der Bewegung zu vermindern. Degeneration und Abnützung des Knorpels führen zu Arthrose.

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» Kokzygodynie
Steißbeinschmerz

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» Kollagenose
Bei Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen) handelt es sich um eine uneinheitliche Gruppe von bestimmten Autoimmunerkrankungen, die sich bei systemischem Befall vorwiegend an Bindegewebe und Blutgefäßen abspielen. »
Im Prinzip kann jedes Organ befallen werden. Eine Rolle bei der Diagnosefindung spielen organunspezifische Autoantikörper gegen Zellkernmaterial (antinukleäre Antikörper). Die Ursache der Kollagenosen ist noch ungeklärt. Bei vielen besteht ein Zusammenhang mit erblichen Faktoren, z. B. HLA-Antigenen, Hormonen (Frauen sind häufiger betroffen), psychischem Stress, Viren und Sonnenbestrahlung. Es ist nicht geklärt, ob die antinukleären Antikörper Ursache, Folge oder Begleiterscheinung der Krankheit sind. Viele Kollagenosen haben ähnliche Symptome, weshalb sie häufig erst im weiteren Krankheitsverlauf diagnostiziert werden.

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» Kompressionsbruch
Einbruch des Wirbelkörpers bei Kompressionsbelastung (Druckbelastung), vor allem bei Osteoporose.

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» kongenital
angeboren

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» konkav
Nach innen gewölbt.

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» konservativ
Konservative Behandlungsmethoden oder nicht operative Behandlungsmethoden.

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» kontralateral
Auf der gegenüberliegenden Seite befindlich.

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» konvex
Nach außen gewölbt.

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» Korsett
Orthese

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» Kostovertebralgelenk
Gelenk zwischen Rippe und Wirbelkörper.

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» kranial
Zum Schädel hin (beim Menschen also oben, bei Tieren vorn).

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» Kreuz-Darmbein-Gelenk
Gelenkige Verbindung zwischen Kreuzbein, dem unteren Ende der Wirbelsäule und dem Becken.

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» Kreuzbein
Das Kreuzbein (lat. Os Sacrum) ist ein beim Menschen in etwa keilförmiger Knochen, auf dem die Wirbelsäule steht. »
Es entwickelte sich aus den ursprünglich einzelnen, im Verlauf der Evolution zusammengewachsenen Kreuzwirbeln. Es umschließt den hinteren Abschnitt des Wirbelkanals.
Die Anzahl der verwachsenen Wirbel variiert innerhalb der Säugetiere zwischen drei (z.B. Hunde) und fünf (Mensch, Pferde). Die einzelnen Wirbel sind durch Verwachsungslinien (Lineae transversae) noch zu erkennen.
Bei wenigen Menschen ist der obere ursprüngliche Kreuzbeinwirbel (S1) nicht wie üblich mit den anderen Kreuzbeinwirbeln verwachsen (sog. Lumbalisation). So scheinen diese Menschen sechs Lendenwirbel anstatt fünf zu haben. Dies hat auf jeden Fall eine größere Beweglichkeit der Wirbelsäule zur Folge und kann eine geringere Belastbarkeit der Wirbelsäule bedeuten, führt aber in der Regel nicht zu Beschwerden.

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» KS
Klopfschmerz

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» KST
Kernspintomografie (Magnetresonanztomographie)

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» Kyphometer
Messgerät nach Debrunner zur röntgenstahlenfreien Bestimmung des Kyphose- oder Lordosewinkels.

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» Kyphoplastie
Die Kyphoplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Wirbelbrüchen. »
Über kleine Kanülen mit einem Durchmesser von ca. 4 mm werden zwei Ballons in den gebrochenen Wirbel eingeführt. Durch Auffüllen der Ballons mit einem Kontrastmittel wird der zusammengebrochene Wirbel aufgerichtet. Anschließend wird diese Aufrichtung fixiert, indem in die entstandene Höhle ein Knochenzement eingespritzt wird, der innerhalb weniger Minuten aushärtet und damit den gebrochenen Wirbel stabilisiert.

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» Kyphose
Krümmung der Wirbelsäule nach hinten.

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» Kyphoskoliose
Verbiegung der WS nach seitlich und auch nach hinten mit Verdrehung der Wirbelkörper.

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» Laminektomie
Die Laminektomie ist eine Operationsmethode an der Wirbelsäule. Dabei wird der Wirbelbogen mit dem Dornfortsatz eines oder mehrerer Wirbel entfernt, um Platz für eine Rückenmarks- oder Bandscheibenoperation zu gewinnen. »
Oder aber um einen zu hohen Druck, zum Beispiel auf Grund eines Tumors im Wirbelkanal, entlasten zu können.

Da es durch diese Operation zu Instabilitätserscheinungen im Bereich der Wirbelsäule, insbesondere Luxationen kommen kann, wird häufiger eine Hemilaminektomie durchgeführt. Dabei wird lediglich eine Hälfte des Wirbelbogens entfernt.

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» Larynxmaske
Die Larynxmaske (oder auch Kehlkopfmaske), ist ein Mittel zum Offenhalten der Atemwege in der Anästhesie während einer Narkose. »
Am anderen Ende kann die Larynxmaske mit einer Beatmungseinheit verbunden werden, womit Spontanatmung mit erhöhtem Sauerstoffanteil oder manuelle oder maschinelle Beatmung möglich sind.
Gegenüber der Gesichtsmaske hat sie den Vorteil, die oberen Atemwege besser abzudichten. Zudem hat der Narkosearzt beide Hände frei. Im Gegensatz zur endotrachealen Intubation muss dagegen kein Endotrachealtubus an den Stimmbändern vorbei in der Luftröhre platziert werden. Die Larynxmaske wird nur bis kurz über den Kehlkopf geschoben und dort mit einem aufblasbaren Luftwulst abgedichtet. Typische Komplikationen der Intubation wie Heiserkeit oder Verletzungen durch das Laryngoskop werden bei Verwendung der Larynxmaske weitgehend vermieden. Die Larynxmaske wird deshalb zumeist für kürzere Eingriffe beim nüchternen Patienten benutzt.

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» Lasègue-Zeichen
Das Lasègue-Zeichen beschreibt einen möglichen Dehnungsschmerz des Ischiasnervs. »
Und/oder der spinalen Nervenwurzeln im lumbalen und spinalen Segment des Rückenmarks im Rahmen eines Untersuchungsverfahren aus der Orthopädie, Neurologie und Rheumatologie, dem Lasègue-Test.

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» Lasertherapie
Die wichtigsten Einsatzgebiete der Lasertherapie sind z.B. Rücken- und Gelenkschmerzen oder Entzündungen. Laserstrahlen im infraroten Bereich haben sich bei der Therapie von Schmerzen als besonders wirksam erwiesen. »
Durch die Laserstrahlen wird eine hohe Energiemenge in das Gewebe eingebracht. Dadurch kommt es im Wesentlichen zu einer Aktivierung des Zellstoffwechsels mit folgenden positiven Wirkungen: schnellere Heilung durch Beschleunigung des Zellwachstums, schnellerer Abbau von Schwellungen und Entzündungen durch Erhöhung der lymphatischen und venösen Mikrozirkulation, schmerzstillender Effekt durch Beeinflussung der oberflächlichen Schmerzrezeptoren sowie durch Stimulation der Endorphin- Ausschüttung.

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» Läsion
Umschreibende Störung einer Funktion.

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» latent
Verborgen, versteckt, ohne Symptome verlaufend.

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» lateral
seitlich

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» Lateroflexion
Seitneigung

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» LBB-System
Lendenwirbelsäulen-, Becken-, Bein-System.

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» Lende
Hintere und seitliche Gegend der Bauchwand zwischen letzter Rippe und Darmbeinkamm. Der stärkste Lendenmuskel ist der große Lendenmuskel. Die Wirbel im Lendenbereich heißen entsprechend Lendenwirbel.

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» letal
Tödlich verlaufende Erkrankungen

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» Ligament
Bänder oder Ligamente (lat. Ligamenta, Singular Ligamentum) sind in der Anatomie strangartige Strukturen. »
Im Bewegungssystem sind Bänder zumeist wenig dehnbare, faserartige Bindegewebsstränge, die bewegliche Teile des Knochenskeletts verbinden, aber die Beweglichkeit auf ein funktionell sinnvolles Maß einschränken. Bänder verbinden Knochen mit Knochen, wohingegen Sehnen Knochen mit Muskeln verbinden. Diese Bänder bestehen im Wesentlichen aus Kollagen. Werden Bänder über ihr natürliches Maß hinaus gedehnt (z. B. bei Umknicken eines Gelenks), kann es zu Bänderdehnungen oder Bänderrissen kommen.

Darüber hinaus ist der Begriff auch für bestimmte Falten der Serosa zur Aufhängung innerer Organe üblich.

In der Biologie wird die Verbindung der beiden Schalenteile bei Muscheln auch als Ligament oder Schlossband bezeichnet.

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» Ligamentum flavum
Das Ligamentum flavum (lat. "gelbes Band") ist ein jeweils zwischen zwei Wirbeln gelegenes, die Wirbelsäule stabilisierendes Band. »
Die Ligamenta flava sind jeweils zwischen den Wirbelbögen ausgespannt und wurden deshalb früher auch als Ligamenta interarcualia bezeichnet. Sie grenzen damit das jeweilige Zwischenwirbelloch (Foramen intervertebrale) zur Mitte (medial) und nach hinten (dorsal) ab. Ihre gelbliche Farbe wird durch scherengitterartig angeordnete, elastische Fasern hervorgerufen, die zum größten Teil diese Bänder bilden. Auch im Ruhezustand sind diese Bänder gespannt. Bei der Beugung der Wirbelsäule werden sie dann stärker gedehnt und helfen somit beim Wiederaufrichten.

Bei einer Punktion des Epiduralraums oder Subarachnoidalraums ist der leichte Widerstand beim Durchstechen dieses Bandes ein Hinweis für das genaue Positionieren der Kanüle.

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» Ligamentum longitudinale anterius
Das Ligamentum longitudinale anterius ("vorderes Längsband") ist ein längs verlaufendes Band der Wirbelsäule. »
Es besteht aus straffem kollagenen Bindegewebe und verbindet die einzelnen Wirbelkörper an deren Vorderseite miteinander. Es überspringt dabei die Bandscheiben und die Randleisten der Wirbelkörper stabilisiert dadurch die Wirbelsäule.

Das Ligamentum longitudinale anterius zählt neben dem Ligamentum longitudinale posterius, Ligamentum supraspinale und Ligamentum nuchae zu den langen Wirbelsäulenbändern. Nach einer anderen Einteilung gehört es mit dem Ligamentum longitudinale posterius zu den Wirbelkörperbändern, die den übrigen, den so genannten Wirbelbogenbändern gegenübergestellt werden.

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» Ligamentum longitudinale posterius
Das Ligamentum longitudinale posterius ("hinteres Längsband") ist ein längs verlaufendes Band der Wirbelsäule. »
Es besteht aus straffem kollagenen Bindegewebe und verbindet die einzelnen Wirbelkörper an deren Hinterseite miteinander und liegt somit innerhalb des Wirbelkanals. Es ist mit den Wirbelkörpern nur lose verbunden, dafür fest mit den Bandscheiben. Es beginnt am zweiten Halswirbel und reicht bis zum Kreuzbein. Das Ligamentum longitudinale posterius zählt neben dem Ligamentum longitudinale anterius, Ligamentum supraspinale und Ligamentum nuchae zu den langen Wirbelsäulenbändern. Nach einer anderen Einteilung gehört es mit dem Ligamentum longitudinale anterius zu den Wirbelkörperbändern, die den übrigen, den so genannten Wirbelbogenbändern, gegenübergestellt werden.

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» Ligamentum nuchae
Das Nackenband (Ligamentum nuchae) ist ein paariges Band aus elastischem Bindegewebe, das als rückenseitige Verspannung der Halswirbelsäule dient. »
Es kann als Fortsetzung des Ligamentum supraspinale im Halsbereich angesehen werden. Es erstreckt sich von der Protuberantia occipitalis externa des Hinterhauptsbeins bis zum Dornfortsatz des siebten Halswirbels.

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» Ligamentum supraspinale
Das Ligamentum supraspinale ("Dornfortsatzband") ist ein starkes Band aus straffem kollagenen Bindegewebe, das die Dornfortsätze vom siebten Halswirbel bis zum Kreuzbein verbindet. »
Es stellt, neben den Wirbelgelenken, Bandscheiben und den übrigen Wirbelsäulenbändern (Ligamentum flavum, Ligamentum longitudinale anterius, Ligamentum longitudinale posterius, Ligamentum interspinale), die mechanische Stabilität der Wirbelsäule her. Die oberflächlich gelegenen Kollagenfasern erstrecken sich über drei bis vier Wirbel, die tiefsten verkehren nur zwischen zwei benachbarten Wirbeln. Im Halsbereich setzt sich das Ligamentum supraspinale in das Nackenband (Ligamentum nuchae) fort.

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» links konvex
Nach links außen gewölbt.

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» Liquor
Gehirn- beziehungsweise Rückenmarkflüssigkeit, Eine klare Flüssigkeit, die das zentrale Nervensystem einbettet. Kann zu diagnostischen Zwecken abpunktiert werden.

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» Liquor cerebrospinalis
Wasserklare Nervenflüssigkeit.

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» Listhese
Wirbelgleiten

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» Lokalanästhesie
Die Lokalanästhesie in der orthopädischen Schmerztherapie ist eine Form der Anästhesie. Sie bewirkt die zeitweilige, umkehrbare Funktionshemmung von ausgewählten Nerven. »
Sie führt dabei zu Empfindungslosigkeit, Schmerzfreiheit und Hemmung der aktiven Beweglichkeit in Teilen (Regionen) des Körpers. Wenige Milliliter einer niedrig konzentrierter (0,5%-1%) Lokalanästhesielösung reichen aus, um sensibilisierte Nerven auszuschalten und nach wiederholter Applikation wieder in den Normalzustand zu versetzen.

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» Lokalanästhetikum
Örtliches Betäubungsmittel, zum Beispiel Procain, Scandicain, Meaverin, Xyloneural, das eingespritzt wird.

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» longitudinale Achse
Längsachse

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» Lordose
Die Lordose ist eine bauchwärts gerichtete Krümmung der Wirbelsäule (Hohlkreuz).

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» LuFu
Lungenfunktion

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» Lumbago
Auch bekannt als "Hexenschuss", sind Beschwerden, die durch Reizungen des Rückenmarks ausgelöst werden. »
Bei dem Betroffenen treten auf einmal intensive Schmerzen im Lendenbereich auf, die auch in den Rücken ausstrahlen können. Ein Bandscheibenvorfall ist die häufige Ursache, die eine Lumbago hervorrufen kann. Wenn der Ischiasnerv betroffen ist, spricht man von Ischalgien.

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» lumbal
Ist ein Wortteil mit der Bedeutung Lende (lat. lumbus).

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» Lumbale Facetteninfiltration
Ausschaltung von Nozizeptoren in den lumbalen Wirbelgelenkkapseln durch vorübergehende Blockade mit einem Lokalanästhetikum, ggf. unter Zusatz von Steroiden.

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» Lumbalisation
Trennung des 1. Kreuzbeinwirbels vom übrigen Kreuzbein.

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» Lumbalpunktion
Entnahme von Liquor aus dem unteren Ende des Rückenmarksackes.

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» Lumbalsyndrom
Schmerzen und Behinderungen an der Lendenwirbelsäule durch Verschleißerscheinungen.

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» lumbosakral
Übergang der LWS zum Becken.

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» Luxation
Verrenkung

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» LWS
Lendenwirbelsäule »
Der von – normalerweise 5 – Lendenwirbeln gebildete untere Wirbelsäulen-Abschnitt (zwischen BWS und Kreuzbein) mit physiologisch nach vorn gewölbter (= ventral-konvexer) Krümmung (Lordose). – Die Wirbel werden mit dem Symbol L (L1 bis L5) bezeichnet.

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» LWS-Syndrom
Sammelbegriff für Beschwerden, die von der LWS ausgehen.

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» Lymphdrainage
Bei der manuellen Lymphdrainage (MLD) handelt es sich um eine Sonderform der Massage. »
Mittels spezieller Grifftechnik ist der Lymphtherapeut in der Lage, Ödemgebiete (Flüssigkeitsansammlungen im Bindegewebe) beschleunigt zum Abfließen in das venöse System zu bringen. Im Rahmen der komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE), bestehend aus der manuellen Lymphdrainage, der Kompressionsbehandlung, Bewegungstherapie und Hautpflege, werden Ödeme unterschiedlichster Genese behandelt.

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» Magnetresonanztomographie
Hierbei handelt es sich um ein Untersuchungsverfahren, bei dem die magnetische Eigenschaft von Wasserstoffatomen (der Mensch besteht zu ca. 80% aus Wasser!) für die Erstellung von Bildern genutzt wird. »
Der Magnetresonanztomograph (MRT) besteht aus einem kurzen Tunnel. Im Gerät wird ein starkes Magnetfeld erzeugt, welches für die Bildgebung genutzt wird. Das heißt, dieses Verfahren kommt ohne Strahlenbelastung aus. Patienten mit metallischen Implantaten (außer Gold und Titan) und empfindlichen medizinischen Geräten (z.B. Herzschrittmacher) im Körper können jedoch nicht in allen Fällen untersucht werden. Die Untersuchungszeit beträgt etwa 15 bis 20 Minuten. In einigen Fällen ist es notwendig, dass ein Kontrastmittel in die Vene eingespritzt wird. Die verwendeten Medikamente sind im Allgemeinen sehr gut verträglich, nur sehr selten treten unter anderem allergische Nebenwirkungen auf. Falls gewünscht, kann dem Patienten ein Beruhigungsmedikament gespritzt werden. Die Auswertung beinhaltet die Beurteilung einer Vielzahl von Schnittbildern, die jeweils digital erstellt und in allen Richtungen angesehen werden können. Daher sind genaue Aussagen möglich. Andererseits benötigt die Auswertung oft bis zu 1 Stunde. Untersucht werden können das Gehirn und das Rückenmark, Gelenke, Blutgefäße, Bauchorgane und Organe des kleinen Beckens.

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» Manuelle Therapie
Die Manuelle Therapie ist eine Behandlungstechnik, in der versucht wird, Funktionsstörungen des Bewegungsapparates genau zu analysieren. »
Durch blockierte oder eingeschränkte Gelenke kommt es zu Überlastung der Nachbargelenke und somit zu schmerzhaften Verspannungen der Muskulatur. Nach erfolgter Analyse durch den Physiotherapeuten, wird anschließend die Bewegungseinschränkung, Gelenkblockade mobilisiert oder manipuliert. Dies bedeutet, der Therapeut wird versuchen, mittels spezifischer gelenknaher Griffe, Dehnungen der verkürzten Muskelgruppen und Kräftigung der zu schwachen Muskeln eine physiologische (gesunde) Beweglichkeit (das Roll- Gleitverhältnis des Gelenkes) zu erreichen.

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» Marfan-Syndrom
Das Marfan Syndrom (MFS) ist eine genetisch bedingte Bindegewebserkrankung. »
Leider bleibt sie in vielen Fällen unerkannt. Bis heute ist das Syndrom unheilbar und nur begrenzt behandelbar.
Mögliche Merkmale der Betroffenen: Überlange Gliedmaßen und große Körperlänge, Kurzsichtigkeit, Netzhautablösung, Aortenaneurysmen (Herz-, Gefäßveränderungen), unerklärliche Müdigkeit, überdehnbare Gelenke, schmaler Kiefer mit schiefstehenden Zähnen, Trichter- oder Kielbrust, Veränderungen an der Wirbelsäule (z.B. Skoliose).

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» marginal
Nebensächlich oder von nebensächlicher Bedeutung.

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» Massenprolaps
Massives (mengenmäßig viel) Austreten des Gallertkerns der Bandscheibe in den Rückenmarkkanal.

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» MBT-Schuhe
MBT dehnt und belastet die Muskulatur sanft nach Vorspannung, aktiviert die Durchblutung, und wirkt dadurch auch bei Rückenschmerzen. »
MBT löst Blockierungen am Rücken und Verspannungen am ganzen Körper, weil alle Muskelketten auch koordinativ genau so belastet werden, wie sie von Natur aus belastet werden sollten. MBT verwandelt die härtesten Alltagsböden in einen unebenen weichen Naturboden. Wie beim Gehen auf unebenenm Untergrund richtet sich der Körper automatisch auf, die Muskulatur wird Schritt für Schritt gestärkt, gedehnt, durchblutet und entspannt.

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» medial
Zur Mitte hin gelegen.

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» median
In der Mitte gelegen.

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» mediolateral
mittig-seitlich

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» Medulla
Kurzform für Knochen- und Rückenmark.

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» Meralgia paraesthetica
Brennende Schmerzen an der Oberschenkelaussenseite.

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» Milwaukee-Korsett
Das Milwaukee-Korsett wurde 1944 in den USA entwickelt und galt als sehr erfolgreich bei der Skoliosebehandlung. Die Weiterentwicklung wurde nur bis 1986 betrieben. »
Wegen seiner auffälligen Bauweise wird es in Europa und Japan nur noch selten verordnet. Das Milwaukee-Korsett wird in Deutschland nur noch bei hochliegenden Skoliosen (höher als TH6) verordnet. In anderen Staaten wird das Milwaukee-Korsett jedoch noch häufiger verwendet (z.B. USA).

Das Milwaukee-Korsett verfügt über einen Beckenkorb aus Plastik, der nach hinten geöffnet ist. Vorne verfügt das Korsett über eine Bauchpelotte (eine Druckplatte). Vom hinteren Teil des Beckenkorbes führen drei Stäbe (zwei hinten, einer vorne in der Mitte) nach oben. Die drei Stäbe werden unterhalb des Kinns durch einen Nackenring zusammengehalten. Der Nackenring wird durch eine Schraube von hinten verschlossen. Auf dem Nackenring befindet sich vorne eine Mulde, die als Kinnauflage dient. Hinten befinden sich zwei Abschlüsse, die als Hinterkopfauflage (Hinterhauptpolster) dienen. Das Korsett kann durch einen Schulterring und weitere Aufbauten erweitert werden (darunter auch ein seitliches Korrekturpolster am Halsring).

Das Milwaukee-Korsett soll erreichen, dass der oder die Trägerin ihre Wirbelsäule aktiv zu strecken lernt. Das Milwaukee-Korsett wirkt durch den Beckenkorb, der das Becken aufrichtet und dadurch die Wirbelsäulenverkrümmung nach vorne ausgleicht. Die Kinnauflage soll dazu anhalten, den Kopf auf den Hinterhauptpolstern zu belassen. Dadurch wird eine maßvolle Streckung der Wirbelsäule erreicht.

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» minimal-invasiv
Verfahren, die einen möglichst geringen Zugang (Schnitt) erfordern, und wobei möglichst wenig Gewebe durchtrennt wird.

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» MLD
Manuelle Lymphdrainage

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» Mobilisation
Maßnahmen, die dazu dienen, die Beweglichkeit von Gelenken zu verbessern.

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» Morbus Scheuermann
Die Scheuermann-Krankheit, auch Morbus Scheuermann, Adoleszentenkyphose oder juvenile Kyphose, ist eine Wachstumsstörung der jugendlichen Wirbelsäule, welche zu einer schmerzhaften Fehlhaltung führen kann.

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» Morphin
Morphin ist ein Haupt-Alkaloid des Opiums und zählt damit zu den Opiaten. Es wirkt als Opioid und wird in der Medizin als eines der stärksten bekannten natürlichen Schmerzmittel (Analgetikum) eingesetzt. Es ist das erste in Reinform isolierte Alkaloid.

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» Motorik
Willkürliche Bewegungsabläufe des Körpers, die vom Hirn gesteuert werden.

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» motorisch
Den Bewegungsablauf betreffend.

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» MPDS
Das MPDS (Micomed Posteriores Doppelstab System) ist ein Instrumentarium, das primär für OPs von hinten entwickelt wurde. Mit diesem lassen sich sowohl Skoliosen korrigieren, als auch "normale" verschlissene Bandscheiben "versteifen".

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» MRT
Magnetresonanztomographie

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» MT
Manuelle Therapie

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» MTT
(Medizinische Trainingstherapie) Spezielles Muskeltraining an Geräten mit dem Ziel, die Beweglichkeit der Gelenke und die Ausdauer zu trainieren.

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» multilokulär
an mehreren Orten

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» multimorbide
schwerstkrank, viele Krankheiten

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» multiple
mehrere, mehrfach

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» multisegmental
mehrere Segmente betreffend

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» Muskelhartspann
Schmerzhafte Verspannung von Muskeln oder Teilen von Muskeln, oft als Folge einer Funktionsstörung eines oder mehrerer Wirbelgelenke.

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» Muskelinsuffizienz
Unzulänglichkeit beziehungsweise Schwäche der Muskeln; äußert sich durch Verhärtungen und Schmerzen.

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» Muskelrelaxanz
Arzneistoffe, die zur Muskelerschlaffung führen.

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» Myelographie
Bei einer Myelographie wird durch eine dünne Nadel Kontrastmittel in die Rückenmarkshülle (Rückenmarkshäute) injiziert. »
Über anschließend angefertigte Röntgenaufnahmen lassen sich Informationen über Einengungen der Nervenstrukturen bei verschiedenen Körperhaltungen gewinnen.

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» Myelomalazie
Rückenmarkerweichung, führt meist zu mehr oder weniger vollständiger Querschnittslähmung.

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» Myelon
Rückenmark

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» Myelonimpression
Eindrückung des Rückenmarks.

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» Myelonläsion
Schädigung des Rückenmarks z.B. durch Trauma oder Entzündung.

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» Myelopathie
Beschädigung des Rückenmarks (z. B. durch Bandscheibenvorfall oder Randzacken an den Wirbelkörpern).

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» Myofasziales Schmerzsyndrom
Muskelverspannungen, Muskelverkürzungen, Myogelosen, verschiedene Namen für Störungen, die man heute neutral als Myofasziales Syndrom (myo gr. Muskel, fascia lat. Bindegewebe) bezeichnet. »
Dabei bilden sich schmerzhafte Knoten im Muskel entweder durch Überbelastung oder durch andere Schädigungen, die dann in verschiedenste Regionen ausstrahlen und andere Störungen imitieren können. Diese Ausstrahlung geschieht in Form von Schmerzen oder Bamstigkeit, die Ausstrahlungsmuster sind dabei sehr konstant.

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» Myofasziales Syndrom
Die Summe der Symptome, ausgelöst durch einzelne aktive Triggerpunkte, wird als "Myofasziales Schmerzsyndrom" bezeichnet.

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» Myogelose
Bei funktionellen Fehlbelastungen knotige oder wulstförmige Verhärtungen im Muskel.

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» Myotom
Einflussgebiet des Spinalnervs auf die Skelettmuskulatur.

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» Narkose
Die Narkose oder auch Allgemeinanästhesie ist ein medikamentös herbeigeführter, kontrollierter Zustand der Bewusstlosigkeit. »
Dabei werden im gesamten Körper durch Lähmung des zentralen Nervensystems neben dem Bewusstsein sowohl die Schmerzempfindung, die Abwehrreflexe als auch die Muskelspannung abgeschaltet.

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» Nash & Moe
Rotationsbestimmung nach Nash & Moe »
Mit dieser Methode bestimmt man das Maß der Rotation (Verdrehung) der skoliotischen Wirbelsäule. Auf der Röntgenaufnahme werden die Positionen der Bogenwurzeln in Relation zum Wirbelkörper beurteilt, wodurch 4 Rotationsgrade bestimmt werden können.
a: Normalbefund, keine Rotation
b: Rotation Grad I
c: Rotation Grad II
d: Rotation Grad III
e: Rotation Grad IV.

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» Nearthrose
Neubildung eines Gelenks an einer falschen Stelle, kann bei nicht vereinigten Knochenbrüchen, auch bei nicht reponierten Luxationen eintreten, »
indem bei andauernder Bewegung zweier Periostflächen aufeinander oder einer Periostfläche auf einer Gelenkfläche das Periost eine glatte Oberfläche erhält und endlich sogar Knorpelsubstanz in seinem Gewebe bildet.

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» Nekrose
Abgestorbenes Gewebe oder Knochen.

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» nekrotisch
absterben

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» Nerven
Nerven bestehen aus Bündeln von Nervenfasern und Bindegewebe und übertragen Bewegungs- und Empfindungsimpulse (Berührung, Temperatur, Licht, Lage, Haltung, Muskelspannung usw.). »
Sie regeln die Aktivität der Drüsen, die Ernährung der verschiedenen Gewebe und die Spannung der Muskulatur. Während Informationen von den Nerven vom Körper ins Rückenmark und zur Verarbeitung weiter zum Hirn geleitet werden, werden die Befehle vom Hirn über das Rückenmark und die Nerven zurück gesandt. Die inneren Organe werden vom Rückenmark über vegetative Zentren gesteuert.
Nerven können durch Druck verletzt werden. Ein Beispiel ist der Druck, den der austretende Gallertkern der Bandscheibe auf die Nervenwurzel des Ischiasnervs ausübt.

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» Nervendekompression
Verschleißerscheinungen der Bandscheiben und knöchernen Strukturen gehen naturgemäß mit einer zunehmenden Labilität der Wirbelsäule einher. »
Um die Stabilität der Wirbelsäule zu erhalten, greift der Körper zur Selbsthilfe und produziert im Bereich der kleinen Wirbelgelenke so genannte Knochenanbauten. Auf diese Weise versucht er den Schaden zu beheben, verengt aber gleichzeitig auch die Nervenkanäle und ruft dadurch starke Schmerzen in dem betroffenen Wirbelsegment hervor, die bei manchen Patienten bis in die Beine ausstrahlen. In der Medizin spricht man dabei von einer Wirbelkanalstenose.

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» Nervensystem
Die Gesamtheit aller Nerven. Eingeteilt wird das Nervensystem in das zentrale und das periphere Nervensystem. »
Das Zentral-Nervensystem, die "Steuerzentrale", besteht aus Gehirn und Rückenmark. Das Gehirn steuert alle Organe, die dem Willen unterworfen sind, und durch das Rückenmark führen die verschiedenen Nervenbahnen vom und zum Gehirn. Das periphere Nervensystem besteht aus den vom Gehirn oder vom Rückenmark herkommenden Gehirnnerven und den im Rückenmark entspringenden peripheren spinalen Nerven, die zum Körper und seinen Organen ziehen und der Bewegung sowie der Empfindungsaufnahme dienen.
Das vegetative Nervensystem mit Sympathikus und Parasympathikus reguliert die inneren Organe und steuert die Vorgänge im Körper, die nicht willens- oder bewusstseinsabhängig sind. Der Sympathikus aktiviert die Funktionen von Herz, Lunge und anderen Organen und reguliert ihre Leistung und ihren Energieverbrauch; der Parasympathikus dämpft ihre Funktionen und leitet ihre Entspannung und Erholung ein.

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» Nervenwurzelblockade
Vorübergehende Ausschaltung der Nervenleitung durch ein örtliches Betäubungsmittel, zum Beispiel um den Kreis Schmerz - Krampf - Schmerz zu durchbrechen.

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» Neuralgie
Schmerzen, die im Gebiet eines Nervs attackenweise auftreten, häufig ohne erkennbare Ursache. Auch verwendet als nicht korrekte Bezeichnung für Schmerzen im Gebiet eines Nervs nach einer Schädigung.

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» Neuritis
Isolierte Entzündung eines Nervenstranges als Folge einer äußeren Einwirkung (z.B. Druck).

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» Neuroforamen
Zwischenwirbelloch, durch das die Nervenwurzel austritt.

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» Neurologie
Die Neurologie ist die Lehre von den Erkrankungen des Nervensystems. »
Die Grenze zur Psychiatrie ist teilweise fließend. In Deutschland ist die Neurologie als ein Teilgebiet aus der Inneren Medizin hervorgegangen. Die Organsysteme, die in der Neurologie Berücksichtigung finden, sind das Zentralnervensystem, also Gehirn und Rückenmark und deren Umgebungsstrukturen und blutversorgende Gefäße sowie das periphere Nervensystem einschließlich dessen Verbindungsstrukturen mit den Muskeln sowie die Muskulatur.

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» neurologisch
die Nerven betreffend

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» Neurolyse
Durch OP herbeigeführte Druckentlastung des Nerves.

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» neuromuskulär
Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur.

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» neurophysiologisch
Die Funktion des Nervensystems betreffend.

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» NMR
Nuclear Magnet Resonanz (auch KST, MRT, oder MRI)

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» NPP
Nukleus pulposus Prolaps (Bandscheibenvorfall).

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» NSA
Nicht steroidale Antiphlogistika.

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» NSAR
Nicht steroidale Antirheumatika.

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» nuchal
nackenwärts

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» Nucleus pulposus
Der gallertartige Kern der Bandscheibe.

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» Nukleotomie
Operative Entfernung eines Bandscheibenvorfalls.

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» O.B.
Ohne (pathologischen) Befund.

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» Okzipitalisneuralgie
Schmerzen im oberen Nackenanteil, am Hinterkopf durch eingeklemmte Nerven.

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» OP
Operation

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» OP-Indikation
Die OP-Indikation bei Skoliose liegt lumbal bei 40° und thorakal bei 50° nach COBB, bei Kyphose bei 70° nach COBB. »
Entscheidend ist aber nicht nur der COBB-Winkel, sondern auch Alter und Beschwerdebild des Patienten. So kann eine 50° Skoliose (ohne Schmerzen) durchaus noch konservativ (mit Korsett) versorgt werden, um eine Operation zu verhindern - denn:

Eine OP sollte immer der letzte Schritt sein!

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» Opiat
Der Begriff Opiat bezeichnet die natürlicherweise im Opium vorkommenden Stoffe mit dieser Wirkung, die chemisch Alkaloide darstellen und aus der Milch des Schlafmohns (Papaver somniferum) gewonnen werden.

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» Opioide
Sammelbegriff für eine chemisch heterogene (uneinheitliche) Gruppe natürlicher und synthetischer Substanzen, die morphinartige Eigenschaften aufweisen und an Opioidrezeptoren wirksam sind. »
Man unterscheidet körpereigene (endogene) Opioide, die eine Rolle bei der Schmerzunterdrückung im Rahmen der Stressreaktion spielen, von therapeutisch oder missbräuchlich zugeführten (exogenen) Opioiden.

Das Wirkspektrum von Opioiden ist komplex und sehr unterschiedlich. Die wichtigste Wirkung ist eine starke Schmerzlinderung (Analgesie), was Opioide zu unverzichtbaren und vielgenutzten Arzneimitteln in der Schmerztherapie, Anästhesie und anderen Einsatzbereichen macht. Unter den vielfältigen weiteren Wirkungen sind Atemdepression bei der kurzfristigen Anwendung sowie bei Dauertherapie Obstipation (Verstopfung) und die Entwicklung von Abhängigkeit die wichtigsten Nebenwirkungen.

In Deutschland und der Schweiz unterliegen sie deshalb dem Betäubungsmittel-, in Österreich dem Suchtmittelgesetz.

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» oral
durch den Mund, zum Mund bzw. zur Mundhöhle gehörig

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» Orthese
Eine Orthese (Kurzwort aus orthopädisch und Prothese) ist ein durch Orthopädietechniker hergestelltes medizinisches Hilfsmittel, das zur Stabilisierung, Entlastung, Ruhigstellung, Führung oder Korrektur des Rumpfes dient. »
Es kann dauerhaft (23 Stunden am Tag) oder nur zu bestimmten Zeiten (nachts) verordnet werden. Bei der Skoliose kommt es ab 20° nach COBB zum Einsatz. Die Orthese wird vom Orthopäden verschrieben und wird i.d.R von den KK übernommen.

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» Orthopäde
Facharzt auf dem Gebiet der Orthopädie - also dem Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Behandlung von Krankheiten und Verletzungen des Bewegungsapparates, also von Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen befasst.

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» Orthopädie
Fachrichtung, die sich mit den Krankheiten und Verletzungen der Haltungs- und Bewegungsorgane beschäftigt. »
Dazu gehört die Erkennung (Diagnostik), die konservative (=nicht-operative) Behandlung (Therapie), die operative Behandlung, die Vorbeugung (Prävention) und Begutachtung. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Faches ist beachtlich: Die meisten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Berentungen sind auf orthopädische Krankheiten zurückzuführen. Das Spektrum des Faches ist weit: es umfasst die Altersgruppen vom Säugling bis zum Greis, Männer und Frauen, konservative und operative Therapie.

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» orthotop
an normaler Stelle

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» Os sacrum
Kreuzbein

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» Os sacrum arcuatum
Besonders stark gebogenes Kreuzbein.

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» ose
Die Endung -ose bedeutet: die degenerative (abnützungsbedingte) Veränderung eines Organs oder Körperteils betreffend, zum Beispiel Arthrose.

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» OSM
Osteosynthesematerial; operative Behebung eines Knochenbruchs mit Implantaten (also Nägeln oder Platten z. B.) oder auch eine Spondylodese.

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» Ossär
"den Knochen betreffend" oder "knöchern"

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» Osteochondrose
Unter einer Osteochondrose versteht man eine Veränderung des Bandscheibenknorpels (griech. chondron = Knorpel) mit einer begleitenden Reaktion des Wirbelkörpers (griech. osteon = Knochen). »
Typischerweise sieht man im Röntgenbild bei einer Osteochondrose eine Höhenminderung des Bandscheibenraumes. Als Ursache kommt am häufigsten ein Verschleiß in Frage, z.B. durch eine lang andauernde Überlastung der Bandscheibe.

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» Osteochondrosis dissecans
Die Osteochondrosis dissecans (OD, auch angloamerikanisch Osteochondritis dissecans) ist die umschriebene aseptische Knochennekrose unterhalb des Gelenkknorpels, »
die mit der Abstoßung des betroffenen Knochenareals mit dem darüberliegenden Knorpel als freier Gelenkkörper (Gelenkmaus) enden kann. Sie kann die meisten Gelenke des menschlichen Körpers betreffen, sie tritt aber vor allem im Kniegelenk, im oberen Sprunggelenk und im Ellbogengelenk auf.

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» Osteodensitometrie
Knochendichtemessung

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» Osteologie
Die Lehre vom Knochen, die den Aufbau, Struktur und funktionelle Anatomie beinhaltet.

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» Osteolyse
Abbau und Auflösung von Knochengewebe.

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» Osteomyelitis
Bei der endogenen Osteomyelitis werden die Keime von einem Infektionsherd außerhalb des Knochens, z.B. aus den Kieferhöhlen, über den Blutweg in das Knochenmark verschleppt und siedeln sich dort an. »
Die exogene Osteomyelitis entsteht als Folge von Unfällen (= posttraumatisch) oder Operationen (= postoperativ). Dabei dringen Erreger von außen in den Knochen ein und breiten sich dort aus. Besonders gefährdet sind Regionen mit verminderter Durchblutung. Zu unterscheiden sind auch hier akute und chronische Verläufe.

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» Osteon
griechisch = Knochen

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» Osteonekrose
Abgestorbener Knochenbezirk, meistens hervorgerufen durch örtliche Durchblutungsstörungen.

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» Osteopathie
Die Osteopathie gehört zum Bereich der manuellen Therapieform - das Ziel ist im Wesentlichen die Heilung von Bewegungseinschränkungen. »
Die Osteopathie versteht sich selbst als ganzheitliche Medizin, die Körper, Geist und Seele mit einbezieht. Bei der Therapie sind Atmung, An- und Entspannung und Lagerung des Körpers wichtig.

Es geht dabei um das Erkennen und Befreien von so genannten Blockaden im Bewegungsapparat, den inneren Organen, und dem zentralen Nervensystem. Der Osteopath behandelt dabei nicht nur Probleme des Bewegungsapparates wie z.B. an Gelenken, Muskeln und Sehnen - sondern auch andere Krankheitsformen wie Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Atemprobleme und auch gynäkologischen Beschwerden.

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» Osteopenie
Vorstufe der Osteoporose.

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» Osteoporose
Erkrankung des Knochens, die ihn für Brüche (Frakturen) anfälliger macht. Die auch als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Knochendichte durch den übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz und -struktur. »
Die erhöhte Frakturanfälligkeit kann das ganze Skelett betreffen.

Die Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung im höheren Lebensalter. Am häufigsten (95 Prozent) ist die primäre Osteoporose, das heißt diejenige Osteoporose, die im Gegensatz zur sekundären Osteoporose nicht als Folge einer anderen Erkrankung auftritt. 80 Prozent aller Osteoporosen betreffen postmenopausale Frauen. 30% aller Frauen entwickeln nach der Menopause eine klinisch relevante Osteoporose. Sekundäre Osteoporosen sind seltener (5%), wobei Erkrankungen, die eine Behandlung mit Glukokortikoiden während einer längeren Zeitspanne erfordern und/oder zu einer Immobilisation führen, im Vordergrund stehen.

Häufige Folgen der Osteoporose sind Knochenbrüche. Nach Häufigkeit sortiert sind dies: Wirbelkörper-Einbrüche (Sinterungen), Hüftgelenksnahe Oberschenkelknochenbrüche (und a. Schenkelhalsfraktur), Handgelenksnahe Speichenbrüche (distale Radiusfraktur), Oberarmkopfbruch (subcapitale Humerusfraktur), Beckenbruch.

Außerdem besteht eine vermehrte Anfälligkeit für Frakturen an anderen Stellen des Skeletts.

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» Osteosynthese
Fixation von Knochen oder deren Teile zu einem Ganzen.

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» Osteotomie
Die Osteotomie bezeichnet ein in der Chirurgie angewandtes Operationsverfahren, bei dem ein oder mehrere Knochen gezielt durchtrennt werden.

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» OT
Orthopädietechniker

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» Ott-Zeichen
Messung für die Entfaltbarkeit der Brustwirbelsäule. Von C7 wird die Wirbelsäule 30 cm nach unten markiert. Bei maximaler Beugung des Rumpfes verlängert sich die Strecke um ca. 3 cm.

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» Paket
Ausdruck in der Schroth-Therapie für den Rippenbuckel, der auf der konvexen Seite der Brustwirbelsäule, gegenüber der schwachen Seite liegt.

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» Palpation
Tastuntersuchung der Körperoberfläche, der Gelenke und der zugänglichen Körperhöhlen (innere Organe) mit einem oder mehreren Fingern oder mit den Händen. »
Bei der Palpation werden Größe, Form, Struktur, Elastizität, Konsistenz, Beweglichkeit, Temperatur und Schmerzempfindlichkeit beurteilt und Seitenvergleiche sowie Vergleiche mit anderen Körperregionen angestellt.

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» para
neben, seitlich

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» Paramedian
Neben der Mitte gelegen.

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» Paraplegie
Querschnittlähmung. Schlaffe oder krampfartige Lähmung der unteren Körperhälfte und der Beine nach einer Schädigung des Rückenmarks. »
Sämtliche Verbindungen von und zum Hirn unterhalb dieser Verletzung funktionieren nicht mehr, Gefühlsempfindungen und die Steuerung der Muskulatur sind nicht mehr möglich. Die Tetraplegie ist die vollständige Lähmung aller vier Extremitäten. Bei der Hemiplegie ist eine Körperseite gelähmt.

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» paraspinal
neben dem Wirbelkanal

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» Parästhesie
Missempfindungen, Ameisenkribbeln, teilweises Taubheitsgefühl. Vollständiges Taubheitsgefühl wäre Anästhesie.

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» paravertebral
neben der Wirbelsäule

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» Paravertebralanästhesie
Verfahren zur Lokalanästhesie, bei dem durch Injektion eines Lokalanästhetikums neben die Wirbelsäule, vorzugsweise die Lendenwirbelsäule, eine zeitweise Funktionsminderung der Ganglien des sympath. Grenzstrangs erreicht wird. »
Anwendung bei Gefäßerkrankungen und Spasmen. Hat max. Gefäßerweiterung im versorgten Gebiet zur Folge. Außerdem wird die Schmerzleitung über die jeweiligen Spinalnerven eingeschränkt.

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» paravertebrale Muskulatur
Muskulatur neben der Wirbelsäule.

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» Parese
Teilausfall motorischer Fähigkeiten mit lähmungsartiger Schwäche.

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» paroxysmal
Anfallsartig; innerhalb von Minuten eintretend (bestimmte Kopfschmerzen), innerhalb von Sekunden eintretend (epileptischer Anfall) oder blitzartig auftretend (bestimmte Gesichtsschmerzen).

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» partiell
teilweise, Teile vom Ganzen

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» Pat.
Patient

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» pathologisch
Im Klinikjargon häufig bei der Befundung von Krankheitszeichen gebräuchlich und bei Veränderungen, die technisch nachgewiesen werden. Die Abwesenheit einer Veränderung heißt ohne (pathologischen) Befund.

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» PDI
Peridurale Infiltration

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» Pelvis
Becken

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» peri
Vorsilbe, "um etwas herum"

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» Periarthritis humero scapularis
Schmerzen durch Entzündung des Weichteilgewebes an der Schulter.

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» peridural
Um die harte Rückenmarkshaut herum.

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» Periduralanästhesie
ist eine Form der Regionalanästhesie. Sie bewirkt die zeitweilige, umkehrbare Funktionshemmung von ausgewählten Nervensegmenten, »
führt dabei zu Sympathikolyse, Empfindungslosigkeit, Schmerzfreiheit und Hemmung der aktiven Beweglichkeit im zugehörigen Körperabschnitt und ermöglicht die Durchführung unangenehmer (etwa schmerzhafter) medizinischer Prozeduren.

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» peridurale Fibrose
Narbengewebe nach OP

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» Peridurale Schmerztherapie
Häufig lassen sich Rückenschmerzen nicht einer Nervenwurzel eindeutig zuordnen. In diesen Fällen eignet sich die peridurale Therapie. »
Unter Röntgen- oder CT- Kontrolle führt der Arzt eine dünne Kanüle in den fettgefüllten Raum der den Duralsack im Spinalkanal einschließt ein und setzt dort eine Medikamentendepot bestehend aus Cortison als Depotpräparat und einem Schmerzmittel.

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» peripher
kreisförmig um einen Punkt

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» Periradikuläre Therapie
Perkutane Applikation von Medikamenten lokal an eine Nervenwurzel (Radix) im Rahmen der Schmerztherapie von radikulären (ausstrahlenden) Schmerzen bei nachgewiesenen Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule.

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» perkutan
Durch die Haut hindurch.

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» Perkutane Laser-Diskusdekompression
PLDD, Laser-Nukleotomie »
Bei einer krankhaften Veränderung der Bandscheibe kann Gewebe austreten und auf einen Nerv drücken. Bei der computergesteuerten Bandscheiben-Operation mit Lasersonde wird unter computertomografischer Kontrolle die Lasersonde über eine spezielle Kanüle direkt in die Bandscheibe eingeführt. Das Bandscheibengewebe wird vorsichtig teilweise verdampft bzw. abgetragen, eingewachsene Nervenenden werden verödet und die Bandscheibe insgesamt etwas geschrumpft Es kommt dadurch zur Druckentlastung des schmerzenden Nerven. Durch eine Testinjektion in die Bandscheibe (Diskografie) wird zuvor sicher gestellt, dass die Schmerzen tatsächlich von einer geschädigten Bandscheibe ausgehen.

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» Perkutane Nukleotomie
Dieses Verfahren ist besonders geeignet für Patienten mit beinbetonten Rückenschmerzen und einer Symptomatik die sich auf eine Wurzel zurückführen lässt. »
Unter CT-Kontrolle wird dazu eine Kanüle eingebracht und durch den Anulus fibrosus hindurch bis ins Bandscheibenfach vorgeschoben. Anschließend wird mit einem Sauggerät der Nucleus pulposus teilweise abgesaugt. Insgesamt werden auf diese Weise 1 bis 5g Bandscheibenmaterial abgetragen.

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» Perlsche Schaukel
Eine sanfte Extension der Lendenwirbelsäule, die der Patient selbst steuern kann und so zur Anregung der Lebensenergie Qi führt.

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» persistierend
Fortbestehend, anhaltend (z.B. persistierende Dorsalgie = fortbestehende/anhaltende Rückenschmerzen).

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» PHS
Periarthritis humero scapularis; Schmerzen durch Entzündung des Weichteilgewebes an der Schulter.

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» Physikalische Therapie
Physiotherapie, Krankengymnastik

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» physiologisch
Die Lehre von den Lebensvorgängen (in gesunden Lebewesen) betreffend.

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» Physiotherapie
Form der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln; im Zentrum steht das an die Fähigkeiten des Patienten angepasste Vermitteln (Lehren) physiologischen Bewegungsverhaltens. »
Die Physiotherapie orientiert sich bei der Behandlung an den Beschwerden und den Funktions- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Patienten, die in Form eines Befundes sichtbar gemacht werden. Sie nutzt primär manuelle Fertigkeiten des Therapeuten, gegebenenfalls ergänzt durch natürliche physikalische Reize (z. B. Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrizität) und fördert die Eigenaktivität (koordinierte Muskelaktivität sowie die bewusste Wahrnehmung) des Patienten. Die Behandlung ist an die anatomischen und physiologischen, motivationalen und kognitiven Gegebenheiten des Patienten angepasst. Dabei zielt die Behandlung einerseits auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus (z. B. Muskelaufbau und Stoffwechselanregung), andererseits auf ein verbessertes Verständnis der Funktionsweise des Organismus (Dysfunktionen/Ressourcen) und auf eigenverantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper ab. Das Ziel ist die Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung der Gesundheit und dabei sehr häufig die Schmerz-Reduktion.

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» plana
platt, flach

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» PLDD
Perkutane Laser-Diskusdekompression

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» Pleuraerguss
Abnorme Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle, dem schmalen Spalt zwischen den Pleurablättern. Diese Flüssigkeit befindet sich also im Brustkorb zwischen der Lunge und den Rippen. »
Der Begriff "Wasser in der Lunge" ist somit nicht korrekt, es handelt sich vielmehr um "Flüssigkeit um die Lunge herum".
Auch beim Gesunden sind die Pleurahöhlen mit jeweils ca. 50 ml einer eiweißreichen Flüssigkeit gefüllt, die den Lungen als Gleitschicht Bewegungsfreiheit beim Ein- und Ausatmen verschafft.

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» PLIF
Operationstechnik zum Verschmelzen von Lumbalwirbeln mittels Herausnahme der Bandscheibe und Ersatz dieser durch einen Titankorb (cage). »
Danach werden die Wirbel noch durch einen Fixateur interne (Transpedikuläre instrumentierte dorsale WK-Fusion) stabilisiert. PLIF ist eine Versteifungsoperation an der Wirbelsäule (Spondylodese).

Im Gegensatz zu der ALIF (anterior lumbar intervertebral fusion),wird diese OP von posterior, also von hinten, durchgeführt. Eine chirurgische Variante des PLIF ist der TLIF ("transforaminal lumbar interbody fusion").

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» PML
prämedullärer Raum; Nervenwasserraum um das Rückenmark

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» PMT
Pulsierende Magnetfeld Therapie

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» Pneumothorax
Der Pneumothorax ist ein meistens akut auftretendes, je nach Ausprägung lebensbedrohliches Krankheitsbild, bei dem Luft in den Pleuraspalt gelangt und damit die Ausdehnung eines Lungenflügels oder beider Lungenflügel behindert, »
so dass diese für die Atmung nicht oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Die Ausprägung reicht von minimalen Luftmengen, die vom Patienten kaum bemerkt werden, über einen Lungenkollaps bis hin zum Spannungspneumothorax, bei dem beide Lungen und die Herz-Kreislauffunktion drastisch eingeschränkt sein können, so dass akute Lebensgefahr besteht.

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» Polyarthritis
Rheumatische Gelenkerkrankung mit gleichzeitigem Befall mehrerer Gelenke.

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» Polyarthrose
Arthroseerkrankung von drei oder mehr Gelenkregionen.

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» Polyneuropathie
Schädigung der Nerven oder Teilen davon.

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» posterior
Aufnahmerichtung beim Röntgen / MRT von vorne (anterior (Brust)) nach hinten (Rücken).

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» Postnukleotomiesyndrom
Nach einer Operation auftretende Beschwerden.

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» postoperativ
Nach der Operation.

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» prämedullärer Raum
Nervenwasserraum um das Rückenmark

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» präoperativ
Vor der Operation

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» Prävention
Vorbeugende Maßnahmen, um ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden. Ganz allgemein kann der Begriff mit "vorausschauender Problemvermeidung" übersetzt werden.

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» Primärkorrektur
Korrektur einer Wirbelsäulenverkrümmung im Korsett.

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» Primärkrümmung
Eine Skoliose setzt sich aus einer Primär- und Sekundärkrümmung zusammen. Die Primärkrümmung ist die Hauptkrümmung einer Skoliose (meistens im BWS-Bereich nach rechts), »
die Krümmung ist stärker ausgeprägt, die Wirbel sind stärker deformiert und stärker verdreht/rotiert. Daraus folgen kompensatorische Krümmungen der darüber bzw. darunter liegenden Wirbelsäulenabschnitte.

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» Primärstabil
Sofort stabil, ohne Fremde Hilfe (z. B. bei Versteifungs-OPs - in der Regel ist keine anschließende Korsett-Therapie nötig).

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» Processus
Fortsatz

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» Processus uncinati
Spaltung der Zwischenwirbelspalten in der HWS.

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» progredient
Das Fortschreiten einer Krankheit bzw. eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustands. Bei Skoliose der Wirbelsäule kommt es während pubertärer Wachstumsschübe zu einer progredienten Zunahme des Krümmungswinkels.

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» Progredienz
Das Fortschreiten einer Krankheit bzw. eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustands. Bei Skoliose der Wirbelsäule kommt es während pubertärer Wachstumsschübe zu einer progredienten Zunahme des Krümmungswinkels.

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» Prolaps
Bandscheibenvorfall

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» Proliferation
Gewebewachstum, Gewebevermehrung

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» prolongiert
sagt man im Falle einer überdurchschnittlich langen Krankheits- oder Symptomdauer.

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» Prophylaxe
Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten.

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» Protrusion
Bandscheibenvorwölbung

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» proximal
Zum Körper hin gelegen oder verlaufend.

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» PRT
Periradikuläre Therapie

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» Pseudoarthrose
Falschgelenkbildung. Diese entsteht, wenn nach einem Knochenbruch der Bruch nicht verheilt und sich diese Stelle wie ein Gelenk verhält, die Knochenteile also zueinander beweglich bleiben.

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» pseudoradikulär
Scheinbare Krankheitsanzeichen, ähnlich der Symptome, welche von einer Nervenwurzelreizung ausgehen, aber nicht daher kommen.

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» pseudoradikuläre Symptomatik
Krankheitszeichen die auf eine scheinbare Beteiligung von Nervenwurzeln hinweisen.

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» Psoriasisarthropathie
Bei der Psoriasis-Spondarthropathie handelt es sich um eine chronisch entzündliche Erkrankung des Bewegungsapparates in Kombination mit der Hauterkrankung Psoriasis (Schuppenflechte).

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» PSR
Patellar Sehnen Reflex

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» PST
Pulsierende Signal Therapie

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» Punktion
Unter Punktion wird in der Medizin das zielgenaue Setzen eines spitzen Instruments zum Beispiel einer Hohlnadel verstanden.

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» QFS
Querfortsatz des Wirbelkörpers

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» Querfortsatz
Der paarige Querfortsatz (Processus transversus) dient zum Ansatz von Bändern und Muskeln. Bei den Brustwirbeln bilden die Querfortsätze auch eine gelenkige Verbindung zur gleichzahligen Rippe. »
Die Querfortsätze des 6. bis 1. Halswirbels sind in Längsrichtung durch ein Loch (Foramen transversarium) durchbohrt. Diese Löcher bilden in ihrer Gesamtheit einen Kanal (Canalis transversarius), durch den die Arteria und Vena vertebralis sowie der Nervus vertebralis ziehen.

Bei Blockierungen werden die Querfortsätze mit rotiert und sorgen so für eine Verengung des Spinalnerven-Austritts, die zu starken Schmerzen führen kann. Auch bei der Skoliose (Seitenverdrehung der Wirbelsäule) sind die Querfortsätze erheblich rotiert und können anfangs – im frühen Kindesalter (8.–10. Lebensjahr) – oft nur mit einem Korsett abgefangen werden.

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» Querschnittlähmung
Unter einer Querschnittlähmung (syn.: Paraplegie, spinales Querschnittsyndrom, Querschnittläsion, Transversalsyndrom) wird eine Kombination von Symptomen verstanden, die bei Unterbrechung der Nervenleitung im Rückenmark (Spinalisation) auftritt. »
Die Ursache können Verletzungen des Rückenmarks (z. B. bei Wirbelbrüchen), aber auch Tumore und andere spezielle Erkrankungen sein.

Bei einer Skoliose-OP liegt das Risiko einer Querschnittlähmung unter 1% - was aber nicht heißt, dass es nicht passieren kann!

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» Rachitis
Auf Störungen des Vitamin-D-Stoffwechsels beruhende Erkrankung mit Skelettveränderungen.

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» Racz-Katheter
Die Schmerzkatheter-Behandlung nach Prof. Racz dient zur Behandlung von schmerzenden Veränderungen im Bereich des Wirbelsäulenkanals. »
Dabei wird durch eine natürliche Knochenöffnung im Steißbein ein spezieller Katheter in den Wirbelkanal eingeführt. Diesen platziert der Arzt unter Röntgenkontrolle exakt an der entzündeten und eingeengten Stelle des Nerven. Dort werden über den Katheter verschiedene entzündungshemmende, schmerzstillende und narbenlösende Substanzen direkt an den Ort des Schmerzes gebracht. Zusätzlich wird mit konzentrierter Kochsalzlösung das umliegende Gewebe entwässert und geschrumpft, damit es nicht mehr auf den Nerven drücken kann.

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» Radikolyse
Operative Lösung von verwachsenen Nervenwurzeln.

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» Radikuläre Symptomatik
Die Nervenwurzel betreffend.

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» Radikulärer Schmerz
Beim radikulären Schmerz wird die Nervenwurzel z.B. durch Kompression durch einen Bandscheibenprolaps gereizt. Beim pseudoradiklären Schmerz sind Veränderungen im Bereich der kleinen Wirbelgelenke die Ursache.

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» Radikulitis
Nervenwurzel-Entzündung, zum Beispiel nach Diskushernie.

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» Radiologie
Die Radiologie ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Anwendung von elektromagnetischer Strahlen und mechanischer Wellen zu diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Zwecken befasst. »
Die Radiologie gliedert sich in die Gebiete Diagnostische Radiologie und Strahlentherapie. (Die Nuklearmedizin ist seit Jahren eine eigenständige Fachrichtung.) Zur Diagnostischen Radiologie gehören als Teilgebiete die Neuroradiologie und die Kinderradiologie. Es gibt weitere Schwerpunkte wie die Interventionelle Radiologie. Von Bedeutung für die fachärztliche Tätigkeit sind auch Fragen des Strahlenschutzes.
Die bildgebenden Verfahren in der diagnostischen Radiologie umfassen die Projektionsradiografie und die Schnittbildverfahren: Röntgen-Computertomografie, Sonografie und Magnetresonanztomografie. Bei all diesen Verfahren können Substanzen eingesetzt werden, die die Darstellung bzw. Abgrenzung bestimmter Strukturen erleichtern oder Aufschluss über die Funktion eines Systems geben. Diese Substanzen bezeichnet man als Kontrastmittel. Die Auswahl des Verfahrens und die Entscheidung, Kontrastmittel einzusetzen, richten sich nach der klinischen Fragestellung und einer Kosten/Risiko-Nutzen-Abwägung.

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» radiologisch
durch Röntgen feststellbar

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» Radix
(Nerven-)Wurzel

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» Rahmouni
Rahmouni, Amor; Orthopädiemechanikermeister in Stuttgart, der derotierende, aufrichtende Rumpforthesen herstellt.

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» Raimondi
Rotationsbestimmung nach Raimondi »
Diese Methode der Rotationsermittlung wird am Röntgenbild durchgeführt. Als Messpunkte werden in der Frontalaufnahme die rechte und linke Seitenbegrenzung des Wirbels und der Mittelpunkt der konvexseitigen Bogenwurzel benötigt. Mit diesen Messpunkten errechnet man die Breite des Wirbels (x) und den Abstand der Mittellinie der konvexseitigen Bogenwurzel zum konvexseitigen Wirbelkörperrand (y). Die gemessenen Werte werden in Millimeter angegeben, über die Zuordnung der gemessenen x- und y-Werte kann man aus einer Tabelle die entsprechende Gradzahl der Wirbelrotation ablesen.

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» RBR
Rippenbuckelresektion

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» reaktiv
rückwirkend

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» Recessus
Hohlraum / Loch

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» rechts konvex
Nach rechts außen gewölbt.

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» rechtslateral
seitlich rechts

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» Redzidivierende Schmerzen
Periodisch, in gewissen Zeitabständen wiederkehrende Beschwerden.

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» Reflextherapie
Therapie, die über Reflexe, Durchblutung und Funktion vom Behandlungsort entfernte Gewebe und Organe beeinflusst.

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» Regredienz
Rückbildung, Besserung

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» Reha
Rehabilitation »
In der Medizin bezeichnet er den Einsatz und die Wirkung von Maßnahmen, die darauf zielen, die körperlichen, psychischen und sozialen Folgen einer Behinderung bzw. Aktivitätseinschränkung (engl. früher: Disability, jetzt: Activity) und Störung der Teilhabe (früher: Handicap, jetzt: Participation) auf ein Minimum zu beschränken.

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» Reklination
Das Zurückbiegen der verkrümmten Wirbelsäule.

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» Release
lösen, entspannen, freisetzen, öffnen, ausdrücken, loslassen

Nach oben

» remittiert
(remittierend) für Heilung bzw. rückläufige Beschwerden

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» Resektion
Operative Teil-Entfernung (z.B. des Rippenbuckels).

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» Residuen
zurück, rückwärts (dorsal)

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» Retrokurvation
Rückwärtsbiegung

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» Retrolisthesis
Wirbelgleiten nach hinten (dorsal)

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» Retrospondylose
Krankhafte Veränderung der Wirbelkörper nach dorsal.

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» Rett-Syndrom
Beim Rett Syndrom handelt es sich um eine schwerwiegende Entwicklungsstörung, die nur weibliche Kleinkinder betrifft. Die Krankheit manifestiert sich zwischen dem 6. und dem 18. Lebensmonat. »
Das heimtückische Leiden tritt schleichend in Erscheinung und kann deshalb erst in späterer Zeit diagnostiziert werden. Es kommt zu einem Stillstand in der Entwicklung, wobei der Verlauf der Krankheit einen wichtigen Hinweis zur Diagnose bildet. In weiterer Folge verlernt das Kind bereits erworbene Fähigkeiten. Die Mädchen ziehen sich von ihren sozialen Kontakten zurück, verlernen die wenigen Wörter, die sie bis dahin gelernt haben und leiden oft unter epileptischen Anfällen. Auffallend sind die stereotypen Bewegungen der Hände, die sich als knetende Fingerbewegungen manifestieren. Durch den Rückzug des Kindes nach Auftreten der Krankheit wird oft fälschlicherweise frühkindlicher Autismus diagnostiziert.

Die letzte Phase der Erkrankung ist durch eine fortschreitende Skoliose und durch Muskelschwund gekennzeichnet.

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» reversibel
Umkehrbar; hier: rückführbar in den gesunden, normalen Zustand.

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» Revision
Erneute Durchführung einer Behandlung oder OP.

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» rezent
frisch aufgetreten, sich bildend

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» Rezessotomie
Erweiterung oder Eröffnung (OP) des Hohlraumes.

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» Rezessus lateralis
Schmale, seitliche Rille des Spinalkanals; Hohlraum des Foramen intervertebrale.

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» Rezessusstenose
Verknöcherung des Nervenwurzelloch des Wirbelkanals.

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» Rezidiv-Prolaps
Erneuter Bandscheibenvorfall der gleichen Höhe und Seite nach Operation.

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» rezidivierend
wiederkehrend; wiederholt auftretend

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» Rheuma
Sammelbegriff für stark unterschiedliche Krankheitsbilder mit verschiedenen Ursachen: »
Entzündliche rheumatische Erkrankungen (fortschreitend), degenerative (nach Abnützung) rheumatische Erkrankungen, extraartikuläre (nicht ein Gelenk betreffende) rheumatische Erkrankungen (zum Beispiel Weichteilrheumatismus), pararheumatische Erkrankungen (rheumatische Krankheiten infolge anderer Erkrankungen). Die typischen rheumatischen Symptome sind Schmerzen und Bewegungseinschränkung.

Entzündliche rheumatische Krankheiten sind oft fortschreitende Systemerkrankungen, die zur Zerstörung der betroffenen Gelenke führen. Polyarthritis.

Bei akuten Schmerzen des Bewegungsapparates eignen sich zur Linderung Kälteanwendungen; bei chronischen rheumatischen Schmerzen hat sich Wärme bewährt.

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» Rheumatoide Arthritis
Immunsystemerkrankung bei der überwiegend das Bindegewebe von Entzündungen betroffen ist. Symptomatisch für die rheumatische Arthritis sind Gelenkbeschwerden, die durch eine Entzündung der Gelenkinnenhaut sowie des Gelenkknorpels entstehen.

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» Rippenbuckel
Die mit der Skoliose zwangsläufig verbundene Drehung der Wirbelkörper führt zu einem Herausdrehen der Rippenansätze auf der Konvexseite der Krümmung. Der gleiche Vorgang führt konkavseitig zum Rippental.

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» Rippental
Flache Hälfte (Seite) des Rückens bei bestehendem einseitigen Rippenbuckel.

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» Risserzeichen
Gibt Auskunft darüber, inwieweit die Verknöcherung/das Wachstum des Skeletts vonstatten gegangen ist bzw. inwieweit noch mit Wachstum der Skoliose gerechnet werden kann.

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» Röbi
Röntgenbild

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» Röntgen
Auch Röntgendiagnostik steht für den Prozess des Durchstrahlens eines Körpers mit Röntgenstrahlen unter Verwendung eines Röntgenstrahlers sowie die Darstellung der Durchdringung des Körpers.

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» rostral
Zum Kopf gehörend, kopfwärts

Nach oben

» Rotation
Drehung oder Torsion der Wirbelkörper.

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» Rückenmark
Das Rückenmark ist der Teil des zentralen Nervensystems (ZNS), der innerhalb des Wirbelkanals verläuft. Es kann etwa 45 Zentimeter lang sein. Es beginnt am verlängerte Mark des Gehirns und verläuft im Wirbelkanal bis zur Höhe des 2. Lendenwirbels.

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» Rückgrat
Gesamtheit der hervorragenden Knochenpunkte, die der Mittellinie des Rückens entlang verlaufen und den Spitzen der Dornfortsätze der Wirbelknochen entsprechen.

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» rudimentär
bruchstückhaft, fragmentiert, nicht ausgebildet, rückständig oder verkümmert

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» Rundrücken
Verstärkte Kyphose der Brustwirbelsäule, häufig bei Morbus Scheuermann und bei Haltungsfehlern, vor allem bei Jugendlichen.

Nach oben

» Sacrum
Kreuzbein

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» sagittal
Von vorne nach hinten.

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» sakral
Zum Kreuzbein hin gelegen.

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» Sakralisation
Asymmetrische Verschmelzung des 5. Lendenwirbels mit dem Kreuzbein.

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» Scheuermann
Die Scheuermann-Krankheit, auch Morbus Scheuermann, Adoleszentenkyphose oder juvenile Kyphose, ist eine Wachstumsstörung der jugendlichen Wirbelsäule, welche zu einer schmerzhaften Fehlhaltung führen kann.

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» Schmerzgedächtnis
Wenn bei unbehandelten oder ungenügend behandelten Schmerzen die Schmerzsignale sich ständig wiederholen und immer wieder starke Schmerzreize die Nervenfasern durchlaufen, können sich diese dauerhaft verändern. »
Sie "erinnern" sich an den Schmerz und bilden ein Schmerzgedächtnis. Die Folge ist, dass selbst leichte Reize, wie Berührung, Wärme oder Dehnung, plötzlich als Schmerz empfunden werden. Die Schmerzreize können aber auch ohne eine äußere Einwirkung weitergeleitet werden. Dann hat der Schmerz seine sinnvolle Funktion verloren und ist zu einer eigenständigen Erkrankung geworden; dann spricht man von chronischem Schmerz.

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» Schmerztherapie
Unter dem Begriff Schmerztherapie werden alle therapeutischen Maßnahmen zusammengefasst, die zu einer Reduktion von Schmerz führen. »
Da insbesondere die Behandlung chronischer Schmerzen einen interdisziplinären Ansatz erfordert, wird dazu auch häufig der Begriff Schmerzmanagement verwendet. Dieser wird als Überbegriff für alle planenden, überwachenden und steuernden Maßnahmen verstanden, die für die Gestaltung einer effektiven Schmerztherapie erforderlich sind. Unter diesem Begriff werden Aspekte wie schmerzverursachende Eingriffe, schmerztherapeutische Maßnahmen, betroffene Personen, die Dokumentation und die Organisation der Schmerztherapie zusammengefasst.

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» Schmorlsche Knorpelknötchen
Bei Morbus Scheuermann vorkommende knorpelig umgewandelte Bandscheibeneinbrüche in der Wirbelkörperdeckplatte.

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» Schober-Zeichen
Messverfahren für die Beweglichkeit der Lendenwirbel. Durch eine maximale Vorwärtsbewegung vergrößert sich der Abstand vom Dornfortsatz bis zu einem ca. 10 cm in Richtung Schädel gelegenen Punkt um 4 - 6 cm.

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» Schonhaltung
Unnatürliche Körperhaltung, die der menschliche Körper spontan einnimmt, um Schmerzen zu vermeiden.

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» Schroth
Die dreidimensionale Skoliosebehandlung nach Katharina Schroth wird durch eine systematische Kombination physikalischer Anwendungen charakterisiert. »
Sensomotorische Feedback-Mechanismen werden genutzt, um das Haltungs- und Bewegungsempfinden der Patienten zu schulen. Fester Bestandteil der Behandlungsmethode ist die Drehwinkelatmung. Sie dient der Korrektur des skoliotischen Atemmusters wie auch der Korrektur der posturalen Komponente der Skoliose über dem langen Rippenhebel.

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» Schwache Seite
Ausdruck für das einseitige Rippental, auf der konkavseite der Brustwirbelsäule. Es liegt dem Paket gegenüber.

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» SD
Stufendiagnostik

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» Segment
Ein Segment ist ein bestimmter Abschnitt.

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» Sekundäre Skoliose
Als Folge einer anderen Erkrankung entstandene Skoliose.

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» Sekundärkrümmung
Eine Skoliose setzt sich aus einer Primär- und Sekundärkrümmug zusammen. Die Sekundärkrümmung ist die geringere Gegenkrümmung einer Skoliose (meistens im LWS-Bereich nach links).

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» Semipermeable Grenzschicht
Halbdurchlässige Membranen die einen kontrollierten Soffwechselaustausch an den Bandscheibengrenzen möglich machen.

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» Sensorik
Das körpereigene System, das der Aufnahme und Weiterleitung von Reizen (Berührung, Temperatur, Gerüche usw.) dient.

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» Sequester
Abrutschen von Bandscheibenmaterial in den Spinalkanal.

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» Sequestrektomie
Operative Entfernung von losgelöstem Bandscheibenmaterial.

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» sinister
links

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» SIR
Stationäre Intensivrehabilitation

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» Situs
Abschnitt

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» Skelett
Das Knochengerüst, bestehend aus Schädel, Wirbelsäule und Becken, Brustkorb sowie Extremitäten (Armen und Beinen). Das Skelett besteht aus 206 Knochen.

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» Skelettalterbestimmung
Sie richtet sich an Eltern, deren Kind im Vergleich zu seinen Klassenkameraden auffällig klein oder auffällig groß ist und die sehr häufig wissen möchten, wie groß ihr Sprössling nach Abschluss des Wachstums sein wird. »
Die Kenntnis dieser voraussichtlichen Erwachsenengröße ist für die Therapieoptionen bei verschiedenen orthopädischen Erkrankungen, insbesondere bei Skoliosen und Beinlängendifferenzen, von entscheidender Bedeutung, da der Krankheitsverlauf mit einer solchen Untersuchung besser vorhergesagt und die therapeutischen Maßnahmen gezielt eingesetzt werden können. Die zu erwartende Körpergröße kann mit Hilfe der Skelettalterbestimmung relativ genau ermittelt werden. Diese Untersuchung sollte ungefähr zwischen dem 9. und 15. Lebensjahr durchgeführt werden.

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» Skoli
Umgangssprachlich für Skoliose oder Skoliotiker.

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» Skolimeter
Mechanischer oder elektronischer Neigungsmesser (Inklinometer). »
Ein Skoliometer ist ein mechanischer oder elektronischer Neigungsmesser (Inklinometer), der in der Orthopädie zur Vermessung von Rumpfasymmetrien, wie sie bei Skoliosen auftreten, eingesetzt wird.

Das Skoliometer wurde erstmals 1984 von Bunnel in der Literatur beschrieben. Es dient zur Neigungsbestimmung der Rückenoberfläche des beim Adam’s Vorneigetest nach vorne übergebeugten Patienten. Es zeichnet sich gegenüber herkömmlichen Neigungsmessern durch seine Aussparung in der Mitte aus, welche Raum für die herausstehenden Dornfortsätze lässt und es dadurch ermöglicht, das Gerät flach auf den Rücken des Patienten auflegen zu können.

Der ermittelte Skoliometerwert wird in Winkelgraden angegeben und stellt den Neigungswinkel der Rückenoberfläche zur Horizontalen dar. Er ist von Bedeutung beim Skoliose Screening in Schulen und ist eine wichtige Größe zur klinischen Verlaufskontrolle von Skoliosen, da er sich direkt proportional zur Wirbelkörperrotation verhält, welche bei einem Fortschreiten der Skoliose ebenfalls zunimmt.

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» Skoliose
Seitverbiegung der Wirbelsäule mit Rotation der Wirbelkörper.

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» Skoliotiker
Mensch mit Skoliose.

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» skoliotisch
Die Skoliose betreffend, sich auf die Skoliose beziehend.

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» SKS
Spinalkanalstenose

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» SMA-Staples
Technik zur Korrektur idiopathischer Skoliosen ohne Versteifung. Spezielle Klammern werden ind die Konvexität der Wirbelsäule eingesetzt. »
Minimalinvasives Verfahren, unter endoskopischer Kontrolle. Die Klammern ziehen sich unter Einfluss von Körperwärme zusammen (von Dr. Randy Betz aus Philadelphia eingeführt).

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» somatisch
körperlich

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» somatoforme Störungen
Seelische Störung mit überwiegend körperlichen Symptomen.

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» Sonographie
Ultraschall-Untersuchung

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» SOPF
Interne Abkürung für das Skoliose-OP-Forum.

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» Spina bifida
"Wirbelspalt" oder "Spaltwirbel", auch "offener Rücken"; Neuralrohrfehlbildung, die unterschiedliche Ausprägungen haben kann und sich entsprechend unterschiedlich schwer auswirkt. »
Das zeitliche Fenster für die Entstehung dieser Fehlbildung liegt zwischen dem 22. und 28. Tag der Embryonalentwicklung, nämlich der Zeitspanne der sog. primären Neurulation, also der Bildung des Neuralrohrs aus der Neuralplatte sowie dessen Verschlusses – im Falle der Spina bifida des unteren Endes.

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» spinal
Zur Wirbelsäule oder auch zum Rückenmark gehörend.

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» Spinalanästhesie
Rückenmarksnahe Anästhesieart, durch Einstich im Bereich der Wirbelsäule und Injektion eines Betäubungsmittels in den Flüssigkeitsraum, der das Rückenmark umgibt, können gezielt Regionen der unteren Körperhälfte betäubt werden.

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» Spinalkanal
Der Wirbelkanal oder Spinalkanal (Canalis vertebralis) ist der von den Wirbellöchern gebildete Kanal innerhalb der Wirbelsäule, in dem das Rückenmark verläuft. »
Er läuft vom ersten Halswirbel durch die Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule bis zum Kreuzbein. Bauchwärts (ventral) wird der Kanal abwechselnd durch die Wirbelkörper (Corpora vertebrae) und die Bandscheiben (Disci intervertebrales), rückenwärts (dorsal) durch die Wirbelbögen (Arcus vertebrae) begrenzt. Zwischen den jeweiligen Wirbelkörpern gibt es eine Austrittsöffnung aus dem Wirbelkanal für den jeweiligen segmentalen Spinalnerven, das Foramen intervertebrale.

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» Spinalkanalstenose
Verengung des Wirbelkanales. Sie tritt meistens im Bereich der Lendenwirbelsäule auf. Das häufigst betroffene Segment ist zwischen 3. und 4. sowie 4. und 5. Lendenwirbelkörper. »
Der klinische Befund ist zunächst uncharakteristisch. Funktionsstörungen und Schmerzen oder auch Reizungen der Ischiasnerven können durch sehr unterschiedliche krankhafte Veränderungen der Lendenwirbelsäule bedingt sein. Typisch für die spinale Stenose ist das Symptom der Claudicatio spinalis. Der Patient klagt über ziehende Schmerzen an der Vorder- oder Rückseite der Beine, wenn er eine kurze Strecke gegangen ist. Die Schmerzen bessern sich, wenn er sich hinsetzt oder den Oberkörper vorbeugt. Diese Schonhaltungen geben bereits erste Hinweise. Sie werden so eingenommen, dass der Spinalkanal durch das Beugen relativ weiter wird und die Reizung der Nervenstrukturen vermindert. Wenn die Patienten in extremen Fällen nur noch in der Lage sind, weniger als 100 m zu gehen, sind weitere Diagnostik und Therapie erforderlich. Die normale Röntgendiagnostik zeigt bereits erste Hinweise, der Nachweis kann mittels MRT Untersuchung erfolgen.

Die Stenose verläuft häufig progredient und schreitet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fort. Nach einigen Jahren kommt es jedoch meist zu keiner Verschlechterung mehr. Neurologische Ausfälle sind selten.

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» Spinalnerv
Aus dem Rückenmark entspringenden Nerven. Sie gehören zum Peripheren Nervensystem. In Höhe eines jeden Wirbels tritt ein solches Spinalnervenpaar aus dem Wirbelkanal.

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» Spirometrie
Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Lungen-Funktionsprüfung. Dabei werden Lungen- und Atemvolumina gemessen und grafisch im Spirogramm dargestellt. »
Die Lungenvolumina werden mit Hilfe eines Spirometers bestimmt. Über ein Mundstück atmet der Patient in ein Atemrohr, wobei die Nase mit einer Nasenklemme verschlossen wird. Das Spirometer misst elektronisch die Kraft, mit der ein- und ausgeatmet wird, sowie die Menge der geatmeten Luft pro Zeit. Das Gerät bildet die Luftmengen, die bei diesen Atemzügen bewegt werden, grafisch ab. So lassen sich Messwerte aus verschiedenen Tests direkt miteinander vergleichen.
Durch Messung der Lungenvolumina lassen sich Lungenerkrankungen diagnostizieren und deren Verlauf kontrollieren. Die Normalwerte sind von Körpergröße, Geschlecht und Alter abhängig.

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» Spondyl
Wirbelknochen

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» Spondylarthropathien
Entzündlich rheumatische Erkrankungen mit Veränderungen vorwiegend der Wirbelsäule.

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» Spondylarthrose
Verschleißbedingte Wirbelsäulenerkrankung. Die Wirbelgelenke, welche die Wirbelkörper miteinander verbinden, entwickeln durch Fehlbelastung und Abnützung eine krankhafte Veränderung (Arthrose). »
Das kann zu einer ausgeprägten Verkrümmung (Skoliose) einzelner Wirbelsäulenabschnitte führen. Die Diagnose, die anhand eines Röntgenbildes erstellt wird, ist oft schwierig, da die Spondylarthrose dem physiologischen Alterungsprozessen sehr ähnlich ist.

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» Spondylitis ankylosans
Morbus Bechterew

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» Spondylodese
Spondylodese (Wirbelkörperverblockung) ist eine Operation zur Versteifung von 2 oder mehr Wirbelkörpern. Diese Art der Operation dient der Behebung oder der Verhütung einer Instabilität der Wirbelsäule.

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» Spondylolisthese
Wirbelgleiten

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» Spondylolyse
Degenerativ, entzündlich, tumorös oder traumatisch bedingte Erkrankung der Wirbelsäule mit einer Defektbildung an den Wirbelkörpern.

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» Spondylophyten
Kleine, als Langzeitreaktion auf eine Fehlbelastung entstandene Fortsätze an den Wirbelkörpern, auch Rabenschnabelfortsätze genannt. »
Die, wenn die Bandscheiben (Polster) zu schmal werden, sich gegeneinander abstützen und so ziemlich unangenehme Schmerzen verursachen können, je nach Lage manchmal sogar austretende Nervenwurzeln beeinträchtigen.

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» Spondylose
Erkrankung der Wirbelsäule, es handelt sich dabei um degenerative Veränderungen der Wirbelkörper und Bandscheiben. Mit zunehmender Abnutzung der Bandscheiben nähern sich die Wirbelkörper einander und reagieren mit einer Randzackenbildung.

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» Stabilisation
Bei chronischen Wirbelsäulenleiden, zum Beispiel bei Abnützung oder Spondylolisthesis, ist die muskuläre Stabilisation mit Physiotherapie, begleitetem Krafttraining, Rückengymnastik häufig die Therapie der Wahl. »
Bei akuten Beschwerden werden die Halswirbelsäule mit einem Schaumstoffkragen, die Lendenwirbelsäule mit einem Stützgurt für kurze Zeit stabilisiert. Bei schwerer Instabilität ist gelegentlich eine operative Versteifung nötig.

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» Steißbein
Das Steißbein ist vermutlich ein Relikt unserer entferntesten Vorfahren, die noch einen Schwanz hatten. Beim Menschen sind die drei bis vier verschmolzenen Wirbelreste funktionslos.

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» Stenose
Einengung

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» Steroide
Steroide sind eine Klasse von Naturstoffen. Steroide kommen in Tieren, Pflanzen und Pilzen vor. Im Menschen sind sie auch als Hormone der Nebennierenrinde (Corticosteroide) von Bedeutung. »
Kortison wird in speziellen Fällen in geringen Dosen bei der speziellen Injektiontherapie an der Wirbelsäule mit infiltriert. Es neutralisiert die schmerzproduzierenden Stoffe im Entzündungsgebiet zwischen Bandscheibenvorfall und gereizte Nervenwurzel. Bevorzugt werden Kortisone mit hoher Rezeptoraffinität, wie z.B. Triamcinolon appliziert.

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» Stufendiagnostik
Um die Erkrankung und die genaue Schmerzursache an der Wirbelsäule zu lokalisieren, können wirbelsäulennahe Injektionen gesetzt werden. »
Mit feinen Injektionsnadeln können Muskeln, Wirbelgelenke, Iliosakralgelenke (Beckenfugengelenke) und Nervenwurzeln mit örtlichen Betäubungsmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten infiltriert werden, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen.

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» Stufenlagerung
Rückenlage mit 90 Grad angewinkelten Hüft- und Kniegelenken durch Auflegen der Unterschenkel auf einen Würfel oder Stuhl.

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» sub
Vorsilbe "unter" oder "unterhalb"

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» subakut
Wird für eine klinisch weniger heftige Symptomatik als akut, zeitlich zwischen akut und chronisch mit einer Dauer von zwei bis vier Wochen verwendet.

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» subchondral
Der Gelenkknochen, auf dem der Knorpel aufliegt.

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» Subchondrale Sklerosierung
Eine Knochenverdichtung der gelenknahen Knochensubstanz durch die zu hohe Druckbelastung in Folge einer Knorpelverletzung.

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» subchronisch
Entspricht von der Dauer chronisch, aber mit geringer ausgebildeter Symptomatik.

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» subklinisch
Wird für Erkrankungen verwendet, die nur sehr geringe klinische Symptome zeigen.

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» subkutan
unter der Haut

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» subligamentär
Bandscheibenvorfall, der das Bandscheibenfach verlassen hat und nach kranial oder kaudal gewandert ist.

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» Subluxation
Blockierung

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» Subtraktionsosteotomie
OP-Verfahren, bei dem Knochen gezielt durchtrennt werden, ein vor der Operation in seinem Winkel errechneter Keil entfernt wird und in "close wedge" Operationstechnik in die gewünschte Position geschwenkt und mit Implantaten wieder fixiert wird.

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» superior
Oben liegend = kranial

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» Symptom
Krankheitszeichen

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» Syndrom
Krankheitsbild mit vieldeutigen, vielfältigen oder unbekannten Ursachen oder eine Gruppe von gleichzeitig zusammen auftretenden Krankheitszeichen.

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» Synostose
Knöcherne Verbindung zweier Knochen. In der Anatomie handelt es sich dabei um den Normalzustand, z. B. die knöcherne Verbindung der Kreuzwirbel zum Kreuzbein. »
Als klinischer Begriff ist damit ein pathologischer Zustand gemeint, z. B. die Kraniosynostose als vorzeitige intrauterine Verknöcherung einer oder mehrerer Knochennähte des Schädels. Nach Infektionen oder Verletzungen können sich Synostosen auch zwischen Knochen bilden, die vorher gelenkig miteinander verbunden waren, diese werden dann auch als Synarthrosen bezeichnet.

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» Synovia
Gelenkflüssigkeit

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» Synovialis
Gelenkinnenhaut

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» Szintigraphie
Nuklearmedizinische Untersuchungsmethode zur Beurteilung von Stoffwechselvorgängen in Geweben. Dabei wird eine radioaktiv markierte Substanz injiziert und die Verteilung dieser Substanz im zu untersuchenden Gewebe gemessen. »
In der Orthopädie kommt diese Methode besonders zur Untersuchung des Knochens zum Einsatz: Es lassen sich damit Entzündungen und Tumoren des Knochens darstellen.

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» Taping
Anbringen eines Klebeverbands für die kurzfristige Abstützung oder zur stabileren Bewegungsführung von Gelenken oder der Wirbelsäule. Wird zum Beispiel nach Verstauchungen angewandt.

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» tardiv
Ein langsamer oder verzögerter Eintritt der Erkrankung.

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» Tendinitis
Sehnen- oder Sehnenansatzentzündung

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» Tendinits calcarea
Durch die Kalkentstehung in der Muskelmanschette (sog. Rotatorenmanschette) unter dem Schulterdach entstehen sehr schmerzhafte Schulter-Arm-Syndrome. »
Beim Nichtgreifen der konservativen Therapie (Antiphlogistika, Injektionen, Kryotherapie und Stoßwellentherapie) sollte in einer arthroskopischen Schulteroperation das Kalkdepot entfernt werden.
Auf Grund lang anhaltender Beschwerden treten häufig Schonhaltungen, Kapselschrumpfungen oder Muskelverkürzungen ein, die intensiv krankengymnastisch nachbehandelt werden müssen.

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» Tendopathie
Sehnenerkrankung »
Man unterscheidet die (degenerative) Tendinose, die durch mechanische Überbeanspruchung entstanden ist und zum Beispiel häufig an der Schulter auftritt, und die entzündliche Tendinitis oder Tendovaginitis (Sehnenscheidenentzündung, häufig am Handgelenk bei stereotyper Fingerarbeit, etwa beim Tippen).

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» TENS
Die Abkürzung steht für Transkutane Elektrische Nerven-Stimulation, ist eine Form der Elektrotherapie, bei der schwache elektrische Ströme zur Schmerzbehandlung verwendet werden. »
Dabei kommen kleine tragbare Geräte zum Einsatz, die meistens über Batterien gespeist niederfrequente Ströme erzeugen. Die Übertragung der Ströme erfolgt durch Elektroden die mit einer Kontaktpaste versehen über dem Gelenk aufgeklebt werden. Die TENS-Therapie hat den Vorteil, dass man sich bei Bedarf selbst behandeln kann.

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» Tethered cord
("angebundene Schnur") meist eine angeborene Fehlbildung des Rückenmarkes. Seltener kann es auch in Folge von Narbenbildung nach einer Operation im Bereich der Lendenwirbelsäule entstehen. »
Dabei sind die Ausläufer des Rückenmarks, das Filum terminale, oft durch einen fibrösen Strang mit der Rückenmarkshülle verwachsen, sodass der untere Abschnitt des Rückenmarks, der conus medullaris ungewöhnlich tief verlagert wird (der sog. Konustiefstand). Als Folge hiervon können neurologische Störungen auftreten. Äußerlich erkennbare Zeichen der Erkrankung bestehen häufig in einer atypischen Behaarung und dem auftreten von Nävi im Bereich der Läsion. Therapie ist die chirurgische Entlastung des Rückenmarks durch Entfernung der Verwachsungen.

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» Tetrazepam
Tetrazepam ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Benzodiazepine, der insbesondere als Muskelrelaxans eingesetzt wird. Tetrazepam wird bei schmerzreflektorischer Muskelverspannung angewendet, »
insbesondere als Folge von Erkrankungen der Wirbelsäule und der achsennahen Gelenke und bei spastischen Syndromen, die auf eine krankhaft gesteigerte Muskelspannung zurückzuführen sind.

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» Thekalsack
Schlauch, der das Rückenmark enthält. Er dient dem Schutze des Rückenmarks und wird von der harten Hirnhaut gebildet. »
Das Rückenmark füllt den Sack nicht aus, insbesondere ist der Thekalsack (wie die Wirbelsäule) länger als das Rückenmark und enthält im unteren Teil nur noch Nervenwurzeln. Das ganze sieht pferdeschweifartig aus und heißt daher Cauda equina.
Der Thekalsack kann durch Bandscheibenvorfälle eingedellt werden. Die Bandscheiben und die Wirbelkörper liegen als Säule vor dem Thekalsack.

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» Therapie
Behandlung

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» Thermokoagulation der Wirbelgelenke
Diese Behandlung wird auch Thermosonden-Behandlung genannt. »
Steht eine degenerative Veränderung eines Wirbelgelenks als Ursache für den Rückenschmerz fest, kann eine Hitzesondenbehandlung der Wirbelgelenke durchgeführt werden. Unter CT-Kontrolle bringt man eine Thermosonde in den Bereich der schmerzenden Nervenfasern. Daraufhin wird der Nerv zur Kontrolle kurz stimuliert, bevor ein örtliches Betäubungsmittel gegeben und die Sondenspitze erhitzt wird. Auf diese Weise wird ein kleiner Bereich verödet, so dass die Leitung der Schmerzfasern unterbrochen wird.

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» thorakal
Zum Brustkorb gehörend

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» Thorakalsegment
Wirbelkörper der Brustwirbelsäule

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» Thorakalskoliose
Hauptkrümmung in der BWS.

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» thorakolumbal
Übergang zwischen BWS und LWS

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» Thorakolumbalskoliose
Brustkorb-Lendenwirbelverkrümmung mit 2 Bögen (Typ Double major)

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» Thorax
Brustkorb

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» Thoraxdrainage
Eine Thoraxdrainage dient zum Ableiten von Luft bzw. Blut aus dem Pleuraraum. »
Dabei wird der Thoraxraum eröffnet und ein Drainageschlauch eingeführt. Typische Platzierungen sind dabei der zweite Zwischenrippenraum in der Medioklavikularlinie (Monaldi-Drainage) oder der sechste Zwischenrippenraum in der mittleren bis hinteren Axillarlinie (Bülau-Drainage).
In der Regel wird eine TD gelegt, wenn die Lunge kollabiert wurde, was meistens der Fall bei einer ventralen OP ist. Dadurch wird im Thorax ein Unterdruck erzeugt und die Lunge kann sich wieder ausbreiten.

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» Thrombose
Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß bildet. Obwohl Thrombosen in allen Gefäßen auftreten können, ist umgangssprachlich meist eine Thrombose in den Venen (Phlebothrombose) gemeint.

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» TLIF
Transforaminale, lumbale, interkorporelle Fusion (Implantatsystem)

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» Torsion
Drehung oder Rotation der Wirbelkörper.

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» Tortikollis
Akutes Schmerzsyndrom, von welchem Kinder wie auch Erwachsene betroffen sein können. Ursache ist meist ein mechanischer Auslösemechanismus: »
Häufig wird das Gelenk zwischen dem 2. und 3. Halswirbel durch eine unkoordinierte oder ruckartige Bewegung oder eine monotone Kopfhaltung blockiert. In der Folge verspannt sich die Nackenmuskulatur, und die Fehlstellung des Gelenkes wird zusätzlich fixiert. Unterkühlungen oder entzündliche Erkrankungen des Nasen-Rachen-Raumes sind weniger häufige Ursachen.
Der Tortikollis setzt oft beim morgendlichen Erwachen ein und entwickelt sich rasch zum Vollbild mit starken Nackenschmerzen und Schiefhaltung des Kopfes. Ausstrahlungen in die Schulter, zwischen die Schulterblätter und in den Arm auf der gleichen Körperseite kommen vor, und schon die kleinste Bewegung verursacht starke Schmerzen.
Ein ähnliches Krankheitsbild kommt auch bei Neugeborenen vor. Allerdings ist dann das Gelenk zwischen dem 1. und 2. Halswirbel betroffen. Die Ursache ist eine ungünstige Lage des Kindes in der Gebärmutter. Oft ist der Tortikollis des Neugeborenen mit einer Deformation des Schädels verbunden; auch eine motorische Entwicklungsstörung kann sich in den ersten Lebensmonaten zeigen. In diesen Fällen kann eine gezielte osteopathische Mobilisation das normale Gelenkspiel wiederherstellen.

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» Traktionsaufnahme
Der Patient wird im Liegen unter Zug geröntgt. Dabei wird der Patient an Kopf und Fuß durch zwei Personen auseinander gezogen bzw. gestreckt. Auf der Röntgenaufnahme kann die Restbeweglichkeit der Skoliose beurteilt werden.

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» transitorisch
vorübergehenden Störungen

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» transpedikulär
Durch den Wirbelbogen

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» Trigger-Punkt
Lokale, kleine schmerzhafte Muskelverkrampfung, die auch Schmerzen an entfernten Körperstellen verursachen kann.

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» Tubus
Kunststoffschlauch, der als Beatmungshilfe in die Luftröhre eingeführt wird (Intubation).

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» Überdistraktion
Übermäßige Streckung von Körperteilen

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» Überempfindlichkeitsreaktion
Bei einer Überempfindlichkeitsreaktion wehrt sich das Immunsystem übertrieben stark gegen vermeintliche Krankheitserreger, wie zum Beispiel den Wirkstoff eines Medikaments. »
Die Abwehrreaktionen des Immunsystems können sehr unterschiedlich und auch mehr oder weniger heftig ausfallen. Typische Überempfindlichkeitsreaktionen sind Hautausschlag, Juckreiz, Schwitzen oder Schwindel. Immer wiederkehrende Überempfindlichkeitsreaktionen, die durch den Kontakt mit einem bestimmten Stoff ausgelöst werden, werden als Allergie bezeichnet.

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» Überkorrektur
Korrektur der Wirbelsäule in die entgegengesetzte Richtung, angestrebtes Korrekturziel bei der Korsett-Therapie.

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» Übertragungsschmerz
Nicht nur Rückenerkrankungen, auch Erkrankungen innerer Organe wie Niere, Gallenblase oder Darm führen zu einer Schmerzentwicklung an der Wirbelsäule, durch den so genannten Übertragungsschmerz. »
Beschwerden in Speiseröhre, Lunge und Arterien lösen beispielsweise Schmerzprojektionen an der Brustwirbelsäule aus. Daher empfiehlt es sich bei länger andauernden ungeklärten Beschwerden, auch innere Organe überprüfen zu lassen.

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» Unkarthrose
Arthroseform an der Halswirbelsäule. Die Arthrose befindet sich an den Unkovertebralgelenken, dies sind kleine Halbgelenke an der Halswirbelsäule zwischen benachbarten Wirbelkörpern.

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» Unkarthrotische Veränderung
Veränderung der Halbgelenke an der Halswirbelsäule.

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» Unkovertebralgelenk
Kleine Halbgelenke an der Halswirbelsäule zwischen einem Vorsprung der Deckplatte und der Abschlussplatte benachbarter Wirbelkörper.

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» USIS
Universal Spinal Instrumentation Systems (Implantatsystem)

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» UVG
Unkovertebralgelenk

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» Vakuumphänomen
Sichel- oder spaltförmige Aufhellung im Bereich des Gelenkspaltes der Bandscheibe, hervorgerufen durch einströmende Gewebsgase.

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» VATER-Syndrom
Syndrom mit verschiedenen Fehlbildungen,
Wird auch VACTERL-Syndrom genannt.
Das ist eine angeborene Fehlbildung, die die Wirbelsäule (=Vertebra, meist im untersten Bereich), die Analregion (=Anorectal, z.B. Nichtvorhandensein des Analausganges), das Herz (=cardial, z.B. Loch in der Herzwand, Speise- und Luftröhre (=Trachea, z.B. Fistelgang zwischen Speise- und Luftröhre bei Verkümmerung der Speiseröhre, Fehlbildung der Nieren (=renal, die Nieren betreffend) und des Speichenknochens der Arme (Limbs - Extremitätenfehlbildung) betrifft.

Ein stark ausgeprägtes Fehlbildungssyndrom, das bei 1,6 von 10.000 Lebendgeburten auftritt, wobei diabetische Mütter leich häufiger betroffen zu sein scheinen.
Für die Diagnose müssen mindestens 3 der oben genannten Fehlbildungen aufgetreten sein.

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» VDS
Ventrale Derotationsspondylodese (Implantatsystem)

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» Vegetatives Nervensystem
Wird auch autonomes Nervensystem genannt. Es steuert alle nicht beeinflussbaren Funktionen (Vitalfunktionen) des Körpers, wie zum Beispiel: Atmung und Stoffwechsel.

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» Ventilationsstörung
Störung der Atmung.

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» ventral
Von vorne

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» VEPTR
(vertical expandable prosthetic titanium rib) Vertikal eingebrachte Titanrippen zur Behandlung von angeborenen Wirbelsäulendeformitäten und Brustwanddeformität bei Kleinkindern.

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» Versteifung
Die künstliche Versteifung der Wirbelsäule (Spondylodese) verbessert deren Stabilität. Sie wird bei chronischen Rücken- und Beinschmerzen und entsprechenden Veränderungen an der Wirbelsäule von erfahrenen, spezialisierten Chirurgen durchgeführt.

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» Vertebra
Wirbel

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» vertebral
Die Wirbel, bzw. die Wirbelsäule betreffend.

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» Vertebroplastie
Ähnlich wie Kyphoplastie, jedoch ohne Aufrichtung des Wirbels mittels Ballon, aber mit Stabilisierung durch Zementeinspritzung.

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» Vertebrostenose
Knöcherne Einengung des Wirbelsäulenkanals.

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» Videorasterstereographie
Dreidimensionale, strahlenfreie Vermessung der Wirbelsäule mittels eines Videorasterstereographen.

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» Vojta
Physiotherapeutische Behandlungsmethode für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Störungen des zentralen Nervensystemes und des Haltungs- und Bewegungsapparates.

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» Wirbel
Die einzelnen Knochen, die die knöcherne Wirbelsäule bilden. Bestehen in der Regel aus dem Wirbelkörper, dem Wirbelbogen, den Wirbelfortsätzen zur Kraftübertragung (Querfortsätze und Dornfortsätze) sowie den Gelenkfortsätzen zu den benachbarten Wirbeln.

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» Wirbelbruch
Sammelbegriff für Wirbelkörper-, Wirbelbogen- oder Wirbelfortsatzfraktur. »
Folge einer direkten Gewalteinwirkung (Schlag, Stauchung, Überstreckung, Verdrehung). Wirbelkörperkompressionsfrakturen führen zu einer Wirbeldeformierung (z.B. Keilform, Plattwirbel oder Zertrümmerung) und zu Wirbelsäuleninstabilität mit der Gefahr von Rückenmarksverletzungen. Erhöhte Anfälligkeit für Wirbelbrüche besteht bei Osteoporose oder Knochentumoren beziehungsweise Knochenmetastasen. Behandlung je nach Schwere durch Ruhigstellung, Stützkorsett oder Operation.

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» Wirbeldrehgleiten
Seitliches Abgleiten eines Wirbelkörpers über den darunter liegenden, verbunden mit einer Rotation.

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» Wirbelkanal
Der Wirbelkanal (Canalis vertebralis) ist der schützende Kanal innerhalb der Wirbelsäule, in dem das Rückenmark verläuft. »
Er läuft vom Hinterhauptsbein (bzw. dem Hinterhauptsloch, Foramen occipitale magnum) durch die Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule bis zum Kreuzbein. Vorne wird der Kanal durch die Wirbelkörper (Corpora vertebrae) und die Bandscheiben (Disci intervertebrales), hinten durch die Wirbelbögen (Arcus vertebrae) begrenzt. Zwischen den jeweiligen Wirbelkörpern gibt es eine Austrittsöffnung aus dem Wirbelkanal für den jeweiligen segmentalen Spinalnerven, das sog. Foramen intervertebrale.

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» Wirbelsäule
Die Wirbelsäule (lat.: Columna vertebralis, griech. rhachis) ist in ihrer Gesamtheit das zentrale tragende Konstruktionselement des Menschen. »
Sie bildet nicht nur die knöcherne Mitte des Körpers, sie verbindet auch alle anderen Teile des Skelettes miteinander. Auch bei der Steuerung und Übermittlung von Reizen aus der Umgebung spielt die Wirbelsäule und das in ihrem Inneren liegende Rückenmark eine zentrale Rolle.
Betrachtet man die Wirbelsäule eines Menschen von der Seite (Sagittalebene), so fällt auf, dass die einzelnen Wirbelsäulenabschnitte unterschiedlich geformt sind. Die Halswirbelsäule weist eine Biegung nach vorne (ventral) auf (konkav), die Brustwirbelsäule wölbt sich nach hinten (konvex), die Lendenwirbelsäule wieder nach vorne und Kreuz- und Steißbein als Einheit wiederum nach hinten (dorsal). So ergibt sich der Eindruck einer doppelt S-förmigen Krümmung (Lordose, Kyphose, Lordose, Kyphose). Diese spezielle Form der menschlichen Wirbelsäule erfüllt den Zweck, als federnder Stab vor allem dem aufrecht gehenden Menschen zu einem elastischen Gangbild zu verhelfen, indem sie Erschütterungen, die bei aufrechtem Gang naturgemäß auftreten, möglichst gering hält und besser verteilt. Auf diese Weise wird auch das empfindliche Gehirn vor größeren Erschütterungen, z. B. beim Laufen, bewahrt. Die Wirbelsäule zeigt ihre natürliche Krümmung in der Hauptsache, wenn man sie von der Seite betrachtet. Sieht man sich die Wirbelsäule von hinten an, so bildet sie eine annähernd gerade Linie. Eine sehr leichte seitliche Krümmung ist ebenfalls nicht pathologisch. Sie ist darüber hinaus funktionell, da sie bei sehr starken senkrechten Belastungen der Wirbelsäule auch in der Frontalebene eine "Soll-Krümmungsrichtung" vorgibt. Von Oben nach Unten wird die Wirbelsäule in 5 einzelne Abschnitte unterteilt, die sich jeweils aus einzelnen Wirbeln (lat.: Vertebrae) zusammensetzen: Halswirbelsäule (Cervical) mit 7 Wirbeln, Brustwirbelsäule (Thoracal) mit 12 Wirbeln, Lendenwirbelsäule (Lumbal), Kreuzbein (Sacral) und Steißbein (Coccygeal) mit jeweils 5 Wirbeln.
Zählt man alle Wirbelkörper zusammen, so ergibt das 34 Stück. Die jeweils 5 Wirbel, die das Kreuzbein und Steißbein bilden, sind miteinander verwachsen. Deshalb spricht man auch oft davon, dass die Wirbelsäule sich aus 24 freien Wirbelkörpern (Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule), dem Kreuzbein und dem Steißbein zusammensetzt.

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» Wirbelsäulenaffektionen
Wirbelsäulenerkrankungen, -schädigungen

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» Wirbelsäulenaufnahme
Röntgenaufnahme der Wirbelsäule

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» Wirbelsäulendeformität
Wirbelsäulen-Fehlformen (z.B. Skoliose)

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» Wirbelsäuleninfektion
Bakterielle Spondylitis. »
Eine Infektion an der Wirbelsäule kann unterschiedlich entstehen. Mögliche Ursachen können ein infizierter Shunt bei einem dialysepflichtigen Patienten ebenso sein wie eine Infektion im Rahmen einer Infusionsbehandlung, im Rahmen eines Diabetes mellitus oder bei einem abwehrgeschwächten Patienten im Rahmen einer Tumorerkrankung.

Prinzipiell kann jede Infektion, die sich irgendwo im Körper abspielt, durch eine Aussaat der Bakterien über die Blutbahn zu einer lokalen Absiedelung im Bandscheibenraum führen. Folge sind starke Schmerzen in dem betroffenen Wirbelsäulenabschnitt, die fast immer mit einer hochgradigen Bewegungseinschränkung einhergeht. Obwohl die häufigsten Lokalisationen die Halswirbelsäule, die untere Brustwirbelsäule und die Lendenwirbelsäule sind, können auch alle anderen Bereiche betroffen sein.

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» Wirbelsäuleninsuffizienz
Funktionelle und strukturelle Schwäche der Wirbelsäule (einschließlich der Muskeln, Bänder); führt zu Haltungsschwäche; begünstigt Entwicklung von Vertebralsyndromen, Haltungsfehlern bzw. Haltungsverfall.

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» Wirbelsäulensyndrom
Ungenaue, aber trotzdem häufige ärztliche Diagnose, die im Grunde nur besagt, dass der Patient Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule hat.

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» Wirbelsäulenverkrümmung
seitlich: Skoliose; nach hinten: Kyphose; nach vorne: Lordose

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» Wirbelsäulenversteifung
Spondylodese

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» WS
Wirbelsäule

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» WS a.p. i. St.
Wirbelsäulenganzaufnahme im Stehen, anterior-posterior heißt von vorne nach hinten aufgenommen.

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» Wurzelkompressionssyndrom
Nervenwurzelreizerscheinungen, die sich subjektiv durch ausstrahlende Schmerzen in die Extremitäten bemerkbar machen, »
aufgrund pathologischer Veränderungen (z.B. Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose)in den unteren Halwirbelsäulen- bzw. Lendenwirbelsäulensegmenten. Die Diagnose lautet dann z.B. radikuläres Zervikal- bzw. Lumbalsyndrom mit Angabe des Segments, z.B. C6 oder S1.

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» XLIF
Schnitt-Technik bei Skoliose-OPs; »
Bei der XLIF-Technik wird nach einem ca. drei bis vier, maximal sieben, Zentimeter großen seitlich gesetzten Hautschnitt, der als Zugang zur Wirbelsäule dient, die Bandscheibe entfernt und das Bandscheiben-Fach für die Fusion vorbereitet. Diese OP ist besonders sinnvoll, wenn der Wirbelkanal nicht eröffnet werden soll und bietet eine echte Alternative zur herkömmlichen operativen Schnitttechnik durch den Bauch oder Rücken. Es wird operiert, ohne Muskeln zu durchtrennen. Die Bauchmuskulatur wird stumpf gespalten und obwohl es nicht erforderlich ist, beträchtliche Teile der Muskulatur von der Wirbelsäule abzulösen, kann man trotz kleiner operativer Zugänge die erforderlich großen Implantate einsetzen.

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» ZAG
Zygapophysealgelenke

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» Zell-Saver
Damit wird das Blut aus der blutenden Wunde aufgefangen, gereinigt und dem/der Patienten/in gleich wieder verabreicht. Diese Rückgabe des eigenen Blutes kann bis zu sechs Stunden nach der Operation durchgeführt werden.

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» Zentrales Nervensystem
Das Zentrale Nervensystem (ZNS) bezeichnet die Gesamtheit des menschlichen Nervengewebes als morphologische und funktionelle Einheit. »
Es befähigt zur Reizaufnahme bishin zu den so genannten Endapparaten, die als Rezeptoren bezeichnet werden. Sie werden ebenfalls im ZNS verarbeitet und die Antwort des Reizes dann zu den peripheren Empfängern (Effektoren) geleitet.
Topographisch bezieht sich der Begriff Zentrales Nervensystem auf das Gehirn und das Rückenmark. Das periphere Nervensystem umfasst die Hirnnerven und Rückenmarknerven, sowie die peripheren Ganglien. Das funktionale Nervensystem ist das so genannte vegetative Nervensystem.

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» zervikal
die Halswirbel betreffend

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» Zervikalsyndrom
Halswirbelsäulen-Syndrom; Schmerzen und Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule durch Verschleißerscheinungen.

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» Zervikobrachiales Syndrom
Schmerzen im Arm, die von der Halswirbelsäule kommen.

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» Zervikozephales Syndrom
Kopfschmerzen und Schwindelerscheinungen, die von der Halswirbelsäule kommen.

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» ZNS
Zentrales Nervensystem

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» Zwischenwirbel
Bandscheibe

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» ZWR
Zwischenwirbelraum

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» Zygapophysealgelenk
Die Zwischenwirbel- oder kleinen Wirbelgelenke zwischen den Gelenkfortsätzen.

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» Zygoapophysealgelenksarthrose
Arthrose der Zwischenwirbel- oder kleinen Wirbelgelenke zwischen den Gelenkfortsätzen.

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