Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte zur Skoliose-OP

Aktuelle Zeit: 16. Dezember 2017 06:22

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Fachwort-Lexikon - Erläuterungen zu Fachbegriffen

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Begriffe mit W

» Wirbel
Die einzelnen Knochen, die die knöcherne Wirbelsäule bilden. Bestehen in der Regel aus dem Wirbelkörper, dem Wirbelbogen, den Wirbelfortsätzen zur Kraftübertragung (Querfortsätze und Dornfortsätze) sowie den Gelenkfortsätzen zu den benachbarten Wirbeln.

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» Wirbelbruch
Sammelbegriff für Wirbelkörper-, Wirbelbogen- oder Wirbelfortsatzfraktur. »
Folge einer direkten Gewalteinwirkung (Schlag, Stauchung, Überstreckung, Verdrehung). Wirbelkörperkompressionsfrakturen führen zu einer Wirbeldeformierung (z.B. Keilform, Plattwirbel oder Zertrümmerung) und zu Wirbelsäuleninstabilität mit der Gefahr von Rückenmarksverletzungen. Erhöhte Anfälligkeit für Wirbelbrüche besteht bei Osteoporose oder Knochentumoren beziehungsweise Knochenmetastasen. Behandlung je nach Schwere durch Ruhigstellung, Stützkorsett oder Operation.

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» Wirbeldrehgleiten
Seitliches Abgleiten eines Wirbelkörpers über den darunter liegenden, verbunden mit einer Rotation.

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» Wirbelkanal
Der Wirbelkanal (Canalis vertebralis) ist der schützende Kanal innerhalb der Wirbelsäule, in dem das Rückenmark verläuft. »
Er läuft vom Hinterhauptsbein (bzw. dem Hinterhauptsloch, Foramen occipitale magnum) durch die Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule bis zum Kreuzbein. Vorne wird der Kanal durch die Wirbelkörper (Corpora vertebrae) und die Bandscheiben (Disci intervertebrales), hinten durch die Wirbelbögen (Arcus vertebrae) begrenzt. Zwischen den jeweiligen Wirbelkörpern gibt es eine Austrittsöffnung aus dem Wirbelkanal für den jeweiligen segmentalen Spinalnerven, das sog. Foramen intervertebrale.

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» Wirbelsäule
Die Wirbelsäule (lat.: Columna vertebralis, griech. rhachis) ist in ihrer Gesamtheit das zentrale tragende Konstruktionselement des Menschen. »
Sie bildet nicht nur die knöcherne Mitte des Körpers, sie verbindet auch alle anderen Teile des Skelettes miteinander. Auch bei der Steuerung und Übermittlung von Reizen aus der Umgebung spielt die Wirbelsäule und das in ihrem Inneren liegende Rückenmark eine zentrale Rolle.
Betrachtet man die Wirbelsäule eines Menschen von der Seite (Sagittalebene), so fällt auf, dass die einzelnen Wirbelsäulenabschnitte unterschiedlich geformt sind. Die Halswirbelsäule weist eine Biegung nach vorne (ventral) auf (konkav), die Brustwirbelsäule wölbt sich nach hinten (konvex), die Lendenwirbelsäule wieder nach vorne und Kreuz- und Steißbein als Einheit wiederum nach hinten (dorsal). So ergibt sich der Eindruck einer doppelt S-förmigen Krümmung (Lordose, Kyphose, Lordose, Kyphose). Diese spezielle Form der menschlichen Wirbelsäule erfüllt den Zweck, als federnder Stab vor allem dem aufrecht gehenden Menschen zu einem elastischen Gangbild zu verhelfen, indem sie Erschütterungen, die bei aufrechtem Gang naturgemäß auftreten, möglichst gering hält und besser verteilt. Auf diese Weise wird auch das empfindliche Gehirn vor größeren Erschütterungen, z. B. beim Laufen, bewahrt. Die Wirbelsäule zeigt ihre natürliche Krümmung in der Hauptsache, wenn man sie von der Seite betrachtet. Sieht man sich die Wirbelsäule von hinten an, so bildet sie eine annähernd gerade Linie. Eine sehr leichte seitliche Krümmung ist ebenfalls nicht pathologisch. Sie ist darüber hinaus funktionell, da sie bei sehr starken senkrechten Belastungen der Wirbelsäule auch in der Frontalebene eine "Soll-Krümmungsrichtung" vorgibt. Von Oben nach Unten wird die Wirbelsäule in 5 einzelne Abschnitte unterteilt, die sich jeweils aus einzelnen Wirbeln (lat.: Vertebrae) zusammensetzen: Halswirbelsäule (Cervical) mit 7 Wirbeln, Brustwirbelsäule (Thoracal) mit 12 Wirbeln, Lendenwirbelsäule (Lumbal), Kreuzbein (Sacral) und Steißbein (Coccygeal) mit jeweils 5 Wirbeln.
Zählt man alle Wirbelkörper zusammen, so ergibt das 34 Stück. Die jeweils 5 Wirbel, die das Kreuzbein und Steißbein bilden, sind miteinander verwachsen. Deshalb spricht man auch oft davon, dass die Wirbelsäule sich aus 24 freien Wirbelkörpern (Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule), dem Kreuzbein und dem Steißbein zusammensetzt.

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» Wirbelsäulenaffektionen
Wirbelsäulenerkrankungen, -schädigungen

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» Wirbelsäulenaufnahme
Röntgenaufnahme der Wirbelsäule

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» Wirbelsäulendeformität
Wirbelsäulen-Fehlformen (z.B. Skoliose)

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» Wirbelsäuleninfektion
Bakterielle Spondylitis. »
Eine Infektion an der Wirbelsäule kann unterschiedlich entstehen. Mögliche Ursachen können ein infizierter Shunt bei einem dialysepflichtigen Patienten ebenso sein wie eine Infektion im Rahmen einer Infusionsbehandlung, im Rahmen eines Diabetes mellitus oder bei einem abwehrgeschwächten Patienten im Rahmen einer Tumorerkrankung.

Prinzipiell kann jede Infektion, die sich irgendwo im Körper abspielt, durch eine Aussaat der Bakterien über die Blutbahn zu einer lokalen Absiedelung im Bandscheibenraum führen. Folge sind starke Schmerzen in dem betroffenen Wirbelsäulenabschnitt, die fast immer mit einer hochgradigen Bewegungseinschränkung einhergeht. Obwohl die häufigsten Lokalisationen die Halswirbelsäule, die untere Brustwirbelsäule und die Lendenwirbelsäule sind, können auch alle anderen Bereiche betroffen sein.

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» Wirbelsäuleninsuffizienz
Funktionelle und strukturelle Schwäche der Wirbelsäule (einschließlich der Muskeln, Bänder); führt zu Haltungsschwäche; begünstigt Entwicklung von Vertebralsyndromen, Haltungsfehlern bzw. Haltungsverfall.

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» Wirbelsäulensyndrom
Ungenaue, aber trotzdem häufige ärztliche Diagnose, die im Grunde nur besagt, dass der Patient Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule hat.

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» Wirbelsäulenverkrümmung
seitlich: Skoliose; nach hinten: Kyphose; nach vorne: Lordose

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» Wirbelsäulenversteifung
Spondylodese

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» WS
Wirbelsäule

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» WS a.p. i. St.
Wirbelsäulenganzaufnahme im Stehen, anterior-posterior heißt von vorne nach hinten aufgenommen.

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» Wurzelkompressionssyndrom
Nervenwurzelreizerscheinungen, die sich subjektiv durch ausstrahlende Schmerzen in die Extremitäten bemerkbar machen, »
aufgrund pathologischer Veränderungen (z.B. Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose)in den unteren Halwirbelsäulen- bzw. Lendenwirbelsäulensegmenten. Die Diagnose lautet dann z.B. radikuläres Zervikal- bzw. Lumbalsyndrom mit Angabe des Segments, z.B. C6 oder S1.

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